{"id":2083,"date":"2016-06-16T05:00:00","date_gmt":"2016-06-16T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/16\/immer-das-gleiche-spiel\/"},"modified":"2016-06-16T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-16T05:00:00","slug":"immer-das-gleiche-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/immer-das-gleiche-spiel\/","title":{"rendered":"Immer das gleiche Spiel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es mag ja menschlich sein und wohl deshalb alles andere als vern&uuml;nftig: Mit unangenehmen Fragen setzen wir uns naturgem&auml;ss ungern auseinander. M&uuml;hsame Auftr&auml;ge schieben wir auf die lange Bank, getreu dem Motto &bdquo;nur nicht heute&ldquo;&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man denke da nur an die Steuerkl&auml;rung. Ich kenne ganz viele seri&ouml;se und professionelle Berufsleute, die damit regelm&auml;ssig zu sp&auml;t dran sind &ndash; ebenso wie die Profis an den M&auml;rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Penn&auml;ler an den Finanzm&auml;rkten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den h&ouml;chstens vermeintlich hochprofessionellen Finanzm&auml;rkten ist das keinen Deut besser. Die dort t&auml;tigen Akteure verhalten sich genauso naiv wie m&auml;ssig eifrige Sch&uuml;ler, die nahezu unbek&uuml;mmert ihren t&auml;glichen Vergn&uuml;gungen nachgehen, obwohl sie wissen, dass wichtige Pr&uuml;fungen vor der T&uuml;r stehen und die Zeit allm&auml;hlich davonl&auml;uft. Halt eben wie die Finanzm&auml;rkte, die in der zweiten Maiwoche zu einem unerkl&auml;rlichen H&ouml;henflug ansetzten und &uuml;ber sieben Prozent zulegten. Das verleitete viele dazu, wieder die rosarote Brille aufzusetzen. Doch die Zeit l&auml;uft bekanntlich unaufhaltsam und schon erleben wir ein D&eacute;j&agrave;-vu wie im Sommer vor einem Jahr. Auch damals wussten die meisten Finanzprofis l&auml;ngst, dass die Griechen Anfang Juli pleite sein w&uuml;rden. Sie ignorierten auch den B&ouml;rsencrash in China und w&auml;hnten sich in liquidit&auml;tsgepolsterter Sicherheit, um dann doch und aus heiterem Himmel in Panik zu verfallen. Dasselbe Muster spielt aktuell.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Boulevard und Klatsch mangels besseren Wissens <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Niemand weiss, ob die Briten f&uuml;r oder gegen den Brexit stimmen werden und schon gar nicht welche Folgen ein Austritt Grossbritanniens &ndash; f&uuml;r wen auch immer &ndash; haben k&ouml;nnte. Trotzdem herrscht ganz pl&ouml;tzlich Panik. Was neben dem j&uuml;ngsten Stimmungsumschwung das Fass zum &Uuml;berlaufen gebracht hat, war wohl der gestrige Aufruf der britischen Boulevardzeitung &bdquo;The Sun&ldquo;, die allen Ernstes ihre Leser aufforderte, f&uuml;r den Austritt aus der EU zu stimmen. Mit dem Titel &bdquo;SUN SAYS We urge our readers to beLEAVE in Britain and vote to quit the EU on June 23&ldquo; diktiert nun auch noch der Boulevard aktiv das Geschehen an den M&auml;rkten mit. Das zeigt einmal mehr wie die Horde an den Finanzm&auml;rkten tickt: nerv&ouml;s und unstet, wider jeglicher Vernunft. Denn unmittelbar wird ein Austritt Grossbritanniens aus der EU kaum Folgen haben, weder f&uuml;r das Land selbst, noch f&uuml;r die EU.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Maus und Elefant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherlich ist eine Boulevardzeitung, die auch schon mal ihre Leser dazu ermutigte einen Schweizer Unparteiischen zu bel&auml;stigen, weil er den Engl&auml;ndern &ndash; v&ouml;llig zurecht &ndash; an der EM 2004 im Spiel gegen Portugal das Siegtor aberkannte, worauf hin diese heimreisen mussten, nicht das Mass aller Dinge. The Sun erzielt aber Wirkungstreffer &ndash; auch an den M&auml;rkten und wohl auch nur wegen des Mangels an Vorstellungen, was der Brexit tats&auml;chlich ausl&ouml;sen k&ouml;nnte. Mal wieder typisch Markt oder die Angst des Elefanten vor der Maus. Dass Br&uuml;ssel sozusagen einen Maulkorb verpasst bekam und sich auf Geheiss des britischen Premierministers David Cameron aus der Debatte um den Brexit heraushalten und schon gar nicht in London f&uuml;r die EU werben soll, birgt hingegen h&ouml;heren Informationsgehalt. Offenbar ist der britische Premier der Auffassung, dass sich die EU an Aussenstehende oder solche, die es vielleicht werden (wollen), nur sehr schlecht verkaufen l&auml;sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Armutszeugnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Angst des britischen Premiers vor einer Br&uuml;sseler Roadshow f&uuml;r den Verbleib Grossbritanniens in der EU ist ein Armutszeugnis. Und egal ob es nun zum Brexit kommt oder nicht, das Verh&auml;ltnis zwischen London und Br&uuml;ssel bleibt auch in Zukunft schwierig. Mit dieser Frage wollen sich die M&auml;rkte zwar erst besch&auml;ftigen, wenn der 23. Juni vor&uuml;ber ist. Sie t&auml;ten aber gut daran, dies fr&uuml;her als sonst an die Hand zu nehmen. Aber typisch Markt besch&auml;ftigt der sich mit Fragen, die er ohnehin nicht beantworten kann: Werden die Briten austreten und welche Konsequenzen h&auml;tte dies? Es ist daher sinnvoll, sich auf das zu besinnen, was man weiss. Wenn Br&uuml;ssel also glaubt, nach einem Nein zum Brexit sei die Angelegenheit vom Tisch, wird sich das als T&auml;uschung erweisen. Allein die Tatsache, dass ein gewichtiges Land mit dem Gedanken spielt, der EU den R&uuml;cken zuzukehren, m&uuml;sste dieser ernsthaft zu denken geben. Anstatt sich Gedanken zu machen wie es so weit kommen konnte, hoffen die Offiziellen in Br&uuml;ssel nur darauf, dass der Spuk bald vorbei ist &ndash; keine Spur der Selbstkritik. Vage und sowieso nur hypothetische Reform&uuml;berlegungen kennzeichnen das aktuelle Stimmungsbild einer ziemlich verstrittenen EU, die in den letzten Jahren zur experimentellen Improvisationswiese verkommen ist, dabei jegliche Verbindlichkeit eingeb&uuml;sst hat und trotz Vertragsbr&uuml;chen und Durchmogeln auch noch auf fremde Hilfe angewiesen ist. L&auml;ngst hat die EU das Zepter aus der Hand gegeben und lebt das Prinzip Hoffnung. Hoffen auf ein Nein der Briten, auf die T&uuml;rkei oder Mario Draghi &ndash; was f&uuml;r ein Armutszeugnis. Das wissen die M&auml;rkte zwar schon, aber ist das auch eingepreist?&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es mag ja menschlich sein und wohl deshalb alles andere als vern&uuml;nftig: Mit unangenehmen Fragen setzen wir uns naturgem&auml;ss ungern auseinander. 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