{"id":21471,"date":"2015-06-03T09:00:00","date_gmt":"2015-06-03T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/06\/03\/lgt-das-makroumfeld-bleibt-freundlich\/"},"modified":"2015-06-03T09:00:00","modified_gmt":"2015-06-03T09:00:00","slug":"lgt-das-makroumfeld-bleibt-freundlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-das-makroumfeld-bleibt-freundlich\/","title":{"rendered":"LGT: Das Makroumfeld bleibt freundlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Je l&auml;nger sich der Schuldenstreit mit Griechenland hinzieht, desto eher k&ouml;nnte es demn&auml;chst zu Marktturbulenzen kommen. Daher lohnt sich ein Blick auf das globale Makro-Gesamtbild. Trotz gewisser Datenschwankungen bleibt die US-Konjunktur n&auml;mlich robust genug f&uuml;r die Zinswende. Zugleich &uuml;berrascht Japan nun immer wieder positiv, w&auml;hrend die j&uuml;ngsten geldpolitischen Impulse im Euroraum erste Vorboten einer allgemeinen Erholung hervorgebracht haben&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>von Mikio Kumada, CIIA, Global Strategist bei LGT Capital Partners<span style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; color: black;\"> <br \/><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist von Zeit zu Zeit sinnvoll, einen Schritt zur&uuml;ck zu setzen, um das Gesamtbild zu betrachten. Dabei wollen wir uns heute mit dem nominalen Wachstum besch&auml;ftigen. In Zeiten, in denen die meisten Staaten mit hohen Schuldenquoten und anderen deflation&auml;ren Strukturfaktoren k&auml;mpfen, ist das nominale Bruttoinlandsprodukt (NBIP) von besonderer Bedeutung &ndash; u.a. weil es die Basis aller Steuereinnahmen darstellt. Anders als das &laquo;reale&raquo; (d.h. inflationsbereinigte) BIP reflektiert es die statistisch etwas weniger &laquo;manipulierbare&raquo; Gesamtleistung, die sich aus der Produktivit&auml;ts-, Bev&ouml;lkerungs- und Preisentwicklung ergibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem spielt das NBIP eine zunehmende Rolle in der Geldpolitik. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Experten mit der Idee des regelbasierten Anpeilens eines stabilen NBIP-Pfades angefreundet. Insbesondere in einem Nullzinsumfeld sei dieser Ansatz effektiver als das Anstreben eines Inflationsziels. Zudem werde die Stabilit&auml;t und Berechenbarkeit der Geldpolitik erh&ouml;ht. J&uuml;ngstes Beispiel f&uuml;r die wachsende Akzeptanz der Idee ist eine am 27. Mai publizierte Studie der Federal Reserve von St. Louis, zu dessen Autoren auch ihr Pr&auml;sident, James Bullard, z&auml;hlt (&laquo;Optimal Monetary Policy at the Lower Zero Bound&raquo;). Kurz: Um den Erfolg &laquo;reflation&auml;rer&raquo; Geldpolitik (z.B. &laquo;quantitative Lockerung&raquo; bzw. QE) zu messen und Hinweise zu erhalten, was eine Notenbank als n&auml;chstes tun k&ouml;nnte, d&uuml;rften die nominalen Daten aussagekr&auml;ftiger sein, als die &ouml;fter zitierten &laquo;realen&raquo; Werte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stabiles Nominalwachstum in den USA<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das US-NBIP ist gem&auml;ss der letztw&ouml;chigen Revision im ersten Quartal 2015 um 0.9% geschrumpft (bei allen in diesem Beitrag erw&auml;hnten Wachstumsraten handelt es sich um annualisierte Ver&auml;nderungsraten gegen&uuml;ber Vorquartal). Dieser R&uuml;ckgang ging jedoch in hohem Masse auf Konsum-, Freizeit- und Bauaktivit&auml;ten zur&uuml;ck, die wetterabh&auml;ngig sein k&ouml;nnen. Dazu kam ein Einbruch der Kraftstoffausgaben um 62% &ndash; was sich allerdings kaum wiederholen d&uuml;rfte (sofern sich der Roh&ouml;lpreis demn&auml;chst nicht noch einmal innerhalb weniger Monate halbiert). Das NBIP sollte sich also wieder erholen. Zudem bewegt sich der gleitende Vierquartalsschnitt des Wachstums (stellvertretend f&uuml;r den mittelfristigen Trend) seit dem Q3\/2010 bemerkenswert stabil um die 4%. So wirkt der Q1- R&uuml;ckgang lediglich wie eine gelegentliche Schwankung um den Mittelwert. In diesem Sinne scheint die US-Konjunktur robust genug geblieben zu sein, um irgendwann im Herbst die erste Leitzinserh&ouml;hung &laquo;verkraften&raquo; zu k&ouml;nnen &ndash; die Inflation mag noch unter dem Quasi-Zielwert von 2% notieren, doch das Nominalwachstum zeigt sich stabil auf respektablem Niveau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beschleunigung