{"id":2027,"date":"2016-05-19T22:00:00","date_gmt":"2016-05-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/05\/19\/fokus-das-brexit-gespenst\/"},"modified":"2016-05-19T22:00:00","modified_gmt":"2016-05-19T22:00:00","slug":"fokus-das-brexit-gespenst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/fokus-das-brexit-gespenst\/","title":{"rendered":"Fokus: Das &#8220;Brexit&#8221;-Gespenst"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. Juni findet in Grossbritannien das Referendum &uuml;ber den Verbleib in der Europ&auml;ischen Union statt. Die Umfragen zeigten in den letzten Wochen keine klare Tendenz. Bef&uuml;rworter und Gegner eines &#8220;Brexit&#8221; liegen nahe beieinander, mit einem noch hohen Anteil unentschiedener W&auml;hler. Vor zwei Jahren beim Referendum &uuml;ber die Unabh&auml;ngigkeit Schottlands war die Ausgangslage &auml;hnlich&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damals entschied sich die Mehrheit der Unentschiedenen letztendlich f&uuml;r den Verbleib im Vereinigten K&ouml;nigreich. Insgesamt stimmten 55.3% gegen die Unabh&auml;ngigkeit. Von einem Ergebnis in diese Richtung gehen wir grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r das EUReferendum aus. Der Ausgang bleibt jedoch gut einen Monat vor der Abstimmung sehr ungewiss. Genauso ungewiss bleiben die m&ouml;glichen Auswirkungen auf die Finanzm&auml;rkte und vor allem die Wirtschaft Grossbritanniens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis 2009 war ein Austritt im Regelwerk der EU &uuml;berhaupt noch nicht vorgesehen. Erst im Rahmen der EUOsterweiterung wurde im Vertrag von Lissabon im Artikel 50 die M&ouml;glichkeit offiziell einger&auml;umt. Demnach kann ein Mitglied einen gew&uuml;nschten Austritt formell beantragen. Ab dann muss innerhalb von 2 Jahren mit den anderen 27 Mitgliedsl&auml;ndern &uuml;ber die Bedingungen verhandelt werden. Entsprechend w&uuml;rde bei einem &#8220;Brexit&#8221;-Entscheid kein automatischer Prozess losgetreten. Dieser muss von einer dann wohl neuen britischen Regierung angestossen werden. Und auch dann ist der 2-Jahres-Horizont nicht bindend. Die Verhandlungspartner k&ouml;nnen eine Verl&auml;ngerung vereinbaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem W&auml;hlerentscheid f&uuml;r einen Austritt w&uuml;rde somit sicher einige Zeit verstreichen bis es konkretere Erkenntnisse &uuml;ber den Weg der Verhandlungen gibt. Dabei sind grob folgende Richtungen denkbar<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">: 1. Liechtenstein-Modell: Mitgliedschaft im Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum (EWR), ohne politische Integration aber automatische &Uuml;bernahme von EU-Regelungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Schweiz-Modell: Regelung der Handelsbeziehungen &uuml;ber spezifische bilaterale Vertr&auml;ge, mit weitgehender &Uuml;bernahme von EU-Regelungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. T&uuml;rkei-Modell: Zollunion, weitgehend auf den Warenhandel beschr&auml;nkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. WTO-Modell: Handelsrechtliche Bestimmungen nach den internationalen Regeln der Welthandelsorganisation WTO, mit h&ouml;heren technischen Handelshemmnissen sowie sehr beschr&auml;nktem Zugang bei Dienstleistungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den aufgef&uuml;hrten Modellen nimmt von oben nach unten der Grad der wirtschaftlichen Integration ab, wohingegen die politische Souver&auml;nit&auml;t zunimmt. Da die Bef&uuml;rworter eines Austritts allen voran die aufgezwungene Regulierung durch Br&uuml;ssel kritisieren, sollte im &#8220;Brexit&#8221;-Fall die Verhandlungsrichtung Grossbritanniens Richtung dem Modell Schweiz oder der T&uuml;rkei gehen, da ansonsten EURegelungen in Zukunft ohne Mitsprache trotzdem &uuml;bernommen werden m&uuml;ssten. Je lockerer aber die Handelsvereinbarungen, desto gr&ouml;sser die m&ouml;glichen Einbussen f&uuml;r britische Unternehmen, die unter Marktzugangsbeschr&auml;nkungen zum Haupthandelspartner EU leiden w&uuml;rden &ndash; speziell im wichtigen Dienstleistungssektor. Dies d&uuml;rfte vor allem auch Investitionen von aussereurop&auml;ischen Firmen d&auml;mpfen, die in Grossbritannien f&uuml;r den europ&auml;ischen Markt produzieren. Es ist ebenfalls offen, ob Grossbritannien effektiv mehr Souver&auml;nit&auml;t bei der Festlegung der Handelsbedingungen erreichen kann, und ob eine eigenst&auml;ndige Regulierung die Bedingungen f&uuml;r die inl&auml;ndischen Unternehmen &uuml;berhaupt verbessert. Zudem ist es wahrscheinlich, dass die EUVerhandlungspartner eine harte Linie fahren werden, um keinem der anderen 27 Mitgliedstaaten einen Anreiz zu liefern, dem Beispiel zu folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je nach Annahmen variieren deshalb die Sch&auml;tzungen der Kosten bzw. des Nutzens eines Austritts enorm. Es gibt extreme Unterschiede bei Modellrechnungen &uuml;ber den langfristigen Effekt auf das britische BIP, wobei die Mehrheit von Nettoeinbussen im niedrigeren einstelligen Prozentbereich ausgeht. Die Erwartungen negativer Folgen speziell f&uuml;r Grossbritannien spiegeln sich im Pfund wider. Die britische W&auml;hrung hat seit Ende letzten Jahres gegen den Euro um rund 10% an Wert verloren. Die l&auml;hmende Wirkung der Unsicherheit hat sich zudem in einer deutlichen Verschlechterung der Unternehmensstimmung in Grossbritannien niedergeschlagen, wohingegen im Euroraum bislang keine negativen Auswirkungen zu beobachten sind (siehe Grafik). Ein &#8220;Brexit&#8221;-Ja d&uuml;rfte diese Entwicklung nochmals verst&auml;rken, wohingegen ein Votum gegen den Austritt f&uuml;r eine Erholung sorgen sollte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3782\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20-05-16_raf.png\" alt=\"20 05 16 raf\" width=\"363\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20-05-16_raf.png 363w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20-05-16_raf-300x231.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. Juni findet in Grossbritannien das Referendum &uuml;ber den Verbleib in der Europ&auml;ischen Union statt. 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