{"id":21342,"date":"2021-02-08T10:17:52","date_gmt":"2021-02-08T09:17:52","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9191"},"modified":"2021-02-08T10:17:52","modified_gmt":"2021-02-08T09:17:52","slug":"st-galler-kantonalbank-super-mario-soll-es-wieder-richten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-super-mario-soll-es-wieder-richten\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Super Mario soll es wieder richten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">St.Galler Kantonalbank : Mario Draghi soll Italien einmal mehr aus der Patsche helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>SGKB Investment Views von Thomas Stucki, CIO St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">2012 beruhigte er als Chef der EZB die Eurokrise und verhinderte damit auch den finanziellen Kollaps des italienischen Staates. Mit der Quasi-Kreditgarantie der EZB waren italienische Staatsanleihen wieder salonf\u00e4hig und die Anleger griffen wieder zu. In der Folge sank die Kreditrisikopr\u00e4mie zu Deutschland von 5% auf 1%. Nun brachten es die italienischen Politiker fertig, mitten in der gr\u00f6ssten wirtschaftlichen Krise seit Jahrzehnten die Regierung zu st\u00fcrzen. Zum Gl\u00fcck gibt es Super Mario, der nun das Land mit viel Geld aus Br\u00fcssel zu neuer Hochbl\u00fcte bringen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzm\u00e4rkte nehmen die Ernennung Draghis positiv zur Kenntnis. Die Aktienkurse an der B\u00f6rse von Mailand sind ebenso gestiegen wie der Euro. Die Reaktion war nicht euphorisch, aber auf Draghi kann man z\u00e4hlen. Da spielt es kaum eine Rolle, dass er etwas erreichen soll, an dem vorher schon viele gescheitert sind. Mario Draghi wird es schwer haben, der reformresistenten Wirtschaft Italiens eine effiziente Struktur zu verpassen. Er hat jedoch ein gutes Argument in den H\u00e4nden: 209 Mrd. Euro Hilfsgelder der EU, die er verteilen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Draghi steht vor fast unl\u00f6sbarer Aufgabe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die italienische Wirtschaft ist im letzten Jahr um 6.6% geschrumpft. Das ist mehr als die 5.1% in der gesamten Eurozone. Im Unterschied zu den meisten anderen Eurol\u00e4ndern ist die italienische Wirtschaft in den zehn Jahren zuvor zudem praktisch nicht gewachsen. Die strukturellen Unterschiede zwischen dem Norden und dem S\u00fcden des Landes sind nicht kleiner geworden. Italien h\u00e4ngt am Tropf der EZB. Ohne deren faktische Finanzierungsgarantie w\u00e4ren die aktuellen Budgetdefizite nicht zu stemmen. Die Schattenseite ist eine Schuldenquote, die bis im letzten Juni auf 150% des BIP gestiegen ist und munter weiter steigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann wird die EZB aufh\u00f6ren m\u00fcssen, den italienischen Staat zu finanzieren. Wie das geschehen soll, ohne dass die Zinsen in Italien steigen, ist nicht klar. H\u00f6here Zinsen w\u00fcrden rasch zu h\u00f6heren Kosten f\u00fchren. Im Unterschied zu vielen anderen L\u00e4ndern hat Italien es vers\u00e4umt, die tiefen Zinsen durch die Ausgabe von langen Obligationen anzubinden. F\u00fcr sehr lange Bonds h\u00e4tte das Land private Anleger suchen m\u00fcssen, die h\u00f6here Zinsen verlangt h\u00e4tten als die EZB. So m\u00fcssen in diesem Jahr satte 15% der ausstehenden Schulden refinanziert werden. In den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren sind es fast 60%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anhaltende Belastung f\u00fcr Eurozone<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Mario Draghi hat das Land eine Chance, die n\u00f6tigen Reformen anzupacken, um die Wirtschaft wieder produktiver zu machen. Die EU und die EZB haben f\u00fcr die n\u00f6tige R\u00fcckendeckung gesorgt. Ob es gelingen wird, ist eine offene Frage und leider unwahrscheinlich. Die machtbesessenen Politiker aller Lager sind mehr daran interessiert, die eigene Klientel bei Laune zu halten als langfristig zu investieren. Italien wird daher das gr\u00f6sste Risiko und die gr\u00f6sste Belastung f\u00fcr die Eurozone bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Momentan kann man bei der EZB noch mit der aussergew\u00f6hnlichen Situation durch das Coronavirus argumentieren. Die EZB wird aber wieder zu normalen Zust\u00e4nden zur\u00fcckfinden m\u00fcssen. Sie wird auch dann den Bestand an italienischen Anleihen nicht reduzieren und bei Verfall erneuern. Aber f\u00fcr die Finanzierung der zuk\u00fcnftigen Budgetdefizite werden andere K\u00e4ufer gesucht werden m\u00fcssen. Die Gefahr ist gross, dass die Kreditrisikopr\u00e4mie Italiens dann wieder deutlich ansteigt und die Eurozone wieder in Frage stellen wird. Der Tag wird kommen, an dem man Italien vor die Wahl stellen muss, endlich Reformen umzusetzen oder die Eurozone zu verlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:  AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St.Galler Kantonalbank : Mario Draghi soll Italien einmal mehr aus der Patsche helfen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5441,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[666],"tags":[98],"class_list":["post-21342","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investment-views","tag-st-galler-kantonalbank"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21342"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21342\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}