{"id":21597,"date":"2016-06-28T22:00:00","date_gmt":"2016-06-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/06\/28\/lgt-brexit-votum-ruhe-bewahren-und-vernuenftig-bleiben\/"},"modified":"2016-06-28T22:00:00","modified_gmt":"2016-06-28T22:00:00","slug":"lgt-brexit-votum-ruhe-bewahren-und-vernuenftig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-brexit-votum-ruhe-bewahren-und-vernuenftig-bleiben\/","title":{"rendered":"LGT: Brexit-Votum: Ruhe bewahren und vern\u00fcnftig bleiben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das britische Votum vom letzten Donnerstag hat an einem wichtigen Fundament der westlichen Weltordnung ger&uuml;ttelt und die M&auml;rkte schockiert. Es hat uns gezwungen, unsere W&auml;hrungspositionen zu &uuml;berdenken. Ansonsten blieben die&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">globalen Marktreaktionen aber insgesamt im vern&uuml;nftigen Rahmen und wir sehen derzeit keinen Grund f&uuml;r eine breitere Revision unsere Markteinsch&auml;tzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die globale Reaktion auf das Referendumsergebnis im Vereinigten K&ouml;nigreich war negativ: Aktien, Industrierohstoffe und Zinsen fielen. Die Nachfrage nach sicheren, liquiden Anlagen wie dem japanischen Yen, US-Dollar oder Gold zog stark an. Das britische Pfund wurde am heftigsten abgestossen. Es gibt die verst&auml;ndliche, aber doch fragliche Vorstellung, dass sich das Land ins eigene Fleisch geschnitten hat, weil es sich nicht nur von seinen wichtigen Investitions- und Handelspartnern abgekoppelt sondern damit wom&ouml;glich auch seine proeurop&auml;isch eingestellten Teilstaaten Schottland und Nordirland endg&uuml;ltig vergr&auml;mt hat.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&Uuml;ber die m&ouml;glichen Folgen dieses historischen Ereignisses werden wir noch viel lesen und h&ouml;ren. Im Pfund-Ausverkauf spiegeln sich jedoch auch vergleichsweise gutartige Faktoren &#8211; n&auml;mlich die viel eher absehbare Wahrscheinlichkeit von geldpolitischen Lockerungsmassnamen durch die Bank of England, als Teil der notwendigen Anpassungsmassnahmen an die neue politische Realit&auml;t. Dar&uuml;ber hinaus haben sich die Preisschwankungen an den globalen Finanzm&auml;rkten aber in akzeptablen Grenzen gehalten. Eine systemische Krise bleibt damit doch unwahrscheinlich (Beispiele siehe Seite 2). Zudem wird auch der globale Ausblick durch die nun gestiegenen Chancen weiterer Lockerungsschritte ausgeglichen. Die Notenbanken Europas und Japans k&ouml;nnten bald schon in diesem Sinne handeln, w&auml;hrend die US-Federal Reserve ihre Straffungspl&auml;ne erneut weiter in die Zukunft verschieben d&uuml;rfte.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat&uuml;rlich l&ouml;st die Abstimmung Unsicherheit aus. London muss sich nun durch innenpolitische Turbulenzen durcharbeiten, das Verfahren f&uuml;r den Austritt und langwierige Verhandlungen &uuml;ber neue Handelsabkommen und die Sicherung des Zugangs zum EUMarkt in Angriff nehmen. Der Weg und der Ausgang sind ungewiss. Die Abstimmung versetzt aber auch dem Projekt Europa einen Schlag. Der Euro d&uuml;rfte damit wieder in Frage gestellt werden, was auch den Druck auf die peripheren Volkswirtschaften erneuern k&ouml;nnte. Zugleich ist die Europ&auml;ische Zentralbank heute viel eher als in der Vergangenheit bereit, geldpolitisch massiv gegenzusteuern&nbsp; &#8211; wie im &Uuml;brigen auch die anderen grossen Zentralbanken der Welt. So sind die Reaktionen an den Kreditm&auml;rkten, einschliesslich jenen der EU-Peripherie, bisher vergleichsweise gutartig ausgefallen. Auch Nordamerika, Asien und die Schwellenl&auml;ndern d&uuml;rften die j&uuml;ngsten Turbulenzen gut aussitzen k&ouml;nnen. Trotz des j&uuml;ngsten Schocks halten wir ein Abgleiten in eine globale deflation&auml;re Rezession (unsere Risikoszenario) daher letztlich weiterhin f&uuml;r unwahrscheinlich.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Taktische Neueinsch&auml;tzung der W&auml;hrungen Wir revidieren unsere GBP-Einsch&auml;tzung &#8211; allerdings wollen wir das bereits stark abgewertete Pfund nicht in die aktuelle Schw&auml;che hinein verkaufen und sehen Spielraum f&uuml;r eine partielle Erholungsbewegung. Zugleich stutzen wir unsere bullische JPY-Position. Die extreme JPY-Rallye nach dem Referendum nutzten wir, um unser erhebliches &Uuml;bergewicht in Japans W&auml;hrung zu halbieren (wobei die Gewinne im JPY die Verluste im GBP &uuml;berwogen). Da aber das globale Umfeld weiter risikoaversionsanf&auml;llig bleiben d&uuml;rfte, behalten wir eine verringertes JPY-&Uuml;bergewicht als Absicherungselement in unsere Asset Allokation bei.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von weiteren aktiven Ver&auml;nderungen in unsere Portfolios sehen wir jedoch ab (den aktualisierten &Uuml;berblick &uuml;ber unsere derzeitige taktische Gesamtpositionierung finden Sie auf Seite 4). Das Gesamtaktienrisiko unserer Portfolios ist nahe der entsprechenden Neutralquote. Unsere hauseigenen Fondsmanager k&ouml;nnen im Rahmen der existierenden taktischen Zielquoten nat&uuml;rlich grunds&auml;tzlich laufend Rebalancing-Zuk&auml;ufe t&auml;tigen und in einigen Bereichen &#8211; wie z.B. britischen Immobilienaktien &#8211; wurden bereits opportunistische K&auml;ufe ausgef&uuml;hrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4499\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/e6084b3ea49b5a036daf3e668f6d2b9d.png\" alt=\"29062016 1\" width=\"580\" height=\"497\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die implizite zuk&uuml;nftige B&ouml;rsenvolatilit&auml;t ist nach dem Referendum &uuml;berall gestiegen. Der Vola-Index f&uuml;r den EuroStoxx 50 machte aber knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch kehrt, w&auml;hrend sein britisches Pendant es nur auf ein marginales neues Hoch brachte. In den USA und Japan blieben die Vola-Indizes klar unterhalb der Niveaus, die w&auml;hrend der prim&auml;r von China ausgehenden Turbulenzen seit letzten August beobachtet wurden. Abgesehen vom grossen Einfluss auf das Pfund z&auml;hlt das Referendum somit zu den &laquo;normalen&raquo; unruhestiftenden St&ouml;rfaktoren, mit denen wir im aktuellen allgemeinen Umfeld sowieso gelegentlich rechnen m&uuml;ssen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4500\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/4431de46a83149128e27600762f9e2d3.png\" alt=\"29062016 2\" width=\"580\" height=\"232\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten beiden Grafiken zeigen, dass auch die Ausschl&auml;ge in den M&auml;rkten f&uuml;r Euro-Peripherieanleihen, High Yield Credit und Emerging Market Bonds moderat geblieben sind<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das britische Votum vom letzten Donnerstag hat an einem wichtigen Fundament der westlichen Weltordnung ger&uuml;ttelt und die M&auml;rkte schockiert. 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