{"id":21413,"date":"2014-11-05T10:00:00","date_gmt":"2014-11-05T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2014\/11\/05\/lgt-im-zweifel-fuer-die-hausse\/"},"modified":"2014-11-05T10:00:00","modified_gmt":"2014-11-05T10:00:00","slug":"lgt-im-zweifel-fuer-die-hausse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-im-zweifel-fuer-die-hausse\/","title":{"rendered":"LGT: Im Zweifel f\u00fcr die Hausse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Die USA und Japan haben sehr rasch neue B\u00f6rsenhochs erklommen und selbst das deflationsgeplagte Europa l\u00e4uft besser als die Schwellenl\u00e4nder. Fundamental sprechen steigende Firmengewinne und Anlageinvestitionen schon l\u00e4nger f\u00fcr eine robuste Hausse&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Von Mikio Kumada, CIIA LGT<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch das technische Bild ist wichtig: Die St\u00e4rke der aktuellen Erholung k\u00f6nnte den \u00abB\u00e4ren\u00bb wieder einmal rasch den Garaus machen und die \u00abMitl\u00e4ufer\u00bb zum Wiedereinstieg in die M\u00e4rkte zwingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die stetige Erholung der Anlageinvestitionen in den USA und Japan sowie deren Stabilisierung (und m\u00f6gliche Wende) in Europa hatten wir am 1. Oktober im \u00abLGT Beacon\u00bb thematisiert. Dazu wiesen wir immer wieder auf die robuste und zugleich untersch\u00e4tzte Ertragskraft der Unternehmen in den meisten Industriel\u00e4ndern hin, ebenso wie auf die mehrheitlich rund um den Globus nach wie vor insgesamt konstruktiven konjunkturellen Fr\u00fchindikatoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alternde Hausse kein Grund zur Sorge<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tatsache, dass die B\u00f6rsenhausse zumindest in den USA langsam etwas in die Jahre kommt, haben wir ebenso relativiert, wie das Faktum, dass die meisten Aktien nicht mehr so g\u00fcnstig bewertet, sind wie noch w\u00e4hrend der US-Baisse Anfang 2009 oder am H\u00f6hepunkt der sogenannten \u00abEurokrise\u00bb zwei Jahre sp\u00e4ter. Auch die technischen Misst\u00f6ne, die insbesondere im Schlepptau der Sommerflaute an den B\u00f6rsen wieder vermehrt vernehmbar waren, haben wir im Lichte der historischen Erfahrungen hinterfragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin untersch\u00e4tzte Unternehmensleistungen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktien sehen w\u00e4hrend intakter Haussen nat\u00fcrlich immer etwas \u00abteuer\u00bb aus &#8211; logischerweise erst recht in Zeiten, in denen die zuk\u00fcnftigen Unternehmensgewinne systematisch untersch\u00e4tzt werden. Letzteres ist in den USA schon seit Jahren der Fall, in Japan seit 2012 und im letzten Quartal war es endlich auch mal wieder in Europa so.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japan als Paradebeispiel f\u00fcr die \u00abbullische\u00bb Situation<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Laufe der letzten Tage hat die Berichtssaison zudem einmal mehr best\u00e4tigt, dass die Ertragskraft der japanischen Unternehmen weiterhin vergleichsweise deutlich untersch\u00e4tzt werden. Die \u00abJapan AG\u00bb, aus einem langen Tal m\u00fchsamer Umstrukturierungen kommend, geniesst jetzt den starken R\u00fcckenwind einer koordinierten und in sich stimmigen Reflationspolitik in Tokio. So weist Japan, wenig \u00fcberraschend, seit gut zwei Jahren das welth\u00f6chste Gewinnwachstum aus. Der Marktkonsens will das allerdings immer noch nicht ganz glauben &#8211; was \u00abBullen\u00bb nur recht ist, wie das \u00ab\u00fcberraschend\u00bb starke Kursfeuerwerk in Tokio seit Freitag unterstreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewertungen dank Wachstumsausblick unproblematisch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Nordamerika, Europa und Japan sind die Bewertungen jedenfalls solange grunds\u00e4tzlich kein Problem, solange die Aussichten untersch\u00e4tzt werden und es aufgrund der sehr tiefen Nominalzinsen (bzw. negativen Realzinsen) an Alternativen zu Aktien (allgemeiner: Beteiligungen an unternehmerischen Aktivit\u00e4ten) mangelt. Umgekehrt sind \u00abbillige\u00bb B\u00f6rsen solange mit Vorsicht zu geniessen, solange der Ausblick systematisch \u00fcbersch\u00e4tzt wird, wie es beispielsweise in den Schwellenl\u00e4ndern lange der Fall war (aber erfreulicherweise nur mehr in beschr\u00e4nktem Mass der Fall ist, wie die Ergebnisse der globalen Berichtssaison im PDF auf Seite 2 zeigen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Technische Analyse: