{"id":21533,"date":"2015-12-02T07:00:00","date_gmt":"2015-12-02T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/12\/02\/lgt-abenomics-geht-in-die-zweite-halbzeit-2\/"},"modified":"2015-12-02T07:00:00","modified_gmt":"2015-12-02T07:00:00","slug":"lgt-abenomics-geht-in-die-zweite-halbzeit-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-abenomics-geht-in-die-zweite-halbzeit-2\/","title":{"rendered":"LGT: Die Trends favorisieren weiterhin die Industriel\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">N&auml;chste Woche beginnen wir mit der strukturierten und umfassenden dreimonatigen &Uuml;berpr&uuml;fung der taktischen Anlagepolitik f&uuml;r unsere globalen Multi-Asset-Strategien&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne konkrete Ergebnisse zwingend vorwegzunehmen, betrachten wir heute die mehrj&auml;hrige Hausse der Industriel&auml;nderb&ouml;rsen und des US-Dollar. Diese allgemeinen Trends scheinen sich gegenseitig zu verst&auml;rken und wirken robust. Sie d&uuml;rften sich in naher Zukunft daher grunds&auml;tzlich nicht &auml;ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Missverst&auml;ndnisse zu vermeiden: Die meisten Schwellenl&auml;nder haben im Laufe der letzten Jahrzehnte enorme Fortschritte erzielt. Ihre Volkswirtschaften besitzen in der Regel die notwendige Gr&ouml;sse und Tiefe und damit weiteres Entwicklungspotenzial. Sie bieten Unternehmen und Investoren weiter attraktive Ertragspotenziale, sei es direkt, durch unternehmerisches Handeln, oder indirekt, mittels, intelligenter, selektiver Investmentstrategien wie Private Equity und Hedgefonds. Zahlreiche Einzelaktien in vielen Sektoren der EM im Allgemeinen und aus Asien im Besonderen bieten zudem nach wie vor hohe strukturelles Wachstum. Wir bleiben also investiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die &ouml;ffentlichen B&ouml;rsen der Schwellenl&auml;nder hinken hinterher<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den &ouml;ffentlichen B&ouml;rsen sieht es allerdings anders aus. EM-Aktienkurse bewegen sich im Schnitt seit 2009 bestenfalls seitw&auml;rts. Jede Rallye scheint nach wenigen Monaten wieder weitgehend zu verpuffen. Die meisten EM-W&auml;hrungen haben zum Teil deutlich an Wert verloren, w&auml;hrend der Greenback nach einem Jahrzehnt im R&uuml;ckzug eine Renaissance erlebt. 2014 kam zudem der Rohstoffcrash hinzu, der diese Trends weiter verst&auml;rkte. So notiert der Industriel&auml;nderindex MSCI Word in USD heute ann&auml;hernd 2% h&ouml;her als im Oktober 2007, dem Hoch der letzten Hausse, w&auml;hrend der MSCI Emerging Markets in USD fast 40% tiefer steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Entwicklungen sind bemerkenswert. Bis in die sp&auml;ten 2000er wurden die Aussichten f&uuml;r die EM und die Rohstoffm&auml;rkte schliesslich allgemein sehr optimistisch beurteilt. Daneben sprach man oft davon, dass die Tage des USD als dominierende Reservew&auml;hrung gez&auml;hlt seien. Stattdessen drehten die Trends danach sukzessive zugunsten der Industriel&auml;nder und der US-W&auml;hrung, gleichsam als mahnende Erinnerung, dass sich die Welt immer in Zyklen bewegt. Die Frage lautet nun: Sind aktuellen Zyklen bei EM-Aktien und im USD schon wieder zu weit gegangen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine dauerhafte Trendwende ohne eine l&auml;ngere &Uuml;bergangsphase<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Case f&uuml;r eine dauerhafte Wende in diesen Bereichen &uuml;berzeugt noch nicht. Anlegerstimmung, Positionierung und Geldfl&uuml;sse wirken im EM-Segment zwar einseitig negativ, was durchaus (tempor&auml;re) Gegenbewegungen vorank&uuml;ndigen kann. Vor dauerhaften Wenden m&uuml;ssten sich die Trends jedoch eine Zeit lang seitw&auml;rts bewegen &#8211; und solche Boden- bzw. Topbildungsphasen k&ouml;nnen lange andauern und sehr volatil sein. Dies war schliesslich auch w&auml;hrend der &Uuml;bergangsphase zugunsten der Industriel&auml;nder der Fall: Der MSCI Word bewegte sich gegen&uuml;ber dem MSCI Emerging Markets von 2009 bis 2013 seitw&auml;rts. Obwohl der Tiefpunkt schon 2010 markiert wurde, dauerte es noch bis Januar 2013, bis sich die Trendwende klar offenbarte und an Dynamik gewann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Industriel&auml;nder und USD zeigen weiter relative St&auml;rke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz: Der relative St&auml;rketrend der Industriel&auml;nderaktien ist noch ungebrochen und es ist bisher auch keine Topbildung auszumachen. