{"id":2104,"date":"2016-06-23T22:00:00","date_gmt":"2016-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/23\/kof-auswirkungen-des-brexit-auf-europa-und-die-schweiz\/"},"modified":"2016-06-23T22:00:00","modified_gmt":"2016-06-23T22:00:00","slug":"kof-auswirkungen-des-brexit-auf-europa-und-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/kof-auswirkungen-des-brexit-auf-europa-und-die-schweiz\/","title":{"rendered":"KOF :  Auswirkungen des \u00abBrexit\u00bb auf Europa und die Schweiz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die gestrige Entscheidung des Stimmvolkes im Vereinigten K&ouml;nigreich f&uuml;r den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union d&uuml;rfte negative wirtschaftliche Auswirkungen auf das Vereinigte K&ouml;nigreich, Europa und die Schweiz haben und die politische Unsicherheit erh&ouml;hen. Die Finanzm&auml;rkte reagierten bereits stark auf das Votum..<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>KOF <br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftliche Auswirkungen<\/strong><\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Die gestrige Entscheidung der Briten f&uuml;r den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union hatte unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen. So wertete das britische Pfund seit dem Vorabend gegen&uuml;ber dem US-Dollar um bis zu 10% auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren ab. Auch gegen&uuml;ber dem sich ebenfalls abschw&auml;chenden Euro verlor das Pfund um bis&nbsp; 7%. Der Schweizerfranken, als traditionelle Fluchtw&auml;hrung w&auml;hrend finanzieller Turbulenzen, wertete gegen&uuml;ber dem Pfund um zeitweise 10% auf und gegen&uuml;ber dem Euro um 2% und liegt derzeit bei einem Kurs von 1.08 CHF\/EUR. Andere traditionelle Fluchtw&auml;hrungen, wie der japanische Yen und der US-Dollar, werteten deutlich st&auml;rker auf als der Franken. Der Goldpreis nahm um 5% zu und die Rendite auf zehnj&auml;hrige US-amerikanische Staatsanleihen fiel um einen Viertel Prozentpunkt auf 1.4%, da Anleger in als sicher angesehene Anlagen fl&uuml;chten. Die B&ouml;rse in Japan brach im Verlauf des Handelstages um 8% ein und die B&ouml;rsen in Europa &ouml;ffneten zu Handelsbeginn mit R&uuml;ckg&auml;ngen von teilweise mehr als 10%.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Die britische Wirtschaft wird durch den &laquo;Brexit&raquo; in diesem und dem kommenden Jahr deutlich beeintr&auml;chtigt werden. Aufgrund der Abwertung des Pfunds wird die Teuerung signifikant ansteigen und auch eine Rezession in den kommenden Quartalen kann nicht ausgeschlossen werden.&nbsp; Mittelfristig d&uuml;rfte der &laquo;Brexit&raquo; ebenfalls negative Effekte haben, da der auf zwei Jahre angesetzte Austrittsprozess mit erh&ouml;hter politischer Unsicherheit einhergehen wird. Diese Unsicherheit wird die Investitionst&auml;tigkeit im Vereinigten K&ouml;nigreich beeintr&auml;chtigen.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaft im Euroraum d&uuml;rfte den &laquo;Brexit&raquo; ebenfalls negativ zu sp&uuml;ren bekommen. Sowohl die Abwertung des Pfunds als auch die politische Unsicherheit werden die Importnachfrage des Vereinigten K&ouml;nigreichs d&auml;mpfen. Darunter leiden vor allem die L&auml;nder, f&uuml;r die die Exporte in das Vereinigte K&ouml;nigreich besonders wichtig sind, n&auml;mlich Irland, die Niederlande, Belgien, aber auch Deutschland und Frankreich. Der Ausgang des Referendums d&uuml;rfte zu einer Stimmungseintr&uuml;bung im Euroraum f&uuml;hren. Dies und die erh&ouml;hte politische Unsicherheit &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Ausgestaltung der Europ&auml;ischen Union werden die Konjunktur und dabei insbesondere die Investitionst&auml;tigkeit belasten.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Das schw&auml;chere Pfund und die erwartete konjunkturelle Abk&uuml;hlung im Vereinigten K&ouml;nigreich d&uuml;rften negative Auswirkungen auf den Schweizer Export haben. Mit einem Anteil von 5.8% an den gesamten Schweizer Warenexporten ist das Vereinigte K&ouml;nigreich die f&uuml;nftwichtigste Exportdestination der Schweiz. Pharmaprodukte, welche relativ wenig konjunkturreagibel sind, sowie Uhren und Pr&auml;zisionsinstrumente stellen den gr&ouml;ssten Anteil an den Schweizer G&uuml;terexporten in das Vereinigte K&ouml;nigreich. Da 8.5% der ausl&auml;ndischen Logiern&auml;chte in der Schweiz von britischen Touristen kommen, d&uuml;rften sich auch negative Folgen f&uuml;r die alpinen Tourismusregionen in der Schweiz ergeben.