{"id":20337,"date":"2020-07-02T15:10:07","date_gmt":"2020-07-02T13:10:07","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7543"},"modified":"2020-07-02T15:10:07","modified_gmt":"2020-07-02T13:10:07","slug":"union-investment-klagen-fuer-das-klima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-klagen-fuer-das-klima\/","title":{"rendered":"Union Investment: Klagen f\u00fcr das Klima"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment: Erste Klimaklagen erfolgreich. Risiken f\u00fcr Unternehmen und Investoren nehmen zu \u2013 Vers\u00e4umnisse k\u00f6nnen bestraft werden. Climate Litigation unterst\u00fctzt Transformationsprozesse<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von <span lang=\"EN-US\">Bastian Grudde, ESG Research, Union Investment<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Klagen f\u00fcr das Klima \u2013 Fluch oder Segen f\u00fcr Investoren?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt\u201c (GG, Artikel 1 Absatz 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Frage der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens k\u00f6nnte eine Frage des \u00dcberlebens f\u00fcr den ganzen Kontinent sein&#8221; (Angela Merkel in Davos, Februar 2020).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00f6nnte in Deutschland die Bundesregierung erfolgreich verklagt werden, weil ihre bisherige Klimapolitik gegen das Grundgesetz verst\u00f6\u00dft? Auf der einen Seite steht der verfassungsrechtlich garantierte Schutz des Lebens, auf der anderen Seite die Erkenntnis, dass der Klimawandel diesen Schutz massiv bedroht. Denn es ist ja eine physikalische Realit\u00e4t, dass die Treibhausgasemissionen und damit die globale Erw\u00e4rmung nahezu ungebremst ansteigen und die Lebensumst\u00e4nde deutlich verschlechtern k\u00f6nnten. Inzwischen wird in immer mehr Gerichtsverfahren dieser m\u00f6gliche Konflikt adressiert. Das kann einerseits Klarheit f\u00fcr Investoren schaffen, andererseits aber auch \u00f6konomische und juristische Risiken f\u00fcr Unternehmen und Staaten bedeuten. Dieses Papier gibt einen \u00dcberblick zu Klimaklagen (\u201eClimate Litigation\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Niederlanden entschied in letzter Instanz das oberste Gericht \u2013 der Hohe Rat der Niederlande \u2013 wenige Tage vor Weihnachten 2019, dass die Regierung ihre Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen viel st\u00e4rker als zuvor anpassen muss. Zusammen mit 900 B\u00fcrgern hatte die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Urgenda Foundation die Exekutive \u2013 zun\u00e4chst vor einem Bezirksgericht in Den Haag \u2013 verklagt, um die Niederl\u00e4nder vor abwendbaren Folgen des Klimawandels zu sch\u00fctzen. In der Klage wurde der Regierung vorgeworfen, mit ihren \u2013 zu wenig ambitionierten \u2013 CO\u2082 -Reduktionszielen die in der Verfassung festgelegte F\u00fcrsorgepflicht f\u00fcr ihre B\u00fcrger zu verletzen. Das Gericht gab der Klage statt und berief sich in seinem Urteil unter anderem auf Artikel 21 der niederl\u00e4ndischen Verfassung, aber auch auf internationale Konventionen zu Menschenrechten und Klimawandelabkommen. Nun ist das Land gezwungen, seine Emissionen bis Ende 2020 um 25 Prozent gegen\u00fcber 1990 zu senken; in den Jahren zuvor waren die Emissionen nur leicht gefallen. Daraus ergibt sich Klarheit f\u00fcr Investoren: Der notwendige politische Kurs ist nun rechtlich verankert und die Niederlande streben Klimaneutralit\u00e4t bis 2050 an. Der Kohleausstieg ist ebenfalls rechtlich beschlossene Sache, genau wie ein reduziertes Tempolimit auf niederl\u00e4ndischen Autobahnen. Gleichzeitig ergeben sich aus diesem Urteil aber auch \u00f6konomische Folgen f\u00fcr jene Unternehmen und Investoren, die bislang gegen den Klimaschutz \u201egewettet\u201c hatten. Das Urteil in den Niederlanden macht klar: Investoren k\u00f6nnen \u201eKlagen f\u00fcr das Klima\u201c nicht mehr ignorieren.