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r den USD gegen&uuml;ber den meisten anderen W&auml;hrungen. Und weil EM-W&auml;hrungsrisiken weniger effizient und g&uuml;nstig abgesichert werden k&ouml;nnen, m&uuml;sste wahrscheinlich zuerst der USD drehen, bevor der Markt generell mehr Vertrauen in eine breite EM-Erholung fassen kann. Auch die konjunkturellen Fr&uuml;hindikatoren (z.B. Markit-Einkaufsmanagerindizes) zeigen klar, dass die traditionellen Industriel&auml;nder weiterhin zyklisch im Vorteil liegen. Zusammenfassend kann man sagen: Zu viel Pessimismus gegen&uuml;ber den Schwellenl&auml;ndern w&auml;re heute zwar ebenso falsch, wie der Optimismus der 2000er. F&uuml;r eine generelle relative Trendwende zugunsten der EM ist es jedoch noch zu fr&uuml;h.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Relative St&auml;rke der Industriel&auml;nder und des US Dollar<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grafik zeigt den MSCI World (d.h. prim&auml;r Nordamerika, Westeuropa und Japan, in lokaler W&auml;hrung) gegen&uuml;ber dem MSCI Emerging Markets und MSCI Asia Pacific ex. Japan (beide in USD). Der relative Abw&auml;rtstrend der Industriel&auml;nder drehte nach einer Bodenbildung, die zumindest von Herbst 2010 bis Herbst 2011 dauerte. Diese engere Bodenbildung ist jedoch erst im Nachhinein deutlich identifizierbar. Im weitesten Sinne dauerte dieser Prozess sogar ganze vier Jahre, von 2009 bis 2013. Der neue Aufw&auml;rtstrend zugunsten der Developed Markets wurde n&auml;mlich erst Anfang 2013 wirklich klar sichtbar. Dieser relativ junge Aufw&auml;rtstrend ist jedenfalls noch ungebrochen und es gibt keine Hinweise, dass eine Topbildung begonnen hat. Der starke USD untermauert diesen Trend zus&auml;tzlich (Anmerkung: F&uuml;r die Industriel&auml;nder verwenden wir den Lokalw&auml;hrungsindex, weil die W&auml;hrungsrisiken leicht abgesichert werden k&ouml;nnen. Das Grundbild &auml;ndert sich aber kaum, wenn wir f&uuml;r alle Regionen USD-basierte Indizes nehmen).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4267\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/07e372830b7df04064a3470fdd7bdc31.png\" alt=\"02 12 15 1LGT\" width=\"600\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>PMI-Umfragen gegen den entwickelten Volkswirtschaften weiter den Vorteil<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die folgende Tabelle zeigt Ergebnisse der Markit Einkaufsmanagerumfragen (verarbeitendes Gewerbe) f&uuml;r die 25 Industrie- und Schwellenl&auml;nder seit November 2013. Blaue Zellen markieren Messwerte &uuml;ber 50 (erwartete Zunahme wirtschaftlicher Aktivit&auml;t in den kommenden Monaten), die roten Zellen Werte unter 50 (R&uuml;ckgang der zuk&uuml;nftigen Aktivit&auml;t, wenn auch nicht zwingend eine Rezession). Klar ersichtlich ist, dass die zyklischen Aussichten weiterhin die entwickelten Volkswirtschaften beg&uuml;nstigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4268\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/bbfaa161e5135d6799885ce87e3b5a0a.png\" alt=\"02 12 15 2LGT\" width=\"600\" height=\"391\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N&auml;chste Woche beginnen wir mit der strukturierten und umfassenden dreimonatigen &Uuml;berpr&uuml;fung der taktischen Anlagepolitik f&uuml;r unsere globalen Multi-Asset-Strategien&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4038,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21533","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21533\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}