{"id":20367,"date":"2021-03-17T09:49:18","date_gmt":"2021-03-17T08:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9496"},"modified":"2021-03-17T09:49:18","modified_gmt":"2021-03-17T08:49:18","slug":"union-investment-e-mobilitaet-fuehrungsrolle-von-bmw-und-vw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-e-mobilitaet-fuehrungsrolle-von-bmw-und-vw\/","title":{"rendered":"Union Investment: E-Mobilit\u00e4t &#8211; F\u00fchrungsrolle von BMW und VW"},"content":{"rendered":"<p>Union Investment: E-Mobilit\u00e4t &#8211; Deutsche Autobauer bei nachhaltiger Produktion auf der \u00dcberholspur<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Henrik Pontzen, Leiter ESG bei Union Investment.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elektroautos boomen in Deutschland. Allerdings sind die Stromer derzeit noch nicht wirklich klimaschonend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBei der Produktion von Hochvoltbatterien f\u00fcr Elektroautos fallen erhebliche Emissionen an\u201c, <strong>sagt Dr. Henrik Pontzen, Leiter ESG bei Union Investment<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Momentan gelte das f\u00fcr alle Hersteller. F\u00fcr die n\u00e4here Zukunft zeichneten sich aber Unterschiede ab. Analysen von Union Investment zeigen \u00dcberraschendes: Nicht beim US-Unternehmen Tesla, sondern bei zwei deutschen Autoherstellern ist die Strategie zur Dekarbonisierung der E-Auto-Produktion am weitesten fortgeschritten. \u201eDie Pl\u00e4ne des VW-Konzerns und von BMW liegen klar vor der Konkurrenz\u201c, <strong>so Pontzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2020 stiegen die Zulassungen von Elektroautos in Deutschland um \u00fcber 200 Prozent. Der \u00f6kologische Haken daran ist, dass diese Trendwende dem Klima derzeit wenig bringt. Die Herstellung der Hochvoltbatterien ist extrem energieintensiv. Aktuell werden sie \u00fcberwiegend in Asien produziert, und zwar nahezu ausschliesslich mit fossil erzeugter Energie. Die Folge: Fr\u00fchestens nach mehreren Zehntausend gefahrenen Kilometern f\u00e4llt die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz von Elektroautos besser als die von konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor aus. \u201eEs ist kontraproduktiv, hohe Emissionen bei der Autoproduktion in Kauf zu nehmen, um anschliessend CO<sub>2<\/sub>-frei fahren zu k\u00f6nnen,\u201c <strong>sagt Pontzen.<\/strong> Um die Elektromobilit\u00e4t zu etablieren, m\u00fcssen wir das aber f\u00fcr wenige Jahre hinnehmen. Es gibt aktuell keine Alternative.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBeim Klimawandel spielt die Zeit gegen uns\u201c, <strong>so Pontzen weiter.<\/strong> \u201eDer akute Handlungsbedarf scheint bei den globalen Autoherstellern aber noch nicht angekommen zu sein.\u201c Das ist das Ergebnis einer systematischen Nachhaltigkeitsanalyse des Sektors durch Union Investment. \u201eAusserhalb Deutschlands haben wir kein Unternehmen mit einer \u00fcberzeugenden Strategie gefunden, zeitnah Elektroautos vor allem mit \u201agr\u00fcnen Batterien\u2018 zu produzieren\u201c,<strong> sagt Katja Filzek, ESG-Analystin f\u00fcr den Autosektor bei Union Investment.<\/strong> Das gelte f\u00fcr europ\u00e4ische Produzenten wie Stellantis mit Marken wie Peugeot, Fiat und Opel genauso wie f\u00fcr asiatische Autobauer wie Toyota oder die traditionellen US-Hersteller GM und Ford. \u201eEs fehlt in den Konzernzentralen das Bewusstsein wie dringend notwendig eine umfassende Strategie zur Produktion \u201agr\u00fcner Batterien\u2018 ist\u201c, schildert Filzek ihre Eindr\u00fccke aus Gespr\u00e4chen mit den Unternehmen. Ein Grund daf\u00fcr sind fehlende staatliche Vorgaben. So ist ein \u201eEU-Batteriepass\u201c nach Aussagen der Europ\u00e4ischen Kommission erst ab dem Jahr 2024 geplant. Bei manchen Herstellern kommt laut Filzek offensichtlich hinzu, dass sie wegen Managementwechseln und Fusionen zu sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA m\u00fcsse man zudem die Folgen des Regierungswechsels abwarten. \u201eSolange Trump an der Macht war\u201c, <strong>sagt Filzek,<\/strong> \u201ehaben die traditionellen amerikanischen Autobauer Nachhaltigkeit nicht ernst genommen.\u201c Unter Joe Biden m\u00fcssen sie sich jetzt umstellen \u2013 aber das wird dauern. Der R\u00fcckstand ist zu gross. Der kalifornische Tesla-Konzern hat bessere Voraussetzungen. Wirklich \u00fcberzeugt vom gr\u00fcnen Kurs des Elektroautobauers ist Filzek trotzdem nicht. \u201eAuch Tesla hat keine klare Strategie, seine Autos in den n\u00e4chsten Jahren emissionsfrei zu produzieren\u201c, fasst die Analystin Gespr\u00e4che mit dem Unternehmen zusammen. Bei den Batterien setze Tesla auf Innovationen, die im Erfolgsfall zwar zu einer Reduktion von Energie- und Wasserverbrauch f\u00fchren k\u00f6nnten. Das reiche aber nicht. \u201eF\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t m\u00fcssen Hersteller ihre eigene Produktion und die der Zulieferer kompromisslos auf die Nutzung von erneuerbaren Energien ausrichten\u201c, sagt Filzek. Und das mache Tesla nicht \u2013 auch nicht bei dem geplanten Werk in der N\u00e4he von Berlin.