{"id":2090,"date":"2016-06-17T06:00:00","date_gmt":"2016-06-17T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/17\/ist-nach-dem-spiel-vor-dem-spiel\/"},"modified":"2016-06-17T06:00:00","modified_gmt":"2016-06-17T06:00:00","slug":"ist-nach-dem-spiel-vor-dem-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ist-nach-dem-spiel-vor-dem-spiel\/","title":{"rendered":"\u201eIst nach dem Spiel vor dem Spiel?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach Ver&ouml;ffentlichung der j&uuml;ngsten Umfrageergebnisse zum britischen EU-Referendum, der zufolge die Austrittsbef&uuml;rworter an Zulauf gewinnen, intensivierte sich zu Wochenbeginn die Flucht der Anleger in die &bdquo;sichere H&auml;fen&ldquo; bonit&auml;tsstarker Staatsanleihen, w&auml;hrend die B&ouml;rsen weltweit ins Hintertreffen gerieten&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Researc<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos Weltb&ouml;rsen: Indexbetreiber MSCI entschied sich, chinesische A-Aktien bis auf Weiteres nicht in die Mannschaft des Emerging Markets Index aufzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eins zumindest scheint festzustehen: Das Spiel &bdquo;Finanzielle Repression&ldquo; ist noch nicht abgepfiffen. 15 Monate nach Beginn der umfassenden Staatsanleihenk&auml;ufe der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), verbunden mit Negativzinspolitik und gestiegenen Brexit-Sorgen, sind 10-j&auml;hrige Bundrenditen erstmals in ihrer Geschichte in Negativterrain gerutscht (siehe Grafik der Woche). Fundamentale Renditetreiber, wie die voraussichtlich allm&auml;hlich anziehenden Inflationsraten in der zweiten Jahresh&auml;lfte und der US-Leitzinserh&ouml;hungszyklus werden an den Rentenm&auml;rkten gegenw&auml;rtig offensichtlich beiseitegeschoben. Gleichzeitig erscheint der Markt f&uuml;r Euro-Staatspapiere angesichts des Tauziehens verschiedener Kr&auml;fte weiterhin r&uuml;ckschlaggef&auml;hrdet und schwankungsanf&auml;llig. Auf der anderen Atlantikseite sank die Rendite zehnj&auml;hriger US-Staatsanleihen im Wochenverlauf unter die 1,6%-Marke und damit auf das tiefste Niveau seit November 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast an die Seitenlinie r&uuml;ckte die FOMC-Sitzung, die den Markterwartungen weitestgehend entsprach. Seit den zuletzt entt&auml;uschenden USArbeitsmarktdaten hatten Investoren eine zweite Fed-Leitzinserh&ouml;hung im Juni wieder ausgepreist. Voraussetzung f&uuml;r einen Zinsschritt am 26.\/27. Juli d&uuml;rfte sein, dass sich die Mai-Zahlen als Ausrutscher nach unten entpuppen. Gleichzeitig sollte ein zuk&uuml;nftig bescheidenerer Stellenzuwachs au&szlig;erhalb des Agrarsektors nicht &uuml;berraschen. Angesichts eines langsamer wachsenden Arbeitskr&auml;ftepotenzials w&uuml;rde selbst ein Aufbau von 80.000 bis 100.000 Stellen monatlich (statt &bdquo;200.000 Plus&ldquo;) f&uuml;r eine fortgesetzte Stabilisierung des US-Arbeitsmarkt ausreichen. Sollte sich die Diskussion &uuml;ber h&ouml;here Leitzinsen wieder intensivieren, k&ouml;nnte der Euro gegen&uuml;ber dem USDollar weiter ins Abseits geraten Das wichtigste Ereignis der kommenden Handelswoche d&uuml;rfte mit Abstand die britische Volksabstimmung sein (Do), deren Ergebnis am Freitagmorgen (europ&auml;ischer Zeit) ver&ouml;ffentlicht wird, mit den Neuwahlen in Spanien (So) auf den Fersen. Trotz einer leichten St&auml;rkung des spanischen linken Lagers k&ouml;nnte sich das Szenario schwieriger Koalitionsverhandlungen wie im Nachgang der Dezember-Wahl wiederholen. Im Falle Gro&szlig;britanniens wird die M&auml;rkte die mit den Umfragen verbundenen Unsicherheit, auch in Bezug auf deren Repr&auml;sentativit&auml;t, bis ins Referendum hinein begleiten. Ein Verbleib der Briten in der EU d&uuml;rfte mit Erleichterung von den B&ouml;rsen aufgenommen werden &ndash; und von der Schweizer Notenbank, deren Devisenreserven sich in der Abwehr gegen die Aufwertung der traditionellen &bdquo;Fluchtw&auml;hrung&ldquo; Franken