{"id":21496,"date":"2015-08-27T06:00:00","date_gmt":"2015-08-27T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/08\/27\/lgt-die-bullen-werden-sich-neuformieren-und-zurueckschlagen\/"},"modified":"2015-08-27T06:00:00","modified_gmt":"2015-08-27T06:00:00","slug":"lgt-die-bullen-werden-sich-neuformieren-und-zurueckschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-bullen-werden-sich-neuformieren-und-zurueckschlagen\/","title":{"rendered":"LGT: Die \u00abBullen\u00bb werden sich neuformieren und zur\u00fcckschlagen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Erstmals seit vier Jahren erleben die Aktienm&auml;rkte eine &laquo;Korrektur&raquo;, die diesen Namen auch verdient&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kann sein, dass die Volatilit&auml;t kurzfristig hoch bleibt und sogar weiter steigt. Insgesamt bleibt das Makroumfeld jedoch freundlich, Chinas Wachstumsprobleme sind ein &laquo;alter Hut&raquo;, w&auml;hrend zinssensitive US-Sektoren seit einiger Zeit sehr gut laufen. Diese Faktoren deuten darauf hin, dass sich die Kr&auml;fte der Hausse relativ rasch zur&uuml;ckmelden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der S&amp;P 500 verlor im Laufe der letzten Woche rund 10%. Ein vergleichbarer Einbruch wurde zuletzt zwischen dem 2. und 8. August 2011 verbucht, als der US-Index rund 13% verlor. Damals wurde das US-Kreditrating gesenkt, eine US-Rezession schien nahe, im Kongress tobte der Schuldenstreit und in Europa die Eurokrise. Diesmal beunruhigt der anhaltende Ausverkauf chinesischer Aktien, die anschliessende unerwartete Abwertung des Yuan und die Absicht der US-Notenbank, ihre Leitzinsen demn&auml;chst (ganz leicht) anzuheben. Kommt es diesmal anders als 2011? Steht uns jetzt eine Baisse bevor? Wir denken nicht &#8211; zumindest noch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstens wird Chinas globale Rolle eher &uuml;bertrieben. Die US-Exporte nach China betragen nur 0.5% des US-Bruttoinlandsprodukts. Die Werte f&uuml;r Europa und Japan liegen bei 1% bzw. 2.5% &#8211; die Binnennachfrage ist in Industriel&auml;ndern einfach weit wichtiger. Zudem wissen wir aus der Geschichte, dass globale Aktienhaussen anhalten k&ouml;nnen, selbst wenn das Wachstum sehr grosser L&auml;nder einbricht &#8211; wie etwa 1995, als Japans Stagnation begann, sowie 1980 und 1992, als Europa zyklische R&uuml;ckschritte erlebte &#8211; und Japan war damals deutlich gr&ouml;sser als China, w&auml;hrend Euroland nat&uuml;rlich weiterhin deutlich vor China liegt (siehe Seite 2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">China-&Auml;ngste sind &uuml;bertrieben und d&uuml;rften wieder verblassen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommt, dass sich nach den bisher f&uuml;nf Zinssenkungen seit November die chinesische Konjunktur demn&auml;chst doch zumindest tempor&auml;r stabilisieren d&uuml;rfte. Die Daten entt&auml;uschen schliesslich schon seit l&auml;ngerer Zeit &#8211; das kann man selten geradlinig fortschreiben. Eigentlich lag das Hauptproblem des vergangenen Jahres schliesslich darin, dass die Festlandinvestoren die Fundamentaldaten ignorierten und die Aktienbewertungen zu schnell auf unrealistische Niveaus trieben. Zudem sollten wir uns auch daran erinnern, dass Chinas CSI 300 immer rund 33% h&ouml;her notiert als vor einem Jahr &#8211; d.h. der Verm&ouml;genseffekt d&uuml;rfte also immer noch positive sein, wenn wir eine etwas weniger kurzfristige Perspektive betrachten. Gewiss: Die Bewertungen in China d&uuml;rften wohl noch weiter sinken (wobei das bei steigenden Firmengewinnen auch in einem breiten Seitw&auml;rtstrend geschehen kann). China-bezogene globale Konjunktur&auml;ngste sollten jedoch bald wieder in den Hintergrund treten &#8211; auch deswegen, weil Konjunkturentt&auml;uschungen aus China letztlich einen &laquo;alten Hut&raquo; darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">US Rate empfindliche Sektoren sind unter den Outperformer gewesen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens, was die US-Zins&auml;ngste betriff, z&auml;hlen seit geraumer Zeit ausgerechnet die zinssensitiven Sektoren (Banken, H&auml;userbauer, Hypothekenvermittler und Immobilienaktien) zu den relative starken Segmenten des US-Marktes (z.B. der H&auml;userbausektor erreichte letzte Woche ein neues Zyklushoch). Nach mehr als sechs Jahren extrem expansiver Geldpolitik und Schuldenabbau scheint der Markt subtil die Gesundung des Kreditsystems zu signalisieren &#8211; was nat&uuml;rlich positive mittelfristige Konjunkturperspektiven