{"id":20423,"date":"2021-12-01T11:19:08","date_gmt":"2021-12-01T10:19:08","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=11518"},"modified":"2021-12-01T11:19:08","modified_gmt":"2021-12-01T10:19:08","slug":"union-investment-nachhaltigkeit-bedeutet-transformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-nachhaltigkeit-bedeutet-transformation\/","title":{"rendered":"Union Investment: Nachhaltigkeit bedeutet Transformation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment : Die Welt steht vor einer gigantischen Herausforderung: Um die Folgen des Klimawandels zu bek\u00e4mpfen, bedarf es eines grundlegenden Wandels der globalen Wirtschaft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Henrik Pontzen, Leiter ESG, Union Investment<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Finanzbranche kommt dabei eine Sonderrolle zu, da sie die Mittel verwaltet und kanalisiert, um diesen Wandel so effektiv wie m\u00f6glich Wirklichkeit werden zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Um das zu gew\u00e4hrleisten, ist strategisches Denken erforderlich, ein enge Zusammenarbeit und eine geh\u00f6rige Portion Beharrlichkeit.<\/strong> Dazu geh\u00f6ren noch eine solide Datenbasis, fundierte Fachkenntnis und idealerweise Enthusiasmus f\u00fcr das, was man tut. Sicherlich f\u00e4llt es auf den ersten Blick schwer, die Gemeinsamkeiten zwischen dem Werk von Joseph Beyus und dem Erstellen eines Transformationsratings zu erkennen. Doch auf den zweiten Blick wird dies schnell klar: Joseph Beuys w\u00e4re in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er galt lange Zeit als komischer Kauz, als exzentrischer Selbstdarsteller. Dabei werden seine Leistungen nicht nur f\u00fcr die Kunst, sondern auch f\u00fcr die Stadtgestaltung geflissentlich untersch\u00e4tzt, wenn nicht \u00fcbersehen \u2013 Beispiel \u201eStadtverwaldung\u201c statt \u201eStadtverwaltung\u201c. Zur Documenta des Jahres 1982 liess Beuys 7000 Eichen im Kasseler Stadtgebiet pflanzen. Damit hat er zum einen das Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat aber auch die Grenzen dessen ausgelotet, was machbar ist: Als Beuys im Vorfeld der Kunstaktion beim Kasseler Gartenbauamt anfragte, wie viele B\u00e4ume denn im Stadtgebiet noch gepflanzt werden k\u00f6nnten, sagten die Beamten: \u201ef\u00fcnfzig\u201c. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter, zum Abschluss des Projekts und kurz nach dem Tod des K\u00fcnstlers, wurde der 7000. und damit letzte Baum gepflanzt. Beteiligt hatten sich \u00fcber die Jahre diverse K\u00fcnstler und Prominente, aber auch B\u00fcrger, die f\u00fcr 500 D-Mark einen Baum pflanzen konnten. Die Aktion nahm immer wieder Fahrt auf, fuhr sich aber gelegentlich auch fest, bevor zum Abschluss im Juni 1987 Wenzel Beuys, Sohn des K\u00fcnstlers, den letzten Baum neben die erste, f\u00fcnf Jahre zuvor gepflanzte Eiche setzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr das Gelingen des Projekts waren mehrere Faktoren entscheidend:<\/strong> eine Vision, eine Strategie und ein langer Atem, gepaart mit Pragmatismus und Flexibilit\u00e4t. Die Aktion war teuer und alles andere als durchfinanziert. Als im Laufe der Jahre wieder einmal das Geld ausging, flog Joseph Beuys nach Japan, um eine Whiskey-Werbung zu drehen. Das Sal\u00e4r von 400\u2018000 D-Mark floss in das Kasseler Projekt.<\/p>\n<h6><strong>Lehren f\u00fcr das Asset Management<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der monumentalen Kunstaktion lassen sich einige Lehren f\u00fcr das nachhaltige Asset Management ziehen. Grosse Ziele sind erreichbar, allerdings nur durch gute Planung und konsequent beharrliche Ausf\u00fchrung. Deswegen beginnt auch die Transformation f\u00fcr einen nachhaltigen Investor mit dem ersten Schritt, konkret: mit der Analyse, welche Daten und Informationen n\u00f6tig sind, um die Transformationschancen eines Konzerns \u00fcberhaupt erst beurteilen zu k\u00f6nnen. Schliesslich l\u00e4sst sich das Problem nicht damit l\u00f6sen, dass Investoren ihre Mittel jetzt auf die bereits nachhaltigen Konzerne konzentrieren. Vielmehr muss es darum gehen, Unternehmen zu identifizieren, die noch nicht nachhaltig sind, es aber werden wollen. Doch hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Behauptung ist das eine, der Beleg aber oft etwas v\u00f6llig anderes. Daher ben\u00f6tigen wir eine Strategie. Wie gehen wir vor?