{"id":20366,"date":"2021-03-09T15:58:50","date_gmt":"2021-03-09T14:58:50","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9431"},"modified":"2021-03-09T15:58:50","modified_gmt":"2021-03-09T14:58:50","slug":"dpam-ein-blick-auf-die-esg-risiken-in-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dpam-ein-blick-auf-die-esg-risiken-in-2021\/","title":{"rendered":"DPAM : Ein Blick auf die ESG-Risiken in 2021"},"content":{"rendered":"<p>DPAM : Das starke Momentum des Jahres 2020 in Bezug auf den Zuspruch und die Performance nachhaltiger Investments wird auch 2021 anhalten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oph\u00e9lie Mortier, Head of Responsible Investments bei DPAM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grund genug f\u00fcr Oph\u00e9lie Mortier, Head of Responsible Investments bei DPAM, die Risiken, die 2021 f\u00fcr jede der drei ESG-Dimensionen zu \u00fcberwachen sind, einer n\u00e4heren Analyse zu unterziehen. Vor allem die Aspekte \u201aS\u2018 und \u201aG\u2018 stehen dabei in engem Zusammenhang mit der Covid-19-Krise.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Umwelt (E)<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2021 werden Klimaaspekte weiterhin im Fokus stehen, hier liegt eindeutig die h\u00f6chste Priorit\u00e4t der \u00f6ffentlichen und politischen Agenda. Blickt man auf das Engagement der wichtigsten Regionen, oder zumindest derjenigen mit dem gr\u00f6\u00dften Treibhausgasaussto\u00df &#8211; USA, Europa und China &#8211; verpflichten sich diese zur Kohlenstoffneutralit\u00e4t bis 2050 (Europa und USA) bzw. 2060 (China). Angeschlossen haben sich zudem S\u00fcdkorea, Japan, Kolumbien und S\u00fcdafrika. Damit streben zwei Drittel der Weltwirtschaft bzw. Verursacher, die insgesamt f\u00fcr \u00fcber 50 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, in den n\u00e4chsten drei\u00dfig Jahren Netto-Null-Emissionen an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt drei Hauptoptionen, um diese Neutralit\u00e4t zu erreichen: Reduzierung des Energieverbrauchs, Reduzierung von Emissionen durch die Wahl umweltfreundlicherer Produktionsverfahren und die Ausweitung von Verfahren zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff. Um dieses \u201eNetto-Null\u201c-Ziel zu erreichen, sollte der Klimawandel als zielgerichtete Investition definiert werden, und die M\u00e4rkte sollten sich auf ein von gr\u00fcnen Investitionen getragenes Wachstum umstellen. \u201eDies k\u00f6nnte einen vollst\u00e4ndigen Paradigmenwechsel und ein neu formuliertes Konzept von \u201eWachstum\u201c erfordern, was einen wichtigen Einfluss auf den derzeitigen ressourcenintensiven Marktprozess haben w\u00fcrde. Konkret muss der Ressourcen-Fu\u00dfabdruck der Sektoren Energie, Transport, Bauwesen, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie angegangen werden\u201c, betont Oph\u00e9lie Mortier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da einige Treibhausgas-Emissionen unvermeidlich sind, erfordere die Umsetzung des Netto-Null-Emissions-Ziel zudem Zwischenschritte und ein glaubw\u00fcrdiges Ausgleichsprogramm. Programme und Ans\u00e4tze zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) sind nach wie vor begrenzt und langsam, so dass ein glaubw\u00fcrdiger Kohlenstoffpreis einigen Experten als geeignete L\u00f6sung erscheint, um voranzukommen. Auch die Frage nach potenziellen Steuern und eventuellen grenz\u00fcberschreitenden Ausgleichssteuern wird immer relevanter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Eind\u00e4mmung des Klimawandels und die Anpassung an ihn, die ersten beiden Ziele der EU-Taxonomie, werden umfangreiche Investitionen in Forschung &amp; Entwicklung, Innovation, kohlenstoffarme Infrastruktur und neue Technologien erfordern. In diesem Zusammenhang ist es zudem wichtig, die Umweltziele im Rahmen des n\u00e4chsten Schritts der EU-Taxonomie zu antizipieren, n\u00e4mlich Umweltverschmutzung, die Ver\u00e4nderung der Landnutzung und die biologische Vielfalt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Soziales (S)<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einsatz von Impfstoffen wird die Welt nach der Gesundheitskrise &#8211; ohne von einem m\u00f6glichen Ende der Pandemie sprechen zu wollen &#8211; herausfordern, vor allem