{"id":21457,"date":"2015-05-06T09:00:00","date_gmt":"2015-05-06T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/05\/06\/lgt-das-potenzial-der-us-hausse-ist-noch-nicht-ausgeschoepft\/"},"modified":"2015-05-06T09:00:00","modified_gmt":"2015-05-06T09:00:00","slug":"lgt-das-potenzial-der-us-hausse-ist-noch-nicht-ausgeschoepft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-das-potenzial-der-us-hausse-ist-noch-nicht-ausgeschoepft\/","title":{"rendered":"LGT: Das Potenzial der US-Hausse ist noch nicht ausgesch\u00f6pft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Einiges wurde in j&uuml;ngster Zeit dar&uuml;ber geschrieben, wie der starke US-Dollar und die Aussicht auf h&ouml;here Zinsen die USA wirtschaftlich belasten w&uuml;rden. Und tats&auml;chlich haben US-Aktien seit Jahresfrist an Schwung verloren, w&auml;hrend die meisten US-Wirtschaftsdaten entt&auml;uschten. Gleichzeitig mahnen die anhaltend robusten Ertragsleistungen der Unternehmen und die konjunkturellen Fr&uuml;hindikatoren, dass es noch zu fr&uuml;h ist, die US-Hausse g&auml;nzlich &laquo;abzuschreiben&raquo;&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der S&amp;P 500 ist seit Anfang Jahr um 1.5% gestiegen, was bescheiden wirkt. Japans Nikkei notiert beispielsweise 12% h&ouml;her, w&auml;hrend Russlands RTS oder Chinas Shanghai Composite 30% bzw. 40% zugelegt haben (alle Avancen in USD gemessen). Und erst letzten Freitag schien die Erstsch&auml;tzung des US-Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r das erste Quartal die bef&uuml;rchtete US-Flaute zu best&auml;tigen: Das annualisierte Realwachstum der US-Wirtschaft ist vorl&auml;ufig gegen&uuml;ber dem Vorquartal auf gerade mal 0.2% eingebrochen, nach einem Plus von 2.2% im vorangegangenen Quartal. Der Konsens hatte einen Anstieg von immerhin 1.0% in Aussicht gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun geben wir gern zu, dass nach sechs Jahren &uuml;berdurchschnittlicher St&auml;rke US-Aktien im globalen Vergleich an Attraktivit&auml;t verloren haben &#8211; vor allem, wenn wir davon ausgehen, dass die Federal Reserve irgendwann im Herbst beginnen wird, die Leitzinsen zu erh&ouml;hen. Dennoch ist es noch zu fr&uuml;h, um US-Aktien generell zu meiden. Die bisherigen Daten implizieren noch keine dauerhaft gravierenden Konjunkturrisiken. Sollten sich diese weiter verdichten, d&uuml;rfte die Fed die anvisierte Zinserh&ouml;hung doch noch verschieben. Dann k&ouml;nnte sich die aktuelle Schw&auml;che erst recht einmal mehr als tempor&auml;r erweisen. Insbesondere folgende Faktoren sprechen weiter f&uuml;r einen insgesamt immer noch freundlichen US-Aktienausblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrheitlich weiterhin robuste Unternehmensleistungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Infolge der USD-Aufwertung und des Einbruchs der Rohstoffpreise, vor allem f&uuml;r Roh&ouml;l, h&auml;tte der Gewinn je Aktie (EPS) der US-Konzerne im Q1 gem&auml;ss Konsens eigentlich zum ersten Mal seit Herbst 2012 sinken sollen. Tats&auml;chlich &uuml;bertrafen die EPS im Energiesektor die Erwartungen jedoch um 31% &#8211; mehr als in jedem anderen Sektor. Auch die Basismaterialbranche konnte in diesem Sinne &uuml;berraschen. Statt eines R&uuml;ckgangs wurde auf Gesamtmarktebene damit letztlich ein EPS-Anstieg von immerhin 1.7% ausgewiesen. Das ist zwar deutlich tiefer als den von uns bevorzugten M&auml;rkten, d.h. Japan (+58%, Ausz&auml;hlungsstand 41%) und Eurozone (+16.5%, Ausz&auml;hlungstand 55%), angesichts der widrigen Umst&auml;nde im relevanten Zeitraum aber doch respektabel. Wenn wir die Energie- und Grundstoffsektoren rausrechnen, wachsen die US-EPS sogar weiter um knapp 9% .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem bleibt das US-EPS-Wachstum h&ouml;her als in den meisten &uuml;brigen M&auml;rkten: Ohne die US-Ergebnisse sanken die weltweiten EPS im besagten Zeitraum n&auml;mlich um 1.1%, prim&auml;r aufgrund einer anhaltenden Ertragsschw&auml;che in den Schwellenl&auml;ndern. Die USA z&auml;hlen also weiter zu den M&auml;rkten, die &laquo;verl&auml;sslich&raquo; positiv &uuml;berraschen, w&auml;hrend die Emerging Markets in dieser Hinsicht doch noch weiter zu k&auml;mpfen haben (dies d&uuml;rfte sich in naher Zukunft auch kaum merklich bessern, falls Chinas B&ouml;rsenfirmen, wie in zahlreichen Berichten suggeriert wird, die staatlich inszenierten Rallyes in Shanghai und Shenzhen tats&auml;chlich im grossen Stil f&uuml;r Aktienemissionen nutzen sollten. Letztere reduzieren nat&uuml;rlich den Gewinn je Aktie).