{"id":2101,"date":"2016-06-23T05:00:00","date_gmt":"2016-06-23T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/23\/verkehr-t\/"},"modified":"2016-06-23T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-23T05:00:00","slug":"verkehr-t","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/verkehr-t\/","title":{"rendered":"Verkehr(t)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Manche d&uuml;rften sich noch an die sogenannte Swiss Metro erinnern, ein Projekt, das vorsah, Passagiere unterirdisch in einer Magnetschwebebahn mit &uuml;ber 500 Stundenkilometern von Genf bis St. Gallen zu transportieren. Bern w&auml;re so von Z&uuml;rich aus in 15, St. Gallen in rund zehn Minuten erreicht worden&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt wurde schliesslich vom damaligen Bundesrat in der zweiten H&auml;lfte der Achtzigerjahre nicht als Alternative zur Bahn 2000 eingestuft und auf Eis gelegt. Die Wiedergeburt des Projekts Anfang der 2000er erwies sich als nicht nachhaltig, endg&uuml;ltig beerdigt wurde es dann 2009, als die Firma, welche die Swiss Metro vorantreiben sollte, das Handtuch warf, wie die NZZ damals schrieb. Neben dem faszinierenden Gedanken, Distanzen mit solcher Geschwindigkeit &uuml;berwinden zu k&ouml;nnen, sei noch festgehalten, dass Studien durchaus zum Schluss kamen, das Projekt k&ouml;nne rentabel betrieben werden. Der Schweiz w&auml;re zuzutrauen gewesen, solch ein Projekt zu stemmen, Stichwort NEAT, f&uuml;r die uns die Welt insgeheim bewundert. Eins ist hingegen sicher. Der Verkehr &ndash; Personen und G&uuml;ter &#8211; wird wahrscheinlich der strategisch wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verkehrsfragen rund um Strasse oder Bahn sind heikel, ganz im Gegenteil zum Datenverkehr. Mit dem Internet etwa geht das heute politisch ziemlich rassig, fast zwangsweise selbstverst&auml;ndlich, da dessen Entwicklung exponentiell verl&auml;uft. Exekutive und Legislative &uuml;ber viele Parteigrenzen hinweg erachten einen Ausbau der technischen Kapazit&auml;ten f&uuml;r unsere digitale Erreichbarkeit als notwendig und winken das Gesch&auml;ft mal eben so durch. Wichtiges Argument f&uuml;r die seltene Einhelligkeit war, dass die Nachfrage nach mobilen digitalen Diensten massiv gestiegen sei und die Infrastruktur das nicht mehr bew&auml;ltigen k&ouml;nne. Auch die Standortattraktivit&auml;t f&uuml;hrten viele ins Feld, was wohl auch unbestritten ist. Digitale Mobilit&auml;t wird politisch nicht ideologisch umk&auml;mpft wie Fragen der physischen Mobilit&auml;t. Neue Strassenprojekte, notabene nicht nur Ausbau- sondern Neubauprojekte, scheiden die Geister. Der Ausbau der Bahn l&ouml;st jeweils eine Flut von Einsprachen aus. Das Resultat ist meist Stillstand oder eine gef&uuml;hlte Ewigkeit bis zur Realisierung.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wunsch und Wirklichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Verkehrsfragen treffen Philosophien unvers&ouml;hnlich aufeinander und die Grenzen zwischen den Parteien sind deutlich sch&auml;rfer als beim Datenverkehr. &Uuml;berspitzt gesagt w&uuml;rden Gr&uuml;ne den Individualverkehr gern beerdigen, die politische Rechte die Natur mit Strassen zubetonieren &ndash; klare Positionen, mit wenig Hoffnung auf eine Konsensfindung. Volkswirtschaftlich entgehen der Wirt- schaft aber Milliarden, weil der Verkehr auf der Strasse fast &uuml;berall stockt. Wer sich Tag f&uuml;r Tag am Morgen und Abend die Verkehrsmeldungen anh&ouml;rt, weiss, wie z&auml;h hierzulande der Verkehrsfluss auf den Strassen geworden ist. Und wer die Statistiken bem&uuml;ht, wird eine grosse Diskrepanz zwischen Ausbau der Strassenkapazit&auml;t und Nachfrage feststellen. Mehr Menschen legen in noch mehr Automobilen t&auml;glich mehr Kilometer zur&uuml;ck, mit zuletzt steilem Anstieg. Das sind die Tatsachen auf der Nachfrageseite. Die Zuwanderung hat massiv zugenommen, das Mobilit&auml;tsverhalten sich &#8220;automobilphil&#8221; entwickelt und pendeln wird (oder wurde lange) steuerlich beg&uuml;nstigt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angebot schafft Nachfrage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass dies auf Dauer nicht aufgehen kann, ohne neues Angebot zu schaffen, muss einleuchten. Resultat ist der t&auml;gliche Stau, mittlerweile auf fast jeder Dorfstrasse in den Agglomerationen. Dessen exponentiell anmutende Entwicklung (vgl. Grafik) erzeugt aber wenig politische Mobilit&auml;t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Staustunden explodieren Index (1994=100)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3813\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/23-06-16_chef.png\" alt=\"23 06 16 chef\" width=\"327\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/23-06-16_chef.png 327w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/23-06-16_chef-300x259.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BFS, Raiffeisen Research<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei ist klar: der Markt f&uuml;r Individualverkehr ist nicht ger&auml;umt, die Nachfrage unbefriedigt, eine Verhaltens&auml;nderung zu erzwingen h&ouml;chstens Wunsch. Logisch h&auml;tten wir weniger Verkehr, w&auml;re zumindest jeder Beifahrersitz im Berufsverkehr besetzt oder w&uuml;rden wir dem Verkehrsfluss zutr&auml;glicher fahren. Die Strassen w&auml;ren auch leer, w&uuml;rden die Pendler auf den &Ouml;V umsteigen. Nur w&uuml;rde dann der zusammenbrechen. In der verkehrspolitisch festgefahrenen Kluft ist all das aber nicht von Relevanz, trotz offensichtlicher Verknappung des Angebotes. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter f&uuml;hrt das zwangsl&auml;ufig zu einer Kontingentierung, nur will das niemand aussprechen, denn dann gelangt man rasch zur heiklen Diskussion &uuml;ber die Grenzen des F&ouml;deralismus. Aber k&ouml;nnen sie sich vorstellen, &#8220;nur&#8221; noch maximal eine SMS oder Whatsapp am Tag zu verschicken zu k&ouml;nnen oder gar zu d&uuml;rfen, weil die Leitung nicht mehr hergibt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immerhin profitieren auch die Automobilisten\/-innen vom reibungslosen Ausbau der Sendekapazit&auml;ten. Denn so sind wir selbst im Stau mobil erreichbar. Wir kommen nur nicht vorw&auml;rts. Da w&auml;re eine Swiss Metro selbst f&uuml;r den hartgesottenen Autofahrer eine willkommene Alternative, gestreng dem Motto: Angebot schafft Nachfrage.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche d&uuml;rften sich noch an die sogenannte Swiss Metro erinnern, ein Projekt, das vorsah, Passagiere unterirdisch in einer Magnetschwebebahn mit &uuml;ber 500 Stundenkilometern von Genf bis St. Gallen zu transportieren. 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