<\/p>\n<h6><strong>Klimaklagen gewinnen an Bedeutung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist bemerkenswert, dass Klimaklagen schon in den Jahren vor dem Pariser Klimaabkommen eine wichtige, in der \u00d6ffentlichkeit aber kaum beachtete Rolle spielten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00dcberzeugung, dass das unverantwortliche Handeln \u2013 besonders im Hinblick auf Treibhausgasemissionen \u2013 von Staaten, Unternehmen und Privatpersonen negative, irreversible Auswirkungen auf unsere Umwelt hat, veranlasste im M\u00e4rz 2015 eine internationale Gruppe von Juristen und Wissenschaftlern dazu, die \u201eOslo Principles\u201c zu formulieren und festzulegen. Bereits vor dem Pariser Klimaabkommen im Dezember 2015 bestanden aus Sicht dieser Experten-Gruppe ausreichend gesetzliche Regelungen, den Klimawandel zu begrenzen. Gerade aber die Nicht-Ber\u00fccksichtigung dieser schon bestehenden Vorschriften \u2013 vor allem in den Industrienationen \u2013 und die weit verbreitete Inaktivit\u00e4t stellen aus ihrer Sicht bereits Verst\u00f6\u00dfe dar, die zu m\u00f6glichen Klagen f\u00fchren k\u00f6nnen. Gem\u00e4\u00df den Oslo-Prinzipien verst\u00f6\u00dft daher eine Vielzahl von Unternehmen und Staaten gegen geltende Rechtsvorschriften, ohne dass es bisher zu juristischen Konsequenzen f\u00fcr sie kam. Es galt: \u201eWo kein Kl\u00e4ger, da kein Richter\u201c oder in der \u201eSprache der Juristen\u201c: \u201eNullo actore, nullus iudex\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies hat sich mittlerweile jedoch ge\u00e4ndert: Laut einer aktuellen Studie der London School of Economics existierten bis zum Sommer 2019 mehr als 1.300 Klagen in mehr als 28 L\u00e4ndern. Geklagt wird dabei sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsl\u00e4ndern und sogar im Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass alleine die USA mehr als 1.000 F\u00e4lle von Klimaklagen verzeichnen, spiegelt einerseits das amerikanische Rechtssystem, andererseits aber auch den Widerstand gegen die \u201eheikle\u201c Klimapolitik der Trump-Administration wider. Der versuchte \u201eR\u00fcckbau\u201c der Umweltschutzstandards in den USA scheitert \u2013 nicht nur in Kalifornien \u2013 in vielen F\u00e4llen vor den amerikanischen Gerichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">International stehen nicht mehr nur L\u00e4nder und Regierungen im Fokus der Anklage; vielf\u00e4ltige Klagekonstellationen sind denkbar. Abbildung 1 zeigt auf der folgenden Seite, dass bislang allerdings \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013 mehrheitlich Regierungen und Unternehmen die Beklagten sind. Als Kl\u00e4ger treten vergleichsweise oft Unternehmen auf, aber auch Einzelpersonen und NGOs. Unternehmen klagen in vielen dieser Prozesse allerdings gegen zu strenge Klima-Regelungen oder Vorschriften, die sie in ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit behindern.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Abbildung 1: \u00dcbersicht zu Kl\u00e4gern und Beklagten<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>(Auswertung basierend auf Klimaklagen in 25 L\u00e4ndern &#8211; ohne die USA)<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d8dffa55ecb359a61ff572a9674a5193.