{"id":21564,"date":"2016-04-12T22:00:00","date_gmt":"2016-04-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/04\/12\/lgt-die-us-berichtssaison-bietet-begrenztes-aufwaertspotenzial\/"},"modified":"2016-04-12T22:00:00","modified_gmt":"2016-04-12T22:00:00","slug":"lgt-die-us-berichtssaison-bietet-begrenztes-aufwaertspotenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-us-berichtssaison-bietet-begrenztes-aufwaertspotenzial\/","title":{"rendered":"LGT: Die US-Berichtssaison bietet begrenztes Aufw\u00e4rtspotenzial"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Rohstoffbaisse belastet schon seit Anfang 2015 die US-Firmengewinne. Davon betroffen sind prim&auml;r nur die Branchen Energie und Materialien. In letzter Zeit sind Unternehmen jedoch zunehmend auch volatileren Finanzm&auml;rkten und einem eingetr&uuml;bten Konjunkturausblick ausgesetzt&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die seit Februar anhaltende Aktienrallye hat zudem ein realistisches Mass an positiven &Uuml;berraschungen w&auml;hrend der laufenden Berichtssaison bereits eingepreist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Berichtssaison f&uuml;r das erste Quartal 2016 wurde am Montag er&ouml;ffnet. Analysten und Unternehmen haben nach dem ersten grossen Volatilit&auml;tsausbruch vom letzten August begonnen, ihre Gewinnprognosen sukzessive verst&auml;rkt zu reduzieren &ndash; ein Trend, der sich nach den erneuten Marktturbulenzen im Januar weiter versch&auml;rfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausgepr&auml;gt negativer Trend bei den Gewinnrevisionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Konsensprognose f&uuml;r das S&amp;P 500-Ergebnis je Aktie (EPS) im Q1\/2016 ist w&auml;hrend des abgelaufenen Quartals um 9.8% auf 26.13 USD gesunken. W&auml;hrend EPS-Revisionen meistens negativ sind, sticht der j&uuml;ngste R&uuml;ckgang doch hervor: Im F&uuml;nf- und Zehnjahresschnitt liegt der R&uuml;ckgang w&auml;hrend eines Quartals bei nur 4% bzw. 5.3%. Noch negativer war die Revision nur am Zenit der Finanzkrise im Q1\/2009 (-26.9%). Auch die Zahl der Firmen, die den Gewinnausblick abschw&auml;chten, war zuletzt h&ouml;her als &uuml;blich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr&ouml;ssten Revisionen erfolgten in den Sektoren mit der h&ouml;chsten Empfindlichkeit gegen&uuml;ber den Rohstoff- und Finanzm&auml;rkten (Energie, Materialien und Finanzen). Kein Wunder: Das Roh&ouml;l notierte im Q1\/2016 im Schnitt schliesslich rund 31% tiefer als im Q1\/2015, w&auml;hrend der Bloomberg Industrial Metals Spot Index und der S&amp;P 500 um 21% bzw. 5% gesunken sind. Gleichzeit hat sich das Konjunkturumfeld etwas abgeschw&auml;cht, w&auml;hrend der USD gegen&uuml;ber den anderen G10-W&auml;hrungen um rund 6% gestiegen ist. Entsprechend ist die Konsenssch&auml;tzung f&uuml;r das S&amp;P 500-Q1-Ergebnis gegen&uuml;ber dem Vorjahr um gut 10% gesunken. Nur drei Sektoren sollen h&ouml;here EPS melden (Konsumg&uuml;ter: 9.3%, Gesundheitsversorgung: 4.3%, Telekomdienstleistungen: 12.3%).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gute Nachricht ist, dass diese Prognosen vermutlich zu negativ sind und &uuml;bertroffen werden k&ouml;nnen, zumal insbesondere die &Ouml;lbaisse auch positive Konjunktureffekte bringt (Erh&ouml;hung des verf&uuml;gbaren Einkommens der Haushalte).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Potenzial f&uuml;r positive Ergebnis&uuml;berraschungen vorerst trotzdem eingepreist<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schlechte Nachricht ist, dass das Aufw&auml;rtspotenzial f&uuml;r den Gesamtmarkt vorerst trotzdem limitiert bleibt: Die j&uuml;ngste Aktienrallye hat n&auml;mlich bereits ein realistisches Mass an positiven Ertrags&uuml;berraschungen eingepreist, w&auml;hrend der mittelfristige EPS-Trend weiter leicht nach unten zeigt . Der S&amp;P 500 ist schliesslich seit Mitte Februar um 14% gestiegen. Die Energie- und Materialiensektoren sind seit Mitte Jahr sogar um 30% bzw. 25% gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit anderen Worten: Die Ertragssaison allein d&uuml;rfte nicht gen&uuml;gend Anlass f&uuml;r eine unmittelbare Fortsetzung der Aktienerholung bieten. Daf&uuml;r m&uuml;sste sich eher die makro&ouml;konomische Ebene deutlich aufhellen &ndash; sei es, weil die grossen Volkswirtschaften auff&auml;llig positiv zu &uuml;berraschen beginnen oder weil wichtige wirtschaftspolitische Massnahmen ergriffen werden (z.B. weitere geldpolitische Lockerungsmassnahmen, eine signifikante Reduktion der &Ouml;lproduktionsquoten, etc.