{"id":21451,"date":"2015-04-22T09:00:00","date_gmt":"2015-04-22T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/04\/22\/lgt-chinas-h-aktien-bleiben-weiter-attraktiv\/"},"modified":"2015-04-22T09:00:00","modified_gmt":"2015-04-22T09:00:00","slug":"lgt-chinas-h-aktien-bleiben-weiter-attraktiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-chinas-h-aktien-bleiben-weiter-attraktiv\/","title":{"rendered":"LGT: Chinas H-Aktien bleiben weiter attraktiv"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am Sonntag senkte Chinas Notenbank zum zweiten Mal seit November den Mindestreservesatz f&uuml;r Banken und best&auml;tigte damit die generelle Lockerung ihrer Grundhaltung. Letztere d&uuml;rfte Chinas B&ouml;rsen mittelfristig st&uuml;tzen. Im Gegensatz zu fast allen anderen M&auml;rkten notieren China-Aktien schliesslich immer noch unter den Vorkrisenniveaus von 2007. Kurzfristig wirken A-Aktien aber &uuml;berbewertet, w&auml;hrend ihre Pendants in Hongkong weiterhin Potenzial bieten&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Festlandchinas A-Aktien schlagen seit etwa einem Jahr alles, einschliesslich ihrer eigenen, in Hongkong gehandelten Parallelversionen (H-Aktien). Die Rallye begann im letzten Sommer, als chinesische Privatanleger die Kurse an den B&ouml;rsen von Shanghai und Shenzhen in die H&ouml;he zu treiben begannen. Der CSI 300, der die Top-Titel des Festlands abbildet, hat letzten Juli gut 100% zugelegt, im Vergleich zu rund 30% f&uuml;r den MSCI China und 26% f&uuml;r den Hang Seng China Enterprises (beide repr&auml;sentieren festlandchinesische H-Aktien). Der Hang Seng, welcher f&uuml;r die Hongkonger Firmen steht, ist &laquo;nur&raquo; um 13% gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrere gute Gr&uuml;nde beleben die chinesischen Aktienm&auml;rkte<\/strong><br \/> Neben der neuen, marktfreundlicheren Grundhaltung der Notenbank gibt es auch einige weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die A-Aktienrallye. Sie reichen von den grossz&uuml;gig genutzten Belehnungsregeln der einheimischen Broker (auch wenn diese zuletzt von den Aufsichtsbeh&ouml;rden etwas gestrafft wurden) und der Beliebtheit der rasant aufkeimenden Internet- und IT-Branche des Landes, bis zur Verkn&uuml;pfung der Hongkonger und Shanghaier B&ouml;rsen, welche mit der Zeit entsprechend Aufmerksamkeit erweckt haben. Beijings geopolitische Entschlossenheit, mit welcher die Schaffung und Finanzierung der sogenannten &laquo;Neuen Seidenstrasse&raquo; zwischen dem &laquo;Reich der Mitte&raquo; und Europa forciert wird, bietet ebenfalls gen&uuml;gend Stoff f&uuml;r B&ouml;rsenfantasien in den relevanten Branchen, wie etwa Eisenbahnen oder Anlagenbau. Ausserdem wurde Mitte 2014 offenbar der Punkt erreicht, an dem die Bewertungen und Konsenserwartungen gegen&uuml;ber China zu lange zu tief geblieben waren .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Intensit&auml;t der j&uuml;ngsten A-Aktienrallye muss erst einmal &laquo;verdaut&raquo; werden<\/strong><br \/> Inzwischen wurde diese Bewertungsl&uuml;cke allerdings weitgehend geschlossen und die aktuelle Situation mahnt zumindest kurzfristig zur Vorsicht. Sie impliziert n&auml;mlich, dass A-Aktien ein deutlich h&ouml;heres Gewinnwachstum als die meisten ihrer Pendants in &Uuml;bersee, einschliesslich der eigenen H-Aktien, ausweisen werden, was etwas zu optimistisch wirkt. Erstens setzt die strukturell bedingte Wachstumsabschw&auml;chung Chinas dem Aufw&auml;rtspotenzial der A-Aktien gewisse Grenzen. Zweitens legt auch die langfristige Ertragshistorie der festlandchinesischen Unternehmen im globalen Vergleich eine gewisse Z&uuml;gelung der &uuml;berschw&auml;nglichen Erwartungen nahe: Beim Gewinnwachstum je Aktie hinkt China in den letzten 20 Jahren &#8211; trotz massivem Wirtschaftsboom &#8211; im Schnitt den anderen M&auml;rkten n&auml;mlich klar hinterher . Auch aus diesem Grund erscheint ein gewisser Bewertungsabschlag f&uuml;r A-Aktien zumindest bis auf weiteres doch berechtigt. Dieser Abschlag ist im Laufe der letzten Monate jedoch weggeschmolzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hongkong bietet aber weiter Aufw&auml;rtspotenzial<\/strong><br \/> Im Gegensatz dazu bleiben H-Aktien nach wie vor attraktiv. Das Kurs-Gewinnverh&auml;ltnis des MSCI China betr&auml;gt weniger als 12, des Hang Seng China Enterprises sogar weniger als 9, im Vergleich zu 16.2 und 16.5 f&uuml;r den CSI 300 bzw. MSCI World All-Countries (auf Basis der auf ein Jahr vorausgesch&auml;tzten Ertr&auml;ge, vgl. Tabelle, PDF, Seite 