{"id":2111,"date":"2016-06-27T05:00:00","date_gmt":"2016-06-27T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/27\/m-g-reaktion-des-anleihenmarktes-auf-das-brexit-votum\/"},"modified":"2016-06-27T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-27T05:00:00","slug":"m-g-reaktion-des-anleihenmarktes-auf-das-brexit-votum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-reaktion-des-anleihenmarktes-auf-das-brexit-votum\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Reaktion des Anleihenmarktes auf das Brexit-Votum"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-meta\" style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Gro&szlig;britannien hat f&uuml;r den Austritt aus der EU gestimmt. Heute fr&uuml;h beobachten wir einige erhebliche Verschiebungen bei Anleihen, da die Finanzm&auml;rkte deutlich von einer Abstimmung zugunsten eines Verbleibs in der EU ausgegangen waren, was&#8230;<\/span><\/span><\/div>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Jim Leaviss<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die letzten Umfragen auch best&auml;tigt hatten. Insbesondere die Buchmacher sch&auml;tzten ein solches Ergebnis als hoch wahrscheinlich ein. Die gr&ouml;&szlig;ten Marktbewegungen fanden jedoch an den Devisenm&auml;rkten statt, wo das Pfund Sterling von rund 1,50 auf 1,36 Dollar abst&uuml;rzte, der tiefste Stand seit 1985. Der US-Dollar-Index stieg um fast 3% und der gro&szlig;e Gewinner in diesem &bdquo;Risk off&ldquo;-Szenario ist der japanische Yen, der nun um 3,6% gegen&uuml;ber dem US-Dollar gestiegen ist. Der Euro entwickelt sich schlecht, w&auml;hrend sowohl die wirtschaftlichen als auch die politischen Auswirkungen des Brexit-Votums noch verdaut werden m&uuml;ssen: Wird das europ&auml;ische Wachstum negativ beeinflusst werden? Werden andere EU-L&auml;nder eigene Referenden durchf&uuml;hren? Was wird aus den Peripheriel&auml;ndern und dem Bankensektor? Der Euro ist gegen&uuml;ber dem US-Dollar um 3% gefallen. Zu den weiteren gro&szlig;en Verlierern an diesem Morgen der Risikoscheu geh&ouml;ren die Schwellenmarktw&auml;hrungen. Der mexikanische Peso beispielsweise fiel um 6%.<\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der Anleihenm&auml;rkte selbst stiegen die 10-j&auml;hrigen US-Staatsanleihen &uuml;ber Nacht um 25 Bp (mehr als zwei Punkte), w&auml;hrend die 10-j&auml;hrige Bundesanleihe deutlich auf unter null zur&uuml;ckging und nun auf einem neuen Tiefststand von -15 Bp gehandelt wird. Dies folgt auf den Ausverkauf von Staatsanleihen am Donnerstag, als noch von einem Sieg der EU-Bef&uuml;rworter ausgegangen worden war. Auch die britischen Staatsanleihen werden eine Rally verzeichnen, wenn die M&auml;rkte um 9:00 Uhr MESZ &ouml;ffnen. Dabei werden alle Augen auf die Bank of England gerichtet sein, die angek&uuml;ndigt hat, dass sie den Bankensektor weiterhin mit Liquidit&auml;t &uuml;berfluten wird. Ich w&uuml;rde auch eine Zinssenkung der BoE am sp&auml;teren Vormittag nicht ausschlie&szlig;en &ndash; m&ouml;glicherweise von 0,5% auf 0% (auch wenn dies voraussichtlich einen weiteren Ausverkauf des Pfunds Sterling ausl&ouml;sen w&uuml;rde). Eine Senkung des britischen Bonit&auml;tsratings war bereits im Voraus f&uuml;r den Fall einer Brexit-Bef&uuml;rwortung als wahrscheinlich angesehen worden. Im Allgemeinen haben die M&auml;rkte Herabstufungen hoch eingestufter Staatsanleihen jedoch nicht abgestraft (zum Beispiel als die USA ihr AAA-Rating verloren). F&uuml;r ein Land, das seine eigene W&auml;hrung drucken kann, besteht kein erhebliches Ausfallrisiko.