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7547 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d8dffa55ecb359a61ff572a9674a5193.png\" alt=\"02072020 1\" width=\"700\" height=\"394\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:LSE, Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment. Studie: Global trends in climate change legislation and litigation: 2018 snapshot<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die folgenden Abbildungen 2 und 3 verdeutlichen erg\u00e4nzend, dass es besonders ab dem Jahr 2005 in den USA \u2013 aber auch im Rest der Welt \u2013 zu einem starken Anstieg von Klimaklagen insgesamt gekommen ist. Diese Entwicklung wurde auch durch den Klimagipfel in Montreal beg\u00fcnstigt. Die Zusammenkunft lieferte zwar keine festen Ziele zur CO\u2082-Reduktion. Allerdings verst\u00e4ndigten sich die Teilnehmer auf eine Fortschreibung des Kyoto-Protokolls \u2013 samt Kontrollsystem \u2013 und weiterf\u00fchrende Initiativen zur Senkung der CO\u2082-Emissionen. Eingereicht wurden die Klagen durch eine Vielzahl unterschiedlicher Gruppen und Personen. Gerade in den letzten Jahren hat vor allem die Bedeutung von NGOs und Privatpersonen als Kl\u00e4ger zugenommen.<\/p>\n<h6><strong>Abbildung 2: Klimaklagen nach Kl\u00e4gergruppen in den USA (1990-2016)<\/strong><\/h6>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/e764ff0525205d960862d9343c18c6b1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7548 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/e764ff0525205d960862d9343c18c6b1.png\" alt=\"02072020 2\" width=\"700\" height=\"394\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:LSE, Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment. Studie: Global trends in climate change litigation: 2019 snapshot<\/p>\n<h6><strong>Abbildung 3: Klimaklagen nach Kl\u00e4gergruppen ex USA (1994-2018)<\/strong><\/h6>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/54ab866b13bb95463d1f81dcc239fb42.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7549 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/54ab866b13bb95463d1f81dcc239fb42.png\" alt=\"02072020 3\" width=\"700\" height=\"394\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: LSE, Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment. Studie: Global trends in climate change litigation: 2019 snapshot<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Vielf\u00e4ltige Klagekonstellationen denkbar<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den \u201eKlage-Typen\u201c kann \u2013 auch in Abh\u00e4ngigkeit von den nationalen Rechtssystemen \u2013 zwischen zivilrechtlichen Klagen sowie Klagen gegen die Exekutive (\u201eVerwaltungsklagen\u201c) im Allgemeinen und hierbei Verfassungsbeschwerden im Besonderen unterschieden werden. Verfahren, die Verst\u00f6\u00dfe gegen die jeweilige Verfassung eines Landes als Grundlage haben, sind dabei oftmals eher grunds\u00e4tzlicher Natur und k\u00f6nnen dem Zweck dienen, strengere Regelungen einzuf\u00fchren. Oder sie fordern, sich an bereits geltende Vorschriften \u2013 nationale wie internationale \u2013 (besser) zu halten. Beklagte sind in diesen F\u00e4llen in der Regel Staaten oder \u00f6ffentliche K\u00f6rperschaften. In Zivilprozessen wird hingegen in vielen Prozessen auf Schadensersatz im Zusammenhang mit Sch\u00e4den durch den Klimawandel selbst geklagt \u2013 in diesen F\u00e4llen sitzen vor allem Unternehmen auf der Anklagebank. Bei den Klage-Typen lohnt sich eine weitere Unterscheidung zwischen strategischen Klagen und \u201eRoutine\u201c-Klagen: W\u00e4hrend strategisch angelegte Klagen durch Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle neues Recht schaffen wollen, geht es bei den Routine-Klagen vor allem um die Durchsetzung bestehenden Rechts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Klagen f\u00fcr mehr Klimaschutz kann man grunds\u00e4tzlich drei wichtige Klagegr\u00fcnde unterscheiden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eFailure