{"id":2143,"date":"2016-07-08T06:00:00","date_gmt":"2016-07-08T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/07\/08\/sind-die-wuerfel-schon-gefallen\/"},"modified":"2016-07-08T06:00:00","modified_gmt":"2016-07-08T06:00:00","slug":"sind-die-wuerfel-schon-gefallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/sind-die-wuerfel-schon-gefallen\/","title":{"rendered":"\u201eSind die W\u00fcrfel schon gefallen?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der zweiten Woche nach dem Votum hinterlie&szlig; der britische &bdquo;Schritt ins Ungewisse&ldquo; Spuren an den Weltb&ouml;rsen&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen&nbsp;<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">W&auml;hrend das britische Pfund gegen&uuml;ber dem US-Dollar auf ein 31Jahres-Tief fiel &ndash; wovon Titel im FTSE 100 wohlgemerkt profitierten &ndash; hielt die Flucht der Anleger in &bdquo;sichere H&auml;fen&ldquo; an. Nicht nur USTreasuries waren von internationalen Investoren gesucht. Renditen auf 50-j&auml;hrige (!) Schweizer Bundesobligationen und 15-j&auml;hrige Bundesanleihen rutschten unter die Nullmarke. Mit Japan an der Spitze sind weltweit gegenw&auml;rtig Staatsanleihen im Wert von mehr als 9 Billionen US-Dollar &ndash; knapp 39% des Staatsanleiheuniversums der Industriel&auml;nder &ndash; mit einer negativen Rendite behaftet (siehe unsere Grafik der Woche). Es &uuml;berrascht wenig, dass der verst&auml;rkte Negativtrend bei Staatsanleiherenditen die Bundesbank im Juni zum Ankauf l&auml;ngerer Laufzeiten bewegt zu haben scheint, wie die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) am Montag ver&ouml;ffentlichte. Denn Anleihek&auml;ufen unterhalb des EZB-Einlagesatzes von derzeit -0,4% sind ihr im Rahmen des Wertpapierkaufprogramms (&bdquo;QE&ldquo;) untersagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil fragt sich so manch&lsquo; Beobachter: &bdquo;Alea iacta est?&ldquo; &ndash; Sind die W&uuml;rfel tats&auml;chlich schon gefallen? Zumindest d&uuml;rfte es noch mehrere Monate dauern, bis die Briten tats&auml;chlich formal einen EU-Austrittsantrag stellen. Derzeit befinden sich die Konservativen mit Nachdruck auf der Suche nach einer Cameron-Nachfolge ab September. Derweil signalisierten die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem j&uuml;ngsten Ratstreffen, dass Verhandlungen nach dem Prinzip der &bdquo;Rosenpickerei&ldquo; fehlangezeigt seien &ndash; einen Binnenmarkt &bdquo;&agrave; la carte&ldquo;, etwa ohne Personenfreiz&uuml;gigkeit, werde es nicht geben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar&uuml;ber hinaus sorgten negative Schlagzeilen zur Situation des italienischen Bankensektors f&uuml;r Skepsis. Umso gespannter d&uuml;rften Investoren daher die f&uuml;r den 29. Juli anberaumten Ergebnisse des EUweiten Bankenstresstests von Europ&auml;ischer Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde (EBA) und EZB erwarten, in den insgesamt rund 100 Finanzinstitute einbezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Positiv &uuml;berraschende Konjunkturdaten aus China &ndash; die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor kletterte auf den h&ouml;chsten Stand seit elf Monaten &ndash; traten dagegen fast in den Hintergrund. Angesichts der politischen Wirren auf dem alten Kontinent und im Vorfeld der heutigen Ver&ouml;ffentlichung des USArbeitsmarktberichts &ndash; allein die Beendigung des Mai-Streiks sollte den Stellenzuwachs im Juni nach oben getrieben haben &ndash; vermochten nur wenige Fundamentaldaten die M&auml;rkte zu bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unabh&auml;ngig von politischen Faktoren &ndash; wie den Br&uuml;sseler Treffen von Eurogruppe (Mo) und EcoFin-Rat (Di) &ndash; sollten in der kommenden B&ouml;rsenwoche drei Treiber daf&uuml;r sorgen, dass die Karten neu gemischt werden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Berichtssaison f&uuml;r das zweite Quartal: Am Montag l&auml;utet der Aluminiumkonzern Alcoa traditionell die US-Berichtssaison ein. Verglichen mit dem ersten Jahresviertel d&uuml;rften die Quartalszahlen angesichts der Rohstoffpreiserholung