{"id":2112,"date":"2016-06-27T05:00:00","date_gmt":"2016-06-27T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/06\/27\/bantleon-brexit-und-nun\/"},"modified":"2016-06-27T05:00:00","modified_gmt":"2016-06-27T05:00:00","slug":"bantleon-brexit-und-nun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-brexit-und-nun\/","title":{"rendered":"Bantleon: Brexit &#8211; und nun?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Mit einer Mehrheit von 52% haben sich die Briten f&uuml;r einen Austritt aus der EU ausgesprochen &ndash; eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die EU, aber kein&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span class=\"name\">Dr. Harald Prei&szlig;ler <\/span><span class=\"adress\">Kapitalmarktanalyse &#8211; CIO&nbsp;Bantleon&nbsp;Bank AG<\/span><span class=\"adress\">, Zug Chefvolkswirt und Leiter Anlagemanagement<\/span><span class=\"adress\"><br \/><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weltuntergang. Zwar ist kurzfristig mit weiterhin starker Volatilit&auml;t an den Finanzm&auml;rkten zu rechnen, aber der Brexit sollte das positive Konjunkturbild der Eurozone nicht nachhaltig sch&auml;digen. Entsprechend d&uuml;rften die Aktienm&auml;rkte nach dem ersten Schock nach oben drehen und im &nbsp;Sommer neue zyklische H&ouml;chstst&auml;nde markieren. Doch schon im Herbst ist wieder mit einer konjunkturellen Abk&uuml;hlung zu rechnen. Damit droht im 2. Halbjahr der n&auml;chste Schw&auml;cheanfall an den B&ouml;rsen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also doch: Brexit. Bis gestern sah es noch nach einem knappen, aber eindeutigen Vorsprung des &raquo;Remain-Lagers&laquo; aus. Selbst die beiden landesweit durchgef&uuml;hrten Nachwahlbefragungen vom sp&auml;ten Abend sahen die Brexit-Gegner mit 51% bis 52% in F&uuml;hrung. Die vielzitierten Buchmacher hatten dem Verbleib Grossbritanniens in der EU sogar eine 80%ige Wahrscheinlichkeit beigemessen. Am Ende stimmten knapp 52% der Briten f&uuml;r den Austritt &ndash; das kann man mit Fug und Recht einen gewaltigen Schock nennen.<\/p>\n<p> Die Finanzm&auml;rkte hatten sich in den vergangenen Tagen in Sicherheit gewogen und wurden nun auf dem falschen Fuss erwischt. Entsprechend heftig sind die ersten Reaktionen ausgefallen. Der Index der 100 wichtigsten in UK gelisteten Unternehmen brach um knapp 10% ein, der japanische Nikkei verlor mehr als 8%, der Hang Seng 5,5% und auch die traditionell robusteren US-B&ouml;rsen handelten mit einem Abschlag von 3,5% zum gestrigen B&ouml;rsenschluss. Die europ&auml;ischen Festlandb&ouml;rsen brachen kurz nach Er&ouml;ffnung des Future-Handels um 10% ein. Das britische Pfund wertete um rund 11% von 1,49 GBP (vs. USD) auf 1,34 GBP ab. Der Euro verlor gegen&uuml;ber dem USD 4,5% seines Wertes. Die Gewinner waren die sicheren H&auml;fen. Der Goldpreis schnellte von 1.260 USD pro Feinunze auf bis zu 1.360 USD in die H&ouml;he, das entspricht einem Plus von knapp 8%. Die Kurse 10-j&auml;hriger US-Treasuries legten mehr als 3%-Punkte zu, die Renditen brachen von 1,75% auf 1,50% ein. Ihre deutschen Pendants machten ebenfalls einen kr&auml;ftigen Satz nach oben, die Bund-Rendite st&uuml;rzte auf das neue Rekordtief von -0,15%. Alles in allem entsprechen die Reaktionen dem, was man in diesem Fall bef&uuml;rchten musste.<\/p>\n<p> Die viel wichtigere Frage lautet indes: Wie k&ouml;nnte es weitergehen? Droht nun ein &raquo;Lehman-Momentum&laquo; wie im Herbst 2008, als nach und nach die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund gezogen wurde?<\/p>\n<p> Um es kurz zu sagen: Nein, der Brexit mag eine gewaltige &Uuml;berraschung sein, ein trauriger Tag f&uuml;r Europa, ein historisches Ereignis, eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die EU &ndash; aber er stellt keinen Weltuntergang dar!<\/p>\n<p> Nach unserer Einsch&auml;tzung sind drei Zeitskalen voneinander abzugrenzen: 1. Der heutige Tag und der Anfang der n&auml;chsten Woche werden wohl ben&ouml;tigt, um den Schock zu verdauen. Wichtig wird sein, welche Signale von politischer Seite ausgesendet werden. Die Verantwortlichen hatten schliesslich lange Zeit, sich auf dieses Event vorzubereiten. Die Zentralbanken werden daf&uuml;r sorgen, dass der Interbankenhandel reibungslos vonstattengehen kann. