{"id":21587,"date":"2016-05-31T22:00:00","date_gmt":"2016-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/05\/31\/lgt-eine-wiederaufnahme-der-aktienhausse-ist-nicht-unmoeglich\/"},"modified":"2016-05-31T22:00:00","modified_gmt":"2016-05-31T22:00:00","slug":"lgt-eine-wiederaufnahme-der-aktienhausse-ist-nicht-unmoeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-eine-wiederaufnahme-der-aktienhausse-ist-nicht-unmoeglich\/","title":{"rendered":"LGT: Eine Wiederaufnahme der Aktienhausse ist nicht unm\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die B&ouml;rsenrallye der letzten Monate hat die diversen wirtschaftlichen und politischen Risiken nicht g&auml;nzlich aus den K&ouml;pfen der Anleger vertrieben. So notieren die breiten Aktienindizes nach wie vor unterhalb der Vorjahreshochs. Aktien von Firmen, die prim&auml;r in ihren Heimatm&auml;rkten aktiv sind, zeigen allerdings insbesondere in Europa und USA wieder eine bemerkenswerte St&auml;rke&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unkonventionelle Geldpolitik der vergangenen Jahre wurde oft als ein destruktiver Abw&auml;rts-Wettlauf der Volkswirtschaften beschrieben &ndash; als eine merkantilistische Beggar-thy-neighbour-Politik, die zu &laquo;W&auml;hrungskriegen&raquo; f&uuml;hre und ein &laquo;Nullsummenspiel&raquo; darstelle. W&auml;re dies der Fall, dann m&uuml;ssten inl&auml;ndische Gesch&auml;ftssegmente stark leiden. Gewinner k&ouml;nnten dabei nur eine Handvoll Exportfirmen sein &ndash; aus dem Land, welches es zuletzt geschafft hat, die W&auml;hrung am deutlichsten abzuwerten. Die M&auml;rkte selbst signalisieren allerdings ein weitaus freundlicheres Weltbild: &Uuml;berall dort, wo quantitative Lockerung (QE) bzw. geldpolitische Flexibilit&auml;t im Spiel war, sind die B&ouml;rsenkurse generell gestiegen &ndash; und die binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren liefen dabei besonders gut. Trotz der j&uuml;ngsten B&ouml;rsenturbulenzen hat sich interessanterweise auch in diesem Jahr nichts daran ge&auml;ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Binnenwirtschaftliche Sektoren zeigen weiter relative St&auml;rke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dies indikativ zu visualisieren, erstellten wir gleichgewichtete Aktienindizes von Unternehmen die gem&auml;ss publizierter Bilanzen mehr als 95% ihres Umsatzes in binnenkonjunktursensitiven Bereichen ihres jeweiligen Heimatmarkts erwirtschaften und eine Mindestmarktkapitalisierung von einer halben Milliarde US-Dollar aufweisen (damit sollen etwaige Liquidit&auml;tsrisikopr&auml;mieneffekte auf die Performance reduziert werden). Das Ziel ist es, global vergleichbare, liquide Aktienindizes f&uuml;r Unternehmen zu erhalten, die von Anlegern als vom heimischen Konsum und von Binneninvestitionen abh&auml;ngig eingesch&auml;tzt werden. Im Falle Europas wird die Europ&auml;ische Union als Heimatmarkt aller europ&auml;ischer Unternehmen definiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkret umfassen diese Binnenzykliker-Indizes folgende Branchen (gem&auml;ss Industry Classification Benchmark-System): langlebige Haushaltswaren, M&ouml;bel, Hausbau, Bau und Materialien, Baustoffe und Vorrichtungen, Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Zustelldienste, Eisenbahnen, LKW-Transport und erneuerbare Energieausr&uuml;stungen. Jeweils rund 40 bis 50 Aktien pro Markt erf&uuml;llen die genannten Kriterien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Potenziell positive Marktsignale<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man die &ouml;ffentlichen B&ouml;rsen als einen permanenten Abstimmungsmechanismus begreift, dann ist das Votum klar. Die so konzipierten Indizes laufen auch in diesem Jahr &ndash; wie schon seit Jahren &ndash; &uuml;berall deutlich besser als die lokalen und globalen Gesamtm&auml;rkte. In Europa hat der entsprechende Index gerade mit gutem Schwung ein neues Hoch erklommen und in den USA ist es gerade dabei, das Gleiche zu tun. Selbst in Japan, wo gem&auml;ss vielen Experten die Reflationspolitik vermeintlich zu scheitern droht, hat sich dieses Segment vergleichsweise gut halten k&ouml;nnen .