{"id":21427,"date":"2015-02-04T10:00:00","date_gmt":"2015-02-04T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/02\/04\/lgt-robuste-berichtssaison-der-unternehmen\/"},"modified":"2015-02-04T10:00:00","modified_gmt":"2015-02-04T10:00:00","slug":"lgt-robuste-berichtssaison-der-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-robuste-berichtssaison-der-unternehmen\/","title":{"rendered":"LGT: Robuste Berichtssaison der Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Im Januar &uuml;berschatteten aussergew&ouml;hnliche Ereignisse in Europa die Berichtssaison. Allerdings wurden damit auch die wichtigsten wirtschaftspolitischen Weichen f&uuml;r den Kontinent neu gestellt &#8211; und sie sind unter dem Strich wachstumsfreundlicher ausgerichtet als zuvor&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange ein b&ouml;swillig herbeigef&uuml;hrter &laquo;Grexit&raquo; vermieden werden kann, d&uuml;rften sich auch die Anleger allm&auml;hlich wieder auf das weitgehend robuste Unternehmensgewinnwachstum zur&uuml;ckbesinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Wochen hat sich in Europa doch einiges bewegt. Die Schweiz kehrte abrupt zu einem flexiblen W&auml;hrungsregime zur&uuml;ck, w&auml;hrend die Eurozone nach jahrelangen Diskussionen endlich eine ordentliche quantitative Lockerungspolitik lancierte. Auch die schlagzeilenheischenden griechischen Wahlen unterstreichen am Ende schliesslich nur die Tatsache, dass das Primat der strengen Geld- und Sparpolitik in Europa langsam aber sicher der Vergangenheit angeh&ouml;rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Allf&auml;lliger &laquo;Grexit&raquo; d&uuml;rfte auch geopolitische Spannungen erh&ouml;hen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugegebenermassen besteht weiter ein gewisses Restrisiko in Bezug auf Griechenland &#8211; wobei sich dieses im Extremfall keinesfalls auf die rein &ouml;konomischen Aspekte eines Euro-Austritts (&laquo;Grexit&raquo;) beschr&auml;nkt. Sollten die Beziehungen zwischen Athen und dem Westen in den kommenden Monaten irreparablen Schaden erleiden, dann k&ouml;nnte Griechenland nach einem mehr oder weniger erzwungenen &laquo;Grexit&raquo; neben der Europ&auml;ischen Union auch die NATO verlassen. Es d&uuml;rfte dann wohl nicht lange dauern, bis Russland Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte im Mittelmeer erh&auml;lt. Zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1990 w&auml;re dann Russland die Macht, die im Vorhof des Gegenlagers strategisch Fuss fasst &#8211; bisher war es ja immer nur der Westen. In der geopolitischen Arena w&uuml;rde Moskau gegen&uuml;ber einer gespaltenen EU und einer weitgehend abwesenden USA damit global punkten. So mag ein &laquo;Grexit&raquo; rein wirtschaftlich inzwischen zwar durchaus &laquo;machbar&raquo; sein &#8211; sollte es aber tats&auml;chlich so weit kommen, dann w&uuml;rden sich doch eine Reihe fundamentaler Fragen ergeben, die letztlich das Grundvertrauen in Europas Zukunft beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kompromiss mit Athen nach wie vor sehr wahrscheinlich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem: Wichtiger bleibt im Moment, dass das &laquo;QE&raquo; der Europ&auml;ischen Zentralbank im M&auml;rz beginnt und eine &uuml;berarbeitete europ&auml;ische &Uuml;bereinkunft zu Griechenland das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario darstellt. Gleichzeitig w&uuml;rde ein solches Abkommen auch generell das Ende des harten Sparprimats in Europa symbolisieren. Statt eines &laquo;Schuldenschnitts&raquo;, wie es im Wahlkampf oft hiess, schl&auml;gt die neue griechische Regierung beispielsweise vor, einen Teil seiner Schulden an das nominale Wirtschaftswachstum zu koppeln &#8211; damit soll auch Europa ein st&auml;rkeres Interesse am Wachstum Griechenlands entwickeln, statt nur auf Sparmassnahmen zu bestehen. Bis zu einer Einigung mit Athen k&ouml;nnte aber sicherlich noch einige Zeit vergehen und der Weg bis dorthin d&uuml;rfte auch durchaus Nerven kosten. In der Zwischenzeit k&ouml;nnen wir uns aber immerhin dar&uuml;ber freuen, dass die Unternehmensgewinne in praktisch allen entwickelten Industrieregionen weiterhin robust wachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ermutigende Signale aus der Berichtssaison f&uuml;r das vierte Quartal 