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Da die Schweizer Wirtschaft eng mit dem Euroraum vernetzt ist, d&uuml;rften sich weitere negative Auswirkungen auf die Schweizer Konjunktur ergeben. Der Schweizerfranken &ndash; wie bereits vor der Abstimmung &ndash; wird als sicherer Hafen wieder attraktiver, was den Aufwertungsdruck erh&ouml;ht. Wie stark die Aufwertung sein wird, h&auml;ngt neben der St&auml;rke der Fluchtbewegung auch davon ab, ob &ndash; und, wenn ja wie stark &ndash; sich die Schweizerische Nationalbank dagegen stemmen wird. So k&ouml;nnte sie direkt den Schweizerfranken durch Interventionen am Devisenmarkt schw&auml;chen oder aber die Zinsen senken.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Politische Auswirkungen<\/strong><\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Der britische Premierminister Cameron hat seinen R&uuml;cktritt bekannt gegeben und f&uuml;r den Herbst 2016 Neuwahlen angek&uuml;ndigt. Wann die Verhandlungen mit der EU gestartet werden und wie lange es tats&auml;chlich bis zum Vollzug des Austritts dauert, ist unklar. Die nun folgenden Verhandlungen zwischen dem Vereinigtem K&ouml;nigreich und der EU &uuml;ber ein neues Rahmenwerk k&ouml;nnen sich mehrere Jahre hinziehen, da es keine genauen Abl&auml;ufe und Pr&auml;zedenzf&auml;lle f&uuml;r das Ausscheiden eines Landes aus der EU gibt.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied k&ouml;nnte dagegen relativ schnell ein neues Freihandelsabkommen mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich schliessen, unabh&auml;ngig davon, ob in den Austrittsverhandlungen ein Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten K&ouml;nigreich zustande kommt.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Schwierig einzusch&auml;tzen sind die politischen Auswirkungen eines Austritts auf die EU. Es ist m&ouml;glich, dass der &laquo;Brexit&raquo; weitere Austritte nach sich zieht und die &uuml;brig gebliebenen L&auml;nder sich daraufhin politisch umso mehr integrieren. Forderungen nach einem Austrittsreferendum sind besonders prominent in Frankreich, D&auml;nemark und der Tschechischen Republik. Die mehrheitliche Ablehnung des &laquo;Brexit&raquo; durch die Schotten und Nordiren d&uuml;rfte auch im Vereinigten K&ouml;nigreich selbst Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen wieder aufleben lassen.<\/p>\n<p class=\"Lead95Untertitel\" style=\"text-align: justify;\">Das gestrige Votum wird auch die anstehenden Verhandlungen der Schweiz und der EU &uuml;ber die Vereinbarkeit von Personenfreiz&uuml;gigkeitsabkommen und Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beeinflussen. Zum einen k&ouml;nnte sich der Verhandlungsbeginn verz&ouml;gern. Zum anderen wird der EU nun viel daran liegen, zu signalisieren, dass sich Separatl&ouml;sungen nicht lohnen, um so den Anreiz f&uuml;r weitere Austritte zu reduzieren. Gut m&ouml;glich ist darum, dass die EU in den Neuverhandlungen zur zuk&uuml;nftigen Beziehung mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich eine harte Linie verfolgt. Dies w&uuml;rde sie der Koh&auml;renz wegen dann auch in den Verhandlungen mit der Schweiz tun. Da die Schweiz weniger Verhandlungsmacht als das Vereinigte K&ouml;nigreich mitbringt, w&uuml;rde sie in diesem Szenario wohl ein noch schlechteres Verhandlungsergebnis erzielen als das Vereinigte K&ouml;nigreich.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gestrige Entscheidung des Stimmvolkes im Vereinigten K&ouml;nigreich f&uuml;r den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union d&uuml;rfte negative wirtschaftliche Auswirkungen auf das Vereinigte K&ouml;nigreich, Europa und die Schweiz haben und die politische Unsicherheit erh&ouml;hen. 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