{"id":21509,"date":"2015-10-07T06:00:00","date_gmt":"2015-10-07T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/10\/07\/lgt-die-regimekraefte-der-hausse-beziehen-stellung\/"},"modified":"2015-10-07T06:00:00","modified_gmt":"2015-10-07T06:00:00","slug":"lgt-die-regimekraefte-der-hausse-beziehen-stellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-regimekraefte-der-hausse-beziehen-stellung\/","title":{"rendered":"LGT: Die Regimekr\u00e4fte der Hausse beziehen Stellung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach zwei volatilen Monaten im Nachspiel des B&ouml;rsencrashs in China und der Verschiebung der Mini-Zinserh&ouml;hung in den USA scheint sich die globale Anlegerherde von ihrem manisch-depressiven Koller zu erholen. Es d&auml;mmert ihr, dass der Wirtschaftsausblick konstruktiv bleibt&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schwellenl&auml;nder haben sich schon im August stabilisiert. Letzte Woche wurden auch die Verluste in den Industriel&auml;ndern gestoppt. Die Bullen erzielen wieder Erfolge &#8211; ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem am vergangenen Montag kurz die Tiefst&auml;nde vom August getestet wurden, machten die B&ouml;rsenbarometer der USA und Europas auf dem Absatz kehrt und legten eine robuste Erholung von jeweils rund 6% bzw. 7.5% hin. Neue Tiefs blieben uns erspart. Japan, gegen&uuml;ber Problemen in Asien st&auml;rker exponiert, konnte im ersten Schritt den westlichen M&auml;rkten nicht folgen. Der Topix sackte bis Donnerstag auf ein Zweimonatstief ab. Doch daf&uuml;r erholt sich der Index seitdem dementsprechend schneller, mit einem Kursgewinn von bisher 8%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Wenden sind beachtenswert, weil weiter Unklarheit &uuml;ber die US-Notenbankpolitik und deren Folgen herrscht und die Wirtschaftsdaten zumindest in den USA zuletzt etwas gemischt ausfielen (die Arbeitsmarktdaten und Einkaufsmanagerindizes entt&auml;uschten die hohen Erwartungen, w&auml;hrend die Konsumentenumfragen durchaus &uuml;berzeugen konnten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In West und Ost folgen die Argumente der B&auml;ren der gleichen Leitlinie: Die liquidit&auml;tsabh&auml;ngige Wirtschaft der Industriel&auml;nder saufe tendenziell schon wieder ab, Rohstoffbaisse und starker US-Dollar bedr&auml;ngten die Schwellenl&auml;nder, und nun verliere scheinbar auch China die Kontrolle &uuml;ber sein unb&auml;ndiges Wirtschafts- und Kreditsystem. Angesichts dieser Entwicklungen, heisst es, zeigten sich die grossen Notenbanken zu streng (Aussicht auf Zinsenerh&ouml;hungen in den USA) bzw. zu gelassen (keine Ausweitung der quantitativen Lockerung in Japan und Europa). Verwiesen wird dabei auf die Aussagekraft komplexer Indikatoren, gestiegene Kreditrisikopr&auml;mien, gesunkene marktbasierte Inflationserwartungen (inflationsgekoppelte Staatsanleihen) und andere Verwerfungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finanzm&auml;rkte k&ouml;nnen kurzfristig irren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Argumentationslinie &uuml;berzeugt uns derzeit nicht. Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnen Finanzm&auml;rkte als permanente globale Abstimmungsmechanismen die Lage der Weltwirtschaft zwar besser einsch&auml;tzen als einzelne Personen, Firmen oder Institutionen. Kurzfristige Turbulenzen sagen aber manchmal wenig bis gar nichts aus. Es gibt zu viele Faktoren, die das Marktgeschehen beeinflussen und dessen Signale verzerren k&ouml;nnen, von der Natur der menschlichen Psyche bis hin zu computergesteuerten Trading-Automatismen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;&laquo;Die Bullen werden sich neuformieren und zur&uuml;ckschlagen&raquo;, vermuteten wir vor sieben Wochen im LGT Beacon. Inzwischen gibt es gute Hinweise, dass sich die Hausse-Loyalisten tats&auml;chlich entsprechend in Stellung gebracht haben. Die relative Performance der Emerging Markets und Asiens verbessert sich schon seit Mitte August (siehe PDF Grafik 1, Seite 2). Das war das erste Zeichen in unserem Sinne. Denn vor