{"id":21499,"date":"2015-09-02T06:00:00","date_gmt":"2015-09-02T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/09\/02\/lgt-rueckbesinnung-auf-das-grosse-gesamtbild\/"},"modified":"2015-09-02T06:00:00","modified_gmt":"2015-09-02T06:00:00","slug":"lgt-rueckbesinnung-auf-das-grosse-gesamtbild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-rueckbesinnung-auf-das-grosse-gesamtbild\/","title":{"rendered":"LGT: R\u00fcckbesinnung auf das grosse Gesamtbild"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In unserer viertelj&auml;hrlichen Neubewertung der Anlagepolitik beurteilen wir makro&ouml;komische und fundamentale Faktoren sowie eine Reihe von Marktinformationen &#8211; ein Prozess, der sich &uuml;ber die Jahre bew&auml;hrt hat und eine ansehnliche Performance bei kontrollierter Volatilit&auml;t erm&ouml;glicht&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vorfeld dieses Strategieprozesses, welcher n&auml;chste Woche beginnt, wollen wir heute einmal einen Gesamt&uuml;berblick der existierenden l&auml;ngerfristigen B&ouml;rsentrends pr&auml;sentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst die wichtigste potenzielle Ver&auml;nderung: Die j&uuml;ngsten Marktereignisse in China haben dem Aufw&auml;rtstrend des Weltaktienbarometers MSCI All-Country World Index (ACWI, in USD) abrupt den Wind aus den Segeln genommen und es k&ouml;nnte etwas Zeit vergehen, bis sich die Lage wieder stabilisiert. Andererseits k&ouml;nnen wir erfreulicherweise aber auch feststellen, dass die aktuell laufende B&ouml;rsenerholung durchaus von guter &laquo;technischer Qualit&auml;t&raquo; ist. Wir d&uuml;rfen daher hoffen, dass sich zumindest in den entwickelten Volkswirtschaften die Hausse wieder in aller Deutlichkeit zur&uuml;ckmelden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Schwellenl&auml;nder schw&auml;chen das mittelfristige Bild der globalen Indizes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle sei angemerkt, dass der ACWI auch alle Schwellenl&auml;nder, d.h. die Emerging Markets (EM), inkludiert. Diese machen rund 15% der Kapitalisierung des Weltindex aus. Gemeinsam mit den eng mit den EM korrelierenden entwickelten M&auml;rkten des asiatisch-pazifischen Raumes (ohne Japan) kommen wir auf rund 20%. Anders formuliert: Aktien aus diesen L&auml;nderkategorien repr&auml;sentieren gut 36% der nicht amerikanischen Titel im Index, was doch signifikant ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch damit zur&uuml;ck zur globalen Ebene: Der ACWI notiert heute jedenfalls in etwa auf dem Niveau von vor anderthalb Jahren. Es k&ouml;nnten durchaus noch mehrere Monate vergehen, bevor wir die H&ouml;chstst&auml;nde vom Mai wiedersehen. Doch selbst eine solche, relativ lang anhaltende &laquo;Seitw&auml;rtsphase&raquo; muss per se noch keine Baisse einleiten. So erlebten wir zuletzt vom Sommer 2011 bis zum Fr&uuml;hjahr 2013 eine solche lange Phase trendloser Volatilit&auml;t &#8211; bevor sich die herrschende Hausse wieder in &laquo;voller Pracht&raquo; offenbarte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Relative St&auml;rke der entwickelten M&auml;rkte bleibt aber weiterhin robust<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig m&uuml;ssen wir festhalten, dass der zugrundeliegende langfristige globale Aufw&auml;rtstrend selbst im ACWI grunds&auml;tzlich noch ungebrochen bleibt, prim&auml;r dank der relativen St&auml;rke der &laquo;alten&raquo; Industriel&auml;nder. Letzteres gilt f&uuml;r Japan und Europa und in einem nur marginal geringeren Mass auch f&uuml;r die USA. Angesichts ihres vergleichsweise reiferen Alters zeigt die US-Hausse zwar zugegebenermassen gelegentlich gewisse &laquo;nat&uuml;rliche&raquo; Erm&uuml;dungserscheinungen. Trotzdem k&ouml;nnen wir feststellen, dass die USA wie schon seit 2009 nach wie vor recht verl&auml;sslich zu den st&auml;rkeren M&auml;rkten z&auml;hlen. Europa und Japan zeigen im Vergleich dazu erst seit September 2011 bzw. September 2012 relative St&auml;rke &#8211; und dies mit unterschiedlicher Intensit&auml;t und mehr Volatilit&auml;t. Unter dem Strich gilt jedenfalls: Aus relativer Sicht sind die j&uuml;ngsten China-Turbulenzen an diesen M&auml;rkten weitgehend spurlos vorbeigegangen .