inzwischen auf &uuml;ber 90% des Sozialproduktes belaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An R&uuml;ckendeckung f&uuml;r das Bankensystem des Euroraums in Form von weiterer Liquidit&auml;tszufuhr durch die EZB d&uuml;rfte es zumindest nicht mangeln, wenn am Donnerstag die achte Zuteilung eines zielgerichteten langfristigen Refinanzierungsgesch&auml;ftes (TLTRO) ansteht und am Freitag die zweite Serie (TLTRO II) mit vierj&auml;hriger Laufzeit beginnt, deren Zins h&ouml;chstens bei 0% liegen wird. Zus&auml;tzliche Liquidit&auml;t im Falle eines Brexit k&ouml;nnte die EZB wie angek&uuml;ndigt in Kooperation mit der Bank of England mittels sog. Currency Swap Lines (W&auml;hrungstausch) bereitstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast eine ganze Mannschaftsst&auml;rke an Konjunkturindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes f&uuml;r die Schwergewichte USA, Deutschland und Frankreich (Do), der Chicago Fed National Activity Index (Do) und der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsg&uuml;ter (Fr) als zus&auml;tzliche Signalgeber f&uuml;r die US-Konjunktur sowie der deutsche ifoGesch&auml;ftsklimaindex (Fr) liefern im Wochenverlauf weitere Impulse f&uuml;r die B&ouml;rsen. Sie werden wohl best&auml;tigen, dass der inzwischen 13 Quartale infolge w&auml;hrende Konjunkturaufschwung in der Eurozone auch in der zweiten Halbzeit des Jahres anh&auml;lt. Dagegen scheint die US-Wirtschaft zwar kein Fall f&uuml;r die Ersatzbank zu sein &ndash; ob sich die gegenw&auml;rtige Skepsis der M&auml;rkte &uuml;ber deren weitere (Spiel-)Dynamik legt, erscheint jedoch fraglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Wochenmitte d&uuml;rften zudem die beiden Anh&ouml;rungen der FedVorsitzenden Janet Yellen vor Senat (Mi) und Repr&auml;sentantenhaus (Do) in den Blickpunkt der Investoren r&uuml;cken. Neben dem Ausstieg aus der ultra-lockeren Zinspolitik stellt zweifellos der reibungslose Exit aus der unkonventionellen Bilanzpolitik eine der gr&ouml;&szlig;ten Herausforderungen dar. So h&auml;lt die Fed in ihrem sog. SOMA-Portfolio etwa 2360 Mrd. USD an Staatsanleihen bzw. einen Anteil von ca. 12 &frac12; % der US-Bruttostaatsverschuldung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In weiter Ferne scheint dies f&uuml;r die Bank of Japan (BoJ) und die EZB. Wenngleich die japanische Konjunktur zuletzt mit Hoffnungszeichen aufwartete, beh&auml;lt sich die BoJ ebenso wie ihr europ&auml;isches Pendant weitere unkonventionelle Spielz&uuml;ge &ndash; z.B. in Form einer Ausweitung des Anleihenkaufprogramms &ndash; in der Hinterhand. Am Dienstag und Freitag wird die BoJ Einblicke in ihren Spielplan gew&auml;hren, wenn sie die Sitzungsprotokolle vom April und Juni ver&ouml;ffentlicht. Die EZB wiederum befindet sich im Implementierungsmodus und d&uuml;rfte &uuml;ber die Sommerpause die Wirkung des Ma&szlig;nahmenpakets vom M&auml;rz abwarten. Selbst eine ablehnende Haltung des Bundesverfassungsgericht gegen&uuml;ber dem OMT-Programm (Mi) bedeutete &uuml;brigens wohl nicht das Aus f&uuml;r das laufende QE-Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzum: Niedrige Zinsen werden uns noch eine ganze Weile begleiten. W&auml;hrend also Europas Fu&szlig;ballprofis in Frankreich auf Torjagd gehen, bleiben die internationalen Anleger im Niedrigzinsumfeld auf Renditejagd<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Ver&ouml;ffentlichung der j&uuml;ngsten Umfrageergebnisse zum britischen EU-Referendum, der zufolge die Austrittsbef&uuml;rworter an Zulauf gewinnen, intensivierte sich zu Wochenbeginn die Flucht der Anleger in die &bdquo;sichere H&auml;fen&ldquo; bonit&auml;tsstarker Staatsanleihen, w&auml;hrend die B&ouml;rsen weltweit ins Hintertreffen gerieten&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3653,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-2090","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2090\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}