{"id":21461,"date":"2015-05-13T09:00:00","date_gmt":"2015-05-13T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/05\/13\/lgt-die-aufholrallye-des-euroraums-hat-gerade-erst-begonnen\/"},"modified":"2015-05-13T09:00:00","modified_gmt":"2015-05-13T09:00:00","slug":"lgt-die-aufholrallye-des-euroraums-hat-gerade-erst-begonnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-aufholrallye-des-euroraums-hat-gerade-erst-begonnen\/","title":{"rendered":"LGT: Die Aufholrallye des Euroraums hat gerade erst begonnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Dank der sukzessiven Lockerung der Geldpolitik sind Euro-Aktien seit letztem Herbst stark gestiegen. Inzwischen gibt es auch Erholungszeichen aus der Unternehmens- und Wirtschaftswelt, was zuletzt zur Stabilisierung des Euro beitrug. Im l&auml;ngerfristigen Bild hinkt der Euroraum den anderen Industriel&auml;ndern zyklisch jedoch immer noch klar hinterher. Folglich sind auch die Euro-Abwertung und die Aktienhausse im der W&auml;hrungsunion noch lange nicht vorbei&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Nach einer gut ein Jahr dauernden und fast ungebrochenen Talfahrt hat sich der Euro von seinem zyklischen Tief am 16. M&auml;rz bei $1.046 bis zum Tageshoch vom 7. Mai um 8.9% erholt, was ziemlich genau dem maximalen Kursverlust im EuroStoxx seit seinem letzten Hoch vom 13. April entspricht (der Aktienindex hatte bis zum letzten Tief vom 7. Mai 8.7% abgegeben). Diese markanten Bewegungen bleiben letztlich im Rahmen dessen, was wir in der aktuellen Phase erwarten w&uuml;rden. Sie stellen letztlich nichts weiter als einen tempor&auml;ren Konsolidierungsprozess dar.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Intakte Divergenzen in der Ausrichtung der Geldpolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Betrachten wir zun&auml;chst den Euro. Der Wechselkurs der Einheitsw&auml;hrung wird weiterhin prim&auml;r von den kurz- bis mittelfristigen geldpolitischen Erwartungen aus absoluter und relativer Sicht bestimmt &#8211; und in dieser Hinsicht hat sich in den letzten Monaten absolut nichts ver&auml;ndert. Nur ein kurzer Blick auf das &uuml;bergeordnete Gesamtbild reicht aus, um die Kluft zwischen dem Ist- und Sollstand im Euroraum zu verdeutlichen. Die Eurozone nimmt n&auml;mlich schon seit Jahren nicht mehr am globalen Erholungsprozess teil, weder im Bereich der allgemeinen Konjunkturentwicklung, noch bei den Unternehmensgewinne (siehe PDF, Grafik 1, Seite 2).<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Dies spricht also tendenziell eher daf&uuml;r, dass die Europ&auml;ische Zentralbank im Zweifelsfall ihre Geldpolitik irgendwann sogar weiter lockern k&ouml;nnte, w&auml;hrend die US-Notenbank gegebenenfalls h&ouml;chstens nur das Tempo des geplanten Zinserh&ouml;hungszyklus drosseln d&uuml;rfte. Die Normalisierung der US-Geldpolitik wird aber fr&uuml;her oder sp&auml;ter stattfinden, weil sich die amerikanische Wirtschaft letztlich grunds&auml;tzlich von der &laquo;Grossen Rezession&raquo; von 2007\/2008 erholt hat. Auch Japan macht sichtbare Fortschritte, trotz der oft gegenteilig klingenden Medienberichte, auch wenn die Inflation letztlich doch unter dem vor dem Kollaps der Roh&ouml;lpreise angepeilten Ziel ausfallen d&uuml;rfte. Somit d&uuml;rfte selbst die Bank of Japan auf Sicht etwas weniger &laquo;locker&raquo; wirken, als die EZB. Die BOJ hat schliesslich erst k&uuml;rzlich selbst kommuniziert, das sie keinen zus&auml;tzlichen Handlungsbedarf sieht.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Schweden weitet sein QE-Programm weiter aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Zwar haben sich in j&uuml;ngerer Zeit die Konjunkturdaten des Euroraums sicherlich verbessert (z.B. Markit-Einkaufsmanagerindizes, vgl. LGT Beacon der Vorwoche), doch sollten wir die Richtung nicht mit dem Niveau der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t verwechseln. Letzteres l&auml;sst der EZB auf jeden Fall noch gen&uuml;gend Spielraum, um l&auml;nger als die anderen Zentralbanken auf Lockerungskurs zu bleiben. Die EZB war schliesslich der Nachz&uuml;gler &#8211; ihre Staatsanleihenk&auml;ufe begannen erst vor zwei Monaten, d.h. mit einer Verz&ouml;gerung von sechs Jahren gegen&uuml;ber den USA und Grossbritannien und zwei Jahren gegen&uuml;ber Japan. Kontinentaleuropa befindet sich also immer noch in einem fr&uuml;hen Stadium des Lockerungs- und Erholungszyklus. Nichts anderes best&auml;tigte auch die am 29. April angek&uuml;ndigte Entscheidung der Notenbank Schwedens, ihr eigenes QE-Programm weiter auszuweiten. Diese dominanten makro&ouml;konomischen und wirtschaftspolitischen Faktoren werden fr&uuml;her oder sp&auml;ter den Euro wieder belasten.