to Mitigate\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Klagegrund ist das Vers\u00e4umnis von Staaten oder Unternehmen, den Klimawandel zu begrenzen (\u201eFailure to Mitigate\u201c). Solche Klagen sind, wie am Beispiel der Niederlande zuvor verdeutlicht, oft strategischer Natur und zielen zumeist auf \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit und politische Konsequenzen ab. Zwei unterschiedliche Klagevarianten sind hier generell denkbar:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">B\u00fcrger oder NGOs verklagen Regierungen auf mehr Klimaschutz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Regierungen oder NGOs verklagen gro\u00dfe Treibhausgasemittenten auf mehr Klimaschutz oder Schadenersatz wegen nicht erfolgtem Klimaschutz.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfolgreiche Beispiele f\u00fcr die erste Variante gibt es, wie bereits erl\u00e4utert, in den Niederlanden oder auch in Neuseeland. \u00c4hnlich wie nun der oberste niederl\u00e4ndische Gerichtshof best\u00e4tigt hat, dass ein zu schwacher Klimaschutz Menschenrechte verletzt, ist nicht unwahrscheinlich, dass auch andere europ\u00e4ische Verfassungsgerichte zu kritischen Ergebnissen kommen \u2013 in Abh\u00e4ngigkeit der jeweiligen Verfassung nat\u00fcrlich. Weitere, \u00e4hnlich gelagerte Klagen laufen aktuell in Frankreich, Belgien, Irland, den USA und der EU als Ganzes. Auch in Deutschland wird sich das Bundesverfassungsgericht mit einer Klage besch\u00e4ftigen m\u00fcssen: Unter dem Zeichen 1 BvR 2656\/18 liegt eine \u201eVerfassungsbeschwerde gegen das Unterlassen geeigneter gesetzlicher Vorschriften und Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels durch die Bundesrepublik Deutschland\u201c vor. In der Beschwerde werfen B\u00fcrger, aber auch NGOs, der Bundesregierung vor, nicht ihren Pflichten gem\u00e4\u00df Artikel 2 und Artikel 14 GG nachzukommen. In der Argumentation ist die Klage \u2013 fast schon erwartungsgem\u00e4\u00df \u2013 an die erfolgreiche Klage in den Niederlanden angelehnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der zweiten Klage-Variante gibt es viele laufende, aber noch wenige erfolgreiche Verfahren: In Polen verklagt beispielsweise Greenpeace den Stromversorger PGE Polska Grupa Energetyczna, um neue Investments in Kohlekraftwerke aufzuhalten (Greenpeace Poland v. PGE). Ein \u00e4hnliches Verfahren l\u00e4uft gegen das polnische Unternehmen Enea (ClientEarth v. Enea). Die Stadt New York hat die \u00d6lkonzerne BP, Chevron, Conoco Phillips, Exxon Mobil und Royal Dutch Shell verklagt, da diese wissentlich die eigene Verantwortung f\u00fcr den Klimawandel heruntergespielt und dadurch Sch\u00e4den f\u00fcr die Stadt verursacht h\u00e4tten (City of New York v. BP p.l.c). Hier zeigt sich auch das Ausma\u00df m\u00f6glicher Schadenersatzanspr\u00fcche: New York fordert von den \u00d6lkonzernen eine \u201eangemessene\u201c Erstattung der Kosten von erfolgten sowie in Zukunft notwendigen Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Einwohner und deren Eigentum gegen die Folgen des Klimawandels. Allein der \u00dcberflutungsschutz kostet laut dem \u201eUS Army Corps of Engineers\u201c bis zu 118 Milliarden US Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein \u00e4hnlicher Fall in Deutschland ist nicht weniger spektakul\u00e4r: Der peruanische Bauer Saul Luciano Lliuya \u2013 unterst\u00fctzt durch die deutsche NGO Germanwatch \u2013 wirft dem Versorgungskonzern RWE in einer Zivilrechtsklage vor, durch seine hohen CO\u2082-Emissionen zum Abschmelzen peruanischer Gletscher beizutragen (Lliuya v. RWE AG). Sein Argument f\u00fcr die Schadensersatzklage basiert auf \u00a7 1004 BGB: Die mit dem