in Bezug auf Auswirkungen auf Arbeitspl\u00e4tze, Lebensgrundlagen und Lebensweisen. Auf der sozialen Seite hat COVID-19 die globale Ungleichheit versch\u00e4rft. Verteilungseffekte, Gerechtigkeit und Fairness werden im Mittelpunkt der Sorgen der Menschen stehen. Das Virus hat die Arbeitslosigkeit verschlimmert und das Armutsniveau sowie die Ungleichheit erh\u00f6ht. Dies k\u00f6nnte die politische Stabilit\u00e4t belasten und das geopolitische Risiko erh\u00f6hen, das bereits im letzten Jahrzehnt eine gro\u00dfe Gefahr darstellte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Europ\u00e4ische Gemeinschaft versucht bereits, Menschenrechte und Unternehmensverantwortung weiter zu regulieren, um die Wachsamkeit f\u00fcr nachhaltiges Handeln in der Lieferkette zu f\u00f6rdern. Seit den Anf\u00e4ngen des ESG-Research ist die Lieferkette eines der kritischsten Hauptanliegen. Das Virus hat die Debatte nun noch mehr auf diesen Punkt gelenkt. Einerseits gibt es einen Paradigmenwechsel, indem mehr auf die Bezugs- bzw. Beschaffungsquellen von Unternehmen geachtet wird. Andererseits hat die Krise die Anreize f\u00fcr eine schnelle Automatisierung beschleunigt. Dies wird eine wichtige soziale Herausforderung sein, die es zu bew\u00e4ltigen gilt. Wenn die Geschwindigkeit der Technologiesierung die des Wirtschaftswachstums \u00fcbersteigt, f\u00fchrt dies im Allgemeinen zu negativen gesellschaftlichen Auswirkungen, was wiederum Arbeitslosigkeit hervorruft und die wirtschaftliche Entwicklung bremst.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Governance (G)<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pandemie hat die Bewegung weg von striktem Shareholder-Denken hin zur Stakeholder-Orientierung verst\u00e4rkt. Dies wird auch in den kommenden Jahren eindeutig ein disruptiver struktureller Trend sein. Anders als beim urspr\u00fcnglichen, auf Renditemaximierung ausgerichteten Paradigma sind Unternehmen zunehmend gefordert, alle Stakeholder-Interessen in den Mittelpunkt zu stellen. Die langj\u00e4hrige Devise der Kostensenkung und Gewinnmaximierung wird nun durch globale ESG-Themen abgel\u00f6st, die insbesondere durch die Auswirkungen der Coronakrise und der Lockdowns noch st\u00e4rker in den Vordergrund treten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Streben nach Gewinnmaximierung f\u00fcr Aktion\u00e4re steht auch im Fadenkreuz der Europ\u00e4ischen Kommission. Sie stellt sich gegen den kurzfristigen Druck der M\u00e4rkte, der f\u00fcr die Nachhaltigkeit der Unternehmen sch\u00e4dlich ist. So pr\u00fcft die Kommission auch intensiv die M\u00f6glichkeit einer rechtsverbindlichen Regelung zur Nachhaltigkeit der Corporate Governance bzw. Unternehmensf\u00fchrung. Dies schlie\u00dft die Rolle und die Verantwortlichkeiten der Vorst\u00e4nde ein. So k\u00f6nnte die EU eine Verordnung \u00fcber das Gesellschaftsrecht und die Pflichten von Vorst\u00e4nden erlassen, um eine nachhaltige Unternehmensf\u00fchrung zu f\u00f6rdern. Der Zusammenhang zwischen der Voranstellung von Aktion\u00e4ren, Kurzfristdenken und \u00f6kologischer Unnachhaltigkeit liegt auf der Hand. Ebenso wurde der Zusammenhang zwischen dem Aktion\u00e4rsprimat, kurzfristiger Zielverfolgung und der Versch\u00e4rfung sozialer Ungleichheiten in mehreren Forschungsarbeiten dokumentiert. Die Europ\u00e4ische Kommission sollte sich zudem verst\u00e4rkt denjenigen Stakeholder-Interessen zuwenden, die von den verschiedensten Corporate-Governance-Kodizes noch nicht erfasst werden. In einer letzten Umfrage der Kommission wird sich daf\u00fcr ausgesprochen, Vorst\u00e4nde f\u00fcr die Identifizierung und Abschw\u00e4chung von Faktoren verantwortlich zu machen, die die langfristige Existenz des Unternehmens gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DPAM : Das starke Momentum des Jahres 2020 in Bezug auf den Zuspruch und die Performance nachhaltiger Investments wird auch 2021 anhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9057,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[113,151],"class_list":["post-20366","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-dpam","tag-esg"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20366"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20366\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}