{"id":21575,"date":"2016-05-10T22:00:00","date_gmt":"2016-05-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/05\/10\/lgt-die-zyklische-talsohle-duerfte-hinter-uns-liegen\/"},"modified":"2016-05-10T22:00:00","modified_gmt":"2016-05-10T22:00:00","slug":"lgt-die-zyklische-talsohle-duerfte-hinter-uns-liegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-zyklische-talsohle-duerfte-hinter-uns-liegen\/","title":{"rendered":"LGT: Die zyklische Talsohle d\u00fcrfte hinter uns liegen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die j&uuml;ngsten US-Arbeitsmarktdaten k&ouml;nnten das Tief des seit Mitte 2015 anhaltenden Konjunkturabschwungs markiert haben. Vor dem Hintergrund zunehmend volatiler Finanzm&auml;rkte hat die US-Notenbank ihre Zinserh&ouml;hungspl&auml;ne inzwischen verschoben, w&auml;hrend China und Europa zus&auml;tzliche Lockerungsschritte machten&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Sollte die extreme Yen-St&auml;rke anhalten, dann wird auch Japan bald folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der j&uuml;ngste Aktienrebound hat an Schwung verloren. F&uuml;r weitere Kursgewinne scheint es an Impulsen zu mangeln. Andererseits wurde im Laufe des vergangenen Jahres jedoch die Geldpolitik auf globaler Ebene deutlich gelockert und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten haben zum Teil begonnen, sich wieder zu stabilisieren. Daher d&uuml;rfte auch das Abw&auml;rtspotenzial an den M&auml;rkten &uuml;berschaubar bleiben. Es ist sinnvoll, die globale Makro-Gesamtsituation hier einmal festzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der letzte Woche publizierte US-Arbeitsmarktbericht fiel deutlich schw&auml;cher aus als erwartet, was f&uuml;r negative Schlagzeilen sorgte. Beim Arbeitsmarkt handelt es sich jedoch um keinen vorauslaufenden Indikator. Die Aprildaten d&uuml;rften letztlich eine Sp&auml;tfolge der saisonal schwachen Wintermonate gewesen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA wirken nun mehrere Faktoren positiv: W&auml;rmeres Wetter, tiefere Benzin- und Energiekosten f&uuml;r Haushalte (Roh&ouml;l notiert heute rund 25% unter dem Durchschnitt im zweiten Quartal 2015) und eine inflationsfreundlichere Federal Reserve. Die Aufschiebung der Fed-Zinserh&ouml;hungen hat die US-Realzinsen wieder tief in den negativen Bereich getrieben, w&auml;hrend die tats&auml;chlichen Inflationsdaten seit Februar begonnen haben, wieder positiv zu &uuml;berraschen. All dies kann die Baisse im &Ouml;l- und Gassektor ausgleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtige zugrundeliegende Wachstumsdaten sind indessen entweder stabil geblieben oder haben sich sogar verbessert: Das breite Geldmengenwachstum steigt seit Anfang 2015 stabil um rund 4% j&auml;hrlich, w&auml;hrend die L&uuml;cke zwischen aktuellem und potenziellem Wachstum stetig geringer wird (was tendenziell L&ouml;hne und Inflation st&uuml;tzt). Zuletzt haben auch die ersten Einkaufsmanagerumfragen nach oben gedreht (z.B. Markit-Index f&uuml;r Dienstleistungen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europa: J&uuml;ngste EZB-Massnahmen verringern Absturzgefahr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone hat die Erholung, die mit dem quantitativen Lockerungsprogramm (QE) im ersten Quartal 2015 begann, in einigen L&auml;ndern zuletzt etwas nachgelassen. Doch insgesamt ist das Wachstum in der Region stabil geblieben, w&auml;hrend die QE-Ausweitung vom letzten M&auml;rz das Risiko eines Abschwungs zus&auml;tzlich reduziert &ndash; zumindest in Abwesenheit gr&ouml;sserer (unerwarteter) politischer Schocks, wie etwa eines britischen Votums am 23. Juni gegen den Verbleib des Landes in der Europ&auml;ischen Union.