4). Wir geben dabei gern zu, dass A-Aktien noch extreme Niveaus erreichen k&ouml;nnten &#8211; es w&auml;re keinesfalls das erste Mal. W&auml;hrend Chinas letzter Mega-Rallye von Juni 2005 bis Oktober 2007 versiebenfachte sich der CSI 300, obwohl die Firmengewinne nur um vergleichsweise bescheidene 123% zulegten. Im Verlauf der n&auml;chsten 12 Monate gab das Barometer schliesslich zwei Drittel seines Wertes wieder ab, sodass am Ende der Gesamtperiode ein halbwegs vern&uuml;nftiges Gleichgewicht widerhergestellt war. Aktienkurse k&ouml;nnen sich gewiss lange von der wirtschaftlichen Realit&auml;t losl&ouml;sen. Am Ende folgen sie jedoch in der einen oder anderen Art auch in China der zugrundeliegenden Ertragsentwicklung. Und in diesem Zusammenhang bieten die H-Aktien aus unserer Sicht jedenfalls attraktivere Gesamtaussichten als die A-Aktien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beim Gewinnwachstum hinkt China nach<\/strong><br \/> Die erste Grafik&nbsp; zeigt die durchschnittlichen j&auml;hrlichen Wachstumsraten der Betriebsergebnisse (EBIT) und Gewinne je Aktie der MSCI-Firmen diverser M&auml;rkte seit Beginn der Datenreihen f&uuml;r alle im November 1995. Obwohl es immer wieder Zyklen der &uuml;ber- und unterdurchschnittlichen Performance gab, hinkt China &uuml;ber den gesamten Zeitraum gesehen den anderen M&auml;rkten klar hinterher. Daten f&uuml;r A-Aktien gehen historisch weniger weit zur&uuml;ck, doch auch hier ist das Ertragswachstum seit einem zyklischen Hoch im Februar 2010 mit 3.4% p.a. doch erheblich tiefer als in den USA (ca. 12%), Japan (11%) oder der Eurozone (knapp 5%). Das bedeutet nicht, dass sich die Situation in China nie verbessern wird. Im Gegenteil: China hat auf l&auml;ngere Sicht enormes Aufw&auml;rtspotenzial. Unsere Zweifel beziehen sich auf Tempo und Ausmass der aktuell implizierten Ertragsexplosion. Die Intensit&auml;t A-Aktienhausse kann nicht mit einer entsprechenden Verbesserung der Profitabilit&auml;t begr&uuml;ndet werden. Chinas Aktien sollten daher aus fundamentaler Sicht weiter mit einem gewissen Abschlag gegen&uuml;ber den anderen M&auml;rkten gehandelt werden &#8211; zumindest bis es bessere Anzeichen daf&uuml;r gibt, dass die antizipierte Ertragserholung tats&auml;chlich stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4047\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/8e98bc285dce8b8989406307fd239679.png\" alt=\"22 04 15 1LGT\" width=\"600\" height=\"222\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>H-Aktien werden weiter mit vern&uuml;nftigem Abschlag bewertet<\/strong><br \/> Die n&auml;chste Grafik&nbsp; zeigt die Gewinn- und Kurstrends f&uuml;r den CSI 300 (in CNY) sowie den Hang Seng China Enterprises (in HKD). Preise k&ouml;nnen sehr lange von der Ertragsentwicklung in beiden Richtungen abweichen. Nachdem Extreme oft &laquo;ausgereizt&raquo; werden, &uuml;berwiegt am Ende doch der Ertragstrend. So fand Mitte 2009 bis Mitte 2014 eine &laquo;negative&raquo; Abweichung statt, die anschliessend, ab Mitte 2014, innerhalb weniger Monate &laquo;korrigiert&raquo; wurde. Inzwischen wird den A-Aktienm&auml;rkten wieder im &laquo;positiven&raquo; Sinn &uuml;bertrieben. Das sagt uns zwar noch nicht, wann genau diese Entwicklung &laquo;korrigiert&raquo; wird. Bewertungen weisen bekanntlich inzwischen auch anderswo eine steigende Tendenz auf, z.B. in den USA. Allerdings ist diese Entwicklung nirgendwo so extrem wie in China. Selbst wenn sich Chinas Gewinnwachstum tats&auml;chlich sehr stark erholen sollte, d&uuml;rften doch noch ein paar Monate vergehen, bis es stichhaltige Hinweise daf&uuml;r gibt, dass es sich dabei um einen neuen Trend handelt. So erscheinen uns A-Aktieninvestoren inzwischen doch etwas &uuml;berschw&auml;nglich zu sein. H-Aktien, die erst k&uuml;rzlich von den Festlandanlegern &laquo;entdeckt&raquo; wurden, bieten hingegen trotz der j&uuml;ngsten Kursgewinne weiterhin Potenzial, einschliesslich eines gewissen Spielraums f&uuml;r &Uuml;bertreibungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4048\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/fb129fb0e0a5e164878b363415b66775.png\" alt=\"22 04 15 2LGT\" width=\"600\" height=\"226\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag senkte Chinas Notenbank zum zweiten Mal seit November den Mindestreservesatz f&uuml;r Banken und best&auml;tigte damit die generelle Lockerung ihrer Grundhaltung. Letztere d&uuml;rfte Chinas B&ouml;rsen mittelfristig st&uuml;tzen. 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