{"id":2082,"date":"2016-06-16T05:00:00","date_gmt":"2016-06-16T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/16\/nn-ip-rechnet-fuer-2017-in-den-usa-mit-einem-rueckgang-der-ausfallquote-bei-hochzinsanleihen\/"},"modified":"2016-06-16T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-16T05:00:00","slug":"nn-ip-rechnet-fuer-2017-in-den-usa-mit-einem-rueckgang-der-ausfallquote-bei-hochzinsanleihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nn-ip-rechnet-fuer-2017-in-den-usa-mit-einem-rueckgang-der-ausfallquote-bei-hochzinsanleihen\/","title":{"rendered":"NN IP rechnet f\u00fcr 2017 in den USA mit einem R\u00fcckgang der Ausfallquote bei Hochzinsanleihen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Derzeit entwerfen zahlreiche Strategen und globale Manager von High-Yield-Anleihepapieren auf der Basis der Vergangenheit ein allzu d&uuml;steres Zukunftsbild. Angesichts der Erfahrungen aus fr&uuml;heren Abschw&uuml;ngen am Markt f&uuml;r Unternehmensanleihen sind sie davon &uuml;berzeugt, dass mit hohen Ausfallquoten und dementsprechend hohen Verlusten bzw. geringen Renditen bei Unternehmensanleihen zu rechnen ist&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Lead Portfolio Manager Global High Yield bei NN Investment Partners, New York City<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum sollte man sich am High-Yield-Markt defensiv positionieren. Unser Research f&uuml;hrt uns zum genau entgegengesetzten Fazit. Unseres Erachtens wird die Ausfallquote im kommenden Jahr sinken, so dass mit soliden Renditen zu rechnen ist, wenn der Markt sich auf niedrigere Verluste aus Unternehmensanleihen einstellt. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, sollten die Anleger auf Fonds setzen, die riskantere Unternehmensanleihen &uuml;bergewichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> In den drei Kreditzyklen, die der High-Yield-Markt durchgemacht hat, seit er sich in den Achtzigerjahren als eigene Kategorie etablierte, haben hoch verschuldete Unternehmen in Phasen eines Markt&uuml;berschwangs eifrig Anleihen begeben. Dies hat &uuml;ber Jahre hinweg zu hohen Zahlungsausf&auml;llen gef&uuml;hrt, weil die zu hoch verschuldeten Emittenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen konnten. Parallel zu den steigenden Zahlungsausf&auml;llen von High-Yield-Anleihen waren die Renditen von High-Yield-Papieren und Aktien niedrig und die Wirtschaft schrumpfte, weil den vom Markt getriebenen Blasen die Luft ausging. Die Renditen von High-Yield-Anleihen sind in der Regel niedrig, wenn die Ausfallquote ansteigt, und werden wieder positiv, wenn die Kurse so weit gefallen sind, dass die erwarteten Verluste aus Zahlungsausf&auml;llen kompensiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> In fr&uuml;heren Abschw&uuml;ngen am Markt kam es zun&auml;chst in einem Sektor zu Zahlungsausf&auml;llen, was Furcht vor Ansteckungseffekten ausl&ouml;ste und dazu f&uuml;hrte, dass es anderen Sektoren an Finanzmitteln mangelte, so dass auch dort Ausf&auml;lle eintraten. 1990 wurde diese Entwicklung durch die Savings-and-Loan-Krise, 2002 durch den Telekommunikationssektor und 2008 durch den Immobiliensektor ausgel&ouml;st.&nbsp; Im Jahr 2002 wurden umfangreiche Volumina an High-Yield-Anleihen ausgegeben, um den Ausbau des Mobilfunknetzes und des Internets zu finanzieren. Die Anleger finanzierten Unternehmen, deren Gesch&auml;ftspl&auml;ne ein schwindelerregendes Gewinnwachstum im Zuge der steigenden Datennutzung versprachen. Dazu kam es nat&uuml;rlich nicht, und die Zahl der Zahlungsausf&auml;lle im Telekommunikationssektor schnellte in die H&ouml;he. Danach kam es auch bei Versorgern und in der Luftfahrt zu Zahlungsausf&auml;llen, weil die Anleger kein Interesse mehr an zu einem betr&auml;chtlichen Teil fremdfinanzierten Unternehmen hatten. Weitere Zahlungen fielen aus, als die Wirtschaft in eine Rezession abrutschte. Auf den ersten Blick scheint die &bdquo;Schiefergasrevolution&ldquo; mit der Telekommunikationsblase vergleichbar zu sein.