Klimawandel einhergehenden Effekte gef\u00e4hrden und beeintr\u00e4chtigen seinen Beruf und das Wohlergehen seiner gesamten Familie in Peru. Zun\u00e4chst wurde die Klage abgewiesen mit dem Hinweis: Die \u201elineare Kausalit\u00e4t\u201c sei nicht eindeutig nachgewiesen worden. In der Berufung urteilte die n\u00e4chsth\u00f6here Instanz \u2013 das OLG Hamm \u2013 aber anders und ordnete an, dass eine Beweisaufnahme vor Ort \u2013 also in Peru \u2013 erfolgen soll. Zudem stellte das Gericht fest, dass das Vorhandensein von mehreren Verursachern (in diesem Fall: gro\u00dfe CO2-Emittenten) eine \u201eSt\u00f6rungsbeseitigung\u201c nicht grunds\u00e4tzlich unm\u00f6glich machen kann. Das abschlie\u00dfende Urteil steht zwar noch aus, aber allein die Weiterverfolgung der Klage an einem deutschen Gericht hat f\u00fcr Aufsehen gesorgt und macht deutlich: Folgen des Klimawandels sind kein nationales Problem mehr. Mit Klagen aus dem Ausland ist zu rechnen, denn: Gem\u00e4\u00df den Rom-II-Verordnungen ist deutsches Recht bei (globalen) Umweltsch\u00e4den anwendbar und der Kl\u00e4ger kann f\u00fcr seine Klage den Ort des Schadens w\u00e4hlen \u2013 in diesem Falle: Peru.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erfolgsaussichten in solchen F\u00e4llen sind noch unklar, da man zum Beispiel \u00d6lkonzernen zun\u00e4chst nachweisen muss, dass ihre Gesch\u00e4ftspolitik konkret und direkt zu st\u00e4rkeren \u00dcberflutungen in New York gef\u00fchrt hat. Sollte es allerdings einen Pr\u00e4zedenzfall geben, was durch die Fortschritte in den Klimawissenschaften immer wahrscheinlicher wird, k\u00f6nnte solch ein gerichtlicher Erfolg zu einer enormen Klagewelle in \u00e4hnlichen Bereichen f\u00fchren. Dadurch w\u00e4ren nicht nur Klagen gegen \u00d6lkonzerne, sondern auch gegen Kraftwerksbetreiber, Stahl- und Zementhersteller oder Fluglinien durchaus denkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eFailure to Adapt\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Klagegrund ist das Vers\u00e4umnis von Staaten oder Unternehmen, sich ausreichend auf die unabwendbaren (physischen) Risiken und m\u00f6glichen Sch\u00e4den durch den Klimawandel vorzubereiten (\u201eFailure to Adapt\u201c). So hatten zum Beispiel im Jahr 2016 Hausbesitzer in Ontario (Kanada) Klage gegen die kanadische Regierung erhoben, da diese sich unzureichend gegen \u00dcberflutungsrisiken gesch\u00fctzt sahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eFailure to Disclose\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur unzureichenden Vorbereitung auf den Klimawandel z\u00e4hlt in einer Vielzahl von F\u00e4llen allerdings auch das Vers\u00e4umnis von Unternehmen, ausreichend \u00fcber die Risiken des Klimawandels aufzukl\u00e4ren (\u201eFailure to Disclose\u201c), was zu Risiken f\u00fcr die Unternehmen selbst, aber auch bei Investoren f\u00fchren kann. Erneut lassen sich zwei wichtige Fallkonstellationen unterscheiden:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Regulatorische Untersuchungen oder Klagen von Investoren gegen (das Management von) Unternehmen, wenn diese falsche oder gar keine Ausk\u00fcnfte \u00fcber Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel bereitstellen. Vor allem dann, wenn es durch dieses Fehlverhalten zu Verm\u00f6gensverlusten gekommen ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Klagen von Investoren, aber auch von Unternehmen selbst, gegen Beraterfirmen (wie zum Beispiel Ratingagenturen und spezialisierte Pr\u00fcfungsgesellschaften), wenn diese nicht ausreichend auf Klimawandelrisiken hingewiesen haben.