{"id":21428,"date":"2015-02-11T10:00:00","date_gmt":"2015-02-11T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/02\/11\/lgt-energiesektor-belastet-die-schwellenlaender\/"},"modified":"2015-02-11T10:00:00","modified_gmt":"2015-02-11T10:00:00","slug":"lgt-energiesektor-belastet-die-schwellenlaender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-energiesektor-belastet-die-schwellenlaender\/","title":{"rendered":"LGT: Energiesektor belastet die Schwellenl\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Der Einbruch der &Ouml;lpreise hat die relevanten Branchen weltweit belastet. Die tiefsten Spuren hinterliess diese Entwicklung jedoch in den Schwellenl&auml;ndern, wo das Rohstoffgesch&auml;ft ein relativ hohes wirtschaftliches Gewicht hat&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat&uuml;rlich gab es insbesondere in Asien auch &laquo;&Ouml;lbaisseprofiteure&raquo; &ndash; z.B. in Sektoren wie Technologie, Logistik und Versorger. Insgesamt hat die aktuelle Berichtssaison in den Emerging Markets (EM) aber die Konsenserwartungen erneut verfehlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Berichtssaison f&uuml;r das vierte Quartal 2014 hat inzwischen die Schwellenl&auml;nder erreicht. Bisher wurde etwa ein Drittel der Ergebnisse publiziert. Das Gesamtbild ist eher entt&auml;uschend und bekr&auml;ftigt die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung dieses vielf&auml;ltigen globalen Marktsegments. Trotz reduzierter Wachstumserwartungen war aggregierte Gewinnwachstum der Unternehmen in diesen Regionen (wieder) r&uuml;ckl&auml;ufig &ndash; und zwar sowohl in den EM als auch in Asien-Pazifik (ohne Japan).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Emerging Markets unterbieten erneut die Erwartungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erwartungen gegen&uuml;ber Firmen aus diesen Regionen sind unter dem Strich immer noch zu hoch, wenn auch nicht mehr so &uuml;berh&ouml;ht wie noch vor wenigen Jahren. Im Gegensatz dazu wachsen die Gewinne in den &laquo;alten&raquo; Industriel&auml;ndern, wie im letzten LGT Beacon erw&auml;hnt, weiter mit h&ouml;her als erwartetem Tempo. W&auml;hrend die Developed Markets im Q4 die Gewinnsch&auml;tzungen nach aktualisierten Daten um 5% (USA, Japan) bis 8.5% (Eurozone) &uuml;bertreffen konnten, ist der Gewinn-je-Aktie (EPS) in den EM-und Asien-Indizes von MSCI einmal mehr tiefer als erwartet ausgefallen. Die BRICS &#8211; d.h. Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika &#8211; haben den Konsens um 5.5% unterboten und die EM blieben 13% hinter der Analystensch&auml;tzung. In Asien Pazifik ohne Japan sind die EPS knapp 11% tiefer als erwartet ausgefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&Uuml;berh&ouml;hte Erwartungen und Gewicht des Energiesektors<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Grund daf&uuml;r ist das hohe Gewicht rohstoffsensitiver Branchen in diesen Regionen. Die Energie- und Grundstoffsektoren repr&auml;sentieren in Asien-Pazifik fast 17% und in den BRICS sogar ann&auml;hernd 26% der Gesamtmarkkapitalisierung, im Vergleich zu 11% in den USA und der Eurozone und nur 7% in Japan. Zugleich waren aber auch die Konsenssch&auml;tzungen f&uuml;r diese Branchen in den Schwellenl&auml;ndern einfach immer noch zu hoch. Das muss selbst in einer &Ouml;lbaisse nicht so sein: In den USA &uuml;bertraf der Energiesektor den Konsens um 11.1% &ndash; und lieferte damit auf Sektorebene die deutlichste &Uuml;berraschung der Saison. Der Subsektor Energieausr&uuml;stungen und Energiedienstleistungen wies sogar ein unerwartet hohes Gewinnwachstum von 18% gegen&uuml;ber Vorjahr aus. Der wahre Grund sind also die &uuml;berh&ouml;hten Erwartungen gegen&uuml;ber den EM &ndash; ein Muster, das wir schon einigen Jahren beobachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch in den Schwellenl&auml;ndern gibt es allerdings Lichtblicke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat&uuml;rlich gab es auch in den EM positive &Uuml;berraschungen: In den Sektoren Informationstechnologie, Industrie (insbesondere maritime Logistik) und Versorger war das