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei den Managerumfragen stehen die USA weiter vergleichsweise gut da<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar&uuml;ber hinaus reihen die Ergebnisse der einschl&auml;gigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) die USA unver&auml;ndert unter die st&auml;rkeren Volkswirtschaften ein. Seit vergangenem September, als wir zuletzt einen &Uuml;berblick der Industrie-PMIs von Markit an dieser Stelle ver&ouml;ffentlichten, hat sich die globale Konjunkturdynamik tats&auml;chlich etwas abgeschw&auml;cht. Diese Abflachung ging jedoch prim&auml;r von den Schwellenl&auml;ndern aus (siehe PDF, Seite 2, Tabelle 2). Mit anderen Worten, auch diese globalen Umfragen best&auml;tigen den w&auml;hrend der weltweiten Berichtssaison entstandenen Eindruck, dass die US-Konjunktur den bekannten Gegenwinden (starker USD, potenzieller US-Zinsanstieg, Rohstoffflaute) doch vergleichsweise gut standh&auml;lt. Alles in allem ist es aus unserer Sicht daher noch zu fr&uuml;h, das Aufw&auml;rtspotential des US-Aktienmarkts auch aus relativer Sicht &laquo;abzuschreiben&raquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Unternehmen &uuml;berraschen erneut positiv<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die folgende Tabelle vergleicht die Ergebnisse der noch laufenden Berichtssaison f&uuml;r das Q1\/2015 in den USA und der &laquo;Welt ohne USA&raquo; (auf Basis des MSCI World All Countries Excluding USA). Sowohl Gewinn&uuml;bertreffung und -wachstum sind unter dem Strich in den USA h&ouml;her als im Weltindex. In den USA konnten zudem neun von zehn Sektoren ein positives EPS-Wachstum ausweisen. Ebenfalls neun Sektoren &uuml;bertrafen auch die Prognosen. Ohne die US-Ergebnisse wiesen hingegen nur sechs Sektoren h&ouml;here Gewinne als im Vorjahr aus und nur f&uuml;nf konnten auch die Prognosen &uuml;bertreffen. Wenn wir nun nach vorne schauen, sollten wir Folgendes im Auge behalten: Die ersten drei Monate des Jahres sind konjunkturell etwas schw&auml;cher als erwartet ausgefallen, wie wir heute wissen. Inzwischen haben sich die Rohstoffpreise zumindest vorerst etwas stabilisiert, w&auml;hrend die USD-Rallye an Dynamik verloren hat. In dieser Situation k&ouml;nnten die US-Unternehmen das Gewinnwachstum in den kommenden Monaten oder Quartalen also durchaus noch weiter erh&ouml;hen. Die PMI-Umfragen von Markit (Stand Ende April) unter den Einkaufsmanagern rund um den Globus sprechen jedenfalls ebenfalls f&uuml;r einen anhaltend konstruktiven Gesch&auml;ftsausblick in den USA .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4061\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/a93bfb3bd93282fd6b404b8e258ee645.png\" alt=\"06 05 15 1LGT\" width=\"600\" height=\"240\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>PMI-Umfragen zeigen, dass USA unter st&auml;rkeren Volkswirtschaften bleibt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden zeigen wir, wie stark die Markit-Einkaufsmanagerindizes per Ende April in den jeweiligen M&auml;rkten von der Wachstumsschwelle von 50 Punkten abweichen. Werte &uuml;ber 50 bedeuten verbesserte Gesch&auml;ftsaussichten in den kommenden Monaten, Werte darunter signalisieren einen schw&auml;cheren Gesch&auml;ftsverlauf. Die USA z&auml;hlen unver&auml;ndert zu den L&auml;ndern, die vergleichsweise gut dastehen. Die Zahl der L&auml;nder mit eingetr&uuml;btem Ausblick in den verarbeitenden Industrien sind seit letztem September von nur vier auf elf angestiegen, was auf ein etwas schw&auml;cheres weltwirtschaftliches Umfeld verweist. Allerdings ist diese m&ouml;gliche Konjunkturschw&auml;che weitgehend prim&auml;r aus den Schellenl&auml;ndern hervorgegangen &#8211; also China, S&uuml;dkorea, Brasilien und Russland, Taiwan sowie T&uuml;rkei und Indonesien. In Anbetracht dessen, dass die USA zu den am wenigsten exportabh&auml;ngigen Volkswirtschaften z&auml;hlen, sprechen daher auch die Einkaufsmanagerindizes, welche vorauslaufende Konjunkturindikatoren darstellen, durchaus noch f&uuml;r ein gewisses positives &Uuml;berraschungspotenzial der US-B&ouml;rsen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4062\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/9db70af35dd1eaf96ce33ca45660878b.png\" alt=\"06 05 15 2LGT\" width=\"600\" height=\"232\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einiges wurde in j&uuml;ngster Zeit dar&uuml;ber geschrieben, wie der starke US-Dollar und die Aussicht auf h&ouml;here Zinsen die USA wirtschaftlich belasten w&uuml;rden. Und tats&auml;chlich haben US-Aktien seit Jahresfrist an Schwung verloren, w&auml;hrend die meisten US-Wirtschaftsdaten entt&auml;uschten. 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