{"id":2033,"date":"2016-05-26T05:00:00","date_gmt":"2016-05-26T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/05\/26\/realistischer-optimismus\/"},"modified":"2016-05-26T05:00:00","modified_gmt":"2016-05-26T05:00:00","slug":"realistischer-optimismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/realistischer-optimismus\/","title":{"rendered":"Realistischer Optimismus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Seit &#8220;wir schaffen das&#8221; weiss jeder in Europa, dass es mit dem Willen allein nicht getan ist, eine Einheit zu bilden. Genauso wie jeder weiss, dass Politiker lieber von Visionen reden, als sich mit zwar dringenden, aber eben nur Alltagsproblemen zu besch&auml;ftigen. Das grosse Bild z&auml;hlt. Mitunter laufen aber auch &Ouml;konomen Gefahr, den Blick zu weit in die Zukunft zu werfen&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht, um damit etwas von dem Glamour, der die vision&auml;ren, sogenannten Trendforscher umgibt, zu sp&uuml;ren. Wenn &Ouml;konomen des IWF finden, Griechenland die Schulden bis in eine gef&uuml;hlte Ewigkeit stunden zu m&uuml;ssen und die Zinszahlungen auf maximal 1.5% zu beschr&auml;nken, dann ist dies eine recht verzweifelte Massnahme, genauso wie die Hoffnung, Griechenland k&ouml;nne im Schnitt der kommenden Jahre 3% Prim&auml;r&uuml;berschuss erwirtschaften. Trotz der massiven Kritik an der Haltung der europ&auml;ischen Geldgeber, hat sich der IWF laut den j&uuml;ngsten Verhandlungsergebnissen anscheinend doch erneut &uuml;berreden lassen, am dritten Hilfsprogramm finanziell teilzunehmen. Dies allerdings nur unter der unverbindlichen Zusage, dass 2018 IWF-Kredite aus den ersten beiden Hilfsprogrammen fr&uuml;hzeitig zur&uuml;ckgezahlt werden. An der Schuldenh&ouml;he Griechenland &auml;ndert dieser Schachzug damit nichts. Der Optimismus stirbt zuletzt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Finanzm&auml;rkten herrscht in der Regel auch Optimismus, eigentlich muss man sagen: fast nur. Denn Aktieninvestoren wissen, dass ein gut diversifiziertes Aktienportfolio auf lange Sicht jede andere Anlageklasse punkto Performance schl&auml;gt. Im Gegensatz zur Politik ist an der B&ouml;rse Optimismus folglich einiges n&auml;her an der Realit&auml;t. Wer Anfang Jahr in Aktien investierte, beispielsweise in den Schweizer Markt, und heute zehn Prozent im Minus liegt, braucht folglich &#8220;nur&#8221; zu warten, bis sich der Markt wieder Richtung neue Gipfel aufmacht. Das kann allerdings dauern. Bekanntlich ist die B&ouml;rse auch ein Puls f&uuml;r das, was sich in der n&auml;chsten Zukunft abspielen wird. Der Kursverlauf seit Sommer letzten Jahres verspr&uuml;ht demnach nur wenig Optimismus. Zwar hat sich der Markt etwas von den Jahrestiefs entfernt, doch nahrhaften Grund sucht er weiterhin vergebens. Noch immer ist&nbsp;&nbsp; er im K&auml;fig von Zinserh&ouml;hungsdiskussionen, Schuldenfalle und globaler Wachstumsflaute gefangen. Letztere k&ouml;nnte dem Markt indes auch l&auml;ngerfristig einen D&auml;mpfer geben. Denn es ist absehbar, dass die Weltwirtschaft nicht mehr an das Wachstum der Vorjahre ankn&uuml;pfen kann. Dem Optimismus der Aktienanalysten hat das bisher kaum einen D&auml;mpfer verpasst. Auch im laufenden Jahr gingen die Gewinnrevisionen mehrheitlich bergab. Das hat zwar Tradition, mit Ausnahme von Crashjahren sind die prognostizierten Gewinnaussichten stets zu optimistisch und werden im Jahresverlauf angepasst. Und momentan schlagen manche Firmen ja wenigstens diese abw&auml;rtsrevidierten Prognosen, mit was sich die B&ouml;rsianer noch zufrieden geben. Aber mehr liegt offenbar nicht drin im Moment. Das akute Fusionsfieber, die nachlassende Wirkung der Liquidit&auml;tsspritzen der Notenbanken und die Tatsache, dass die Firmen mit teils &uuml;berh&ouml;hten Aussch&uuml;ttungen die Aktion&auml;re bei Laune halten wollen, deutet auch eher auf das Ende eines Zyklus als den Beginn einer neuen &Auml;ra hin. Nichts gegen zu viel Optimismus, aber die hohen Wachstumsraten der Weltwirtschaft nach der Dotcom-Krise sind kaum mehr realistisch, in zu vielen L&auml;ndern sind die Wachstumspotenziale tiefer als damals, China ist daf&uuml;r das prominenteste Beispiel. Bis die B&ouml;rse das verarbeitet hat, braucht es wohl noch ein Weilchen, dann ist aber durchaus wieder mehr Platz f&uuml;r Optimismus. F&uuml;r realistischen, nicht f&uuml;r vision&auml;ren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit &#8220;wir schaffen das&#8221; weiss jeder in Europa, dass es mit dem Willen allein nicht getan ist, eine Einheit zu bilden. 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