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Asien: Die negativen Schlagzeilen t&auml;uschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien haben sich die immer wiederkehrenden &Auml;ngste vor einer Wirtschaftskrise in China einmal mehr als falsch erwiesen, w&auml;hrend sich auch die aktuelle Skepsis gegen&uuml;ber Japan bald als grundlos erweisen d&uuml;rfte. Im Falle Chinas haben monet&auml;re und fiskalische Massnahmen, die im Laufe des Vorjahres ergriffen wurden, die Wirtschaft wieder stabilisiert, obwohl das Artensterben in den traditionellen Industriesegmenten weiter anh&auml;lt. Chinas Dienstleistungssektor w&auml;chst zu aktuellen Preisen jedoch weiter ungebrochen stark, mit j&auml;hrlichen Wachstumsraten von 20% und mehr. Dieses Segment erwirtschaftet inzwischen rund USD 1.5 Bio. pro Quartal, was der Jahreswirtschaftsleistung Spaniens entspricht. Japans j&uuml;ngste Konjunkturschw&auml;che geht indessen in erster Linie auf die vergangene globale Abschw&auml;chung zur&uuml;ck &ndash; und d&uuml;rfte vor&uuml;bergehend sein. Zudem d&uuml;rfte die Bank of Japan so gut wie sicher ihr Lockerungsprogramm in diesem Jahr noch einmal ausbauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kurz:<\/strong> Auch wenn es unter dem Strich f&uuml;r eine Wiederaufnahme der globalen Aktienhausse noch nicht ausreichen d&uuml;rfte, stehen die Chancen durchaus gut, dass sich das makro&ouml;konomische Umfeld fortan doch etwas aufhellen wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4446\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d80b205fb0c9b15914ab296969bb210a.png\" alt=\"11 05 16 1 LGT\" width=\"600\" height=\"491\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA ist die L&uuml;cke zwischen aktuellem und potenziellem Wachstum weiter geschrumpft und die Inflationsdaten fallen seit einigen Wochen wieder st&auml;rker als erwartet aus, was auf eine ausreichend inflationsfreundliche Fed-Haltung hinweist . Die US-Inflationserwartungen haben sich inzwischen von 0.95% im Februar auf 1.51% erholt (auf Basis der f&uuml;nfj&auml;hrigen &laquo;Breakeven-Rate&raquo; bzw. Differenz zwischen nominalen und inflationsgebundenen Anleiherenditen). Die US-Realzinsen sinken seit Anfang 2016 wieder. In der Eurozone betr&auml;gt das j&auml;hrliche Realwachstum seit drei Quartalen stabile 1.6%.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4447\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/c7340ba57770a1f8810a1d314fdb6bb1.png\" alt=\"11 05 16 2 LGT\" width=\"600\" height=\"228\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Japan gab es eine klare Wende im langfristigen Trend des Nominalwachstums , welches zudem wieder &uuml;ber den Staatsfinanzierungskosten liegt. Das st&uuml;tzt die Binnennachfrage und die &ouml;ffentlichen Haushalte. In China w&auml;chst seit Mitte 2015 die Geldmenge wieder deutlich schneller. Chinas Wirtschaftswachstum folgte bisher in der Regel mit einer Verz&ouml;gerung von etwa zwei Jahren nach. Das Wachstumstief m&uuml;sste aus dieser Sicht also hinter uns liegen.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die j&uuml;ngsten US-Arbeitsmarktdaten k&ouml;nnten das Tief des seit Mitte 2015 anhaltenden Konjunkturabschwungs markiert haben. Vor dem Hintergrund zunehmend volatiler Finanzm&auml;rkte hat die US-Notenbank ihre Zinserh&ouml;hungspl&auml;ne inzwischen verschoben, w&auml;hrend China und Europa zus&auml;tzliche Lockerungsschritte machten&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21575","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21575"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21575\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}