er&ouml;ffnen w&uuml;rde. &Auml;hnliches k&ouml;nnen wir auch in Japan und Europa beobachten, wenn auch weniger deutlich, weil die Konjunkturzyklen dieser L&auml;nder schliesslich den USA hinterherhinken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen konstruktiven Blick auf M&auml;rkten beibehalten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen wir nat&uuml;rlich stets unsere Einsch&auml;tzungen hinterfragen und die Risiken angemessen steuern. Unsere Portfoliomanager haben auch zeitnah entsprechend gehandelt: So wurden Put-Optionen auf Aktienindizes gekauft, als die Volatilit&auml;t niedrig war &#8211; und nach dem Anstieg der Volatilit&auml;t zu deutlich h&ouml;heren Kursen verkauft. Vorerst betrachten wir solche Gegenmassnahmen als ausreichend. Eine Revision der globalen Markteinsch&auml;tzung werden wir allenfalls nach unserem umfassenden Quartalsstrategieprozesses im n&auml;chsten Monat vornehmen. Die Qualit&auml;t der kommenden Erholung, die wir erwarten, wird dabei sicherlich einen wichtigen Faktor in unserer Neueinsch&auml;tzung bilden.<\/p>\n<p>Charts und zus&auml;tzliche Hintergrundinformationen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den ersten zwei Grafiken zeigen wir den j&uuml;ngsten Ausverkauf im S&amp;P 500 in historischer Perspektive (Grafik links) sowie die er-w&auml;hnte relative St&auml;rke zinsempfindlicher US-Aktiensektoren seit einigen Monaten (Grafik rechts). Was den S&amp;P 500 betrifft, so wur-de aktuell erstmals seit August 2011 die 100-Tage-Durchschnittslinie (d.h. der mittelfristige Trend) erreicht. Die Tatsache, dass wir so lange keine gr&ouml;ssere Verwerfung erlebt haben, verweist darauf, dass sich zu viel &laquo;Gelassenheit&raquo; unter Investoren &laquo;angestaut&raquo; hatte. Im Falle einer intakten Hausse d&uuml;rfte die aktuelle Volatilit&auml;t aber die Geister aufwecken, die Marktbereinigung beschleunigen und recht z&uuml;gig zur R&uuml;ckkehr der Bullen f&uuml;hren. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen wir auch nicht ausschliessen, dass es sich um den Anfang vom Ende des Bullenmarktes handelt. Vorerst gehen wir jedoch eher von einer Erholung aus &#8211; und die ersten Indizien sprechen f&uuml;r eine recht robuste &laquo;Gegenoffensive&raquo; der Bullen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4169\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/3dabad98fba005aa79cb025c7021def0.png\" alt=\"27082015 1\" width=\"583\" height=\"252\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschliessend zeigen wir, dass Chinas Datentalfahrt schon sehr lange anh&auml;lt (Grafik links) sowie die nominalen Bruttoinlandsproduk-te sehr grosser Volkswirtschaften in US-Dollar, relative zum nominalen BIP der USA (Grafik rechts). Die erste Grafik zeigt auf, dass die Gesch&auml;ftsumfragen in China schon seit einem Jahr stetig talw&auml;rts zeigen, im Falle des Zyklusindikators sogar seit noch l&auml;ngerer Zeit. Die Tatsache, dass nun in den Medien vermehrt von entt&auml;uschenden Konjunkturdaten in China die Rede ist, verweist darauf, dass hier prim&auml;r &laquo;alte H&uuml;te&raquo; wiederaufbereitet werden &#8211; das reduziert (mittelfristig) das Gewicht der Wirtschaftsdaten f&uuml;r die M&auml;rkte. Der Chart rechts soll hingegen aufzeigen, dass globale Aktienhaussen historisch selbst starke Einbr&uuml;che sehr grosser Volkswirtschaf-ten verkraftet haben &#8211; und sich anschliessend jahrelang fortsetzten. Dies war nach 1995 im Falle der grossen japanischen Stagnation der Fall. Aktien steigen auch nach den zyklischen Einbr&uuml;chen in Euroland 1980 sowie 1992 jahrelang weiter. Es gibt nat&uuml;rlich keine Anzeichen, dass Chinas BIP (relativ zum BIP der USA) demn&auml;chst in &auml;hnlicher Weise stark einbrechen wird. Die Grafik soll nur aufzei-gen, dass die globale Aktienhausse selbst im schlimmsten Fall (&laquo;Hard Landing&raquo; in China) durchaus weiter anhalten k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4170\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/164e7a1d9b457fbeb53942a0261a79c0.png\" alt=\"27082015 2\" width=\"586\" height=\"242\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals seit vier Jahren erleben die Aktienm&auml;rkte eine &laquo;Korrektur&raquo;, die diesen Namen auch verdient&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4038,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21496","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21496"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21496\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}