{"id":2059,"date":"2016-06-09T05:00:00","date_gmt":"2016-06-09T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/09\/sensor-der-geldpolitik\/"},"modified":"2016-06-09T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-09T05:00:00","slug":"sensor-der-geldpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/sensor-der-geldpolitik\/","title":{"rendered":"Sensor der Geldpolitik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Warum, fragen sich eigentlich fast alle, die im Markt irgendwie t&auml;tig sind, investiert die halbe Schweiz trotz historisch tiefer Renditen immer noch in Wohnliegenschaften?&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Z&uuml;rich an vermeintlich bester Lage steht l&auml;ngst keine vier mehr vor dem Komma &ndash; brutto wohlgemerkt. Nat&uuml;rlich kann man argumentieren, dass die Alternative, in Bundesobligationen zu investieren, hinf&auml;llig geworden ist, seit die Geldpolitik auf Extremkurs ist und so wenigstens Rendite erzielt werden kann. F&uuml;r Institutionelle mit nachweislichem Nachholbedarf mag das durchaus zutreffen. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob es f&uuml;r Privathaushalte ebenso opportun ist, es sei denn, sie verf&uuml;gen &uuml;ber Erfahrung. Denn viele vergessen, dass es sich dabei um eine h&ouml;chst komplexe Investition handelt. Selbstgenutztes Wohneigentum ist hingegen nach wie vor die beste Investition, die man t&auml;tigen kann, wenn man nicht schon hat. Das haben inzwischen wohl auch die notorischen Warner einsehen m&uuml;ssen. Jedenfalls h&ouml;rt oder liest man fast gar nicht mehr von der omin&ouml;sen Blase, die demn&auml;chst platzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schn&auml;ppchen bleiben rar<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich im heute reifen Markt f&uuml;r Wohneigentum entscheidet, wird nat&uuml;rlich keine Schn&auml;ppchen finden. G&uuml;nstig ist Wohneigentum auf keinen Fall &ndash; in der historischen Betrachtung und als Folge der tiefen Zinsen. Entscheidend ist und auch heute noch gilt: Selbst bei konservativer Rechenart realisiert man massive finanzielle Einsparungen, wenn man ein vergleichbares Objekt k&auml;uflich erwirbt, anstatt es zu mieten. Allm&auml;hlich wird der Markt auch fl&uuml;ssiger, die Neubau-Pipeline ist prall gef&uuml;llt und es entstehen f&uuml;r den oberfl&auml;chlichen Betrachter Wohnungen zuhauf. Das ist aus Sicht der Wohnraumversorgung w&uuml;nschenswert. Die Nachfrage ist schliesslich ungebrochen hoch und ein Angebots&uuml;berhang daher unwahrscheinlich. Es entstehen aber viel zu wenig erschwingliche Mietwohnungen. Aus Sicht des Investors, der einen m&ouml;glichst hohen Quadratmeterertrag erzielen m&ouml;chte, ist das nachvollziehbar, f&uuml;hrt aber gerade in den Zentren zu absurden Szenen, wenn hunderte Personen f&uuml;r die Besichtigung einer g&uuml;nstigen Wohnung Schlange stehen. Die Bev&ouml;lkerungsstruktur der Stadt Z&uuml;rich ohne Wohnbaugenossenschaften w&auml;re mit Sicherheit eine andere als die heutige, fast die komplette Stadt wohl ein Immobilienhotspot. So gut die Wohnraumversorgung der Schweiz gerade in qualitativer Hinsicht sein mag, umso problematischer ist das untere Segment des Marktes, wo latent h&ouml;chster Mangel herrscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Snobeffekte und Verdr&auml;ngung Viele &#8220;gehobene&#8221; Eigentumsobjekte der letzten Jahre tragen stolze Namen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sei identit&auml;tsstiftend und ist daher ein wenig kritisch hinterfragter Standard im Immobilienmarketing seit Mitte Neunzigerjahre, sagen &#8220;Kenner&#8221;. Garten, Blick, Heimat, Alpen, See und &auml;hnliche Beimischungen bei der Namensgebung suggerieren ein Wohngef&uuml;hl auf einzigartigem Niveau, meist top und einzigartig. Manche Bauherren veranstalten Vernissagen, um neue Objekte vorzustellen und lobpreisen die Besonderheiten von Architektur und Ausbaustandard. Dort stehen dann allerdings deutlich weniger Leute Schlange, als vor einer einzigartig g&uuml;nstigen Wohnung. Einzigartig g&uuml;nstige Wohnungen zu erstellen, ist in der Schweiz offenbar nicht attraktiv. Bem&uuml;hungen, dagegen etwas zu tun, verlaufen seit Jahrzehnten ins Leere. Es gibt auch zu wenige &#8220;Pioniere&#8221;, die sich ernsthaft dem Problem annehmen. Hand aufs Herz, Architekten, wer erstellt nicht lieber luxuri&ouml;s trendige Wohnungen als Plattenbauten? Dieser Snobeffekt, bei dem eine schier grenzenlose Zahlungsbereitschaft abgesch&ouml;pft wird, hat Nebenwirkungen, namentlich die Verdr&auml;ngung breiter Bev&ouml;lkerungskreise aus dem gesuchten Zentrum. Leider ist die Wohnraumversorgung ein hochpolitisches Thema und die Lager von Eigent&uuml;mern und Mietern sind traditionell gespalten, weshalb die politische Agenda auch immer voll von entsprechenden Vorst&ouml;ssen ist, die aber nie dazu beitrugen, den Mietwohnungsmarkt zu verfl&uuml;ssigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sozialer Wohnungsbau Der Mietwohnungsmarkt in der Schweiz ist &ndash; seit ich mich erinnern kann &ndash; ein Verk&auml;ufermarkt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohnraum ist Mangelware, erschwinglicher umso mehr. W&auml;hrend es in Europa zuhauf L&auml;nder mit Leerwohnungsziffern von 5 bis 10 Prozent gibt, w&uuml;rden solche Werte die Schweiz in Alarmzustand versetzen. Selbst nach dem grossen Immobiliencrash Anfang der Neunzigerjahre war man davon meilenweit entfernt und die Null vor dem Komma ist an den gefragten Orten in Stein gemeisselt. So gesehen ist nicht nur die Stadt Z&uuml;rich ein Hotspot, sondern fast der ganze Kanton und die halbe Schweiz. Der Eigentumsboom der letzten Jahre war auch ein Ausweichen der Haushalte vor horrenden Mieten. Da aber immer weniger dazu in der Lage sind, nimmt das Ungleichgewicht am Wohnungsmarkt generell zu. Dank Nullzinspolitik werden wir aber nicht mehr darum herumkommen, das Feld des sozialen Wohnungsbaus ohne Aversion und Ber&uuml;hrungsangst zu diskutieren. Denn mit Sozialismus hat das wenig zu tun und im Grunde betreiben etliche Gemeinden heute schon sozialen Wohnungsbau. Nur heisst es dann nicht so, denn er ist nicht &#8220;salonf&auml;hig&#8221;. Er wird es aber werden &ndash; zwangsl&auml;ufig, der Geldpolitik sei Dank, sagt uns der Sensor Wohnungsmarkt.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum, fragen sich eigentlich fast alle, die im Markt irgendwie t&auml;tig sind, investiert die halbe Schweiz trotz historisch tiefer Renditen immer noch in Wohnliegenschaften?&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-2059","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2059\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}