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der m&ouml;glichen Auswirkungen des j&uuml;ngsten geldpolitischen Aktivismus auf Stimmung und Erwartungshaltung der Marktteilnehmer kann nat&uuml;rlich nicht ausgeschlossen werden, dass die B&ouml;rsenrallye trotzdem weiter anh&auml;lt. Diese M&ouml;glichkeit stellt allerdings ein Best-Case-Szenario dar, das auf spekulativen Annahmen statt auf konkreten Indikatoren basiert. Unter dem Strich scheint uns f&uuml;r die n&auml;chsten Monate eine grosso modo neutrale Positionierung in den traditionellen &ouml;ffentlichen Aktienm&auml;rkten weiterhin angebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Rohstoffpreiserholungen wirken kurzfristig ausgereizt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bloomberg Industrials Metals Spot Index ist seit Mitte Januar um 7.5% gestiegen, w&auml;hrend der WTI-&Ouml;lpreis seit Mitte Februar sogar um 50% zugelegt hat. Im Kontext der aktuellen Rohstoffbaisse bleiben diese Rebounds jedoch noch bescheiden, wie die nachfolgenden Charts veranschaulichen. Die 40-w&ouml;chigen gleitenden Durchschnittkurslinien der Wochenkurse repr&auml;sentieren die aktuell noch intakte Baisse. Sie zeigen in beiden F&auml;llen weiterhin s&uuml;dw&auml;rts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein direkter &Uuml;bergang von einem scharfen Abw&auml;rts- zu einem &auml;hnlich scharfen Aufw&auml;rtstrend &ndash; d.h. ohne eine stabilisierende, seitw&auml;rts gerichtete Zwischenphase &ndash; w&auml;re eher un&uuml;blich. Dazu m&uuml;sste es zu wirklich &uuml;berzeugenden fundamentalen Ver&auml;nderungen im Ausblick kommen (z.B. glaubw&uuml;rdige Produktionsdrosselungen insbesondere beim Erd&ouml;l, vermehrte Produzentenpleiten zur rascheren Bereinigung der &Uuml;berangebote, &uuml;berraschende Nachfragesch&uuml;be in grossen Volkswirtschaften oder extrem marktverzerrende Ereignisse, wie etwa gr&ouml;ssere Kriege).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tempor&auml;r vorteilhafte Faktoren wie vor&uuml;bergehende Positionierungsungleichgewichte bei institutionellen Investoren (Stichwort: &laquo;Short-Covering-Rallyes&raquo;) reichen f&uuml;r eine nachhaltige Wende wahrscheinlich nicht aus. Ein gr&ouml;sserer und l&auml;nger andauernder Bodenbildungsprozess kann nat&uuml;rlich nicht ausgeschlossen werden. Nach der Rallye seit Mitte Januar (Industriemetalle) bzw. Mitte Februar (Roh&ouml;l) ist aus kurzfristiger Sicht jedoch vorerst wieder Zur&uuml;ckhaltung angebracht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4405\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/4d7faaa9bd37c18054d8d696265073d7.png\" alt=\"13 04 16 1LGT\" width=\"600\" height=\"241\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>R&uuml;ckl&auml;ufige US-Unternehmensgewinne begrenzen Kurspotenzial<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n&auml;chste Grafik zeigt die EPS- und Preistrends des MSCI USA (vergleichbar mit S&amp;P 500). Trotz l&auml;ngerer Phasen der relativen Divergenz bewegen sich die aggregierten Unternehmensgewinne und Preise grunds&auml;tzlich in die gleiche Richtung. In letzter Zeit ist dieses Verh&auml;ltnis wieder enger geworden. Die seit etwa einem Jahr leicht sinkende EPS-Linie hat sich dabei als Barriere gegen &uuml;berm&auml;ssige Kursgewinne erwiesen . Solange sich die l&auml;ngerfristigen Ertragstrends nicht klar aufhellen, d&uuml;rfte diese Grenze wohl bestehen bleiben, selbst wenn einzelne Berichtssaisons &uuml;ber Konsens ausfallen. Es k&ouml;nnen noch mehrere Quartale vergehen, bis die US-Wirtschaft den erneuten Rohstoffeinbruch (aus der zweiten Jahresh&auml;lfte 2015) vollst&auml;ndig verdaut und sich soweit angepasst hat, dass die Unternehmensgewinne auf aggregierter Ebene wieder stetig steigen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4406\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/97801419f4042ae8e5b345cc15dce8d8.png\" alt=\"13 04 16 2LGT\" width=\"600\" height=\"237\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rohstoffbaisse belastet schon seit Anfang 2015 die US-Firmengewinne. Davon betroffen sind prim&auml;r nur die Branchen Energie und Materialien. In letzter Zeit sind Unternehmen jedoch zunehmend auch volatileren Finanzm&auml;rkten und einem eingetr&uuml;bten Konjunkturausblick ausgesetzt&#8230;&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21564","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}