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Risiken f\u00fcr Unternehmen und Investoren durch Klimaklagen nehmen zu<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird deutlich: Es existieren eine Vielzahl von Konstellationen und Gr\u00fcnden im Zusammenhang mit Klimaklagen. Gleichzeitig zeigen F\u00e4lle wie in den Niederlanden, dass diese Risiken f\u00fcr Investoren \u2013 aber nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Beklagten selbst \u2013 nicht mehr nur theoretischer Natur sind. Noch ist es zu fr\u00fch, um abschlie\u00dfend beurteilen zu k\u00f6nnen, wie erfolgreich Klimaklagen in der Summe sein werden. Denn: Viele Gerichtsverfahren sind langwierig und erste Ergebnisse werden (sofort) von der unterlegenen Partei angefochten, sodass bislang nur wenige, abschlie\u00dfende Urteile vorliegen. Dennoch: Selbst wenn einige der bislang eingereichten Klagen nicht erfolgreich sein werden, so haben sich mittlerweile Klimaklagen l\u00e4ngst in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung etabliert. Auch dadurch stehen Staaten und Unternehmen zunehmend unter dem Druck, \u00f6ffentlichkeitswirksame Prozesse zu vermeiden, in denen ihnen Missmanagement und Vers\u00e4umnisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel vorgeworfen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkrete Risiken f\u00fcr Unternehmen k\u00f6nnen sein:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00c4nderung der politischen Rahmenbedingungen durch strategische Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle. So wurde zum Beispiel im Juni 2019 in Polen die zuvor erteilte Genehmigung f\u00fcr den Bau eines Kohlekraftwerks durch den obersten polnischen Verwaltungsgerichtshof abschlie\u00dfend wieder zur\u00fcckgenommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Hohe Geldstrafen sowie Prozess- und Anwaltskosten k\u00f6nnen die Profitabilit\u00e4t und Liquidit\u00e4t der beklagten Unternehmen verringern. Dabei belasten Rechtsstreitigkeiten die Bilanz von betroffenen Unternehmen durch notwendige R\u00fcckstellungen oft schon weit vor der eigentlichen Urteilsverk\u00fcndung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die m\u00f6glicherweise durch R\u00fcckstellungen drohende Verschlechterung von kapitalmarktrelevanten Unternehmensratings kann den Zugang zum Kapitalmarkt erschweren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Neben einer Einzelklage sind auch Sammelklagen m\u00f6glich, bei denen verschiedene Kl\u00e4ger gemeinsam auf Schadenersatz klagen. Mit der Folge: Die H\u00f6he m\u00f6glicher Schadensersatzzahlungen steigt tendenziell an.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Komplexe, langj\u00e4hrige Rechtsstreitigkeiten k\u00f6nnen die Aufmerksamkeit und damit Kapazit\u00e4ten des Managements zu stark binden. Zus\u00e4tzlich droht in manchen F\u00e4llen ein Ausschluss von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen, die den gesch\u00e4ftspolitischen Freiraum und die Zukunftsaussichten des betroffenen Unternehmens weiter einschr\u00e4nken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Reputationssch\u00e4den drohen gerade bei strategischen Klagen, die \u00f6ffentlichkeitswirksam verhandelt werden. Oftmals bleiben diese Sch\u00e4den in der breiten Wahrnehmung pr\u00e4sent \u2013 selbst wenn das Unternehmen nicht verurteilt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich sehen sich auch immer wieder Investoren selbst Klimaklagen ausgesetzt, wenn sie nicht transparent \u00fcber Risiken und Chancen des Klimawandels berichten oder diese nicht ausreichend bei ihren Anlageentscheidungen ber\u00fccksichtigen. Nicht zuletzt deshalb wurde mit den sogenannten TCFD-Empfehlungen (\u201eTask Force on Climate-Related Financial Disclosures\u201c) ein Rahmenwerk geschaffen, um diese Transparenz auf Investorenseite zu erh\u00f6hen. Ziel der TCFD ist ein verbessertes Verst\u00e4ndnisses von Investoren f\u00fcr materielle klimarelevante Daten auf der Unternehmensseite. Die transparenten, einheitlichen Unternehmensbewertungen sollen die Beurteilung von Chancen und Risiken durch den Klimawandel erleichtern.