{"id":21298,"date":"2020-01-20T18:01:19","date_gmt":"2020-01-20T17:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=5439"},"modified":"2020-01-20T18:01:19","modified_gmt":"2020-01-20T17:01:19","slug":"investment-views-ist-der-franken-teuer-oder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/investment-views-ist-der-franken-teuer-oder-nicht\/","title":{"rendered":"Investment views : Ist der Franken teuer oder nicht?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Investment views: Der Franken hat in den letzten Wochen sowohl gegen\u00fcber dem Dollar als auch gegen\u00fcber dem Euro zugelegt. Diese Bewegung hat sich noch verst\u00e4rkt, nachdem die USA die Schweiz wieder auf die Liste der m\u00f6glichen W\u00e4hrungsmanipulatoren aufgenommen hat&#8230;..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von  Dr.Thomas Stucki  &#8211; St. Galler Kantonalbank<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erwartung, dass die SNB nun nicht mehr in der bisher gewohnten oder je nach Standpunkt gef\u00fcrchteten Art im Devisenmarkt intervenieren kann, hat zu einer kleinen Spekulationswelle f\u00fcr den Franken gef\u00fchrt. Die kurzfristige Aufwertung des Frankens ist aber \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem gehe ich davon aus, dass die SNB bei Bedarf weiterhin punktuell gegen den Franken intervenieren wird. Dennoch stellt sich die Frage, wie teuer der Franken wirklich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Frage, ob eine W\u00e4hrung \u00fcber- oder unterbewertet ist, ist nicht einfach zu beantworten. Die SNB beurteilt den Franken als hoch bewertet.<\/span> <\/strong>Sie bezieht sich dabei auf den realen Aussenwert des Frankens, der die unterschiedlichen Inflationsraten in den verschiedenen L\u00e4ndern ber\u00fccksichtigt. \u00c4hnlich aufgebaut sind die Bewertungsmodelle, die auf der Kaufkraftparit\u00e4tentheorie basieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All diesen Bewertungen ist gemeinsam, dass die Ergebnisse bez\u00fcglich \u00dcber- oder Unterbewertung einer W\u00e4hrung stark vom Anfangszeitpunkt abh\u00e4ngen. Sie gehen davon aus, dass der Franken zu diesem Zeitpunkt richtig bewertet war, was hinterfragt werden kann. Ob der Franken als teuer empfunden wird, hat deshalb viel damit zu tun, mit welchem Zeitpunkt der aktuelle Wert verglichen wird.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Stabile Phasen<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 2000 bis zur Finanzkrise war der handelsgewichtete Wert des Frankens aussergew\u00f6hnlich stabil. Der Euro wurde als Alternative zum Dollar bejubelt und pendelte zum Franken zwischen 1.55 und 1.65. F\u00fcr die Schweizer Wirtschaft war es eine angenehme Zeit, die mit dem Ausbruch der Finanzkrise abrupt endete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzkrise und der Ausbruch der Schuldenkrise in der Eurozone ab 2010 wirkte f\u00fcr den Franken wie ein Erdbeben. Der Euro sank trotz wiederholten Interventionen der SNB von 1.70 auf 1.05. Der handelsgewichtete Wert des Frankens stieg um fast 60%, bevor die SNB die Notbremse zog und den Euromindestkurs von 1.20 einf\u00fchrte. Verglichen mit der Zeit vor der Finanzkrise ist der Franken daher heute tats\u00e4chlich sehr hoch bewertet.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufgabe des Mindestkurses<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den folgenden Jahren blieb der Aussenwert des Frankens stabil, bevor die Aufhebung des Mindestkurses vor f\u00fcnf Jahren die Franken-Tektonik erneut verschob. Die Verteuerung des Frankens um etwas mehr als 10% war im Vergleich zum vorherigen Franken-Erdbeben jedoch gering und korrigierte nicht viel mehr als der aufgestaute Inflationsvorteil f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft w\u00e4hrend der Zeit des Mindestkurses.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verglichen mit dieser Zeit ist der Franken heute nicht billig, aber auch nicht unbedingt als teuer zu bezeichnen. Seit der Aufhebung des Mindestkurses ist der handelsgewichtete Wert des Frankens nicht mehr gestiegen. In den letzten Jahren hat er sich gar abgeschw\u00e4cht. Die Aufwertung gegen\u00fcber dem Euro seit Mitte 2018 von 1.20 auf 1.07 ist nicht mehr als eine Korrektur dieser \u00abSchw\u00e4chephase\u00bb. Unter Ber\u00fccksichtigung der im Vergleich zur Eurozone und den USA tieferen Inflation in der Schweiz ist der Franken heute immer noch g\u00fcnstiger als vor f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Regelm\u00e4ssige Aufwertung des Frankens in Zukunft<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der wirtschaftlichen und politischen Stabilit\u00e4t der Schweiz ist die tiefe Inflation der Haupttreiber dieser Bewegung. Deshalb ist eine durchschnittliche Aufwertung des Frankens um 1.5% bis 2.0% pro Jahr verkraftbar. Es wird immer wieder Phasen geben, w\u00e4hrend denen der Franken kurzfristig mehr zulegt. Daf\u00fcr sorgt der ungebrochene Ruf des Frankens als sicherer Hafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig ist der Franken ein dankbares Objekt f\u00fcr die W\u00e4hrungsspekulation, da er trotz seiner Bedeutung eine \u00abkleine\u00bb W\u00e4hrung ist und mit vergleichsweise geringen Handelsvolumen ein starker Preiseffekt erzielt werden kann. Die SNB wird auch in Zukunft gezielt am Devisenmarkt intervenieren und die Spekulation auf einen starken Franken zu einem riskanten Gesch\u00e4ft machen. Sie wird aber zurecht eine Aufwertung des Frankens zum Euro von zwei bis drei Rappen pro Jahr zulassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investment views: Der Franken hat in den letzten Wochen sowohl gegen\u00fcber dem Dollar als auch gegen\u00fcber dem Euro zugelegt. 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