{"id":21312,"date":"2020-05-18T10:13:51","date_gmt":"2020-05-18T08:13:51","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7227"},"modified":"2020-05-18T10:13:51","modified_gmt":"2020-05-18T08:13:51","slug":"investment-views-inflation-oder-deflation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/investment-views-inflation-oder-deflation\/","title":{"rendered":"Investment views: Inflation oder Deflation?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Investment views: Unter den vielen Schreckgespenstern, die rund um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie an die Wand gemalt werden, nehmen die<br \/>\nDeflation und die Inflation viel Raum ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von  Dr.Thomas Stucki  &#8211; St. Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei wird je nach Autor das Eine oder das Andere als unvermeidlich dargestellt. Da sie sich gegenseitig ausschliessen, muss zumindest die eine H\u00e4lfte der Autorenschaft daneben liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anh\u00e4nger der Deflation zitieren gerne die Folgen der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre, als die Konsumentenpreise in der Schweiz zwei Jahre in Folge um jeweils mehr als 7% gefallen sind. Die Warner vor der Inflation bem\u00fchen neben der neuerlichen Geldschwemme der Zentralbanken oft das Ende der globalen Lieferketten als Ausl\u00f6ser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr beide Seiten, sowohl Deflation als auch Inflation, gibt es gute Gr\u00fcnde. Kurzfristig sind die deflation\u00e4ren Tendenzen st\u00e4rker. Der abrupte Einbruch der Konsumnachfrage durch den Corona-Lockdown sowie die massiv tieferen Rohstoffpreise dr\u00fccken auf die Preise. Hinzu kommt ein st\u00e4rkerer Franken, der die Preise der Importg\u00fcter zus\u00e4tzlich senkt. Die Inflationsrate in der Schweiz ist im April auf -1.1% gefallen. Das ist der tiefste Wert seit 2015, als die Aufwertung des Frankens nach der Aufhebung des Euromindestkurses die Konsumentenpreise in der Schweiz purzeln liess. In den anderen Industriel\u00e4ndern sind die Inflationsraten ebenfalls gesunken, wenn auch nicht in den negativen Bereich. Der Druck auf die Preise wird anhalten, insbesondere wenn es im Sommer zu einer grossen Rabattschlacht kommen sollte. Von einer Deflation wie in den 30er- Jahren sind wir aber weit entfernt, sowohl was die Preissenkungen als auch was die Dauer der negativen Inflationsraten betrifft.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Inflationsbeschleunigung 2021?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Argumente der Inflations-Bef\u00fcrworter kommen dagegen erst in ein paar Monaten oder im n\u00e4chsten Jahr zum Tragen. Die Inflationsgefahr liegt nicht in erster Linie in der massiven Ausweitung der Geldmenge. Eine solche gab es schon nach der Finanzkrise 2008, ohne dass sie eine inflation\u00e4re Wirkung entfaltete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielmehr ist die Quelle f\u00fcr den Preisanstieg eine schnelle R\u00fcckkehr der Konsumnachfrage nach dem Tiefpunkt der Rezession. Dank den staatlichen Hilfen werden die Einkommen und Verm\u00f6gen der Haushalte mehrheitlich \u00fcber die Pandemie gerettet werden k\u00f6nnen. Das n\u00f6tige Geld steht dann zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zus\u00e4tzliche Nachfrage nach Produkten kann jedoch nicht befriedigt werden, da die Lieferketten noch nicht wiederhergestellt sind. Der daraus folgende Angebotsengpass l\u00e4sst die Preise steigen. Verst\u00e4rkt wird der Preisdruck durch die St\u00e4rkung der lokalen Produktion und der dadurch entstehenden h\u00f6heren Kosten, die auf die Preise \u00fcberw\u00e4lzt werden. Das t\u00f6nt logisch, basiert aber auf reichlich vielen Annahmen, die sich zuerst erf\u00fcllen m\u00fcssen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirksame Instrumente der Zentralbanken<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflationsraten werden in den Industriel\u00e4ndern im Zuge der Erholung der Konjunktur steigen. Es ist gut m\u00f6glich, dass sie st\u00e4rker steigen als nach der Finanzkrise, da die staatlichen Konjunkturprogramme, die momentan in Ausarbeitung sind und noch folgen werden, erst mit der \u00fcblichen Verz\u00f6gerung wirken und den Preisdruck zus\u00e4tzlich erh\u00f6hen. Die Inflationsraten werden aber nicht auf Niveaus steigen, die im t\u00e4glichen Leben deutlich sp\u00fcrbar sind. Eine Inflationsrate von 5%, die wir in der Schweiz zuletzt Anfang der 90er-Jahre hatten, wird nicht ann\u00e4hernd erreicht werden. Ziemlich schnell wird die internationale Konkurrenz wieder preisd\u00e4mpfend wirken. Zudem haben die Zentralbanken in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass sie \u00fcber das n\u00f6tige Instrumentarium verf\u00fcgen und dieses auch anzuwenden wissen, um die Inflation in einem vertr\u00e4glichen Ausmass zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investment views: Unter den vielen Schreckgespenstern, die rund um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie an die Wand gemalt werden, nehmen die Deflation und die Inflation viel Raum ein.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5441,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[666],"tags":[667],"class_list":["post-21312","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investment-views","tag-investment-views"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21312"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21312\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}