EPS-Wachstum h&ouml;her als erwartet (siehe PDF, Seite 2). Das sind nat&uuml;rlich die Branchen, die vom starken US-Dollar und der Erholung der US-Konjunktur sowie den tieferen Energiekosten besonders profitieren k&ouml;nnen. Im Technologiebereich konnten &ndash; dies nicht allzu &uuml;berraschend &ndash; die asiatischen Unternehmen &uuml;berzeugen. Das Wachstum der IT-Branche in Asien-Pazifik war schliesslich mit knapp 92% ann&auml;hernd doppelt so hoch wie im EM-Schnitt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Insgesamt bleibt Vorsicht gegen&uuml;ber Schwellenl&auml;ndern-Aktien angebracht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass die Gewinnerwartungen gegen&uuml;ber den Schwellenl&auml;nder im weitesten Sinn noch nicht so tief gesunken sind, um ausreichend Raum f&uuml;r positive &Uuml;berraschungen zu bieten &ndash; was h&auml;ufig eine wichtige Vorbedingung f&uuml;r eine dauerhafte Aktienrallye darstellt. Nach mehreren Jahren der relativen Schw&auml;che gegen&uuml;ber den Aktienm&auml;rkten der USA und anderer Industriel&auml;nder k&ouml;nnen wir zwischendurch sicherlich immer wieder mit &laquo;technischen&raquo; oder &laquo;spekulativen&raquo; Erholungen in den EM rechnen. Solange sich die Ertragsleistungen der Schwellenl&auml;nderunternehmen aber nicht wirklich auf breiter Basis &uuml;berzeugend verbessern, werden die Industriel&auml;nderb&ouml;rsen ihren Performancevorteil aber wahrscheinlich weiterhin verteidigen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemischte Ergebnisse aus den Schwellenl&auml;ndern und Asien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die rohstoffnahen Industriesektoren Energie und Grundstoffe haben in den Schwellenl&auml;ndern und Asien generell einen deutlich gr&ouml;sseren Anteil an der Marktkapitalisierung der jeweiligen B&ouml;rsenindizes. Daher war mit dem Einbruch des &Ouml;lpreises um rund 40% im vierten Quartal 2014 von vornherein klar, dass diese B&ouml;rsen entsprechend h&auml;rter belastet werden w&uuml;rden. Dazu kommt aber, dass die Branchenunternehmen in den EM und Asien auch in st&auml;rker als bef&uuml;rchtetem Ausmass belastet wurden (w&auml;hrend sie in den USA und der Eurozone die Erwartungen &uuml;bertreffen konnten). Das ist ein Hinweis, dass die EM tendenziell immer noch &uuml;bersch&auml;tzt werden, w&auml;hrend der Konsens gegen&uuml;ber den &laquo;alten&raquo; Industriel&auml;ndern weiterhin zu konservativen Sch&auml;tzungen neigt. Das spricht grunds&auml;tzlich f&uuml;r Industriel&auml;nderaktien, weil es mehr Raum f&uuml;r positive &Uuml;berraschungen zul&auml;sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Emerging Markets: Nur wenige Branchen &uuml;berzeugen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl vier EM-Sektoren zum Teil sehr hohe EPS-Wachstumsraten auswiesen, bleibt das Gesamtbild doch durchmischt. Letztlich konnten nur zwei Branchen die Erwartungen einigermassen klar &uuml;bertreffen (IT und Industrie, wobei die positiven &Uuml;berraschungen hier auf den Bereich maritime Logistik konzentriert sind, siehe PDF, Seite 2). Wenn wir die Energie- und Grundstoffsektoren herausrechnen, wuchsen die EPS zwar um auf den ersten Blick ansehnliche 11.5% &ndash; doch auch das liegt knapp 7% unter dem Konsenswert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Asien-Pazifik: Industrie- und Technologiesektoren sind interessant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den ersten Blick &auml;hnlich ist auch das Bild in Asien-Pazifik. Auf den zweiten Blick sieht man, dass die Branchen Industrie, IT und Versorger in Asien deutlich besser laufen und mit den Ergebnissen im Westen und Japan mithalten konnten (vgl. letztw&ouml;chiger LGT Beacon). Ohne den Energie- und Grundstoffsektor wuchsen die EPS in Asien-Pazifik um 29.3% und &uuml;bertrafen damit den Konsenswert um knapp 2.6%. Auf dieser Ebene sind die Ergebnisse aus Asien sogar besser als jene in den USA, Europa und Japan.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einbruch der &Ouml;lpreise hat die relevanten Branchen weltweit belastet. 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