{"id":21539,"date":"2016-01-12T23:00:00","date_gmt":"2016-01-12T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/01\/12\/lgt-ein-fehlstart-kuendigt-noch-kein-schlechtes-jahr-an\/"},"modified":"2016-01-12T23:00:00","modified_gmt":"2016-01-12T23:00:00","slug":"lgt-ein-fehlstart-kuendigt-noch-kein-schlechtes-jahr-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-ein-fehlstart-kuendigt-noch-kein-schlechtes-jahr-an\/","title":{"rendered":"LGT: Ein Fehlstart k\u00fcndigt noch kein schlechtes Jahr an"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir zuletzt unsere taktische Allokation pr&auml;sentierten, beleuchten wir heute auch den strategischen Kontext&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Fehlstart k&uuml;ndigt noch kein schlechtes Jahr an<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bef&uuml;rchtungen, dass Chinas Probleme und die Rohstoffbaisse eine weltweite Rezession verursachen k&ouml;nnten, sorgten f&uuml;r einen turbulenten Jahresbeginn. Zum Gl&uuml;ck beruhen diese &Auml;ngste nicht auf Signale echter Konjunkturschw&auml;che, sondern prim&auml;r auf Pannen in der Politik Pekings. Die globalen Managerumfragen deuten auf intaktes Wachstum in den Industriel&auml;ndern hin, mit Lichtblicken in den Schwellenl&auml;ndern. Die Turbulenzen d&uuml;rften daher vor&uuml;bergehender Natur sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strategisch gesehen hat sich unsere Erwartung, dass die gealterte Hausse fortan volatiler als bisher auf wirtschaftliche Unsicherheiten reagieren d&uuml;rfte, gleich zu Anfang als richtig erwiesen: Die erste Handelswoche brachte den schlechtesten je verzeichneten Wall Street-Jahresstart. Daher wiederholen wir unsere Kernposition, dass alternative Anlagen in langfristigen Portfolios eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen sollten. An sich signalisiert der Fehlstart aber noch nicht das Ende des fast sieben Jahre alten Bullmarkets.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein schlechter Jahresstart ist an den B&ouml;rsen nicht un&uuml;blich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstens ist ein Fehlstart nichts Ungew&ouml;hnliches. Seit 1928 hat die Wall Street 33 Mal das Jahr mit einer negativen B&ouml;rsenwoche er&ouml;ffnet &#8211; d.h. in ann&auml;hernd 40% der F&auml;lle. In 15 dieser Jahre verzeichnete der S&amp;P 500 auch &uuml;ber das ganze Kalenderjahr einen R&uuml;ckgang. In den anderen 17 Jahren stieg er an. Nach einem schwachen Start kommen profitable Jahre demnach etwas h&auml;ufiger vor. Grunds&auml;tzlich stehen die Chancen also in etwa 50:50 &ndash; man k&ouml;nnte ebenso gut eine M&uuml;nze werfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Strich haben die diesj&auml;hrigen Turbulenzen zwar einen gewissen technischen Schaden angerichtet, die grossen Trends wurden jedoch nicht gebrochen. Die entwickelten Aktien-, Anleihen- und W&auml;hrungsm&auml;rkte schwankten innerhalb der etablierten, mittelfristigen Bandbreiten. Die j&uuml;ngsten, ausserordentlichen Verwerfungen von Schanghai und Shenzhen waren zudem prim&auml;r Folge regulatorisch-experimenteller Pannen in einem Markt, der sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Dar&uuml;ber hinaus tendieren Chinas B&ouml;rsen schon seit 2009 zumeist talw&auml;rts &ndash; die gelegentlichen, mitunter sehr heftigen Erholungen erwiesen sich sp&auml;testens nach einigen Quartalen bisher stets als tempor&auml;r und ohne fundamentale Begr&uuml;ndung (d.h. es folgte keine breite Erholung der Unternehmensgewinne). Kurz: Es gibt auch nichts Neues aus China. Das gilt auch f&uuml;r den kontrollierten Schw&auml;chetrend des Yuan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorauslaufende Makrodaten bleiben konstruktiv<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens hat sich der weltwirtschaftliche Ausblick nicht verschlechtert. Die global durchgef&uuml;hrten Einkaufsmanagerumfragen best&auml;tigten zuletzt erneut, dass die Welt auf moderatem Wachstumskurs bleibt: In etwa zwei Dritteln der L&auml;nder, die etwa 55% des globalen nominalen Bruttoinlandsprodukts repr&auml;sentieren, notieren die industriellen Fr&uuml;hindikatoren &uuml;ber 50, was anhaltendes Wachstum signalisiert. In etwa der H&auml;lfte der L&auml;nder, die 38% des globalen BIP ausmachen, deuteten sie gar auf eine Aufhellung hin. Dazu geh&ouml;rten viele europ&auml;ische L&auml;nder, inklusive der