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine Anzeichen f&uuml;r eine echte Trendwende in den Schwellenl&auml;ndern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kehrseite der Medaille lautet: Die relative Schw&auml;che der Emerging Markets (USD) und in etwas geringerem Ausmass auch in &laquo;Asien-Pazifik ohne Japan&raquo; (USD) bleibt ebenso klar intakt. Es gibt bisher auch keine Hinweise, dass eine Trendwende ansteht .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne grosse &Uuml;berraschungen aus Konjunktur und Wirtschaftspolitik d&uuml;rfte sich diese Situation demn&auml;chst nicht &auml;ndern &#8211; und solche &Uuml;berraschungen scheinen derzeit doch unwahrscheinlich. So haben beispielsweise die meisten Notenbanker just am vergangenen Wochenende im Grossen und Ganzen bekr&auml;ftigt, dass sie trotz der China-Turbulenzen an ihren bisherigen Pl&auml;nen festhalten wollen &#8211; einschliesslich des Wunsches der US-Federal Reserve, so bald wie m&ouml;glich mit den ersten Leitzinserh&ouml;hungen zu beginnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der globale Trend k&ouml;nnte Schaden nehmen aber die relative St&auml;rke der Industriel&auml;nder wurde best&auml;tigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus absoluter Sicht (siehe PDF, Seite 2, Abb. links) hat der j&uuml;ngste China-Crash die gr&ouml;sste Korrektur im MSCI All Country World (ACWI) seit Mitte 2011 ausgel&ouml;st. Damals folgte auf diesen Shock eine l&auml;ngere, volatile &laquo;Seitw&auml;rtsphase&raquo;. Es verging etwa ein Jahr, bis der Index wieder stetig zu steigen begann. Die relative St&auml;rke der USA gegen&uuml;ber dem ACWI blieb aber damals wie heute praktisch unber&uuml;hrt. Die Korrektur von 2011 erwies sich schliesslich als marktbereinigendes Ereignis, dass letztlich die relative St&auml;rke der USA im Besonderen und der Industriel&auml;nder im Allgemeinen nur best&auml;rkte. So k&ouml;nnte es auch diesmal kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4177\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/1df6fd3fe51e09345353f2d208e68e66.png\" alt=\"02 09 15 1lgt\" width=\"600\" height=\"211\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die relative St&auml;rke des Euroraums und Japans ist vergleichsweise j&uuml;ngeren Datums &#8211; sie ist ab Mitte 2011 bzw. Mitte 2012 sichtbar. Als Kehrseite dieser Medaille ist auch die (in USD gemessen) seit 2010 bestehende relative Schw&auml;che der Schwellenl&auml;nder und der Gruppe &laquo;Asien-Pazifik ohne Japan&raquo; intakt geblieben. Gegenbewegungen im Rahmen dieser relativen Abw&auml;rtstrends kommen immer wieder vor &#8211; so k&ouml;nnte nach dem j&uuml;ngsten extremen Schw&auml;cheanfall jetzt wieder eine solche Zwischenerholung anstehen, was f&uuml;r tempor&auml;re &laquo;kontr&auml;re&raquo; Positionierungen zugunsten dieser Regionen spr&auml;che. Klar ist aber auch, dass alle bisherigen Erholungsversuche nach wenigen Wochen oder Monaten letztlich scheiterten und es bisher noch keine Anzeichen f&uuml;r eine echte Trendwende gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4178\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/4872795a7941fc89d8e8266dfd73c60a.png\" alt=\"02 09 15 2lgt\" width=\"600\" height=\"415\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer viertelj&auml;hrlichen Neubewertung der Anlagepolitik beurteilen wir makro&ouml;komische und fundamentale Faktoren sowie eine Reihe von Marktinformationen &#8211; ein Prozess, der sich &uuml;ber die Jahre bew&auml;hrt hat und eine ansehnliche Performance bei kontrollierter Volatilit&auml;t erm&ouml;glicht&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4038,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}