{"id":21478,"date":"2015-07-08T06:00:00","date_gmt":"2015-07-08T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/07\/08\/lgt-die-sirenen-ignorieren-und-kurs-halten-2\/"},"modified":"2015-07-08T06:00:00","modified_gmt":"2015-07-08T06:00:00","slug":"lgt-die-sirenen-ignorieren-und-kurs-halten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-sirenen-ignorieren-und-kurs-halten-2\/","title":{"rendered":"LGT: Die Sirenen ignorieren und Kurs halten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Griechen haben am Sonntag klar daf&uuml;r gestimmt, ihrer neuen Regierung den R&uuml;cken zu st&auml;rken. Damit betritt Europa politisch Neuland. Ein griechischer Euroaustritt scheint jetzt wahrscheinlich&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>von Mikio Kumada, CIIA, Global Strategist bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anleger sollten jedoch folgenden wichtigen Punkt nicht aus den Augen verlieren: Abgesehen von tempor&auml;ren Marktturbulenzen w&uuml;rden die wirklich schwerwiegenden Sch&auml;den prim&auml;r Griechenland betreffen &#8211; und selbst dies w&auml;re auf lange Sicht nicht zwingend negativ.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ereignisse haben seit dem griechischen Referendum wieder eine Wendung genommen. Yanis Varoufakis, der streitbare griechische Finanzminister, ist trotz des Wahltriumpfes seiner Fraktion sofort zur&uuml;ckgetreten, ebenso wie Adonis Samaras, der Chef der gr&ouml;ssten Oppositionspartei. Die Regierung hat sich anschliessend in Krisengespr&auml;chen mit den drei proeurop&auml;ischen Oppositionsparteien auf eine gemeinsame Erkl&auml;rung &uuml;ber die nationalen Priorit&auml;ten geeinigt &#8211; darunter der Verbleib im Euro und die Umsetzung &#8220;glaubw&uuml;rdiger&#8221; Reformen. So k&ouml;nnte das Referendum letztlich geholfen haben, die eigene Innenpolitik wachzur&uuml;tteln und damit die Voraussetzungen f&uuml;r eine rasche Annahme und Umsetzung eines neuen Rettungs- und Reformprogramms zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europas &#8220;Grexit&#8221;-Bef&uuml;rworter als Gewinner des Referendums<\/strong><br \/> In Europa stehen die Chancen jetzt besser denn je, dass sich die Bef&uuml;rworter des &#8220;Grexit&#8221;, d.h. des Euroaustritts Griechenlands, tats&auml;chlich demn&auml;chst durchsetzen. Sie haben auch in Griechenland an Boden gewonnen, auch wenn sie noch klar in der Minderheit sind. Interessant ist dabei, wie die unterschiedlichsten &#8220;Grexit&#8221;-Bef&uuml;rworter am Ende weitgehend konvergieren: In Gl&auml;ubigerl&auml;ndern wird der &#8220;Grexit&#8221; oft als &#8220;Strafe&#8221; f&uuml;r schlechtes Benehmen und als &#8220;Abschreckung&#8221; f&uuml;r andere &#8220;S&uuml;nder&#8221; gesehen, in Griechenland (und anderswo) hingegen eher lediglich als effizientes Mittel, den &#8220;unnachgiebigen&#8221; Gl&auml;ubigern den Schuldenschnitt aufzuzwingen und den Neubeginn zu wagen. Mit oder ohne &#8220;Grexit&#8221;: Letztlich geht es immer um den politisch und sozial am ehesten gangbaren Weg zur Schuldenentlastung und der Erh&ouml;hung der Wettbewerbsf&auml;higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So k&ouml;nnte das Referendum vielleicht auch dazu beigetragen haben, dass es auch in Europa d&auml;mmert, dass die Schuldenfrage nicht viel weiter aufgeschoben werden kann. So k&ouml;nnte das Referendum trotz allem den Prozess zu einer halbwegs ordentlichen Probleml&ouml;sung beschleunigt haben &#8211; sei es in Form des &#8220;Grexit&#8221; oder eines neuen l&auml;ngerfristigen Rettungsprogramm. Nat&uuml;rlich handelt es sich hierbei nur um Spekulationen. Das derzeit besonders angespannte politische Umfeld in Europa tr&uuml;bt die Sicht nur zus&auml;tzlich. Mit Ausnahme der chinesischen Aktienm&auml;rkte (die derzeit mit eigenen, hausgemachten Problemen k&auml;mpfen) sind allerdings auch die Reaktionen an den internationalen Finanzm&auml;rkten in diesen letzten Tagen vergleichsweise ruhig ausgefallen. Eine gewisse berechnende Distanz zum typischen politischen L&auml;rm, der einem in solchen Situationen aus allen Richtung entgegenbl&auml;st, d&uuml;rfte auch hier nicht schaden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europa kann Grexit Szenario widerstehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Womit wir beim Fazit aus Investorensicht angekommen w&auml;ren. Ein vollst&auml;ndiger Bankrott und\/oder &#8220;Grexit&#8221; w&uuml;rde sowohl der Europ&auml;ischen Union im Allgemeinen und dem Euroraum im Besonderen kurzfristig sicher