{"id":21489,"date":"2015-07-29T06:00:00","date_gmt":"2015-07-29T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/07\/29\/lgt-malaysia-im-sog-politischer-turbulenzen\/"},"modified":"2015-07-29T06:00:00","modified_gmt":"2015-07-29T06:00:00","slug":"lgt-malaysia-im-sog-politischer-turbulenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-malaysia-im-sog-politischer-turbulenzen\/","title":{"rendered":"LGT: Malaysia im Sog politischer Turbulenzen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Malaysia hat in letzter Zeit wegen der defizit&auml;ren und intransparenten Investitionspraxis seiner staatlichen F&ouml;rderagentur 1Malaysia Development Berhad (1MDB) weltweit f&uuml;r negative Schlagzeilen gesorgt. Beschuldigungen reichen von Fehlallokation zu Verschwendung und Bereicherung&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>von Zeck Marina &#8211;&nbsp; LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Doch nicht nur politische, sondern auch zyklische Gegenwinde machen dem Land zu schaffen. Nichtsdestotrotz bilden solide Fundamentalfaktoren die Grundlage f&uuml;r einen langfristig positiven Ausblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fall der 1MDB erstreckt sich mittlerweile in immer h&ouml;here politische Kreise. So wird denn Premierminister Najib der Bereicherung beschuldigt. Er dementiert zwar, Gelder zur pers&ouml;nlichen Bereicherung angenommen zu haben. Damit schliesst er aber nicht aus, die vermeintlichen knapp USD 700 Mio. zur Wahlkampffinanzierung im Mai 2013 verwendet zu haben. Gegen in die Aufdeckung involvierte Medien geht die Regierung derzeit rigoros vor, mit dem Vorwand zur Wahrung der &ouml;ffentlichen Sicherheit. Zudem wurden einige Minister zu Beginn dieser Woche entlassen. Die Situation um den defizit&auml;ren Staatsfonds und die Verwicklungen des Premierministers bleiben weiterhin intransparent. Das politische Extremrisiko ist entsprechend gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Finanzmarkt Malaysias hat sich in den letzten Monaten nicht von seiner besten Seite gezeigt. Der Kuala Lumpur Composite Index hat innerhalb eines Jahres rund 10% verloren, und der Malaysian Ringgit durchschritt k&uuml;rzlich die psychologisch wichtige Grenze von MYR 3.80 gegen&uuml;ber dem US-Dollar. Zu diesem Kurs war die malaysische Valuta in der Folge der Asienkrise von 1998 bis 2005 fixiert. Damit ist er trotz Interventionen der Zentralbank auf ein 17-Jahres-Tief gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Malaysia k&auml;mpft mit der Rohstoffbaisse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur d&uuml;steren Lage an den Finanzm&auml;rkten hat aber nicht nur die turbulente politische Szenerie beigetragen, sondern auch das sich eintr&uuml;bende konjunkturelle Momentum der s&uuml;dostasiatischen Volkswirtschaft. So weht dem rohstoffreichen Land zyklischer Gegenwind aufgrund der tiefen Energiepreise entgegen. Neben Palm&ouml;l sind unter anderem Erd&ouml;l und -gas wichtige Exportg&uuml;ter. Im Zuge des Zerfalls der Roh&ouml;lpreise musste der staatliche &Ouml;lriese Petronas seine Investitionspl&auml;ne k&uuml;rzlich stark zur&uuml;ckschrauben. Zudem klagt der wichtige Handelspartner China &uuml;ber konjunkturelle Sorgen. Der Leistungsbilanz&uuml;berschuss ist in den letzten Jahren stark gesunken und betr&auml;gt mittlerweile, verglichen mit rekordhohen 17% im 2008, nur noch 3.5% des Bruttoinlandprodukts (BIP).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch nicht nur wegbrechende Exporteinnahmen machen der malaysischen Wirtschaft zu schaffen. Ebenso d&uuml;rfte der bisher &uuml;berraschend starke Konsum durch die Einf&uuml;hrung der Mehrwertsteuer von 6% im April dieses Jahres einen D&auml;mpfer erleiden. Dar&uuml;ber hinaus lastet die zunehmende Verschuldung der Haushalte auf dem Konsum. Und auch der Staat muss den G&uuml;rtel enger schnallen. Mit einem in diesem Jahr angestrebten Haushaltsdefizit von 3.2% des BIP klafft zwar noch immer eine relativ grosse L&uuml;cke, insbesondere angesichts der potenziell gestiegenen Verbindlichkeiten der Regierung durch 1MDB. Mit der Einf&uuml;hrung der Mehrwertsteuer ist die Regierung allerdings auf dem fiskalpolitisch richtigen Weg. Ausserdem hat die Regierung in Kuala Lumpur die Gunst der Stunde genutzt, um in Zeiten tiefer Rohstoffpreise die Energiepreissubventionen zu k&uuml;rzen. Diese Konsolidierungsmassnahmen sind auf lange Frist &auml;usserst positiv zu werten, wenn auch kurzfristig Kosten f&uuml;r die Wirtschaft anfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dank diversifizierter &Ouml;konomie bleibt die Konjunktur in Schwung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nichtsdestotrotz wird erwartet, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 4.8% zulegt und 2016 sogar um 5.1%. So profitiert Malaysia insgesamt von einer relativ gut diversifizierten &Ouml;konomie und vertraut nicht nur auf den Export von Rohstoffen. Der heimische Konsum tr&auml;gt ebenso zum Gesamtwachstum bei wie der Industriesektor. Letzterer gewinnt dank des tieferen Wechselkurses an Wettbewerbsf&auml;higkeit. Nicht zuletzt erfreut die robustere US-Nachfrage. Die Geldpolitik steuert ihren Teil entsprechend bei. Da Sorgen um eine schw&auml;chere Valuta Zinssenkungen eher unwahrscheinlich erscheinen lassen und konjunkturelle N&ouml;te die Zentralbank an Zinserh&ouml;hungen hindern, ist vorerst wohl keine Zins&auml;nderung zu erwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Solide Fundamentalfaktoren st&auml;rken den langfristigen Ausblick<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als offene Volkswirtschaft wird Malaysia von den globalen Entwicklungen besonders beeinflusst. So ist mit zunehmendem Entwicklungsgrad seiner Finanzm&auml;rkte auch der Anteil an ausl&auml;ndisch gehaltenen Schulden gestiegen. Dieser betr&auml;gt mittlerweile rund 30% der ausstehenden Staatsanleihen in Lokalw&auml;hrung, womit die malaysische Valuta den Launen ausl&auml;ndischer Investoren ausgesetzt ist. Angesichts der flexiblen W&auml;hrung, der &uuml;berwiegend in Lokalw&auml;hrung denominierten Verschuldung sowie W&auml;hrungsreserven der Zentralbank von derzeit rund USD 100 Mrd. verf&uuml;gt das Land aber &uuml;ber einen relativ soliden Puffer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig wird versucht, das Wachstum langfristig anzukurbeln und dem langsamen, aber stetigen Verlust der sogenannten demographischen Dividende &ndash; das heisst, wenn die Erwerbsbev&ouml;lkerung schneller w&auml;chst als die Gesamtbev&ouml;lkerung &ndash; entgegenzuwirken. Dabei geh&ouml;ren Produktivit&auml;t und Innovationen zu den zentralen Pfeilern des elften Malaysia-Plans der Regierung. Mittels Investitionen in die Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie Verbesserungen im Bildungsbereich und einer h&ouml;heren Partizipation der Frauen am Arbeitsmarkt soll das Land mit derzeit hohem mittleren Einkommen bis 2020 in eines mit hohem Einkommen transformiert werden. Ausserdem wird ein nachhaltigeres Wachstum angestrebt, das zugleich die Einkommensunterschiede in der Bev&ouml;lkerung abbauen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4159\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/8fe021071d5acd03a5d83d6e3930e355.png\" alt=\"29 07 15 1lgt\" width=\"586\" height=\"163\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>G&uuml;nstigere Aktienmarktbewertung bietet interessante Gelegenheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die negativen Entwicklungen in j&uuml;ngster Zeit haben sich am Aktienmarkt niedergeschlagen. Entsprechend ist das Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis (KGV) des Kuala Lumpur Composite Index auf 17.30 gesunken und n&auml;hert sich damit dem f&uuml;nfj&auml;hrigen Durchschnitt. Auch der MSCI Malaysia ist g&uuml;nstiger geworden &ndash; insbesondere im Vergleich zum MSCI All Country World. Das KGV-Verh&auml;ltnis befindet sich mit derzeit 0.88 deutlich unter dem F&uuml;nf-Jahres-Schnitt von 1.08. Auch wenn die politischen Turbulenzen kaum schon vor&uuml;ber sein d&uuml;rften, bietet sich eine attraktive Einstiegsgelegenheit, sobald sich die politischen Wogen wieder gl&auml;tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4160\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/a7b965a675a5d4d7c538480539985f35.png\" alt=\"29 07 15 2lgt\" width=\"600\" height=\"250\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Malaysia hat in letzter Zeit wegen der defizit&auml;ren und intransparenten Investitionspraxis seiner staatlichen F&ouml;rderagentur 1Malaysia Development Berhad (1MDB) weltweit f&uuml;r negative Schlagzeilen gesorgt. Beschuldigungen reichen von Fehlallokation zu Verschwendung und Bereicherung&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4158,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21489","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21489"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21489\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}