<\/p>\n<h6><strong>Klimaklagen k\u00f6nnen helfen \u201edie Spreu vom Weizen zu trennen\u201c<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Investoren, die bereits im Rahmen des aktiven Unternehmensdialogs auf Ver\u00e4nderungen bei weniger nachhaltigen Unternehmen dr\u00e4ngen, k\u00f6nnen \u2013 neben dem klassischen Instrumentarium von individuellen und kollaborativen Engagements, Aktion\u00e4rsantr\u00e4gen, Reden und Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen \u2013 als weiteres probates Mittel zus\u00e4tzlich auch den Klageweg beschreiten. Es ist damit zu rechnen, dass Unternehmen \u2013 \u00f6fter als in der Vergangenheit \u2013 wegen \u201eFailure to Disclose\u201c-Vergehen vermehrt mit solchen Klagen rechnen m\u00fcssen. Vor allem dann, wenn Unternehmensdialoge und freiwillige Absichtserkl\u00e4rungen nicht die erhofften Ergebnisse liefern konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders nachhaltig agierende Unternehmen hingegen zeichnen sich durch \u00fcberdurchschnittliche Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensf\u00fchrung aus. Solche Unternehmen stehen, insbesondere wenn sie im Umweltbereich gut aufgestellt sind, quasi per Definition nicht im Fokus von Klimaklagen, womit sie sich positiv von weniger nachhaltigen Konkurrenten absetzen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Erstens halten sich nachhaltige Unternehmen h\u00e4ufig \u00fcberdurchschnittlich stark an die umwelt- und finanzrechtlichen Rahmenbedingungen. Eben diese Compliance macht sie erst zu besonders nachhaltigen Unternehmen. Sie sind deshalb \u2013 im Vergleich zu ihren Konkurrenten \u2013 einem geringeren Risiko ausgesetzt, wegen \u201eFailure to Disclose\u201c- oder \u201eFailure to Mitigate\u201c-Verfehlungen angeklagt zu werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Zweitens sind nachhaltig agierende Unternehmen \u2013 vor allem im Bereich des Klimaschutzes \u2013 mit der Tatsache konfrontiert, dass negative, externe Umwelteffekte von weniger nachhaltigen Unternehmen nicht explizit ber\u00fccksichtigt werden: Zum Beispiel wenn \u00d6kostrom genauso hoch wie Strom aus konventionellen Quellen (z.B. aus Kohle und Gas) besteuert wird, obwohl die Umweltfolgen sich massiv voneinander unterscheiden. Nachhaltige Unternehmen sind daher oftmals ein Profiteur von strategischen Klimaklagen (gegen Konkurrenten), wenn dadurch negative Externalit\u00e4ten ber\u00fccksichtigt oder aufgehoben werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Drittens f\u00fchren letztinstanzlich entschiedene Klimaklagen in vielen F\u00e4llen auch zu Rechts- und Planungssicherheit f\u00fcr Unternehmen. Profitieren werden davon bei erfolgreichen Klagen zun\u00e4chst allerdings nur nachhaltig agierende Unternehmen. Nur bei ihnen sollte die durch Klimaklagen hergestellte Rechtssicherheit mit der eigenen Unternehmensplanung \u00fcbereinstimmen. F\u00fcr alle anderen Unternehmen bedeuten \u201eklimafreundliche\u201c Urteile teilweise existenzbedrohende Umstrukturierungen. Positiv formuliert: Klimaklagen k\u00f6nnen notwendige Ver\u00e4nderungsprozesse ausl\u00f6sen.