{"id":20426,"date":"2021-12-10T11:52:06","date_gmt":"2021-12-10T10:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=11623"},"modified":"2021-12-10T11:52:06","modified_gmt":"2021-12-10T10:52:06","slug":"lfde-koennen-wir-uns-an-weihnachten-ueber-geschenke-freuen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lfde-koennen-wir-uns-an-weihnachten-ueber-geschenke-freuen\/","title":{"rendered":"LFDE : K\u00f6nnen wir uns an Weihnachten \u00fcber Geschenke freuen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LFDE :  Bis vor Kurzem waren Knappheit und Mangel in den Industriel\u00e4ndern kaum ein Thema, doch in den letzten Monaten sind sie konkret sp\u00fcrbar geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><b class=\"\"><span class=\"\" lang=\"DE\">Coline Pavot, Leiterin der SRI-Forschung bei LFDE<\/span><\/b><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesundheitskrise, geopolitische Spannungen und Klimakatastrophen haben zunehmend f\u00fcr St\u00f6rungen in den Lieferketten und der weltweiten Logistik gesorgt. Infolgedessen wird derzeit ein Wirtschaftszweig nach dem anderen von immer h\u00e4ufigeren Engp\u00e4ssen belastet.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Weltweite Lieferengp\u00e4sse: eine Erkl\u00e4rung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie konnte es so weit kommen?<\/strong> Vor dem Hintergrund zahlreicher geopolitischer Spannungen \u2013 unter anderem zwischen China, den USA und Russland \u2013 sowie extremer Klimaereignisse hat die Pandemie einen Gro\u00dfteil der globalen Industrieproduktion zum Erliegen gebracht. Ob Fahrradteile, Bauholz oder seltene Erden: Lieferschwierigkeiten und Rohstoffmangel machen sich derzeit in allen Sektoren bemerkbar. Eigentlich sollte der Konsum der privaten Haushalte durch die staatlichen Rettungspakete w\u00e4hrend der Krise angekurbelt werden. Durch die allgemeine Verknappung wurde er letztlich jedoch ausgebremst \u2013 und mit ihm die weltweite Konjunkturerholung. Unternehmen mit einem nachhaltigeren Produktionsansatz sind von der Ressourcenknappheit noch st\u00e4rker betroffen: Aufgrund der steigenden Nachfrage explodieren die Preise nachhaltiger Rohstoffe geradezu, und einige sind gar nicht mehr erh\u00e4ltlich.[1] Dieser Preisanstieg wirkt sich wiederum auf alle Wirtschaftsakteure aus und erreicht nach und nach auch die Verbraucher. In einem Jahr haben die Preise f\u00fcr in chinesischen Fabriken hergestellte Waren um durchschnittlich 13,5 % zugelegt. Das ist der gr\u00f6\u00dfte Anstieg seit 25 Jahren.[2]<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Globalisierte Lieferketten<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben in einer globalen Konsumgesellschaft mit einem Netz weltweiter Lieferketten. Bevor Ihre Jeans in Ihrem Schrank landet, hat sie m\u00f6glicherweise bis zu 65.000 km zur\u00fcckgelegt \u2013 sie ist also eineinhalb Mal um die Erde gereist. Diese Zahlen enth\u00fcllen die traurige Realit\u00e4t hinter unserem Konsum: Die in Usbekistan angebaute Baumwolle wird m\u00f6glicherweise in der T\u00fcrkei zu Garn gesponnen, das dann in Bulgarien gef\u00e4rbt wird. Anschlie\u00dfend wird der Stoff vielleicht in Taiwan gewoben und die Jeans in Tunesien gen\u00e4ht, bevor sie nach Deutschland geliefert wird.[3] In Anlehnung an den britischen Wirtschaftswissenschaftler und Philosophen David Ricardo, der die Theorie der komparativen Vorteile entwickelte, l\u00e4sst sich feststellen, dass die Weltwirtschaft heute massiv von der Hyperspezialisierung bestimmter L\u00e4nder abh\u00e4ngt. Dies wird uns allerdings nur langsam bewusst: Erst zehn Jahre, nachdem die letzte Paracetamol-Fabrik in Europa 2009 den Betrieb einstellte[4], haben wir erkannt, dass mehr als 80 % der Weltproduktion dieses Schmerzmittels in Indien und China erfolgt. Die aktuelle Krise \u00f6ffnet uns die Augen daf\u00fcr, wie komplex die Lieferketten der Unternehmen geworden sind und wie erschreckend gro\u00df der Mangel an Kontrolle in diesem Bereich ist. Die St\u00f6ranf\u00e4lligkeit der Lieferketten birgt f\u00fcr die Unternehmen \u2013 und f\u00fcr uns \u2013 nicht nur offensichtliche finanzielle Risiken, sondern auch ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr Skandale mit Blick auf Sozial- und Umweltvertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine sichere Versorgung gew\u00e4hrleisten<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor diesem Hintergrund zahlt es sich oft aus, wenn Unternehmen langfristig gute Beziehungen mit ihren Lieferanten unterhalten und diese zum Beispiel stets angemessen und termingerecht bezahlen. Eine bessere Kontrolle \u00fcber die eigene Wertsch\u00f6pfungskette, etwa durch Vereinfachungen oder Standortwechsel, erlaubt wirtschaftlichen Akteuren, ihren Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt genauer in den Blick zu nehmen und negative Auswirkungen so weit wie m\u00f6glich zu begrenzen. Bei dieser Herausforderung geht es auch um staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t. In Frankreich setzt der Zukunftsplan 2030 beispielsweise auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft, um die Versorgung mit Materialien wie Kunststoff, Holz, Metallen oder seltenen Erden zu sichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sich die Unternehmen st\u00e4rker bewusst werden, welche positiven Einflussm\u00f6glichkeiten sie auf ihre Lieferanten haben und welch gro\u00dfe Verantwortung sie mit Bezug auf Gesellschaft und Umwelt tragen, dann k\u00f6nnen wir in den kommenden Jahren mit Geschenken unter dem Weihnachtbaum rechnen. Selbstverst\u00e4ndlich stehen wir im engen Kontakt zu diesen verantwortungsbewussten Unternehmen und unterst\u00fctzen sie im Rahmen eines fortlaufenden Dialogs.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[1] Dans un contexte de p\u00e9nuries, les entreprises engag\u00e9es sont confront\u00e9es \u00e0 de lourds dilemmes, Novethic, November 2021<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[2] Zwischen Oktober 2020 und Oktober 2021 \u2013 La production industrielle baisse en Europe, \u00e9touff\u00e9e par les p\u00e9nuries, Le Monde, November 2021<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[3] La vie d\u2019un jean, Mtaterre.com<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[4] Fabrik RHODIA im franz\u00f6sischen Is\u00e8re<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LFDE : Bis vor Kurzem waren Knappheit und Mangel in den Industriel\u00e4ndern kaum ein Thema, doch in den letzten Monaten sind sie konkret sp\u00fcrbar geworden.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7995,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[154],"class_list":["post-20426","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-lfde"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20426\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}