{"id":21307,"date":"2020-04-06T15:53:31","date_gmt":"2020-04-06T13:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6902"},"modified":"2020-04-06T15:53:31","modified_gmt":"2020-04-06T13:53:31","slug":"die-waehrungen-sind-das-schwaechste-glied-in-der-kette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/die-waehrungen-sind-das-schwaechste-glied-in-der-kette\/","title":{"rendered":"Investment views: Die W\u00e4hrungen sind das schw\u00e4chste Glied in der Kette"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Investment views: Die Anleger schauen gebannt auf die Aktienindizes. Tagesverluste von 3% und mehr l\u00f6sen neue \u00c4ngste aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von  Dr.Thomas Stucki  &#8211; St. Galler Kantonalbank<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tagesgewinne von 3% und mehr lassen die Hoffnung aufkeimen, das Schlimmste an den B\u00f6rsen w\u00e4re vorbei. Unterdessen steigen die Verluste in einem Bereich, der nicht in den Schlagzeilen steht: Die Hochzinsw\u00e4hrungen und die W\u00e4hrungen der Schwellenl\u00e4nder haben gegen\u00fcber dem Franken seit Mitte Februar deutlich an Wert der verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Australische Dollar sank um 15%, die durch den Zerfall des \u00d6lpreises tangierte Norwegische Krone gar 19%. Besser hielt sich der Kanadische Dollar, der 8% an Wert einb\u00fcsste. Das gleiche Bild zeigt sich bei den W\u00e4hrungen der Emerging Markets. W\u00e4hrend sich der Singapur Dollar mit einem Minus von 7% noch halten kann, verlieren die T\u00fcrkische Lira 13%, die Indonesische Rupie 19% und der S\u00fcdafrikanische Rand 23%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies zeigt einmal mehr, dass die die zus\u00e4tzliche Rendite von Obligationen aus den Hochzinsl\u00e4ndern mit einem grossen W\u00e4hrungsrisiko erkauft wird. Die Rendite einer 10-j\u00e4hrigen australischen Anleihe ist rund 1.2% h\u00f6her als diejenige einer vergleichbaren Franken-Obligation. Bei norwegischen Obligationen ist die Mehrrendite nur unwesentlich h\u00f6her. Der gesamte Mehrertrag \u00fcber die 10-j\u00e4hrige Laufzeit der Obligation ist in den letzten sechs Wochen durch den W\u00e4hrungsverlust mehr als weggefressen worden.<\/p>\n<h6><strong>Kaum reversible W\u00e4hrungsverluste<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich ist das ein Momentaufnahme und es besteht die M\u00f6glichkeit, dass sich der Australische Dollar oder die Norwegische Krone nach dem Ende der Corona- Krise wieder erholt. Die Erfahrung zeigt aber, dass Verluste bei den schwachen W\u00e4hrungen mehrheitlich Bestand haben. Ein Hoffnungsschimmer f\u00fcr die Halter von Australischen Obligationen bleibt: Nach der Finanzkrise 2008 hat der Australische Dollar zwischen 2009 und 2011 zu einem starken Rallye angesetzt. F\u00fcr andere Hochzinsw\u00e4hrungen wie die Norwegische Krone galt dies aber nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch gr\u00f6sser ist das W\u00e4hrungsrisiko bei den weitherum beliebten Emerging Market Bonds. Zwar gibt es auch Anleihen in Dollar oder Euro, den sogenannten \u00abHard Currencies\u00bb. Die Mehrrendite h\u00e4lt sich bei diesem Segment aber in Grenzen. Zudem geraten die Firmen aus den Emerging Markets, die ihr Geld in Dollar oder Euro aufnehmen, in wirtschaftlich schw\u00e4cheren Zeiten schnell in Schwierigkeiten, weil die Schulden in Hartw\u00e4hrungen durch die Abwertung der eigenen W\u00e4hrung, in welcher normalerweise die Ertr\u00e4ge anfallen, nicht mehr tragbar sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Problem vermindert sich, wenn die Anleihen in den Lokalw\u00e4hrungen aufgenommen werden. Der Halter von Emerging Market Bonds in \u00abLocal Currencies\u00bb tauscht das geringere Kreditrisiko aber lediglich durch ein noch gr\u00f6sseres W\u00e4hrungsrisiko aus. Daf\u00fcr wird er zwar mit einer h\u00f6heren Rendite in Lokalw\u00e4hrung entsch\u00e4digt, in Franken gerechnet zahlt sich das auf Dauer selten aus.<\/p>\n<h6> <strong>Chancen bei Schwellenl\u00e4nder-Aktien <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im aktuellen Tiefzinsumfeld mit den Negativrenditen von Franken-Obligationen sind die h\u00f6heren Renditen von Anleihen aus den Hochzinsl\u00e4ndern wie Australien und Norwegen oder aus den Emerging Markets verlockend. Das damit verbundene W\u00e4hrungsrisiko ist aber gross, oft zu gross. Die W\u00e4hrungsabsicherung lohnt sich nicht, da sie die versprochene Mehrrendite mehr als kompensiert oder wie in vielen Schwellenl\u00e4ndern gar nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besser sieht das Verh\u00e4ltnis bei den Aktien aus den Emerging Markets aus. Das W\u00e4hrungsrisiko ist genauso gross wie bei den Obligationen. In Krisenzeiten verlieren die Aktien der Schwellenl\u00e4nder zudem \u00fcberdurchschnittlich viel an Wert, weil das Kapital aus diesen L\u00e4ndern abfliesst. Im Gegensatz zu den beschr\u00e4nkten Mehrrenditen bei den Obligationen partizipiert der Halter der Aktien jedoch am Erfolg der Unternehmen. Zudem erh\u00f6ht die Abwertung der W\u00e4hrung die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Firmen aus den Schwellenl\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investment views: Die Anleger schauen gebannt auf die Aktienindizes. 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