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &bdquo;Verlierer&ldquo; an den Anleihenm&auml;rkten sind die risikoreicheren festverzinslichen Instrumente. W&auml;hrend die Bef&uuml;rchtungen eines Auseinanderbrechens der EU weiter steigen, weisen Staatsanleihen aus Italien und anderen Peripheriestaaten eine unterdurchschnittliche Entwicklung auf. Die Renditen italienischer und spanischer 10-j&auml;hriger Anleihen sind an diesem Vormittag bisher um 30 Bp gestiegen. Finanzanleihen aus den Peripheriestaaten weisen m&ouml;glicherweise um 60 Bp weitere Spreads bei erstrangigen Anleihen und um 130 Bp weitere Spreads bei nachrangigen Anleihen auf. Im Allgemeinen entwickeln sich Banken, auch in den Kernl&auml;ndern, schlecht, auch im Vergleich zu traditionellen Unternehmensanleihen. Die Spreads vorrangiger Bankenverbindlichkeiten sind um 50 Bp weiter, w&auml;hrend die Spreads nachrangiger Verbindlichkeiten um 100 Bp weiter sind. Die Spreads von Unternehmensanleihen sind um 20 bis 80 Bp weiter. Es wurde &uuml;ber K&auml;ufe institutioneller Anleger auf dieser niedrigen Ebene gesprochen, wir glauben jedoch eher nicht, dass es heute bisher so viel Handel gegeben hat. Die Schwellenmarktanleihen tendieren alle sehr viel niedriger. Die USD-Verschuldung der T&uuml;rkei ist um 2 Punkte, S&uuml;dafrikas um 3 Punkte und Ungarns um 6 Punkte gesunken. Der High-Yield-Markt war zun&auml;chst extrem schwach, wobei der Crossover Index an einem Punkt um 120 Bp weiter war. Er hat einige Verluste korrigiert und ist jetzt um &bdquo;nur&ldquo; 80 Bp weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grunds&auml;tzlich bietet der Ausverkauf von Risikoanlagen langfristigen Anlegern einige Gelegenheiten. Die Kreditm&auml;rkte preisten bereits ein sehr viel h&ouml;heres Niveau an Ausf&auml;llen ein, als wir f&uuml;r wahrscheinlich hielten. Die Ereignisse des heutigen Tages verst&auml;rken die &Uuml;berkompensierung des Ausfallrisikos. Da die Liquidit&auml;t heute voraussichtlich niedrig sein wird (und m&ouml;glicherweise auch in den n&auml;chsten Tagen, wenn die Auswirkungen der gestrigen Abstimmung klarer werden), sind die Chancen f&uuml;r Schn&auml;ppchen eher gering.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sieht es mit der Wirtschaft aus? Gut 90% der Wirtschaftswissenschaftler gingen davon aus, dass ein EU-Austritt sich negativ auf das britische Wachstum auswirken w&uuml;rde. Einige sind der Ansicht, dass sogar die mit der Abstimmung verbundenen Unsicherheiten das BIP-Wachstum um 50 Bp verringerten. Sicher ist vor allem, dass Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen aufschieben und auch die Privathaushalte vorsichtig agieren werden. Eine Rezession ist nicht auszuschlie&szlig;en. Da die globalen Wachstumsaussichten nun auch schw&auml;cher erscheinen, gehen wir davon aus, dass die US-Notenbank Fed sich abwartend verhalten und in n&auml;herer Zukunft keine Zinserh&ouml;hungen vornehmen wird. Die britische Inflation ist ein anderes Thema. Jeder R&uuml;ckgang des Pfund in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung f&uuml;hrt zu h&ouml;heren Einfuhrpreisen. Nachdem die Inflation jahrelang unterhalb des Ziels lag, d&uuml;rfte sie nun auf &uuml;ber 2% steigen. Im Interesse des Wachstums und der finanziellen Stabilit&auml;t d&uuml;rfte eine Reaktion der Bank of England jedoch ausgeschlossen sein: Wie zuvor angedeutet, ist eine Zinssenkung viel eher wahrscheinlich.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro&szlig;britannien hat f&uuml;r den Austritt aus der EU gestimmt. 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