wirtschaftliche Kosten aufb&uuml;rden und auf l&auml;ngere Sicht wohl auch einige politische Risiken mit sich bringen &#8211; un&uuml;berwindbar katastrophal und irreparabel w&auml;ren die Sch&auml;den jedoch nicht. Kurzfristig k&ouml;nnte sich der politische Schock sogar als Segen f&uuml;r die Konjunktur erweisen &#8211; wenn die Europ&auml;ischen Zentralbank ihr bereits massives quantitatives Lockerungsprogramm weiter ausweiten und die ohnehin bereits abklingende Austerit&auml;t in L&auml;ndern wie Spanien zus&auml;tzlich gelockert (oder sogar r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht) werden w&uuml;rde &#8211; und sei es nur darum, um einer &auml;hnlichen politischen Radikalisierung wie in Griechenland zuvorzukommen. Wie die Dinge jedenfalls derzeit stehen, halten wir an unserer taktischen Asset Allokation unver&auml;ndert fest &#8211; das heisst u.a. auch, dass wir bei Aktien in Japan, Europa und USA weiterhin &uuml;bergewichtet bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Gewinnerwartungen bleiben realistisch<\/strong><br \/> Auch wenn Nachrichten zu Griechenland die Finanzm&auml;rkte in den kommenden Tagen auch weiterhin beherrschen d&uuml;rften, sollten wir nicht vergessen, dass heute Abend die Berichtssaison f&uuml;r das zweite Quartal 2015 beginnt. Wir bieten daher hier (siehe PDF, Seite 2) einen &Uuml;berblick &uuml;ber die aktuellen Ertragserwartungen in den USA sowie auf globaler Ebene. Die erste Tabelle zeigt die Konsensprognosen (Stand 26. Juni) f&uuml;r den Gewinn je Aktie (EPS) im S&amp;P 500 in den kommenden Quartalen und Jahren. F&uuml;r das Q2\/2015 wird wegen des Einbruchs im Energiesektor auf Gesamtindexebene fast gar kein Wachstum erwartet. Allerdings neigte in den vergangenen Quartalen der Analystenkonsens dazu, den negativen Effekt des Energiesektors zu &uuml;bersch&auml;tzen und die positiven Auswirkungen der &Ouml;lbaisse auf die anderen Sektoren zu untersch&auml;tzen. Wahrscheinlich ist, dass die US-Unternehmen diese Erwartungen zumindest in bescheidenem Ausmass wieder &uuml;bertreffen k&ouml;nnen. Bis 2016 und 2017 soll sich das US EPS-Wachstum allm&auml;hlich wieder auf rund 12% pro Jahr ansteigen &#8211; im Einklang mit dem erwarteten Gewinnwachstum in den meisten anderen wichtigen M&auml;rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4139\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/61c5cb0cd578b827cd179dfa4456bd07.png\" alt=\"08 07 2015 1lgt\" width=\"600\" height=\"106\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gewinnrevisionen beg&uuml;nstigen Eurozone, USA und Japan<\/strong><br \/> Die n&auml;chsten Grafiken&nbsp; zeigen die Ver&auml;nderung der erwarteten Gewinnwachstumsraten seit dem 22. April (Sp&auml;tphase der letzten Berichtssaison) sowie die aktuellen Erwartungstand (basierend auf MSCI-Indizes, weswegen sich die US-Daten von den o.a. S&amp;P 500-basierten Zahlen abweichen). Die Wachstumserwartungen f&uuml;r die n&auml;chsten 12 Monate haben sich f&uuml;r die Eurozone, USA und Japan aufgehellt. Die Erwartungen f&uuml;r das Kalenderjahr 2016 sind allerdings mit Ausnahme Japans &uuml;berall im Gegenzug gesunken. Die Konsenserwartungen bleiben damit auf dem Boden der Realit&auml;t. Betreffend der Emerging Markets erscheint hingegen weiterhin etwas Vorsicht gerechtfertigt zu sein &#8211; die Revisionsschwankungen wirken extrem und unberechenbar. So ist die Wachstumsrate f&uuml;r die n&auml;chsten 12 Monate f&uuml;r brasilianische Unternehmen von -13% im April auf etwa 88% angestiegen (vgl. auch Tabelle Seite 4, siehe PDF). F&uuml;r das Kalenderjahr 2016 gehen sie gleichzeitig vergleichsweise nur moderat zur&uuml;ck. Obwohl das globale Makroumfeld derzeit gutartig ist und bleibt, wirken die Konsenserwartungen f&uuml;r die Schwellenl&auml;nder insgesamt doch noch etwas zu rosig &#8211; besonders angesichts der tats&auml;chlichen EPS-Leistungen der letzten Jahre. Eine Ausnahme ist China &#8211; nur leider wurde diese &#8220;vern&uuml;nftige&#8221; Analystenhaltung l&auml;ngst von einer fundamental nicht begr&uuml;ndbaren Aktienrallye ausgeglichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4140\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/c5f7de998c75da5adbc9406d058ab062.png\" alt=\"08 07 2015 2lgt\" width=\"600\" height=\"391\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Griechen haben am Sonntag klar daf&uuml;r gestimmt, ihrer neuen Regierung den R&uuml;cken zu st&auml;rken. Damit betritt Europa politisch Neuland. 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