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Marktentwicklungen signalisieren, dass die Geldpolitik ein wichtiges, effektives Instrument der Wirtschaftspolitik war und bleibt und den Notenbanken die Munition nicht ausgegangen ist. Die St&auml;rke der Binnenzykliker k&ouml;nnte zumindest teilweise auch mit den aufkommenden Hoffnungen auf anstehende fiskalische und andere Konjunkturmassnahmen (&laquo;Helikoptergeld&raquo;-Diskussion) erkl&auml;rt werden. Die Tatsache aber, dass diese Segmente schon seit Jahren eine ausgepr&auml;gte St&auml;rke zeigen, verweist darauf, dass es sich hierbei letztlich um die Verl&auml;ngerung des QE-Themas handeln d&uuml;rfte. Die globale Kontinuit&auml;t dieses Trendmusters suggeriert jedenfalls, dass die zugrundeliegende Marktordnung noch intakt geblieben sein k&ouml;nnte. Falls das stimmt, m&uuml;sste uns die alte Hausse fr&uuml;her oder sp&auml;ter doch noch einmal mit einem Lebenszeichen &uuml;berraschen. Einen ersten Hinweis diesbez&uuml;glich k&ouml;nnten wir am 16. Juni erhalten &ndash; dann stehen die n&auml;chsten geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve und der Bank of Japan an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4474\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/cf8111de1ca3fc135bced1e30559bf4f.png\" alt=\"01 06 16 1lgt\" width=\"600\" height=\"233\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die j&auml;hrliche Wachstumsrate des nominalen US-Bruttoinlandsprodukts (NBIP) ist heute generell tiefer als in vergangenen Jahrzehnten. Sie ist allerdings seit der Erholung von 2009 stabil geblieben &ndash; auch w&auml;hrend der letzten drei Jahre (d.h. auch nach dem Beginn des Zur&uuml;ckfahrens des QE-Programms). Sie bewegt sich um den Durchschnittswert f&uuml;r die Zeit seit Beginn der Erholung im dritten Quartal 2009 von 3.1%. Weder die Ank&uuml;ndigung vom QE-Ende im Mai 2013 (&laquo;Tapering&raquo;) noch die erste Zinserh&ouml;hung Dezember 2015 haben das Wachstum reduziert. Der R&uuml;ckgang nach dem Ende der QE-Anleihenk&auml;ufe im Oktober 2014 ist eine Ausnahme. Allerdings hatte das Wachstum kurz zuvor Spitzenwerte erreicht. Es k&ouml;nnte sich also genauso um einen nat&uuml;rlichen zyklischen Prozess (&laquo;Mean-Reversion&raquo;) handeln. Das NBIP-Wachstum ist im ersten Quartal dieses Jahres wieder leicht angestiegen &ndash; trotz der ersten Fed-Zinserh&ouml;hung vom Dezember und der globalen Finanzmarktvolatilit&auml;t zu Beginn des Jahres.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die blaue Linie zeigt einen gleichgewichteten Index von gr&ouml;sseren US-Unternehmen, die mehr als 95% ihres Umsatzes im Inland generieren. Der Index schl&auml;gt seit mehreren Jahren den Gesamtmarkt und hat sich sehr z&uuml;gig von den Turbulenzen zu Beginn des Jahres erholt. Es k&ouml;nnte sich hierbei um einen Fr&uuml;hindikator f&uuml;r die US-Binnenwirtschaft handeln &ndash; vergleichbar mit der Rolle, die traditionell dem Dow Transportation Index beigemessen wird. Der Transportation Index besteht jedoch aus inzwischen globalen Unternehmen mit erheblichen Umsatzanteilen in den Emerging Markets &ndash; d.h. in Volkswirtschaften, die in den letzten Jahren unter Chinas struktureller Wachstumsabschw&auml;chung und zuletzt unter der Rohstoffbaisse litten und aus diversen Gr&uuml;nden kein QE betrieben haben oder betreiben konnten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4475\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d26f44a75c3130fe050fd97c038654d4.png\" alt=\"01 06 16 2lgt\" width=\"600\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gleich konzipierten binnenzyklischen Indizes f&uuml;r die Eurozone und Japan best&auml;tigen das Gesamtbild. Im Falle der Eurozone begann die ausgepr&auml;gte St&auml;rke des Segments mit dem Start des QE-Programms der Europ&auml;ischen Zentralbank im Januar 2015. Die QE-Ausweitung vom M&auml;rz sorgte f&uuml;r einen zus&auml;tzlichen Schub nach oben und den Ausbruch. Auch in Japan begann die Outperformance des Segments mit dem QE-Programm. In diesem Jahr hat sich Japan im Vergleich zu den USA und Europa schwach entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vergleich zum japanischen Markt bleibt die relative St&auml;rke jedoch bestehen. Hierbei k&ouml;nnte es sich um eine Konsolidierung nach Jahren der Outperformance handeln. Japans Binnenzykliker-Index notiert schliesslich immer noch 185% &uuml;ber dem Niveau vom Anfang 2012 &ndash; im Vergleich zu 160% und 150% f&uuml;r Europa und die USA. Sollte die BOJ in den kommenden Monaten wieder deutlichere geldpolitische Signale setzen, dann k&ouml;nnte der Aufw&auml;rtstrend ebenso wiederkehren, wie im M&auml;rz in Europa.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die B&ouml;rsenrallye der letzten Monate hat die diversen wirtschaftlichen und politischen Risiken nicht g&auml;nzlich aus den K&ouml;pfen der Anleger vertrieben. So notieren die breiten Aktienindizes nach wie vor unterhalb der Vorjahreshochs. Aktien von Firmen, die prim&auml;r in ihren Heimatm&auml;rkten aktiv sind, zeigen allerdings insbesondere in Europa und USA wieder eine bemerkenswerte St&auml;rke&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21587","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21587"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21587\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}