{"id":21548,"date":"2016-02-23T23:00:00","date_gmt":"2016-02-23T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/02\/23\/lgt-chinas-wirtschaft-bleibt-auf-dem-richtigen-weg\/"},"modified":"2016-02-23T23:00:00","modified_gmt":"2016-02-23T23:00:00","slug":"lgt-chinas-wirtschaft-bleibt-auf-dem-richtigen-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-chinas-wirtschaft-bleibt-auf-dem-richtigen-weg\/","title":{"rendered":"LGT: Chinas Wirtschaft bleibt auf dem richtigen Weg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Chinas Wirtschaft hat sich allen Unkenrufen zum Trotz im Laufe des letzten Jahres allm&auml;hlich stabilisiert&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Dienstleistungssektor w&auml;chst weiter ungebrochen stark. Zudem d&uuml;rfte Pekings j&uuml;ngste Entscheidung, sein bisheriges restriktives Wechselkurssystem zu flexibilisieren, das Binnenwachstum zus&auml;tzlich unterst&uuml;tzen. Somit bleibt China auf gutem Weg, seine wirtschaftsstrategischen Ziele zu erreichen. Langfristig denkende Anleger sollten in China engagiert bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chinas gelegentliche Probleme im Umgang mit seinem wirtschaftlichen Strukturwandel haben die M&auml;rkte in den letzten Jahren immer wieder bewegt &ndash; mehr denn je seit dem Platzen seiner kurzlebigen Aktienblase im letzten Sommer. Heute spekulieren viele Analysten dar&uuml;ber, dass nach dem G20-Treffen am kommenden Wochenende eine grosse Yuan-Abwertung anstehen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir halten solche &Auml;ngste f&uuml;r &uuml;bertrieben. Gewiss steht China vor grossen Herausforderungen: Sein Wirtschaftswachstum wird mittelfristig weiter nachlassen. Die Banken werden Jahre brauchen, bis sie den 2008 lancierten Kreditexzess voll verdaut haben. Und solange Peking die binnenwirtschaftliche Geldmengenzufuhr grossz&uuml;gig gestalten muss, d&uuml;rfte der Yuan weiterhin &ndash; kontrolliert &ndash; zur Schw&auml;che neigen. Nur so k&ouml;nnen in dieser schwierigen Umbauphase das Wachstum unterst&uuml;tzt und gr&ouml;bere Unf&auml;lle vermieden werden. Pannen und tempor&auml;re R&uuml;ckschl&auml;ge wird es selbstverst&auml;ndlich auch zuk&uuml;nftig geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist aber, dass all dies im Rahmen einer grunds&auml;tzlich positiven Transformation dieser sehr grossen und komplexen Volkswirtschaft stattfindet. China trennt sich zu Recht zunehmend von den ineffizienten, umweltbelastenden und wenig wertsch&ouml;pfenden Teilen seiner Produktionsbasis. Dieser Wandel wird sich auch f&uuml;r Anleger auszahlen &ndash; sofern sie sich nicht vom st&auml;ndigen Makrol&auml;rm und den kurzfristigen politischen Dilemmata Pekings zu stark beeindrucken lassen und einen umsichtigen, differenzierten und langfristigen Anlageansatz w&auml;hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zeit f&uuml;r eine konstruktive, differenzierte Beurteilung Chinas<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig sind selbst die kurzfristigen Aussichten nicht ann&auml;hernd so schlimm, wie manche aktuellen Schlagzeilen suggerieren. Marktnahe Konjunkturindikatoren zeigen auf, dass sich die chinesische Wirtschaft insgesamt seit etwa einem Jahr langsam aber stetig verbessert. Der LGT Beacon hat sich in den letzten Jahren immer wieder skeptisch ge&auml;ussert, wenn diverse China-Bullen oder Medien verk&uuml;ndeten, dass sich Chinas Konjunktur aufgrund irgendeiner Stimulierungsmassnahme oder politischen Entwicklung demn&auml;chst erholen werde. Nun k&ouml;nnte aber wirklich die Zeit f&uuml;r eine differenzierte, konstruktive Beurteilung Chinas gekommen sein. Die mittelfristigen Trenddaten signalisieren schliesslich erstmals seit 2013 eine gewisse Stabilisierung. Doch selbst wenn sich diese Erwartung in naher Zukunft wieder nur als Wunschvorstellung erweisen sollte, bleibt das Faktum, dass der Dienstleistungssektor im Reich der Mitte nach wie vor mit ungebrochen hohem Tempo expandiert . Und letztendlich ist dies der Teil der chinesischen Wirtschaft, der f&uuml;r Investoren interessant ist. Dies ist auch das Segment, auf das wir uns als Firma fokussieren &ndash; zum Beispiel im Bereich Private Equity, dem langfristigen Engagement par excellence.