im Rahmen der nach oben revidierten Erwartungen liegen. Dagegen k&ouml;nnte der Vergleich mit dem Vorjahr &ndash; noch vor der starken Abwertung des chinesischen Renminbi gegen&uuml;ber dem US-Dollar und dem erneuten Rohstoffpreisverfall &ndash; entt&auml;uschend ausfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Konjunkturperspektiven: Spielentscheidend wird sein, ob und in welchem Ma&szlig;e sich in den Fr&uuml;hindikatoren die gestiegene politische Unsicherheit bemerkbar macht. Dies gilt weniger f&uuml;r China, wo die Ver&ouml;ffentlichung von Industrieproduktions- und BIP-Wachstumszahlen (Fr) ansteht. Im Euroraum wiederum d&uuml;rften die Produktionsdaten f&uuml;r Mai (Mi) zwar zeigen, dass der Konjunkturaufschwung bis an den aktuellen Rand intakt ist. Ab dem dritten Quartal rechnen wir allerdings mit einer (moderaten) Konjunkturabk&uuml;hlung durch den Brexit-Entscheid. Neben dem Beige Book (Mi), der Konjunktureinsch&auml;tzung der zw&ouml;lf regionalen US-Zentralbanken, prasseln am Freitag eine Reihe relevanter US-Konjunkturdaten auf die M&auml;rkte ein, darunter die Industrieproduktion und Kapazit&auml;tsauslastung, der Einzelhandelsumsatz und die Realeinkommen. Sie sollten unsere Einsch&auml;tzung einer konjunkturellen Belebung im zweiten Quartal untermauern. Hinweise auf den (zuk&uuml;nftigen) Preisauftrieb liefern neben den Import- und Exportpreisen (Mi) die Erzeugerpreise und die Erstantr&auml;ge auf Arbeitslosenhilfe (beide Do). Vor dem Hintergrund des im Vergleich zum Jahresbeginn gesunkenen Dollar-Au&szlig;erwerts hatten sich zuletzt erstmals seit Anfang 2014 wieder Auftriebstendenzen bei den Warenimportpreisen (ohne &Ouml;lprodukte) gezeigt. Die Inflation k&ouml;nnte in der zweiten Jahresh&auml;lfte &uuml;berraschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Aus Notenbankkreisen sind gegenw&auml;rtig vor allem beruhigende Worte zu vernehmen. Zwar scheint die Fed im Kern von einer lediglich tempor&auml;ren Schw&auml;che am Arbeitsmarkt auszugehen, ein Zinsschritt noch im Juli ist jedoch unwahrscheinlich. Die Fed-Pr&auml;sidenten Kashkari (Di) und Harker (Mi) d&uuml;rften in ihren Reden dementsprechend den Kurs einer graduellen Normalisierung best&auml;tigen. Von besonderem Interesse f&uuml;r Anleger wird die Sitzung der Bank of England (BoE) sein (Do). Ein Stimulus konventioneller (Zinssenkung) oder unkonventioneller (&bdquo;QE&ldquo;) Natur ist zeitnah wahrscheinlich, wobei die BoE den im August erscheinenden Inflation Report abwarten k&ouml;nnte. Das FPC, der f&uuml;r Finanzstabilit&auml;t zust&auml;ndige Ausschuss der BoE, hatte k&uuml;rzlich bereits regulatorische Vorgaben f&uuml;r Banken gelockert, um der Gefahr von Engp&auml;ssen bei der Kreditvergabe vorzubeugen. Der antizyklische Kapitalpuffer &ndash; ein Aufschlag auf das harte Kernkapital mit dem Ziel, &uuml;berm&auml;&szlig;igem Kreditwachstum entgegenzuwirken &ndash; soll bis mindestens Juni 2017 ausgesetzt bleiben, um zus&auml;tzlichen Spielraum zur Kreditvergabe von bis zu 150 Mrd. Pfund zu gew&auml;hrleisten. Auf der anderen Seite des Kanals grassieren dagegen angesichts des Negativrenditeumfelds Sorgen um eine Verknappung des f&uuml;r die EZB erwerbbaren Anleiheuniversums. Um diesen zu begegnen, d&uuml;rfte die EZB grunds&auml;tzlich technische L&ouml;sungen, wie z.B. eine Anpassung des Emissionslimits, vor politischen, etwa einem Aufweichen der Orientierung der Kaufvolumina am Kapitalschl&uuml;ssel, bevorzugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus technischer Perspektive sind die W&uuml;rfel derzeit noch im Fall, denn die &uuml;berverkaufte Situation hat nachgelassen. M&ouml;gen die W&uuml;rfel in Ihrem Sinne fallen.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in der zweiten Woche nach dem Votum hinterlie&szlig; der britische &bdquo;Schritt ins Ungewisse&ldquo; Spuren an den Weltb&ouml;rsen&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3653,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-2143","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2143"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2143\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}