einer erfolgreichen Gegenoffensive sollten zuerst die Schwachstellen der Front gedeckt werden. Auch psychologisch gesehen sollte die Entspannung in den EM bzw. Asien beginnen, weil diese M&auml;rkte auch den Ausl&ouml;ser f&uuml;r die aktuelle Korrektur geliefert hatten. Inzwischen sind zudem die Marktbewertungen in diesen Regionen sehr stark gesunken (Grafik 2, Seite 2), womit Kursavancen auch unter konservativen Zukunftsannahmen wieder begr&uuml;ndbar geworden sind. Das zweite Zeichen folge in der vergangenen Woche in den USA, Europa und Japan, wo sich die B&auml;ren eben trotz gemischter News eben nicht durchzusetzen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bullenfraktion hat wichtige Etappensiege erzielt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt scheint der Truppenaufbau der Bullen also an allen Fronten Fortschritte zu machen. Erste Scharm&uuml;tzel werden wieder gewonnen. Wann genau und in welcher Form das Signal f&uuml;r die grosse Hauptoffensive kommen wird, k&ouml;nnen wir nicht wissen. Was wir aber sagen k&ouml;nnen, ist Folgendes: Sollte es demn&auml;chst gegeben werden, dann w&auml;ren die Bullen jetzt im Vorteil &#8211; sie haben bereits einige wichtige Br&uuml;ckenk&ouml;pfe im gegnerischen Territorium befestigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Relative Performance der Schwellenl&auml;nder und Asiens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Grafik im PDF auf Seite zwei zeigt die MSCI-Aktienindizes f&uuml;r die Emerging Markets und Asien-Pazifik ohne Japan gegen&uuml;ber den Industriel&auml;ndern in USD. Schon seit Herbst 2010 geht es mit diesen Gruppen aus relativer Sicht tendenziell bergab (wir zeigen hier nur den Trend seit 2013). Die Gr&uuml;nde sind l&auml;ngst bekannt. Seit Mitte August findet aber eine Stabilisierung statt. Der kurzfristige Trend zeigt wieder nach oben. Dies deutet darauf hin, dass der seit April 2015 anhaltende Prozess, mit dem die j&uuml;ngsten wirtschaftlichen Risiken in den Schwellenl&auml;nder preislich verarbeitet wurden, inzwischen abgeschlossen ist. Erholungen im Rahmen eines intakten &uuml;bergeordneten Abw&auml;rtstrends k&ouml;nnen mehrere Monate anhalten (wie von Mai bis September 2014). Zumindest f&uuml;r die n&auml;chsten paar Wochen d&uuml;rfen wir an dieser Front mit Entspannung rechnen. Davon werden die M&auml;rkte der Industriel&auml;nder profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4209\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/b7df69a4c6a14e5e9414fe895b5beb52.png\" alt=\"07 10 15 1lgt\" width=\"681\" height=\"482\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertungen in den Schwellenl&auml;ndern zur&uuml;ck auf Krisenniveau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Grafik im PDF auf Seite zwei zeigt das Preis-Buchwert-Verh&auml;ltnis der Aktien des MSCI World, MSCI Emerging Markets und MSCI Asien-Pazifik. Die Bewertungen sind im Laufe der letzten Wochen &uuml;berall gesunken. In den EM\/Asien sind sie inzwischen aber so tief wie unmittelbar nach der Finanzkrise von 2007\/2008. Die Mehrzahl dieser L&auml;nder k&auml;mpft allerdings nur mit normalen konjunkturellen Schwierigkeiten &#8211; von Krisen sind sie noch weit entfernt. Deswegen wirken solche Bewertungsabschl&auml;ge &uuml;bertrieben, was Raum f&uuml;r Kursavancen bietet &#8211; selbst wenn sich der Wirtschaftsausblick in diesen Regionen nicht deutlich erholen sollte. Diese Bewertungsniveaus lassen Neuzuk&auml;ufe durch Investoren bzw. gegebenenfalls auch staatliche St&uuml;tzungsk&auml;ufe vern&uuml;nftiger und realistischer erscheinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4210\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/52f8bbcd812078776184170825b586d4.png\" alt=\"07 10 15 2lgt\" width=\"676\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zwei volatilen Monaten im Nachspiel des B&ouml;rsencrashs in China und der Verschiebung der Mini-Zinserh&ouml;hung in den USA scheint sich die globale Anlegerherde von ihrem manisch-depressiven Koller zu erholen. 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