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Analyse zeigt F\u00fchrungsrolle von BMW und VW<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkrete Aussagen, die auf eine konsistente und ambitionierte Dekarbonisierungsstrategie bei Elektroautos schliessen lassen, findet man nach den Analysen von Union Investment aktuell nur bei BMW und beim VW-Konzern. Beide Unternehmen haben sich \u00fcber eine Beteiligung am schwedischen Zulieferer Northvolt die Option gesichert, schon in wenigen Jahren einen hohen Anteil gr\u00fcner Batterien verbauen zu k\u00f6nnen. Generell ist erkennbar, dass BMW und VW bei den Zulieferern ihrer Elektroautos zeitnah zunehmend striktere Massst\u00e4be anlegen werden, wenn es um die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien geht. \u201eVW will sich nach dem Dieselskandal bei Elektroautos auf keinen Fall angreifbar machen und schlicht besser sein als die Konkurrenz\u201c, <strong>so Analystin Filzek.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mercedes-Benz als dritter grosser deutscher Autohersteller schneidet in Sachen Dekarbonisierung der Produktion von E-Autos besser ab als die internationale Konkurrenz. Gegen\u00fcber den beiden grossen nationalen Wettbewerbern haben die Stuttgarter aber einen gewissen R\u00fcckstand, vor allem bei ihren Zulieferketten. \u201eDas Marketing von Mercedes-Benz ist etwas forscher als die Fakten es hergeben\u201c, sagt Filzek. Immerhin wurden Anfang M\u00e4rz erstmals Emissionsreduktionsziele f\u00fcr Zulieferer \u00f6ffentlich kommuniziert. Allerdings wollen sich die Stuttgarter bis zur vollkommenen Klimaneutralit\u00e4t von Vorprodukten bis zum Jahr 2039 Zeit lassen. Res\u00fcmee von Filzek: \u201eDie Strategie von Mercedes-Benz zur Emissionsreduktion innerhalb der Zulieferkette ist nicht so ambitioniert und klar wie die von BMW oder VW.\u201c<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr die Batterieproduktion<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Schl\u00fcsselrolle werden f\u00fcr die Hersteller k\u00fcnftig die zahlreichen Batteriefabriken spielen, die \u2013 nicht zuletzt aufgrund hoher Subventionen \u2013 inzwischen in Deutschland geplant sind \u201eGrunds\u00e4tzlich ist eine inl\u00e4ndische Batterieproduktion positiv, weil sie die Abh\u00e4ngigkeit von China und anderen asiatischen L\u00e4ndern reduziert\u201c, meint Filzek. \u201eAusserdem kann man so Nachhaltigkeitsstandards leichter durchsetzen und kontrollieren.\u201c Das Problem ist, dass auch in Deutschland die Batterien kurz- bis mittelfristig nicht automatisch \u201egr\u00fcn\u201c produziert werden. Daf\u00fcr ist Strom aus regenerativen Quellen hierzulande noch zu knapp und zu teuer. Viele Hersteller werden sich energieintensive Vorprodukte der Batterien wie etwa das Kathodenmaterial aus dem Ausland zuliefern lassen, prognostiziert die Analystin. Und dann stellt sich wieder die Frage, ob mit \u201ebraunem\u201c oder \u201egr\u00fcnem\u201c Strom produziert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Beispiel der komplexen Batterieproduktion zeigt: Es wird auch k\u00fcnftig herausfordernd f\u00fcr Nachhaltigkeitsinvestoren sein, Unternehmen mit konsequenter Emissionsvermeidung zu identifizieren. Der vor dem Hintergrund des Klimawandels notwendige Umbau von Produktionsprozessen erstreckt sich bei Automobilherstellern und bei Unternehmen in anderen Branchen \u00fcber viele Jahre. Teilweise dauert er mehr als ein Jahrzehnt. Um diesen Ver\u00e4nderungsprozess zu mehr Nachhaltigkeit systematisch analysieren und in Anlagenentscheidungen ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen, baut Union Investment aktuell ein so genanntes Transformationsrating auf. F\u00fcr den Autosektor ist ein Ergebnis schon jetzt klar: \u201eWer uns nicht \u00fcberzeugt, Elektroautos in ein paar Jahren wirklich klimaschonend bauen zu k\u00f6nnen, wird in unseren Nachhaltigkeitsfonds mittelfristig keine Rolle mehr spielen\u201c, <strong>sagt ESG-Leiter Pontzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment: E-Mobilit\u00e4t &#8211; Deutsche Autobauer bei nachhaltiger Produktion auf der \u00dcberholspur<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7458,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[127],"class_list":["post-20367","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-union-investment"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}