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das neue Yuan-W&auml;hrungsregime ist ein Schritt in die richtige Richtung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommt, dass eine abrupte Yuan-Abwertung unwahrscheinlich ist. Die wichtigen Gegenwinde in China sind, wie beschrieben, prim&auml;r binnenwirtschaftlicher Natur. Eine grosse Einmalabwertung w&uuml;rde zus&auml;tzliche Risiken mit sich bringen, nicht zukunftstr&auml;chtige Branchen tempor&auml;r aufp&auml;ppeln und Chinas strategische Etappenziele weiter in die Ferne r&uuml;cken. Gleichzeitig stellt Pekings j&uuml;ngste Entscheidung, den Aussenwert des Yuan nicht mehr &uuml;ber den US-Dollar, sondern &uuml;ber einem breiten, handelsgewichteten W&auml;hrungskorb zu steuern, einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar. China trennt sich damit schrittweise vom fremdbestimmten Korsett des geldpolitischen Zyklus der USA und kann damit Strategien fahren, die st&auml;rker auf die eigenen Bed&uuml;rfnisse zugeschnitten sind. Diese Umstellung stellt daher per se ein sinnvolles und grunds&auml;tzlich wachstumsfreundliches Signal dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Chinas gesamtwirtschaftliche Aktivit&auml;t hat sich stabilisiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Grafik zeigt den monatlichen Indikator der j&auml;hrlichen Wachstumsrate des chinesischen realen Bruttoinlandsprodukts von Bloomberg. Dieser basiert auf einem &ouml;konometrischen Modell der Beziehung zwischen der viertelj&auml;hrlich publizierten BIP-Wachstumsrate Chinas und diversen monatlichen nachfrage- und angebotsseitigen Aktivit&auml;tsdaten (Industrie- und Stromproduktion, Investitionen, Exporte, etc.). Der Index erg&auml;nzt damit die notorisch undurchsichtigen offiziellen Daten und bietet eine zeitnahe Indikation der konjunkturellen Gesamtsituation. Die Wachstumstalsohle wurde vor genau einem Jahr, im Februar 2015, durchschritten. Seitdem ist die indizierte Wachstumsrate von gesch&auml;tzt 6.3% auf zuletzt 6.7% gestiegen. Im Gegensatz dazu ist die offizielle (und selbst nach Angaben chinesischer Regierungsmitglieder sehr ungenaue) Wachstumsrate weiter gesunken, von 7.2% auf 6.8%. Erstmals seit 2013 zeigt nun auch der Neun-Monats-Durchschnittswert wieder moderat nach oben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4339\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/62a9151dbb46dd4610a8cb3d19639520.png\" alt=\"24 02 16 1LGT\" width=\"600\" height=\"232\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der handelsgewichtete Yuan hat 2014 sehr stark aufgewertet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Grafik&nbsp; zeigt auf, wie stark der eng an den USD angebundene CNY ab Mitte 2014 aufwertete. Gegen&uuml;ber W&auml;hrungen, die netto etwa zwei Drittel der chinesischen Handels- und Investitionsbeziehungen repr&auml;sentieren, betrug diese Aufwertung bis Mitte 2015 mehr als 15%. Diese breite CNY-Aufwertung fand in einer Zeit statt, in der China, aufgrund der deflation&auml;ren Nebeneffekte des erw&auml;hnten Strukturwandels, binnenwirtschaftlich eine lockere Geldpolitik und eine schw&auml;chere W&auml;hrung ben&ouml;tigt h&auml;tte. Dass sich die Gesamtlage im Laufe des letzten Jahres trotzdem stabilisiert hat, verweist gleichzeitig auf die zugrundeliegende Robustheit der Binnennachfrage. Das neue Wechselkurssystem wurde effektiv im August 2015 lanciert (auch wenn dies nicht klar kommuniziert wurde).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Chinas Dienstleistungsbranche w&auml;chst weiterhin mit unvermindert hohem Tempo<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die dritte Grafik&nbsp; zeigt den gleitenden Durchschnittswert von jeweils vier Quartalen des realen BIP der drei Sektoren der Volkwirtschaft (Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen) in Mrd. Yuan. Wir zeigen den gleitenden Durchschnitt, um den Trend zu visualisieren, weil China keine saisonal bereinigten Daten publiziert. Die Rohdaten schwanken daher von Quartal zu Quartal extrem. Wir sehen, dass das BIP des Sekund&auml;rsektors (Industrie, Rohstoffe, Bau) inzwischen kaum mehr w&auml;chst. Das BIP des Dienstleistungssektors steigt jedoch praktisch unvermindert stark an. Ende 2015 machten Dienstleistungen zudem erstmals mehr als die H&auml;lfte des gesamten BIPs aus. Viele offizielle Wirtschaftsindikatoren bilden in hohem Masse den Sekund&auml;rsektor ab und verschleiern daher die anhaltende Dynamik der halben Volkswirtschaft Chinas, die inzwischen insgesamt 12 Bio. USD j&auml;hrlich generiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4340\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/b5a10404888588b032da9cc9ab058229.png\" alt=\"24 02 16 2LGT\" width=\"600\" height=\"229\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chinas Wirtschaft hat sich allen Unkenrufen zum Trotz im Laufe des letzten Jahres allm&auml;hlich stabilisiert&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21548","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21548"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21548\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}