{"id":21572,"date":"2016-05-05T22:00:00","date_gmt":"2016-05-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/05\/05\/lgt-aktuelles-marktregime-spricht-fuer-einen-antizyklischen-ansatz\/"},"modified":"2016-05-05T22:00:00","modified_gmt":"2016-05-05T22:00:00","slug":"lgt-aktuelles-marktregime-spricht-fuer-einen-antizyklischen-ansatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-aktuelles-marktregime-spricht-fuer-einen-antizyklischen-ansatz\/","title":{"rendered":"LGT: Aktuelles Marktregime spricht f\u00fcr einen antizyklischen Ansatz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Den Notenbanken ist es gelungen, die Marktstimmung wieder zu entspannen. Die Bank of Japan stellt mit ihrer z&ouml;gerlichen Haltung bisher die Ausnahme dar&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir warnen aber vor einer zu positiven Sicht jener M&auml;rkte, die bereits stark zugelegt haben, und umgekehrt vor zu viel Negativit&auml;t gegen&uuml;ber Japan. Das derzeitige globale Marktregime spricht f&uuml;r einen antizyklischen Ansatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktienm&auml;rkte haben sich von der Panikattacke vom Januar deutlich erholt. Die globalen Aktienindizes schreiben wieder schwarze Zahlen &#8211; bezeichnenderweise dank der seinerzeit so ungeliebten Schwellenl&auml;nder. Auf Basis der MSCI-Gesamtrenditeindizes in USDollar sind US-Aktien seit Anfang Jahr um 0.5% gestiegen und die Emerging Markets (EM) um 2.4%. Japan und die Eurozone, die Lieblinge des Vorjahres, bilden hingegen mit Verlusten von 5.4% bzw. 3% hingegen &#8211; bisher &#8211; die diesj&auml;hrigen Schlusslichter.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die j&uuml;ngsten Notenbankaktionen, welche zunehmend den Einsatz negativer Leitzinsen einschliessen, haben entfalten unter dem Strich die gew&uuml;nschte Wirkung. Die Marktspannungen haben sich gelegt, was sich mit der Zeit auch auf die Realwirtschaft auswirken sollte. Anlagen, die zus&auml;tzliche Risikopr&auml;mien bieten, wurden gest&uuml;tzt: Hochzins- und EM-Anleihen z&auml;hlen somit zu den TopAnlageklassen in diesem Jahr, mit Gewinnen von rund 7% bzw. 11% auf breiter Indexbasis (vgl. Tabelle auf Seite 3).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Loswerden obsessiver &Auml;ngste ist jedoch nicht mit einer echten Aufhellung des Ausblicks zu verwechseln. Bei der beschriebenen Erholung handelt es sich prim&auml;r um die Korrektur der kurzfristig &uuml;berzogenen Negativit&auml;t zu Beginn des Jahres. Die Konjunkturindikatoren haben sich in der Zwischenzeit global n&auml;mlich eher abgeschw&auml;cht. Die j&uuml;ngsten Einkaufsmanagerindizes f&uuml;r das verarbeitende Gewerbe sind beispielswiese in 15 von 23 L&auml;ndern zuletzt tiefer als im Januar ausgefallen, auch wenn die meisten Indizes weiter &uuml;ber der Wachstumsschwelle notieren (vgl. Seite 2). Die globalen Unternehmensertr&auml;ge sind zwar etwas h&ouml;her als vom Konsens prognostiziert, befinden sich aber insgesamt weiterhin in einer milden Rezession.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das aktuelle Marktregime spricht f&uuml;r einen antizyklischen Anlagesatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im aktuellen Umfeld erscheint eine antizyklische Haltung angebracht. M&auml;rkte, die vor wenigen Monaten besonders negative Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten, sind anschliessend sehr gut gelaufen. Dass diese M&auml;rkte aber auch in den kommenden Monaten zu den Favoriten z&auml;hlen werden, ist fraglich. Die derzeit besonders ungeliebten M&auml;rkte d&uuml;rften besser abschneiden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japan bietet aktuell das typische Beispiel, besonders nachdem die BOJ in der vergangenen Woche erneut von einer Ausweitung ihres Lockerungsprogramms absah und damit die M&auml;rkte kurzfristig entt&auml;uschte. Es folgte ein besonders scharfer Yen-Anstieg und B&ouml;rsenkurssturz (wohl auch, weil die Entscheidung so kurz vor der Golden Week-Ferienwoche kam). Ungeachtet dieser Extremreaktion und des resultierenden Marktl&auml;rms scheint Japans B&ouml;rse jedoch bereits die Grundlagen f&uuml;r eine Erholung gelegt zu haben: Trotz des unvermindert starken Yen stabilisiert sich der Nikkei 225 n&auml;mlich seit Mitte Februar stetig &#8211; jedes neue Zwischentief f&auml;llt h&ouml;her als das vorherige aus. Zudem ist der aus 222 Small-Caps bestehende TSE MOTHERS-Index in diesem Jahr um 30% gestiegen &#8211; die beste Performance seit 2013, dem ersten Jahr der als Abenomics bekannten Reflationspolitik. Dass Aktien von binnenmarktorientierten, j&uuml;ngeren Firmen derart positiv reagiert haben, widerspricht der weit verbreiteten These vom scheiternden Reflationskurs Tokios.