{"id":21526,"date":"2015-11-11T07:00:00","date_gmt":"2015-11-11T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/11\/11\/lgt-globale-ertragssaison-bietet-ausreichend-hoffnung\/"},"modified":"2015-11-11T07:00:00","modified_gmt":"2015-11-11T07:00:00","slug":"lgt-globale-ertragssaison-bietet-ausreichend-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-globale-ertragssaison-bietet-ausreichend-hoffnung\/","title":{"rendered":"LGT: Globale Ertragssaison bietet ausreichend Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die globale Berichtssaison hat bisher eher entt&auml;uscht. Selbst ohne die Rohstoffsektoren haben die Ergebnisse in Europa und den Schwellenl&auml;ndern die Prognosen verfehlt und in Japan gerade mal den Zielwert erreicht&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur in den USA wurden die Erwartungen auf breiter Basis &uuml;bertroffen. Die US-Wirtschaft wird also weiter tendenziell untersch&auml;tzt, was die j&uuml;ngste Wall-Street-Rallye rechtfertigt. Zuk&uuml;nftig d&uuml;rfte sich die Ertragssituation zudem weltweit wieder aufhellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&laquo;Wall Street bef&uuml;rchtet eine d&uuml;stere Ertragssaison&raquo;, titelte das Fortune Magazine am 27. September. Es kam weniger schlimm. Der S&amp;P 500 stieg seitdem zu Recht um rund 12% &#8211; st&auml;rker als alle anderen grossen Marktindizes. Der US-Gewinn pro Aktie (EPS) f&uuml;r das zweite Quartal brach nicht so stark wie bef&uuml;rchtet ein. Ohne die Auswirkungen des Rohstoffpreiszerfalls von 2014 sind die EPS sogar leicht gestiegen. Die US-Ergebnisse waren insgesamt besser als in den anderen Regionen, mit der marginalen Ausnahme Japans.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4242\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/64e2a0f0153f414e6755b85ca726b0d3.png\" alt=\"11 11 15 1lgt\" width=\"600\" height=\"108\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Unternehmensleistungen stechen hervor<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Entwicklungen sind bemerkenswert, weil der US-Markt einen im Vergleich zu den entwickelten Volkswirtschaften relativ grossen Energiesektor hat und US-Firmen zus&auml;tzlich dem Gegenwind einer starken W&auml;hrung ausgesetzt waren (gegen&uuml;ber einem Index aus neun Top-W&auml;hrungen hat der US-Dollar in der relevanten Periode etwa 20% zugelegt). US-Unternehmen waren also gut auf diese globalen Preistrends vorbereitet. In den anderen M&auml;rkten war dies im Q3 offenbar generell weniger der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das globale Wachstum sollte sich in Zukunft wieder verbessern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wichtigste Grund f&uuml;r all dies ist jedoch weniger kompliziert: Um die US-Binnenwirtschaft steht es besser, als die meisten Marktteilnehmer erwartet hatten. In den letzten Tagen haben schliesslich auch die Konjunkturdaten angefangen, dies zu best&auml;tigen. Vor diesem Hintergrund besteht weiter Grund zur berechtigten Hoffnung, dass das Gewinnwachstum zuk&uuml;nftig wieder zunimmt &#8211; vor allem, wenn folgende Entwicklungen eintreffen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Die US-Notenbank hebt die Zinsen endlich an (z.B. im Dezember). Das w&uuml;rde allen Teilnehmern mehr Klarheit &uuml;ber die Konjunktur-, Zins- und Wechselkursaussichten bringen und l&auml;ngerfristige Absicherungs- und Investitionsentscheidungen erleichtern. Die anderen Zentralbanken k&ouml;nnten dann zudem ihre Politik z&uuml;gig entsprechend anpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Der Rohstoffpreiseinbruch des Vorjahres wiederholt sich nicht &#8211; d.h. der &Ouml;lpreis f&auml;llt nicht innerhalb eines Jahres um weitere 55%, auf etwa $20 pro Barrel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Chinas Wirtschaftswachstum stabilisiert sich rund um das aktuelle Niveau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gl&uuml;cklicherweise sind diese Bedingungen nicht sehr schwer zu erf&uuml;llen, zumal das nominale Weltwirtschaftswachstum n&auml;chstes Jahr wieder steigen d&uuml;rfte . Die M&auml;rkte scheinen ausserdem inzwischen die Angst vor h&ouml;heren US-Zinsen verloren zu haben und die Geldpolitik in Europa und m&ouml;glicherweise auch in Japan d&uuml;rfte bald weiter gelockert werden. Dar&uuml;ber hinaus hat