2014<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA, wo rund die H&auml;lfte der Ergebnisse bereits ver&ouml;ffentlicht wurden, haben Margen und Gewinne den Konsens erneut &uuml;bertreffen k&ouml;nnen (MSCI-Basis). Das Ergebnis je Aktie (EPS) ist gegen&uuml;ber Vorjahr, statt wie prognostiziert leicht zu sinken, immerhin um rund 5% gestiegen. Auch in Japan, wo 55% der Resultate bekannt sind, wachsen die Konzerngewinne weiter &uuml;berdurchschnittlich stark: Statt gem&auml;ss Konsens zu stagnieren, sind sie um gut 11% gestiegen &#8211; wobei diese Zahl von Verlusten einer Handvoll Stromversorger und eines &Ouml;lkonzerns nach unten &laquo;verzerrt&raquo; wird. Ohne Ber&uuml;cksichtigung dieser Ergebnisse sind Japans EPS n&auml;mlich um knapp 23% gestiegen &#8211; was die Sch&auml;tzungen um 17.5% &uuml;bertraf. Im Euroraum stehen uns bisher nur ein F&uuml;nftel der Ergebnisse zur Verf&uuml;gung. Doch die ersten Anzeichen sind auch hier ermutigend (36% EPS-Wachstum), wobei sich der Finanzsektor stark erholte, w&auml;hrend die Energie- und Grundstoffsektoren nicht im bef&uuml;rchteten Mass von der j&uuml;ngsten &Ouml;l- und Industriemetallbaisse belastet wurden (was &uuml;brigens auch f&uuml;r die USA gilt). So k&ouml;nnen wir uns angesichts des anstehenden &laquo;QE&raquo; der EZB und des deutlich abgeschw&auml;chten Euro gut vorstellen, dass die 2014 ausgebliebene Ertragserholung im Euroraum in diesem Jahr doch endlich Realit&auml;t wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Robuste Ergebnisse in den USA und Japan und ein guter Start in Europa<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tabellen im PDF auf Seite 2 fassen die Berichtssaison f&uuml;r das vierte Quartal 2014 in den M&auml;rkten zusammen, in denen wir derzeit eine &uuml;bergewichtete Aktienquote fahren. Basierend auf MSCI-Indizes &uuml;bertreffen Gewinne und Margen generell &uuml;berall die Konsenssch&auml;tzungen &#8211; vor allem aber in der Eurozone (wo die Berichtssaison allerdings noch am wenigsten fortgeschritten ist). US-Unternehmen h&auml;tten eigentlich wegen reduzierten Margen etwas niedrigere EPS ausweisen sollen. Stattdessen lieferten sie leicht h&ouml;here Margen und etwas deutlicher gesteigerte Gewinne. Erw&auml;hnenswert ist auch, dass energiesensitive Branchen in den USA und Europa nicht im bef&uuml;rchteten Ausmass vom letztj&auml;hrigen Einbruch der &Ouml;l- und Industriemetallpreise belastet wurden. Die meisten anderen Sektoren weisen gute Wachstumsraten aus, insbesondere die Brachen Telekommunikation, Technologie und Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anhaltendes Gewinnwachstum in Japan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japans Berichtssaison ist am weitesten fortgeschritten und bisher sehr positiv. Auch hier haben sich Margen und EPS deutlich besser als erwartet entwickelt, angef&uuml;hrt von den Technologie- und Industriebranchen (siehe PDF, Seite 2). Das Wachstum ist immer noch h&ouml;her als in den USA, weil sich Japans Konjunktur erst mit deutlicher Verz&ouml;gerung gegen&uuml;ber den USA zu erholen begann. Erw&auml;hnenswert ist, dass das Gewinnwachstum in Japan viel h&ouml;her ist, wenn wir den Spezialfall Versorgungswirtschaft, in der auf EPS-Ebene eine Handvoll Firmen deutlich h&ouml;her als erwartete Verluste ausgewiesen haben, herausrechnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Positive Indizien aus der europ&auml;ischen Berichtssaison<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europas Berichtssaison ist noch vergleichsweise jung. Die ersten Anzeichen sind aber positiv, prim&auml;r dank einer starken Erholung der Finanzbranche des Euroraums sowie einiger &Uuml;berraschungen im Industriesektor. Die Wachstumsrate der Gewinne ist derzeit die h&ouml;chste der Welt &#8211; was Sinn macht, weil der Euroraum in den letzten Jahren eine viel strengere Geld- und Staatsausgabenpolitik verfolgte und damit den anderen Regionen im Zyklus &laquo;hinterherhinkte&raquo;. Erw&auml;hnenswert ist, dass das EPS-Wachstum in der Eurozo-ne (36% gegen&uuml;ber Vorjahr) auch deutlich h&ouml;her ist als im &uuml;brigen Westeuropa (knapp 4%).<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar &uuml;berschatteten aussergew&ouml;hnliche Ereignisse in Europa die Berichtssaison. 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