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Signale sind beachtenswert, gerade weil die News aus Japan seit Monaten so schlecht sind. Auslandskapital zieht sich seit einiger Zeit von der Tokioter B&ouml;rse zur&uuml;ck, w&auml;hrend wir immer wieder lesen und h&ouml;ren, dass die anhaltende Yen-St&auml;rke Abenomics endg&uuml;ltig den Garaus machen werde. Dann wurde S&uuml;den des Landes Mitte April auch noch von verheerenden Erdbeben ersch&uuml;ttert. Die Tatsache, dass der Markt begonnen hat, diese Nachrichtenkulisse zu ignorieren, verweist darauf, dass die Risiken in Bezug auf Japan inzwischen eingepreist wurden. So k&ouml;nnten japanischen Aktien in einigen Monaten wieder als Top-Performer dastehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Charts und Hintergrundinformationen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Markit-Einkaufmanagerumfragen: Schw&auml;cheres Wachstum, aber keine Rezession<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende April wurden die j&uuml;ngsten globalen Einkaufsmanagerumfragen (PMI) von Markit ver&ouml;ffentlicht. Im Gegensatz zu den B&ouml;rsen haben sich diese vorauslaufenden Konjunkturindikatoren seit Januar in sieben von zehn F&auml;llen abgeschw&auml;cht (insgesamt 23 L&auml;nder). Zugleich ist aber auch klar, dass die Konjunktur&auml;ngste vom Januar &uuml;bertrieben waren. Erstens notieren die meisten nationalen PMIs (inklusive USA) weiter &uuml;ber dem Schwellenwert von 50, was anhaltendes (wenn auch bescheidenes) Weltwirtschaftswachstum signalisiert. Zweitens hat sich der Ausblick f&uuml;r die EM aufgehellt: Der PMI f&uuml;r verarbeitende Industrien der EM notiert nun wieder knapp &uuml;ber 50, w&auml;hrend jener f&uuml;r die Dienstleistungen grosso modo stabil geblieben sind. Dabei galten die EM zu Jahresbeginn noch als die grossen Sorgenkinder. Dies zeigt einmal mehr, dass man nicht zu viel in die kurzfristigen Marktschwankungen hinein lesen sollte. Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass Japans Industrie-PMI in diesem Jahr einen deutlichen R&uuml;ckgang erlitten hat. Dies kann sich allerdings relativ schnell &auml;ndern, sofern sich das globale Wachstum weiter stabilisiert (was wahrscheinlich scheint) und die Bank of Japan endlich zur Tat schreitet (was nur eine Frage der Zeit zu sein scheint).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4442\" alt=\"06062016 1\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/8bb8ae88f4ee83e5edb9d9d64e2c95fd.png\" width=\"574\" height=\"231\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Japan: Binnenmarkt-orientiertes B&ouml;rsensegment erlebt Kursfeuerwerk <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitte 2015 markierten die Aktienm&auml;rkte global ihre j&uuml;ngsten H&ouml;chstst&auml;nde. Ein B&ouml;rsencrash in China f&uuml;hrte anschliessend zu Spekulationen &uuml;ber eine bevorstehende grosse Yuan-Abwertung, was die globale Talfahrt anschliessend beschleunigte. Der Nikkei 225 hat seit seinem Zyklushoch (24. Juni) rund 23% eingeb&uuml;sst. Die Zunahme der globalen Risikoaversion l&auml;sst sich auch daran ablesen, dass der Yen im gleichen Zeitraum gegen&uuml;ber einem in etwa gleich gewichteten Index aus neun freikonvertierbaren Gegenw&auml;hrungen um knapp 19% und gegen&uuml;ber dem USD um 15.5% gestiegen ist. Ein starker Yen bietet eine gute nat&uuml;rliche Absicherung in Zeiten erh&ouml;hter Volatilit&auml;t, mindert zugleich aber auch den Wert der &uuml;berseeischen Ertr&auml;ge und Verm&ouml;gen (gr&ouml;sserer) japanischer Unternehmen und gilt daher als Gegenwind f&uuml;r Nippons B&ouml;rse. Erw&auml;hnenswert ist allerdings, dass der Nikkei seit Februar in volatiler Weise steigt (jedes neue Zwischentief ist h&ouml;her als das vorherige, Chart links, hellblaue Line), obwohl die JPY-St&auml;rke anh&auml;lt (goldene Linien). Der TSE MOTHERS (Small Caps) hat sich hingegen seit der BOJ-Entscheidung vom Januar (Einf&uuml;hrung von Negativzinsen auf einen kleinen Teil der &Uuml;berschussreserven der japanischen Banken) sehr gut entwickelt (Chart rechts, dunkelblaue Linie). Das sind Indizien, dass die extremste Phase der einseitigen Yen-St&auml;rke bald abklingen d&uuml;rfte und die Anleger begonnen haben, von der einfachen &laquo;Short-Yen\/Long-Nikkei&raquo;-Regel Abstand zu nehmen und den Markt wieder etwas differenzierter zu betrachten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4443\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/6990a457e152af03e5784eba45332f24.png\" alt=\"06062016 2\" width=\"578\" height=\"216\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Notenbanken ist es gelungen, die Marktstimmung wieder zu entspannen. Die Bank of Japan stellt mit ihrer z&ouml;gerlichen Haltung bisher die Ausnahme dar&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21572","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21572"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21572\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}