{"id":20389,"date":"2021-07-07T12:02:06","date_gmt":"2021-07-07T10:02:06","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10456"},"modified":"2021-07-07T12:02:06","modified_gmt":"2021-07-07T10:02:06","slug":"dpam-say-on-climate-eine-neue-initiative-der-aktionaerspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dpam-say-on-climate-eine-neue-initiative-der-aktionaerspolitik\/","title":{"rendered":"DPAM: \u201aSay On Climate\u2019: Eine neue Initiative der Aktion\u00e4rspolitik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DPAM: Im Jahr 2016 lehnten die \u00d6lkonzerne ExxonMobil und Chevron Antr\u00e4ge ihrer Aktion\u00e4re ab, in denen sie aufgefordert wurden, die globale Erw\u00e4rmung st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oph\u00e9lie Mortier, Head of Responsible Investments bei DPAM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Jahr sp\u00e4ter mussten sie dieser Forderung jedoch nachgeben und waren gezwungen, ihre Klima-Risikostrategie transparenter darzulegen. Die Europ\u00e4ische Union und ihre SFDR-Verordnung machen im Hinblick auf Klimarisiken stetige Fortschritte. Mehrere Nicht-EU-L\u00e4nder haben das Klimarisiko ebenfalls zu einem systemischen Risiko erkl\u00e4rt, mit dem sich (fast) alle Unternehmen auseinandersetzen m\u00fcssen. Ein neuer Wendepunkt in diesem Kampf gegen die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem Klimawandel ist \u201eSay on Climate\u201c als Teil der zunehmenden Rechenschaftspflicht im Bereich der sozialen Verantwortung im Allgemeinen und des Klimas im Besonderen. Dieser Aktionsplan ist eine Weiterf\u00fchrung des Vorg\u00e4ngers \u201eSay on Remuneration\u201c, bei dem es vorwiegend um die H\u00f6he und Offenlegung von Vorstandsgeh\u00e4ltern geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSay on climate\u201c <strong>kann auf der Tagesordnung von Hauptversammlungen vom Unternehmen selbst oder von seinen Aktion\u00e4ren eingebracht werden, um die Aktion\u00e4re j\u00e4hrlich \u00fcber die Klimapolitik des jeweiligen b\u00f6rsennotierten Unternehmens abstimmen zu lassen und so einen permanenten Dialog \u00fcber Umweltfragen zu gew\u00e4hrleisten.<\/strong> Dabei handelt sich um eine <strong>beratende Abstimmung,<\/strong> also eine Abstimmung, die nicht rechtlich durchgesetzt werden kann. Sie hat keine bindenden Befugnisse und greift nicht in die Hierarchie und Aufgaben der verschiedenen Organe der Unternehmensf\u00fchrung ein. W\u00e4hrend der Vorstand f\u00fcr die Strategie eines Unternehmens zust\u00e4ndig ist, hat die Aktion\u00e4rsversammlung die Aufgabe, diese Strategie zu kontrollieren. Von Aktion\u00e4ren eingebrachte Beschl\u00fcsse werden regelm\u00e4\u00dfig von Unternehmen und Stimmrechtsvertretern nicht unterst\u00fctzt, und zwar unter dem Vorwand, es handle sich um eine Einmischung in die Rollenverteilung und die Aktion\u00e4re d\u00fcrften sich nicht an die Stelle des Vorstands setzen. <strong>Welcher Nutzen l\u00e4sst sich also angesichts der Unverbindlichkeit von \u201eSay on Climate\u201c ableiten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst einmal <strong>entspricht der Beschluss einer Erwartung der Anleger.