auch China Ende letzten Jahres begonnen, die Geld- und Kreditversorgung expansiver einzustellen &#8211; und d&uuml;rfte auch in den kommenden Quartalen auf diesem Kurs bleiben. Diese Faktoren sollten in naher Zukunft die Ertragssituation weltweit unterst&uuml;tzen. F&uuml;r den Moment ist die relative St&auml;rke der US-Aktienm&auml;rkte aber sicherlich gerechtfertigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In USD ist das globale nominale Wachstum in diesem Jahr zusammengebrochen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste Diagramm veranschaulicht den durch den starken US-Dollar f&uuml;r US-Unternehmen verursachten Gegenwind . In USD ausgedr&uuml;ckt wird das globale nominale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr zum ersten Mal seit der grossen Rezession von 2009 einbrechen, sch&auml;tzt die Weltbank. Dies geht diesmal allerdings nicht auf Bankenkrisen und Rezessionen in grossen L&auml;ndern, sondern auf den starken Greenback zur&uuml;ck. Der USD hat im Laufe des Jahres schliesslich gegen&uuml;ber allen W&auml;hrungen aufgewertet, einschliesslich des Schweizer Franken (+1.2%) und des chinesischen Yuan (2.6%).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch stellt dieser R&uuml;ckgang eine Herausforderung f&uuml;r US-Unternehmen dar. Aus ihrer Sicht befindet sich die Welt in der tiefsten Rezession seit der Finanzkrise. Genau deswegen verweisen die relativ guten US-Unternehmensleistungen auf die robuste US-Inlandsnachfrage. Zugleich entt&auml;uschen aber die Ergebnisse der anderen Regionen: Gemessen in den meisten anderen W&auml;hrungen m&uuml;sste das Welt-NBIP in diesem Jahr n&auml;mlich weiter zugenommen haben. Sofern sie mit ihren Absicherungsstrategien nicht v&ouml;llig falsch lagen, m&uuml;ssten sie unter dem Strich davon profitieren k&ouml;nnen. Das war aber im Q3 in Summe offenbar leider nicht der Fall. Das muss sich zuk&uuml;nftig &auml;ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt noch folgender Punkt: R&uuml;ckg&auml;nge in globalen NGDP sind extrem selten, wie die Grafik belegt . Noch seltener sind grosse Einbr&uuml;che wie der voraussichtlich diesj&auml;hrige sowie aufeinanderfolgende R&uuml;ckg&auml;nge. Wir k&ouml;nnen also erwarten, dass das globale NBIP in USD 2016 wieder steigen wird. Der negative Basiseffekt der letztj&auml;hrigen USD-Rallye (und des Rohstoffeinbruchs) wird abklingen, w&auml;hrend die noch junge Lockerung der Geldpolitik in Europa und China eine gr&ouml;ssere positive Wirkung entfalten sollte. Rund um den Globus d&uuml;rften damit die Gegenwinde abnehmen bzw. sich umdrehen. Allerdings ist es fair zu sagen, dass US-Firmen derzeit doch am besten positioniert zu sein scheinen, um in jeder Wetterlage gute Leistungen zu erbringen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4243\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/e399e03e6a93d17411223dbda70cf554.png\" alt=\"11 11 15 2lgt\" width=\"600\" height=\"210\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stabilisierung der Gewinnmargen in den Schwellenm&auml;rkten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch in den Schwellenl&auml;ndern und Asien-Pazifik ohne Japan k&ouml;nnen wir positive Anzeichen f&uuml;r eine m&ouml;gliche Ertragswende ausmachen. W&auml;hrend die Unternehmensgewinne in diesen M&auml;rkten zwar in der Summe weiter r&uuml;ckl&auml;ufig sind, haben sich die Gewinnspannen inzwischen stabilisiert. Nachdem die Margen seit 2009 dreimal in die N&auml;he historischer Tiefst&auml;nde gefallen waren, scheint der allgemeine Trend seit einiger Zeit wieder stetig nach oben zu zeigen. Schwache EM-W&auml;hrungen und die Stabilisierung bzw. Erholung der Konsumnachfrage in den entwickelten M&auml;rkten sowie die Lockerung der chinesischen Geldpolitik k&ouml;nnten diesen Trend zudem in Zukunft weiter st&uuml;tzen. Steigende Gewinnmargen f&uuml;hren zwar nicht per se zum Wachstum, verbessern aber sicherlich die Aussichten f&uuml;r einen Rebound in absehbarer Zukunft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4244\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/5e149023bbcd06490021e43a3cc36fc2.png\" alt=\"11 11 15 3lgt\" width=\"600\" height=\"205\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Berichtssaison hat bisher eher entt&auml;uscht. 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