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnten die W&auml;hrungsh&uuml;ter f&uuml;r den Fall anhaltender Turbulenzen weitere unkonventionelle Massnahmen in Aussicht stellen. Konzertierte Interventionen an den Devisenm&auml;rkten sind hier ebenso denkbar wie Zinssenkungen. Insofern sehen wir gute Chancen, dass sich die Lage bald wieder beruhigen wird. Schn&auml;ppchenj&auml;ger werden an den Aktienm&auml;rkten zugreifen und damit eine Gegenbewegung einleiten.<\/p>\n<p> 2. Mit Blick auf die n&auml;chsten Wochen und Monate erwarten wir unver&auml;ndert keine substanziell negativen R&uuml;ckwirkungen auf die wirtschaftlichen Perspektiven der Eurozone. Voraussetzung hierf&uuml;r ist allerdings, dass es den politisch Verantwortlichen in UK gelingt, einen Absturz der britischen Wirtschaft abzuwenden &#8211; entsprechende Notfallpl&auml;ne (Fiskalprogramme, QE II der BoE) sollten aber, wie oben erw&auml;hnt, bereits in der Schublade liegen.<\/p>\n<p> Mut machen &uuml;berdies die j&uuml;ngsten positiven Konjunkturdaten der Eurozone. Neben der soliden Binnennachfrage ist dies dem kr&auml;ftig anziehenden Auslandsgesch&auml;ft zu verdanken. Hier wiederum sind vor allem die USA und China zu nennen. Das Vereinigte K&ouml;nigreich, das unter den wichtigsten Handelspartnern der deutschen Wirtschaft auf Platz drei rangiert, d&uuml;rfte zwar insbesondere bei den Investitionen einen R&uuml;ckschlag erfahren. Dem ist allerdings entgegenzustellen, dass in UK abgeblasene Investitionen stattdessen nach Irland oder das EU-Festland verschoben werden d&uuml;rften. Per Saldo gehen wir nicht davon aus, dass der Brexit das Konjunkturbild der Eurozone nachhaltig besch&auml;digt. Demzufolge bleiben wir bei unserer Kapitalmarkteinsch&auml;tzung, dass die Aktienm&auml;rkte nach dem ersten Schock nach oben drehen und im Laufe des Sommers neue zyklische H&ouml;chstst&auml;nde markieren werden.<\/p>\n<p> Unsere Prognose einer ab Herbst einsetzenden konjunkturellen Abk&uuml;hlung bleibt ebenfalls bestehen, hat aber keinerlei Bezug zum britischen EU-Referendum. Dabei steht vielmehr im Vordergrund, dass die Wirkung der makropolitischen Stimuli in Europa und Asien nachl&auml;sst. Damit droht im Verlauf des 2. Halbjahres der n&auml;chste Schw&auml;cheanfall an den B&ouml;rsen &ndash; das Jahr 2016 bleibt daher ruhelos.<\/p>\n<p> 3. Die langfristigen Folgen des UK-Referendums lassen sich heute sicherlich nicht absch&auml;tzen. Etwa bei der Frage, ob die wiedererlangte Unabh&auml;ngigkeit des &raquo;Vereinigten&laquo; K&ouml;nigreiches zugleich seine Aufl&ouml;sung einleitet. N&auml;mlich dann, wenn sich Schottland oder\/und Nordirland abspalten sollten &ndash; gerade weil sie Teil der EU bleiben wollen. F&uuml;r die EU k&ouml;nnte sich der Brexit ebenso gut als Anfang vom Ende entpuppen denn als Geburtsstunde eines verbesserten, st&auml;rkeren Europas. Aber selbst im schlimmsten Fall droht in unseren Augen kein &raquo;Zerfall&laquo; Europas, sondern ein R&uuml;ckbau hin zu einer Freihandelszone.<\/p>\n<p> Welche Konsequenzen ergeben sich f&uuml;r die Ausrichtung der &raquo;Bantleon Fonds&laquo;? Wir hatten bereits im Vorfeld des Votums die Risikopositionen in unseren Fonds abgebaut. Die Aktienquoten wurden entweder deutlich verringert (Bantleon Opportunities World, Bantleon Family &amp; Friends) oder g&auml;nzlich verkauft (Bantleon Opportunities S, L, XL). Auf der Anleihenseite haben wir die Gewichtung der sicheren H&auml;fen nahezu auf das Maximum erh&ouml;ht und damit eine Gegenposition zu den verbleibenden Risikoanlagen aufgebaut. Ohne jeden Zweifel werden die n&auml;chsten Tage volatil verlaufen, wir sehen uns allerdings in einer guten Ausgangslage, um auf Chancen und Risiken reagieren zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<div class=\"row col-sm-12 nospace\">&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Mehrheit von 52% haben sich die Briten f&uuml;r einen Austritt aus der EU ausgesprochen &ndash; eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die EU, aber kein&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3818,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[91],"class_list":["post-2112","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-bantleon-bank-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2112\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}