{"id":20397,"date":"2021-09-07T09:45:52","date_gmt":"2021-09-07T07:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10799"},"modified":"2021-09-07T09:45:52","modified_gmt":"2021-09-07T07:45:52","slug":"union-investment-der-einstieg-in-den-kohleausstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-der-einstieg-in-den-kohleausstieg\/","title":{"rendered":"Union Investment: Der Einstieg in den Kohleausstieg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment:  In einer 1,5-Grad-Welt bietet Kohle keine Zukunft mehr. Union Investment wird die Finanzierung von Kohlef\u00f6rderung und Kohleverstromung beenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Angela Maria Quiroga Manrique, ESG Analystin, Union Investment <\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein differenzierter Blick bleibt dabei allerdings wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund des Pariser Klimaabkommens und des auch vom Weltklimarat (IPCC) empfohlenen 1,5-Grad-Ziels hat sich Deutschland verpflichtet, bis zum Jahr 2038, m\u00f6glichst schon 2035, aus der Kohleverstromung auszusteigen. Inzwischen deuten noch strengere Emissionsziele im deutschen Klimaschutzgesetz sogar auf einen noch fr\u00fcheren Kohleausstieg bis 2029 hin. Global schliessen sich immer mehr Staaten und Investoren dem Dekarbonisierungskurs an. In der Folge wurden bereits im ersten Halbjahr 2020 weltweit mehr Kraftwerkskapazit\u00e4ten stillgelegt als neu in Betrieb genommen. Erstmals ging so die installierte weltweite Leistung von Kohlekraftwerken zur\u00fcck.<\/p>\n<h6><strong>Emissionshandel zeigt Wirkung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Hemmschuh beim Ausstieg insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern ist bisher allerdings oft, dass Kohle immer noch als eine der billigsten Energiequellen gilt. Negative Effekte der Kohlekraft auf das Klima und die menschliche Gesundheit werden ausgeblendet und spiegeln sich kaum im Preis wider. Inzwischen beobachten wir jedoch, dass die Bepreisung von Treibhausgasemissionen und die R\u00fccknahme von Subventionen f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger weltweit eine Lenkungswirkung entfalten. Und das sogar in traditionellen \u201aKohlel\u00e4ndern\u2018 wie China. Bereits ein vergleichsweise geringer CO<sub>2<\/sub>-Preis macht die Kohleverstromung in Europa unprofitabel. Die Folgen zeigen sich zum Beispiel in Deutschland, wo im Jahr 2019 der Anteil von Kohlestrom um mehr als 20 Prozent schrumpfte, nachdem der CO<sub>2<\/sub>-Preis im europ\u00e4ischen Emissionshandel die Schwelle von 30 Euro erreicht hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je mehr die Emissionsrechte k\u00fcnftig verknappt werden, desto teurer und unrentabler wird Kohlestrom. Durch versch\u00e4rfte Umweltauflagen steigen bei Kohlekraftwerken ausserdem sowohl die Investitionskosten als auch die Unterhaltskosten. W\u00e4hrend Kohlekraftwerke so auf lange Sicht immer teurer werden, k\u00f6nnen sich Kraftwerke f\u00fcr erneuerbare Energien ohne diese Belastungen im Laufe der Jahre finanziell zunehmend amortisieren. Neben den wachsenden finanziellen Nachteilen sind Kohlef\u00f6rderung und Verstromung wegen Sch\u00e4den an Mensch und Umwelt eine Hypothek f\u00fcr die Zukunft des Planeten. Unternehmen aus der Kohlebranche haben mit einem schmutzigen Image zu k\u00e4mpfen und bergen ein hohes Risiko von Klimaklagen. Ironischerweise wird der durch sie mitverursachte Klimawandel selbst zu einem dr\u00e4ngenden physischen Problem f\u00fcr Kohlekraftwerke. Wegen der globalen Erw\u00e4rmung fehlt ihnen n\u00e4mlich immer \u00f6fter das n\u00f6tige K\u00fchlwasser, um die Stromerzeugung w\u00e4hrend zunehmender Hitze- und D\u00fcrreperioden aufrechtzuerhalten. All diese negativen Faktoren zusammengenommen f\u00fchren zu einer Verdr\u00e4ngung von Kohlestrom durch erneuerbare Energien. Anlegern, die den Trend nicht oder zu sp\u00e4t erkennen, drohen in der Folge Verluste f\u00fcr die gestrandeten Verm\u00f6genswerte.