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ver\u00e4nderungsprozesse durch Klimaklagen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beschriebenen Verfahren und Ziele von Klimaklagen k\u00f6nnen in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung oftmals einen \u201etadelnden und bestrafenden Beigeschmack\u201c besitzen. Denn: Oftmals machen (erst) Klimaklagen nicht-nachhaltigen Unternehmen klar: So geht es nicht weiter! In der Vergangenheit zeigte sich aber auch, dass gerade zu Beginn eines grunds\u00e4tzlichen Ver\u00e4nderungsprozesses gesetzliche Regelungen und die Androhung von Klagen helfen k\u00f6nnen, um (regulatorischen) Druck auf Unternehmen aufzubauen. Klimaklagen dienen damit nicht nur zur Bestrafung und Abschreckung, sondern auch als \u201eexterne\u201c Motivation, das eigene Gesch\u00e4ftsmodell m\u00f6glicherweise umzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell sind besonders Unternehmen im Bereich der \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung von solchen Litigationsrisiken betroffen, da diese nicht nur wegen \u201eFailure to Mitigate\u201c-, sondern auch wegen \u201eFailure to Adapt\u201c- und \u201eFailure to Disclose\u201c-Verst\u00f6\u00dfen angeklagt werden. Wenn nun aber Unternehmen wie Repsol oder auch BP und Shell das Ziel der Treibhausgasneutralit\u00e4t anstreben, dann hatten entsprechende Klimaklagen \u2013 und damit einhergehende, drohende Risiken \u2013 sicherlich einen nicht zu vernachl\u00e4ssigenden Einfluss auf deren Sinneswandel.<\/p>\n<h6><strong>Fazit<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klimaklagen sind in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung oftmals noch ein relativ neues Ph\u00e4nomen im Kampf gegen den Klimawandel, das sich aber weltweit schnell ausbreitet und sowohl f\u00fcr Staaten, als auch f\u00fcr Unternehmen als jeweils Beklagte von zunehmender Bedeutung ist. In diversen Klagekonstellationen wird entweder f\u00fcr die Schaffung von neuen rechtlichen Vorschriften oder f\u00fcr die Durchsetzung bestehenden Rechts gestritten. Unter den drei wichtigsten Klagegr\u00fcnden (\u201eFailure to Mitigate\u201c, \u201eFailure to Adapt\u201c oder \u201eFailure to Disclose\u201c) gibt es eine Vielzahl an F\u00e4llen mit sehr individuellen Zielen und unterschiedlichen Erfolgsaussichten. W\u00e4hrend es bei den Klagen zu unterlassenem Klimaschutz von Seiten einzelner Staaten bereits wichtige abschlie\u00dfende Urteile gibt, stehen wichtige, vergleichbare Anfangserfolge auf der Unternehmensseite noch aus. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass ein Fall eines verurteilten Unternehmens eine ganze Welle von weiteren Klagen ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund sollten Klimaklagen von Unternehmen und Investoren gleicherma\u00dfen genau beobachtet werden. Denn: F\u00fcr beide sind solche Klagen nicht nur wegen der reputationssch\u00e4digenden Wirkung gef\u00e4hrlich. Es drohen auch ernsthafte finanzielle Sch\u00e4den durch m\u00f6gliche Straf- und Entsch\u00e4digungszahlungen. Diese k\u00f6nnten durch die bessere M\u00f6glichkeit von Sammelklagen im Volumen noch deutlich anwachsen. Es zeigt sich: Klimaklagen sind weit mehr als nur ein \u201erechtlich erhobener Zeigefinger\u201c. Denn: Unter Nachhaltigkeitsaspekten gut gef\u00fchrten Unternehmen sollte es in der Zukunft besser gelingen, solche Klagen zu vermeiden und deshalb Investoren auch eine gr\u00f6\u00dfere Gewissheit bei ihren Anlageentscheidungen zu liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment: Erste Klimaklagen erfolgreich. Risiken f\u00fcr Unternehmen und Investoren nehmen zu \u2013 Vers\u00e4umnisse k\u00f6nnen bestraft werden. Climate Litigation unterst\u00fctzt Transformationsprozesse<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7546,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[127],"class_list":["post-20337","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-union-investment"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20337\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}