<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr unsere Transformationratings analysieren wir Unternehmen.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Ansatz hat im Kern drei Dimensionen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 ESG-Strategie: Ist sie \u00fcberzeugend und ambitioniert? Setzt sich das Unternehmen langfristige Ziele sowie Zwischenziele?<br \/>\n\u2022 ESG-Investitionen: Wird entsprechend der Strategie systematisch in die Transformation des Gesch\u00e4ftsmodells im Sinne der Nachhaltigkeit investiert?<br \/>\n\u2022 ESG-Governance: Lassen Unternehmensf\u00fchrung und -kultur erwarten, dass an der Nachhaltigkeitsstrategie langfristig festgehalten wird? Stellt eine wohl ausgestaltete Corporate Governance die Transformation des Gesch\u00e4ftsmodells sicher?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>All das er\u00f6ffnet nat\u00fcrlich viel Raum f\u00fcr Interpretation.<\/strong> Denn rein theoretisch kann jedes Unternehmen mit einem aktuell eher schlechten oder m\u00e4ssigen Nachhaltigkeitsstatus zum Transformationskandidaten werden. Faktisch scheiden jedoch einige Unternehmen aus, die ein unter bestimmten Nachhaltigkeitsgesichtspunkten besonders problematisches, auf ein negativ eingesch\u00e4tztes Kernprodukt fokussiertes Gesch\u00e4ftsmodell haben, das sie f\u00fcr einen passablen ESG-Status ausschliesst.<br \/>\nDie M\u00fche lohnt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dem analytisch Rechnung zu tragen, muss in der Tat ein dickes Brett gebohrt werden: Zwar m\u00fcssen daf\u00fcr keine 7.000 Eichen gepflanzt, aber viele Unternehmen unter die Lupe genommen werden. Und so wie man nicht Birnen mit \u00c4pfeln vergleicht, sollten auch beispielsweile Energieversorger nicht mit Softwareherstellern verglichen werden. Das bedeutet: Um aussagekr\u00e4ftige Vergleiche treffen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man auch Kategorien pro Sektor. Diese sind in der Regel qualitativer Natur, k\u00f6nnen aber durchaus auch quantitativer Natur sein, etwa bei Ausgaben f\u00fcr gr\u00fcne Investitionen. Am Ende stehen im Schnitt sechs verschiedene Indikatoren pro Sektor, anhand derer in den vergangenen 18 Monaten rund 250 Kandidaten identifiziert wurden, die gute bis sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Transformation haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Auswahl dieser Unternehmen geht ohne Zweifel mit hohen Kosten und viel M\u00fche einher.<\/strong> Wie bei der Stadtverwaltung braucht es den strategischen Weitblick, ein motiviertes Team und viel Beharrlichkeit. Doch auch diese Aktion sollte sich gleichwohl lohnen: Aufgrund der regulatorischen Initiativen sind wirklich nachhaltige Unternehmen als Investitionsziele derzeit absolut gefragt. Sie werden an den Kapitalm\u00e4rkten mit einer Pr\u00e4mie gehandelt, sind also recht teuer. Wer als Investor fr\u00fchzeitig Adressen identifiziert, die noch nicht gr\u00fcn sind, es aber werden wollen, der kann heute mit einem Abschlag investieren, hat also h\u00f6here Ertragschancen. Das ist gut f\u00fcr die Anleger, aber nicht nur f\u00fcr sie: Denn wir werden der gr\u00f6ssten Herausforderung unserer Zeit, dem Klimawandel, nicht erfolgreich begegnen k\u00f6nnen, wenn wir nur in die nachhaltigsten, die gr\u00fcnsten und die saubersten Unternehmen investieren. Vielmehr gilt es, alle mitzunehmen, die sich auf den Weg begeben wollen und k\u00f6nnen. Der Hebel f\u00fcr die Einsparung von Treibhausgasemissionen ist schlicht viel gr\u00f6sser, wenn man einen braunen Konzern zum gr\u00fcnen umstrukturiert, als wenn man seine Mittel nur auf die gr\u00fcnsten konzentriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das h\u00e4tte sicherlich auch Joseph Beuys eingeleuchtet. Schliesslich hat er f\u00fcr seine 7000 Eichen das Stadtgebiet ausgew\u00e4hlt \u2013 und nicht den Wald.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment : Die Welt steht vor einer gigantischen Herausforderung: Um die Folgen des Klimawandels zu bek\u00e4mpfen, bedarf es eines grundlegenden Wandels der globalen Wirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":10857,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[127],"class_list":["post-20423","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-union-investment"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20423"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20423\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}