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Ende 2008 hat die Zahl der High-Yield-Emissionen von Energieunternehmen rasch zugenommen, wozu die h&ouml;heren &Ouml;lpreise und das leicht verf&uuml;gbare Kapital beigetragen haben. Der Anteil des Energiesektors am US-High-Yield-Markt schnellte von etwa 7,5% Ende 2008 auf &uuml;ber 15% im Jahr 2014. In j&uuml;ngster Zeit kam es wegen der niedrigen Preise f&uuml;r Erd&ouml;l, Erdgas, Kohle und Eisenerz sowie aufgrund der Tatsache, dass Banken und<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marktteilnehmer nicht mehr im selben Masse zur Ausreichung von Krediten an diese Unternehmen bereit sind, zu zahlreichen Zahlungsausf&auml;llen. Die Ausfallquote ist daher deutlich angestiegen. F&uuml;r globale High-Yield-Anleger ist dies vor allem am US-High-Yield-Markt zu erkennen, da Energie- und Rohstoffproduzenten am sehr grossen US-Markt eine deutlich wichtigere Rolle spielen als an den kleineren High-Yield-M&auml;rkten in Europa und Asien. Das Volumen der Zahlungsausf&auml;lle in den USA ist von rund 2% des ausstehenden Kapitals im vergangenen Jahr auf etwa 4% in den vergangenen 12 Monaten angestiegen. Die meisten Strategen rechnen damit, dass es 2016 auf 5% oder mehr klettert und noch zwei bis drei Jahre lang hoch bleibt. In Europa gibt es keinen &auml;hnlich hoch verschuldeten Sektor, und die Zahlungsausf&auml;lle d&uuml;rften bei einer anziehenden Konjunktur gering bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Die Strategen, die einen weiteren Anstieg der Ausfallquote erwarten, die dann auf hohem Niveau verharrt, rechnen unseres Erachtens damit, dass die Entwicklung fortschreitet. Erstens nehmen sie an, dass wegen der niedrigen Energie- und Rohstoffpreise weitere Zahlungsausf&auml;lle in diesen Sektoren zu erwarten sind und die Entwicklung der vergangenen zw&ouml;lf Monate noch nicht abgeschlossen ist. Zweitens nehmen sie an, dass die Anleger zunehmend weniger dazu bereit sind, in die, in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen aus anderen Sektoren zu investieren, da sie die Turbulenzen im Energie- und Rohstoffsektor als Symptom f&uuml;r umfassendere Probleme im gesamten High-Yield-Universum ansehen. Drittens nehmen sie an, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft abschw&auml;chen wird, wenn die lange Expansion in den USA aufgrund strikterer Kreditvergabestandards in eine Kontraktion &uuml;bergeht. Alle drei Annahmen beruhen auf die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen &ndash; und unseres Erachtens werden sie sich allesamt als unzutreffend erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir rechnen f&uuml;r das kommende Jahr mit einem R&uuml;ckgang der Ausfallquote in den USA. Warum? Unserer fundamentalen Bottom-Up-Analyse zufolge sind die schw&auml;chsten Emittenten aus dem Energie- und Rohstoffsektor bereits Ende 2015 bzw. im bisherigen Jahresverlauf 2016 ausgefallen. Ausserdem haben die Unternehmen, die noch am Markt sind, ihre Bonit&auml;t durch Eigenkapitalemissionen, den Verkauf von Verm&ouml;genswerten, die Refinanzierung von Schulden und zus&auml;tzliche Absicherungsgesch&auml;fte verbessert, so dass die Ausfallwahrscheinlichkeit gesunken ist. Selbst wenn die Finanzmarktbedingungen restriktiver werden, d&uuml;rften die Ansteckungseffekte f&uuml;r andere Sektoren gering sein, da in n&auml;chster Zeit nur wenige Refinanzierungen anstehen. Dar&uuml;ber hinaus sind die Probleme im Energie- und Rohstoffsektor f&uuml;r die meisten anderen Sektoren sogar von Vorteil. Niedrigere Energiepreise d&auml;mpfen die Unternehmensausgaben und erh&ouml;hen das verf&uuml;gbare Einkommen der Verbraucher. Ausserdem ist es nicht wahrscheinlich, dass im kommenden Jahr eine Rezession eintritt, denn im Zuge der derzeitigen, langsamen und entt&auml;uschenden Expansion wurde das Instrument der Verschuldung vorsichtig eingesetzt und die Verbraucher haben ihre Schulden sogar abgebaut. Insofern bestehen die dramatischen Ungleichgewichte nicht, die in den vergangenen drei Zyklen zu beobachten waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Niedrigere Ausfallquoten k&ouml;nnen betr&auml;chtliche Auswirkungen auf die globale High-Yield-Performance haben. Da mit steigenden Ausfallquoten gerechnet wird, sind die Kurse von High-Yield-Anleihen global im Durchschnitt unter den Parikurs gefallen, was die Chance auf eine gute Performance bietet, wenn sich unsere Prognose f&uuml;r die Entwicklung der Ausfallquote als zutreffend erweist. Unseres Erachtens ist es im derzeitigen Marktumfeld sinnvoll, gr&ouml;ssere Risiken als die globale High-Yield-Benchmark einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit entwerfen zahlreiche Strategen und globale Manager von High-Yield-Anleihepapieren auf der Basis der Vergangenheit ein allzu d&uuml;steres Zukunftsbild. 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