drei gr&ouml;ssten Kernl&auml;nder des Euroraums und die stark exportorientierten asiatischen &Ouml;konomien S&uuml;dkorea und Taiwan, wo die Indizes wieder &uuml;ber den neutralen Schwellenwert zur&uuml;ckkehrten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt zudem auch andere, weniger beachtete Zeichen: So wiesen Japans 17 Halbleiterausr&uuml;ster im j&uuml;ngsten Quartal ein j&auml;hrliches Gewinnwachstum von 54% und ein Umsatzplus von 18% aus &ndash; und dies trotz des im relevanten Zeitraum starken Yen. Solche Ergebnisse in einer global exportierenden fr&uuml;hzyklischen Branche widersprechen der Logik einer anstehenden Weltrezession. So k&ouml;nnte sich die Industrienachfrage ausserhalb der Energiebrache demn&auml;chst doch als recht gut erweisen (Japan geh&ouml;rt zu den L&auml;ndern, die dem Investitionseinbruch im Rohstoffbereich am wenigsten ausgesetzt sind).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich wachsen die meisten entwickelten &Ouml;konomien derzeit weiter nahe am Potenzial, weswegen auch der US-Arbeitsmarkt am vergangenen Freitag so positiv &uuml;berraschte. Das ist also kein Umfeld f&uuml;r &uuml;berm&auml;ssigen Pessimismus &ndash; unabh&auml;ngig von irgendwelchen weiteren Pannen bei Chinas Bem&uuml;hungen, seine widerspenstigen B&ouml;rsen doch irgendwie in den Griff zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Globales nominales Bruttoinlandsprodukt in US-Dollar<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4298\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/9a409e49c0f7ff40b636f6d543c3c36e.png\" alt=\"13012016 1\" width=\"574\" height=\"217\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der ersten Grafik&nbsp; zeigen wir das globale nominale Bruttoinlandsprodukt (NBIP) seit 1980 in US-Dollar (Daten des Internationalen W&auml;hrungsfonds, bzw. IWF). Das NBIP ist in unserem Kontext wichtig, weil es die direkte Basis aller Unternehmensertr&auml;ge darstellt, w&auml;hrend das reale BIP ein qualitatives Mass der Produktivit&auml;t bietet. Aufgrund der Rohstoffbaisse und des starken USD war 2015 aus NBIP-Sicht ein sehr schlechtes Jahr, vergleichbar mit der Grossen Rezession von 2009. Das NBIP brach um 5.6% ein. Die Gewinne der Unternehmen des MSCI All-Countries-Index sanken parallel dazu um rund 8%, w&auml;hrend der Indexpreis um 4.3% fiel (alle Daten in USD). Wir sollten diese Entwicklung jedoch nicht in dieses Jahr extrapolieren. F&uuml;r 2016 rechnet der IWF wieder mit bescheidenem nominalen Wachstum. Trifft dies in etwa ein, dann sollten sich auch die globalen Unternehmensgewinne erholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Globale Markit-Einkaufsmanagerumfragen f&uuml;r Industrie und Dienstleistungen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4299\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2b878784c839226013a0814b80935bcc.png\" alt=\"13012016 2\" width=\"584\" height=\"215\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Grafik zeigt die Markit PMI-Umfragen f&uuml;r die verarbeitende Industrie (die aktuellsten Daten wurden am vergangenen Freitag publiziert). Gezeigt wird die Abweichung vom neutralen Schwellenwert von 50. Eine positive Zahl signalisiert eine konjunkturelle Aufhellung, ein negativer Wert das Gegenteil. Unter dem Strich hat sich die Situation zuletzt leicht verbessert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4300\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/73e50f07216110e8702f52b2ef03060c.png\" alt=\"13012016 3\" width=\"573\" height=\"204\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der letzten Grafik zeigen wir auch die Markit-Indizes f&uuml;r die Dienstleistungssektoren der vier gr&ouml;ssten Volkswirtschaften. In den USA, Europa und Japan notieren sie weiterhin deutlich &uuml;ber 50. Auch in China notiert der PMI Services-Index knapp &uuml;ber 50 &ndash; das ist zwar nicht ph&auml;nomenal, aber doch sehr weit von einem harten Konjunktureinbruch entfernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir zuletzt unsere taktische Allokation pr&auml;sentierten, beleuchten wir heute auch den strategischen Kontext&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4038,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21539","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21539"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21539\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}