{"id":21445,"date":"2015-03-18T09:00:00","date_gmt":"2015-03-18T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/03\/18\/lgt-starker-us-dollar-stuetzt-die-aktienhausse\/"},"modified":"2015-03-18T09:00:00","modified_gmt":"2015-03-18T09:00:00","slug":"lgt-starker-us-dollar-stuetzt-die-aktienhausse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-starker-us-dollar-stuetzt-die-aktienhausse\/","title":{"rendered":"LGT: Starker US-Dollar st\u00fctzt die Aktienhausse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Manche Stimmen bef&uuml;rchten, dass der j&uuml;ngste Anstieg des US-Dollars das Wirtschafts- und Gewinnwachstum in den USA abw&uuml;rgen k&ouml;nnte. Bei diesem Thema sollten wir jedoch Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Die aktuelle USD-St&auml;rke ist letztlich Ausdruck einer robusten, selbstragenden Konjunktur. Die Aktienhausse an der Wall Street d&uuml;rfte uns daher erhalten bleiben &#8211; dass dabei andere M&auml;rkte immer wieder interessanter werden, geh&ouml;rt naturgem&auml;ss dazu&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die amerikanische Aktienhausse scheint an Schwung zu verlieren &#8211; nachdem sie seit der globalen Finanzkrise von 2008 stetig besser lief, als in allen anderen M&auml;rkten. Seit Jahresbeginn hat der S&amp;P 500 nur 0.7% zugelegt, w&auml;hrend Frankreich, Deutschland, Italien und die Niederlande (rund 80% der Kapitalisierung der W&auml;hrungsunion) Kursgewinne von 18% oder mehr verbuchten. Japan stieg um rund 12%, Chinas Shaghai-Index fast 9% und das viel ge&auml;chtete Russland verbuchte ein Plus von 15%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der am h&auml;ufigsten genannte Grund f&uuml;r diese schwache US-Performance ist der wiedererstarkte USD. Gegen&uuml;ber dem Euro hat der &laquo;Greenback&raquo; alleine in diesem Jahr um 14% aufgewertet. Gegen&uuml;ber den handels- und korrelationsgewichteten W&auml;hrungsk&ouml;rben hat die Dollar rund 6% bzw. fast 8% zugelegt. Nun wird zum Teil bef&uuml;rchtet, dass dieser Anstieg die US-Ertr&auml;ge aus Europa reduzieren w&uuml;rde (auch wenn die zahlreichen US-Tochterfirmen vor Ort ebenso vom schw&auml;cheren Euro profitieren, wie ihre europ&auml;ischen Mitbewerber). Wir halten solche Bedenken derzeit allerdings f&uuml;r etwas voreilig und &uuml;bertrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Begrenzte relative Schw&auml;che der USA<\/strong><br \/> Erstens fusst die relative Schw&auml;che der USA nicht auf breiter Basis &#8211; sie besteht in erster Linie gegen&uuml;ber Europa und Japan sowie einigen Spezialf&auml;llen wie Indien oder Russland. Ansonsten halten US-Aktien mit dem globalen Trend durchaus Schritt, insbesondere auf USD-Basis. Der MSCI All-Country World Excluding USA ist in diesem Jahr um etwa 1.6% gestiegen, im Vergleich zu 1.1% f&uuml;r den MSCI USA. Gegen&uuml;ber den Emerging Markets befinden sich die USA sogar weiter klar im Aufwind (siehe Grafik im PDF, Seite 2). Wir haben es also weniger mit einer US-Schw&auml;che zu tun, als mit besonders starken Phasen in Europa und Japan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> <strong>Eine aufwertende W&auml;hrung ist ein Zeichen der Wirtschaftsst&auml;rke<\/strong><br \/> Zweitens ist die Vorstellung, dass eine starke W&auml;hrung grunds&auml;tzlich etwas Schlechtes ist, fragw&uuml;rdig. Eine starke W&auml;hrung kann nat&uuml;rlich ein Problem sein, wenn sie das Ergebnis einer Geldpolitik ist, die trotz eines Konjunktureinbruchs zu restriktiv bleibt. Letzteres ist in den USA aber sicher nicht der Fall. Im Gegenteil: Der starke USD k&ouml;nnte n&ouml;tigenfalls die US-Notenbank dazu bewegen, bei den geplanten Zinserh&ouml;hungen noch gr&ouml;ssere Geduld walten zu lassen. Schlussendlich ist die USD-St&auml;rke aber die Konsequenz einer robusten Konjunktur &#8211; und der sich daraus ergebenden Erwartungen vergleichsweise hoher und stabiler Investitionsertr&auml;ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Starke W&auml;hrungen gehen zudem keineswegs generell mit schwachen B&ouml;rsen einher. So war der Yen in diesem Jahr die zweitst&auml;rkste W&auml;hrung nach dem USD (Aufwertung von 6.3% gegen&uuml;ber W&auml;hrungsindex) &#8211; und die Tokioter B&ouml;rse z&auml;hlte trotzdem zu den weltweit besten. Und in den 1990er Jahren wirkte der starke USD alles andere als negativ &#8211; vielmehr trug er damals dazu bei, den Wirtschaftsboom des Jahrhunderts einzul&auml;uten. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r Japan in den 1980ern oder sogar f&uuml;r den Euroraum in den 2000ern. Der Zusammenhang zwischen W&auml;hrungstrends und kurzfristigen B&ouml;rsenbewegungen wirkt aus dieser Perspektive doch eher zuf&auml;llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die relative Attraktivit&auml;t der USA d&uuml;rfte allm&auml;hlich nachlassen<\/strong><br \/> Abschliessend sollten wir zwischen der absoluten und relativen Perspektive unterscheiden. Aus absoluter Sicht d&uuml;rfte uns der Wall-Street-Bulle durchaus noch erhalten bleiben, weil die Aussicht auf h&ouml;here US-Zinsen letztlich die zur&uuml;ckgewonnen Wirtschaftskraft signalisiert. Relativ gesehen sollten aber andere ausgew&auml;hlte M&auml;rkte attraktiver bleiben bzw. mit der Zeit interessanter werden &#8211; wenn auch nur im Rahmen eines oft ohnehin l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Aufholprozesses gegen&uuml;ber der US-Aktienhausse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Relative Sicht: Begrenzte Schw&auml;che der USA<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Grafik&nbsp; zeigt die Wertentwicklung (in USD) des MSCI USA relativ zum MSCI World Excluding USA und dem MSCI Emerging Markets seit Ende 2008 (d.h. kurz vor Beginn der aktuellen Hausse). Gegen&uuml;ber den anderen Industriel&auml;ndern haben US-Aktien seit letztem Dezember etwas nachgegeben. Dahinter steckt die besonders kr&auml;ftige Rallye in der Eurozone seit Januar sowie die anhaltende St&auml;rke Japans. Gleichzeitig k&ouml;nnen wir aber leicht erkennen, dass der langfristige relative Aufw&auml;rtstrend der USA noch nicht gebrochen bzw. in Gefahr ist. US-Aktien haben seit 2009 schliesslich viele Phasen der relativen Schw&auml;che durchgemacht, die sich letztlich alle als tempor&auml;r herausstellten. Gegen&uuml;ber den Schwellenl&auml;ndern haben die USA gerade ein neues Hoch erklommen. Es sei angemerkt, dass die Betrachtung dieser Aktienindizes in lokaler W&auml;hrung das Gesamtbild noch nicht wesentlich ver&auml;ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4019\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/e000ac9b9876f7740c213437d42db832.png\" alt=\"18 03 15 1lgt\" width=\"553\" height=\"250\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Absolute Trend: US-Aktien bleiben in einer robusten Hausse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Grafik&nbsp; zeigt die Kursentwicklung des MSCI USA seit Ende 2008 in verschiedenen W&auml;hrungen sowie in Gold. Auch dieses Bild relativiert stark die vergleichsweise schwache Performance der USA seit Anfang Jahr. Aus der globalen Perspektive hat der US-Bullmarkt im Laufe der letzten Monate sogar weiter an Schwung gewonnen (z.B. aus Sicht des Yen und der meisten Europ&auml;er mit Basisw&auml;hrung Euro). Selbst aus Schweizer Franken-Sicht wurden die scharfen Verluste vom Januar (&uuml;berraschende Abkopplung des Frankens vom Euro) bereits weitgehend nivelliert. US-Aktien befinden sich auch in Gold gemessen im Aufw&auml;rtstrend. Professionelle und institutionelle Investoren konzentrieren sich zumeist auf &laquo;reine&raquo; Aktienperformance, weil sie W&auml;hrungstrends absichern bzw. separat verwalten. Diese Anleger werden sicherlich weiterhin stets Ausschau nach Alternativen mit Aufholpotential halten. F&uuml;r die meisten Aktienanleger d&uuml;rften die USA aber insgesamt trotzdem weiterhin attraktiv genug bleiben, auch wenn ein gr&ouml;sserer Anteil der Kursgewinne und Ertr&auml;ge mehr von der W&auml;hrung und weniger vom Aktienmarkt selbst getrieben werden sollten. Letzteres stellt im Rahmen des B&ouml;rsenzyklus letztlich eine nat&uuml;rliche Entwicklung f&uuml;r eine reife Hausse dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4020\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/b04af5a96e5d157cdef40b22ae77adb7.png\" alt=\"18 03 15 2lgt\" width=\"556\" height=\"255\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche Stimmen bef&uuml;rchten, dass der j&uuml;ngste Anstieg des US-Dollars das Wirtschafts- und Gewinnwachstum in den USA abw&uuml;rgen k&ouml;nnte. 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