{"id":21320,"date":"2020-08-24T09:20:48","date_gmt":"2020-08-24T07:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7974"},"modified":"2020-08-24T09:20:48","modified_gmt":"2020-08-24T07:20:48","slug":"st-galler-kantonalbank-gibt-es-eine-neue-technologieblase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-gibt-es-eine-neue-technologieblase\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Gibt es eine neue Technologieblase?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">St.Galler Kantonalbank Die Weltwirtschaft befindet sich in der st\u00e4rksten Rezession seit fast einhundert Jahren. Das Coronavirus ist alles andere als unter Kontrolle. Millionen haben schon oder werden noch ihre Stelle verlieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>SGKB Investment Views von Thomas Stucki, CIO St.Galler Kantonalbank.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Aktienmarkt ist davon wenig zu sp\u00fcren. Das gilt insbesondere f\u00fcr die Technologieaktien, die von neuem H\u00f6chststand zu neuem H\u00f6chststand eilen. Der Kurs der Aktie von Tesla ist seit Anfang Jahr um fast 500% gestiegen. Der B\u00f6rsenwert von Apple hat die Marke von 2&#8217;000 Mrd. Dollar \u00fcberschritten. Apple ist damit dreimal so viel Wert wie die j\u00e4hrliche Schweizer Wirtschaftsleistung. Da stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, ob sich eine neue Technologieblase aufbaut, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter platzen wird. Gibt es eine Wiederholung von 2001, als das Platzen der Dotcom-Blase die Welt in die Rezession riss und an der B\u00f6rse eine Baisse ausl\u00f6ste, die zweieinhalb Jahre dauerte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pets.com oder theGlobe.com. Wer erinnert sich noch and diese Firmen? Dabei waren sie 2001 Highflyer an der B\u00f6rse. Obwohl sie weder einen substantiellen Umsatz geschweige denn einen Gewinn erzielten, wurden sie nach dem B\u00f6rsengang mit Milliarden bewertet, die sich wenig sp\u00e4ter in Luft aufl\u00f6sten. Der eine oder andere mag sich noch an Qualcomm erinnern, einen weiteren Leuchtturm dieser Zeit. Der Kurs von Qualcomm stieg um 22\u2019000%, um danach wieder 85% des Wertes zu verlieren. Die Firma gibt es heute noch und ihr Kurs ist sogar leicht h\u00f6her als 2001. Und dann gab es Firmen wie Google und Amazon, f\u00fcr welche die Dotcom-Zeit der Start in eine grosse Zukunft war.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Erfolgreiche Weltkonzerne<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn es im Technologiesektor in den letzten Wochen zu einigen \u00dcbertreibungen kam, ist die Situation nicht identisch mit der Dotcom-Blase. Man kann sich getrost fragen, ob f\u00fcr eine Aktie von Tesla das 240-fache des erwarteten Gewinns bezahlt werden soll und ob die Firma wirklich mehr Wert ist als VW, Daimler und BMW zusammen. Getrieben wird der Technologie-Boom an der B\u00f6rse aber nicht durch unbekannte Newcomer, sondern durch grosse Weltkonzerne, die mehrheitlich t\u00fcchtig Geld verdienen. Zudem wird die Corona-Krise der Digitalisierung und dem Onlinehandel neuen zus\u00e4tzlichen Schub verleihen. Das P\/E f\u00fcr den Nasdaq auf der Basis der im n\u00e4chsten Jahr erwarteten Gewinne ist mit 29x zwar hoch, aber nicht ann\u00e4hernd in der Region von 2001, als viele der Firmen \u00fcberhaupt nichts verdienten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schere, die sich zwischen den Technologieaktien und dem Rest der B\u00f6rse ge\u00f6ffnet hat, wird sich zumindest zum Teil wieder schliessen. Da nicht anzunehmen ist, dass der breite Markt in den n\u00e4chsten Monaten 20% an Wert zulegt, wird es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einer Korrektur im Technologiesektor kommen. Diese wird sich negativ auf die Stimmung der Anleger auswirken, aber den Markt nicht kippen wie 2001.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Kursgewinne teilwseise realisieren<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amazon, Microsoft und Alphabet (Google) werden weiterhin hohe Gewinne schreiben und das Ausmass der Korrektur damit begrenzen. Auch Tesla wird nicht von der B\u00f6rsenlandkarte verschwinden. Auf die Entwicklung der Realwirtschaft wird eine Korrektur bei den Tech-Aktien keine nennenswerten Auswirkungen haben. Da ist es viel wichtiger, dass die Wirtschaft nach oder mit Corona zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Technologiefirmen stellen einen wesentlichen Teil der Wirtschaft dar und werden diese in Zukunft noch st\u00e4rker pr\u00e4gen als heute. Ihre Aktien geh\u00f6ren deshalb in ein gut diversifiziertes Aktienportfolio. Die Kursentwicklung der letzten Wochen ist aber \u00fcbertrieben, weshalb es Sinn macht, einen Teil der aufgelaufenen Gewinne auf diesen Positionen zu realisieren. Aus Angst vor einem Crash wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase die Tech-Aktien vollst\u00e4ndig aus dem Portfolio zu entfernen, w\u00e4re aber falsch.<\/p>\n<p>Quelle:  AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St.Galler Kantonalbank Die Weltwirtschaft befindet sich in der st\u00e4rksten Rezession seit fast einhundert Jahren. Das Coronavirus ist alles andere als unter Kontrolle. 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