{"id":21353,"date":"2021-05-10T11:14:09","date_gmt":"2021-05-10T09:14:09","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9932"},"modified":"2021-05-10T11:14:09","modified_gmt":"2021-05-10T09:14:09","slug":"st-galler-kantonalbank-hedge-or-no-hedge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-hedge-or-no-hedge\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Hedge or No Hedge?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">St.Galler Kantonalbank : Im ersten Quartal ereignete sich f\u00fcr Schweizer Anleger ungewohntes. Sie erzielten auf ihren ausl\u00e4ndischen Anlagen einen W\u00e4hrungsgewinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen\u00fcber dem Euro verlor der Franken 2% gegen\u00fcber dem US-Dollar 6%. Die Positionen im Britischen Pfund und im Kanadischen Dollar legten gar rund 8% zu. Dabei ist es normalerweise anders. Der Franken wird teurer und die Anleger erleiden auf ihren Fremdw\u00e4hrungen einen Verlust. Entsprechend stellt sich f\u00fcr sie die Frage, ob die Fremdw\u00e4hrungsrisiken abgesichert werden sollen oder nicht. Diese Frage stellt sich nicht nur f\u00fcr Unternehmen und Institutionelle Investoren, sondern auch f\u00fcr Privatkunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die W\u00e4hrungsabsicherung ist nicht gratis. Meistens wird der Hedge \u00fcber Devisentermingesch\u00e4fte umgesetzt. Der Preis dieser Gesch\u00e4fte entspricht der Zinsdifferenz zwischen der Fremdw\u00e4hrung und dem Franken. Da die Schweizer Zinsen praktisch immer tiefer sind als diejenigen in anderen L\u00e4ndern, geht die Zinsdifferenz \u00fcblicherweise zu Lasten des Schweizer Anlegers. Die Differenz betr\u00e4gt bei einer Absicherung \u00fcber eine Laufzeit von drei Monaten zum US-Dollar aktuell 0.30%, gegen\u00fcber dem Euro geringe 0.05%. Hinzu kommen die Geb\u00fchren des H\u00e4ndlers. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Absicherung der W\u00e4hrungsrisiken in jedem Fall unn\u00f6tige Kosten verursacht.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Obligationen: Ja<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt insbesondere f\u00fcr die Obligationen im Portfolio. Das Halten von Obligationen in anderen W\u00e4hrungen hat seine Vorteile. Die Renditen sind h\u00f6her als bei Franken-Obligationen mit einer vergleichbaren Schuldnerqualit\u00e4t. Der grosse Vorteil ist aber, dass in den ausl\u00e4ndischen Obligationenm\u00e4rkten die Auswahl an unterschiedlichen Schuldnern viel gr\u00f6sser ist und dass die Handelbarkeit der Obligationen bei gr\u00f6sseren Volumen besser ist. Diese Vorteile m\u00fcssen durch die Inkaufnahme des W\u00e4hrungsrisikos erkauft werden, welches den Zinsvorteil rasch verschwinden lassen kann und dies h\u00e4ufig auch tut. Durch die Absicherung der W\u00e4hrung geht der Zinsvorteil auch verloren. Am Ende bleibt ein Obligationenportfolio mit einer faktischen Frankenrendite, aber mit einer besseren Diversifikation der Kredit- und Liquidit\u00e4tsrisiken.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien: Vielleicht<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Aktien sind die Vorteile der W\u00e4hrungsabsicherung weniger offensichtlich. Die W\u00e4hrungsrisiken machen einen geringeren Anteil am Gesamtrisiko aus als bei den Obligationen. Zudem profitieren die Unternehmen im Ausland von einer Abwertung ihrer W\u00e4hrung, was sich positiv auf den Aktienkurs auswirkt. Es gibt viele Studien dar\u00fcber, welcher Anteil des W\u00e4hrungsrisikos eines Aktienportfolios optimalerweise abgesichert werden soll. Die Resultate unterscheiden sich je nach W\u00e4hrung, aber auch je nach Studie und Periode betr\u00e4chtlich. Eine allgemein g\u00fcltige L\u00f6sung gibt es nicht. Zwischen einer vollst\u00e4ndigen Absicherung und keiner Absicherung ist alles m\u00f6glich. Wichtig ist aber, dass gerade Institutionelle Anleger mit grossen Allokationen in ausl\u00e4ndischen Anlagen sich bewusst mit dieser Frage auseinandersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Franken gewinnt im historischen Durchschnitt zu den meisten anderen W\u00e4hrungen zwischen 1% und 2% pro Jahr an Wert. Seit der Eurokrise 2011 ist es weniger, weil die Nationalbank den Wert des Frankens steuert. Sie wird das aber nicht ewig tun. Unter der nicht allzu gewagten Annahme, dass auch in Zukunft die Inflation in der Schweiz tiefer sein wird als in anderen L\u00e4ndern, wird der Franken danach seinen gewohnten Aufwertungspfad wieder aufnehmen. Im Performance-Report wird der Beitrag der Fremdw\u00e4hrungen dann wieder deutlich negativ sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:  AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St.Galler Kantonalbank : Im ersten Quartal ereignete sich f\u00fcr Schweizer Anleger ungewohntes. 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