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">In diesem Zusammenhang ist es n&uuml;tzlich, sich noch einmal vor Augen zu f&uuml;hren, wie stark die heutige Entwicklung im Euro derjenigen im Yen 2013 und 2014 &auml;hnelt (siehe PDF, Grafik 2, Seite 2). Dies erinnert uns daran, dass Konsolidierungsphasen derart lang anhalten k&ouml;nnen, dass viele Investoren allm&auml;hlich die Geduld oder den Glauben in ein bestimmtes Szenario verlieren k&ouml;nnen. Am Ende manifestieren sich die &uuml;bergeordneten Makrotrends aber letztlich immer. So bleiben wir in Bezug auf unsere Einsch&auml;tzungen des Euro und der Aktienm&auml;rkte der Eurozone unver&auml;ndert zuversichtlich.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Euroraum: Erholung der Konjunktur und der Unternehmensgewinne hinkt hinterher<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Die ersten beiden Diagramme zeigen, dass sich der Euroraum ab 2011 von den Erholungen in den USA und Japan abgekoppelt hat. Normalerweise laufen diese Regionen zyklisch in die gleiche Richtung, wobei die Eurozone und Japan im Bereich des Ertragszyklus gegen&uuml;ber den USA sogar recht stark &laquo;gehebelt&raquo; sind (ihre Zyklen fallen umso st&auml;rker aus, je besser es in den USA l&auml;uft). Die Schwankungen der Anlageinvestitionen (ohne Wohnbau) sind weniger volatil, laufen aber in der Regel ebenfalls synchron. Eine Erkl&auml;rung f&uuml;r das auff&auml;llige Zur&uuml;ckbleiben des Euroraums ist nat&uuml;rlich das lange Fehlen eines europ&auml;ischen QE-Programms. Es ist zudem interessant, dass sich sowohl Europa als auch Japan 2009 und 2010 zun&auml;chst im Einklang mit den USA erholten. Nach der Tsunami- und Atomkatastrophe von Tohoku im M&auml;rz 2011 koppelte sich auch Japan tempor&auml;r ab. Nachdem es aber Ende 2012 zugunsten eines ungehemmten QE umschwenkte, fand Japan schnell wieder Anschluss an den Erholungszyklus. Im Fall Europas haben hingegen eine Reihe von mehr oder weniger guten Gr&uuml;nden die EZB bis k&uuml;rzlich davon abgehalten, ein ordentliches QE zu lancieren. So &uuml;berrascht die anhaltende Flaute im Bereich der Unternehmensgewinne und Investitionen kaum (die j&uuml;ngsten Wirtschaftsdaten zeigen zwar eine Aufhellung auf, diese reicht aber noch nicht aus, um sich in den nachfolgenden Grafiken zu spiegeln). Da die EZB inzwischen allerdings den &laquo;Tabubruch&raquo; zugunsten von QE vollzogen hat, repr&auml;sentiert die im Laufe der letzten Jahren er&ouml;ffnete &laquo;Kluft&raquo; zu den anderen Volkswirtschaften (graue Pfeile) das inzwischen dementsprechend grosse Aufholpotenzial des Euroraums.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4070\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/eb40c83db7738c6aa4900180e3f8d352.png\" alt=\"13 05 15 1lgt\" width=\"600\" height=\"220\" \/><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">EUR folgt dem durch den JPY &laquo;vorgetreten&raquo; Pfad<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Die n&auml;chste Grafik vergleicht die Abwertungspfade des Euro und des Yen gegen&uuml;ber dem US-Dollar, beginnend sechs Monate vor der jeweiligen QE-Ank&uuml;ndigung (d.h. 22. Juli 2014 f&uuml;r den Euro und 4. Oktober 2012 f&uuml;r den Yen. Wir haben diese Grafik auch im LGT Beacon vom 4. M&auml;rz 2015 gezeigt (mit normierten Indizes). Der Euro folgt derzeit in der Tat dem Pfad des Yen. So w&uuml;rden wir nicht &uuml;berrascht sein, wenn der Euro die n&auml;chsten Monate oder sogar Quartale tendenziell seitw&auml;rts bis nur leicht schw&auml;cher tendieren w&uuml;rde. Am Ende d&uuml;rften die dominierenden makro&ouml;konomischen Kr&auml;fte den Euro aber wieder belasten und zwischenzeitliche Aufw&auml;rtsbewegungen limitieren. Wir bleiben in unseren Multi-Asset-Strategien im Euro weiterhin grunds&auml;tzlich untergewichtet.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4071\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/aedc0e8f170a694db2c1e99d883fa488.png\" alt=\"13 05 15 2lgt\" width=\"600\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank der sukzessiven Lockerung der Geldpolitik sind Euro-Aktien seit letztem Herbst stark gestiegen. 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