<\/p>\n<h6><strong>Unterscheidung zwischen Kohlef\u00f6rderung und Kohleverstromung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kohle geh\u00f6rt in einer 1,5-Grad-Welt zu den Auslaufmodellen unter den Energietr\u00e4gern. Union Investment verfolgt daher einen Kurs, um die Finanzierung der Kohlef\u00f6rderung und Kohleverstromung global zu beenden. Dabei wird zwischen unterschiedlichen Beteiligten in der Wertsch\u00f6pfungskette unterschieden. Wie mehrere deutsche Energieerzeuger bereits gezeigt haben, nutzen Unternehmen, die bisher auf Kohlestrom setzten, durchaus die M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4ftsmodelle zu transformieren und in Richtung erneuerbarer Energien umzustellen. Im Gegensatz zu ihnen sind reine Kohlef\u00f6rderer dazu in der Regel nicht f\u00e4hig und kaum transformierbar. Dessen ungeachtet stehen beide Bereiche \u00fcber die Engagement-Aktivit\u00e4ten von Union Investment im Fokus einer genauen Analyse ihrer Kohle- und Dekarbonisierungsstrategien. Allein im vergangenen Jahr haben wir bei mehr als 100 Unternehmen Engagements gegen die Kohleverstromung durchgef\u00fchrt. Den Kohlebergbau hinzugerechnet summieren sich unsere Engagements im Jahr 2020 auf rund 200 Unternehmen. Die Ergebnisse zeigten, dass Kohleverstromer \u00fcber verschiedene Engagement-Aktivit\u00e4ten vor einem m\u00f6glichen Ausschluss potenziell eher zu einer Transformation bewegt werden k\u00f6nnen. Dagegen hat sich Union Investment gegen\u00fcber Kohlef\u00f6rderern zu einem noch strengeren Vorgehen entschlossen. Laut dem Beschluss der Sitzung des ESG Committee vom 11. Februar 2020 werden die Kohlef\u00f6rderer weitgehend aus dem Investmentuniversum entfernt.<\/p>\n<h6><strong>Thermalkohle zuerst im Fokus<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst sind davon insbesondere die F\u00f6rderer von Thermalkohle betroffen, sofern mindestens f\u00fcnf Prozent (bisher galten 30 Prozent als Ausschlussgrenze) des Gesamtumsatzes aus dem Abbau thermaler Kohle stammen. Thermalkohle ist wie die Kokskohle (metallurgische Kohle) eine Untergruppe der Steinkohle. W\u00e4hrend Thermalkohle haupts\u00e4chlich Verwendung in Kohlekraftwerken und in der Zementindustrie findet, wird die Kokskohle \u00fcberwiegend in der Stahl- und Eisenindustrie verwendet. Da es aktuell noch keine anderen wirtschaftlich vertretbaren gr\u00fcnen Alternativen zur Stahlverh\u00fcttung mit Kokskohle gibt, wird diese vorerst weniger scharf in der Ausschlusspolitik f\u00fcr Kohle bewertet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 die Ausschlussgrenze weiter abzusenken und die Investitionen in F\u00f6rderer von Kraftwerkskohle vollst\u00e4ndig zu beenden. Den Kohleverstromern, die sich nicht transformieren, drohen mittelfristig ebenfalls Ausschluss und Deinvestment. Bis 2035 wird sukzessive der Grenzwert f\u00fcr die Kohleverstromung auf null herabgesenkt. Hiermit verfolgt Union Investment konsequent das Ziel der Klimaneutralit\u00e4t und minimiert f\u00fcr Anleger drohende Verlustrisiken durch eine unn\u00f6tige Disruption in den Portfolios.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment: In einer 1,5-Grad-Welt bietet Kohle keine Zukunft mehr. Union Investment wird die Finanzierung von Kohlef\u00f6rderung und Kohleverstromung beenden.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":10801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[127],"class_list":["post-20397","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-union-investment"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}