in Japan und Europa<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den anderen grossen Volkswirtschaften mit aktiven QE-Programmen hat sich das NBIP-Wachstum indessen zuletzt wieder beschleunigt. In Japan wuchs es um 7.7%, nach 2.8% im Vorquartal, womit sich der Vierquartalsschnitt wieder auf den rund zweij&auml;hrigen Trendwert von 2% erholte &ndash; was beachtlich ist, weil Japans Nominalwachstum in den vorangegangenen 20 Jahren 0% betrug und seine Bev&ouml;lkerung seit 2009 schrumpft. Auch in der Eurozone, wo die QE-Entscheidung erst im vergangenen Januar fiel, gibt es inzwischen erste Hinweise auf ein beschleunigtes Nominalwachstum &ndash; n&auml;mlich in Spanien und Frankreich .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese mittelfristigen Trends implizieren grunds&auml;tzlich weiterhin ein positives Umfeld f&uuml;r Aktien &ndash; selbst wenn es demn&auml;chst wieder zu Turbulenzen kommen sollte. Besonders begr&uuml;ssenswert sind sie zudem im Lichte der Ergebnisse der aktuellsten globalen Markit-Einkaufsmanagerumfragen f&uuml;r die Industrie, die am 31. Mai ver&ouml;ffentlicht wurden. Diese konjunkturellen Fr&uuml;hindikatoren haben sich in 60% der teilnehmenden L&auml;nder im positiven Bereich gehalten, darunter in den USA, und in rund 70% der F&auml;lle gegen&uuml;ber dem Vormonat aufgehellt, darunter in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern und Japan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stabiler Wachstumstrend in den USA<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Nominalwachstum (saisonal bereinigte, annualisierte Ver&auml;nderungsrate gegen&uuml;ber Vorquartal, bzw. &laquo;QoQ-SAAR&raquo;) schwankt von Quartal zu Quartal, wobei die gelegentlichen R&uuml;ckg&auml;nge in den USA in den letzten Jahren w&auml;hrend der Winterzeit immer wieder besonders stark ausgefallen sind . Das mittelfristige US-Trendwachstum (gleitender Vierquartalsschnitt) ist allerdings seit etwa f&uuml;nf Jahren auff&auml;llig stabil geblieben &ndash; trotz starkem US-Dollar, &Ouml;lbaisse und einer eher restriktiven Fiskalpolitik (sinkendes Budgetdefizit). Das US-Wachstum sollte sich daher demn&auml;chst wieder in Richtung des Trendwerts erholen. Folglich d&uuml;rfte die Fed von ihrer fr&uuml;hestens im Herbst erwarteten ersten Zinserh&ouml;hung nur dann Abstand nehmen, wenn diese Erholung wider Erwarten ausbleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4095\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/4a46771752bb914d1a5371b6a332c160.png\" alt=\"03 06 15 1 LGT\" width=\"600\" height=\"202\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufhellung der Trends in Japan und Europa<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japans NBIP ist im Q1 &uuml;berraschend um 7.7% angestiegen (QoQ-SAAR, zwecks Vergleichbarkeit mit den US-Daten). Somit hat sich Japan weitgehend vom Effekt der Mehrwertsteuererh&ouml;hung vom April 2014 erholt, wie wir erwartet hatten . Der Vierquartalsschnitt ist jetzt wieder auf dem Niveau, wo er seit rund zwei Jahren notiert. Auch im Euroraum haben sich unter den gr&ouml;sseren &Ouml;konomien Frankreich und Spanien schon im Q1 recht deutlich aufgehellt (obwohl das im Januar angek&uuml;ndigte europ&auml;ische QE-Programm erst Mitte M&auml;rz effektiv gestartet wurde) &ndash; was besonders begr&uuml;ssenswert ist. Denn noch vor einem Jahr lief Frankreich Gefahr, in den negativen Bereich abzurutschen, w&auml;hrend Spanien zu den L&auml;ndern z&auml;hlte, die besonders hart von der &laquo;Eurokrise&raquo; getroffen wurden. Erw&auml;hnenswert ist auch, dass Deutschlands Trendwachstum, &auml;hnlich wie in den USA, vergleichsweise stabil auf hohem Niveau notiert .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4096\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/0b05b36be9be29fa5268936f05e82c7b.png\" alt=\"03 06 15 2 LGT\" width=\"600\" height=\"396\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je l&auml;nger sich der Schuldenstreit mit Griechenland hinzieht, desto eher k&ouml;nnte es demn&auml;chst zu Marktturbulenzen kommen. Daher lohnt sich ein Blick auf das globale Makro-Gesamtbild. Trotz gewisser Datenschwankungen bleibt die US-Konjunktur n&auml;mlich robust genug f&uuml;r die Zinswende. 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