<\/strong> Der Druck der Anleger, die Energiewende zu beschleunigen, steigt. Aktivisten wie \u201eFollow this\u201c fordern eine Beschleunigung des Konzepts \u201eNetto-Null-Emissionen\u201c und eine bessere Koordination mit dem Pariser Abkommen. Sollte ein von den Aktion\u00e4ren eingebrachter Beschluss nicht die Unterst\u00fctzung des Unternehmens finden, kann es auf der n\u00e4chsten Hauptversammlung mit einer Sanktionierung rechnen. Diese Abstimmung kann in Form einer Verweigerung der Genehmigung des Jahresabschlusses oder der Nicht-Wiederwahl eines Vorstandsmitglieds erfolgen. Zahlreiche Punkte, die traditionell auf der Tagesordnung von Hauptversammlungen stehen, geben den Aktion\u00e4ren die M\u00f6glichkeit, ihre Unzufriedenheit mit der Unternehmensf\u00fchrung durch ihre Gegenstimme zum Ausdruck zu bringen, wovon auch regelm\u00e4\u00dfig Gebrauch gemacht wird. <strong>Die Unzufriedenheitsquote der Aktion\u00e4re ist ein Signal, das zunehmend auch von nachhaltigen Anlegern genutzt wird,<\/strong> indem sie mit Unternehmen dar\u00fcber in einen Dialog treten, wie sie auf die Stimmen ihrer Aktion\u00e4re reagieren.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Hin zu einer systematisierung oder gar einer verpflichtung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorschl\u00e4ge von Unternehmen und Aktion\u00e4ren k\u00f6nnen eine Abstimmung \u00fcber das Klimarisiko auf zuk\u00fcnftigen Hauptversammlungen betreffen oder mit anderen klimabezogenen Forderungen wie einer Verringerung der Treibhausgasemissionen etc. verbunden sein. Die \u201eFollow this\u201c-Bewegung fordert kurz-, mittel- und langfristige Emissionsminderungsziele und die Einbeziehung der sogenannten \u201eScope-Drei\u201c-Emissionen, also von indirekten Emissionen, die durch das Produkt selbst und nicht durch dessen Produktion oder das operative Gesch\u00e4ft des Unternehmens entstehen. Wie bei \u201eSay on Remuneration\u201c w\u00e4re eine j\u00e4hrliche Abstimmung \u00fcber den Klimabericht und eine alle drei Jahre stattfindende Abstimmung \u00fcber die Klimapolitik zu empfehlen. Standardisierung und Systematik lassen vermuten, dass auch \u201eSay on Climate\u201c diesem Beispiel folgen wird. Die j\u00fcngste Anordnung eines niederl\u00e4ndischen Gerichts an den \u00d6lkonzern Royal Dutch Shell, die Reduzierung seiner Emissionen zu beschleunigen und zu verst\u00e4rken, ist ein weiterer Beleg f\u00fcr den Paradigmenwechsel und die Bereitschaft, sich schneller in Richtung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DPAM begr\u00fc\u00dft diese Initiativen. Sie verdeutlichen <strong>das Engagement der Unternehmen f\u00fcr Nachhaltigkeit und Klimawandel,<\/strong> entsprechen dem globalen Trend hin zu einem gr\u00f6\u00dferen Bewusstsein f\u00fcr Klimarisiken und veranschaulichen, wie sehr diese in Gesch\u00e4ftsmodellen und Strategien integriert werden m\u00fcssen. Ohne den Unternehmen zus\u00e4tzlichen Arbeitsaufwand in Bezug auf Berichterstattung, Richtlinien usw. aufzub\u00fcrden, unterst\u00fctzt DPAM Vorschl\u00e4ge zu diesem Thema, in \u00dcbereinstimmung mit seinen TCFD-Empfehlungen und der Gemeinschaftsinitiative Climate Action 100+.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DPAM: Im Jahr 2016 lehnten die \u00d6lkonzerne ExxonMobil und Chevron Antr\u00e4ge ihrer Aktion\u00e4re ab, in denen sie aufgefordert wurden, die globale Erw\u00e4rmung st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9057,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[113,151],"class_list":["post-20389","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-dpam","tag-esg"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20389"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20389\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}