Manchmal wie ein F\u00e4hnchen im Wind<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die technische Analyse ist letztlich per Definition eine Disziplin f\u00fcr fundamentale \u00abAgnostiker\u00bb, die keine \u00f6konomischen \u00dcberzeugungen hegen sollten. Der \u00abTechniker\u00bb interpretiert das \u00abVerhalten der Anderen\u00bb, um sich ein Bild \u00fcber den Markt zu machen. Ver\u00e4ndert sich das Anlegerverhalten, \u00e4ndert sich nat\u00fcrlich auch das technische Urteil \u00fcber einen Markt. Die St\u00e4rke der B\u00f6rsenerholung seit Mitte Oktober weist jedenfalls darauf hin, dass fundamentale Faktoren im Zweifelsfall die dominierende Kraft darstellen. Seit gut drei Wochen steigen die Aktienindizes wieder kr\u00e4ftig, \u00abSmall Caps\u00bb laufen besser als \u00abBlue Chips\u00bb und die Marktbreite ist wieder im Zunehmen (inzwischen notieren 53% der US-Aktien \u00fcber ihrem 200-Tage-Durchschnittskurs, nach nur 29% am 15. Oktober). Es k\u00f6nnte also nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das technische Gesamtbild wieder grundlegend aufhellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr gute globale Berichtssaison Q3\/2014<br \/> Die Berichtssaison f\u00fcr das dritte Quartal 2014 ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sich das Gesamtbild kaum mehr \u00e4ndern d\u00fcrfte. Die Gewinne wachsen in allen M\u00e4rkten ausser in den Schwellenl\u00e4ndern. Die Ums\u00e4tze wachsen in allen Regionen ausser in der von Deflations\u00e4ngsten geplanten Eurozone. Das Gewinnwachstum ist zudem ausserhalb der Schwellenl\u00e4nder \u00fcberall h\u00f6her als erwartet (am deutlichsten \u00fcberraschten Europa und Japan). Die Schwellenl\u00e4nder und Asien-Pazifik (ohne Japan) weichen allerdings nicht mehr so stark vom Konsenswert ab, wie in der Vergangenheit (jahrelang waren die Ergebnisse deutlich schw\u00e4cher als erwartet). Gegen\u00fcber dem Vorquartal hat sich das Gesamtbild auf weltweiter Ebene weiter verbessert. Europa, Asien-Pazifik und die Schwell\u00e4nder hatten im Q2 die Erwartungen zum Teil klar verfehlt. Japans Unternehmen hatten zwar auch im Q2 den Konsens \u00fcbertroffen, daf\u00fcr aber einen im Jahresvergleich tieferen Quartalsgewinn ausgewiesen. Im Vergleich dazu war das Q3 also in allen Regionen ausgeglichener und qualitativ besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3904\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ae428bc0e26d91d710d967b481377de3.png\" alt=\"05-11-14 1\" width=\"745\" height=\"193\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bank of Japan weitet Wertpapierkaufprogramm deutlich aus<br \/> Die n\u00e4chste Grafik zeigt die Bilanzsummen der grossen Notenbanken in Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung (BIP). Japans Zentralbank gab erst am vergangenen Freitag \u00ab\u00fcberraschend\u00bb die Ausweitung ihres bereits sehr umfangreichen Wertpapierkaufprogramms (\u00abQualitative and Quantitative Easing\u00bb) bekannt. Damit soll ein etwaiges Wiederaufkommen deflation\u00e4rer Erwartungen im Keim zu erstickt werden. Die angestrebte j\u00e4hrliche Geldmengenausweitung betr\u00e4gt nun 70-80 Bio. Yen (709.5 Mrd. USD), statt wie bisher 60-70 Bio. Gekauft werden mehr langfristige japanische Staatsanleihen, Immobilienaktien und ETFs. Diese Politik soll solange beibehalten werden, bis das Ziel einer j\u00e4hrlichen Inflationsrate von 2% mittelfristig gesichert ist. Auf globaler Ebene wird mit dieser Massnahme der potenzielle Liquidit\u00e4tsentzug, der sich aus dem gerade am vergangenen Mittwoch beendeten \u00abQE\u00bb- Programm der US Federal Research ergeben h\u00e4tte, mehr als ausgeglichen. Die Entwicklung unterstreicht zudem, wie wichtig Makrofaktoren f\u00fcr das globale Marktgeschehen bleiben. Die Notenbanken k\u00f6nnen das Preisniveau und die nationale nominale Gesamtwirtschaftsleistung in hohem Masse bestimmen (was sich l\u00e4ngerfristig auf das Realwachstum auswirken kann). Das nominale BIP ist die Basis aller Steuereinnahmen, Gesch\u00e4ftsertr\u00e4ge und Finanzzahlungen und daher wichtigste Variable f\u00fcr das Finanzsystem.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3905\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d86ce2bfa8d7f147bf5ff33973215071.png\" alt=\"05-11-14 2\" width=\"600\" height=\"252\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die USA und Japan haben sehr rasch neue B\u00f6rsenhochs erklommen und selbst das deflationsgeplagte Europa l\u00e4uft besser als die Schwellenl\u00e4nder. 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