{"id":21604,"date":"2016-07-12T22:00:00","date_gmt":"2016-07-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/07\/12\/lgt-die-sommerrallye-koennte-laengere-beine-haben\/"},"modified":"2016-07-12T22:00:00","modified_gmt":"2016-07-12T22:00:00","slug":"lgt-die-sommerrallye-koennte-laengere-beine-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-die-sommerrallye-koennte-laengere-beine-haben\/","title":{"rendered":"LGT: Die Sommerrallye k\u00f6nnte l\u00e4ngere Beine haben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sieben Monate nach der einst gef&uuml;rchteten ersten Zinserh&ouml;hung haben US-Aktien ein Allzeithoch erreicht. Amerikas Konjunktur zeigt wieder St&auml;rke, die Rohstoffpreise haben sich etwas erholt und die j&uuml;ngsten politischen Ereignisse d&uuml;rften einige Notenbanken zu weiteren Lockerungsschritten bewegen. Die Federal Reserve k&ouml;nnte zudem auf Sicht von weiteren Zinserh&ouml;hungen absehen.&nbsp;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 2015 erh&ouml;hte die US-Notenbank ihren Leitzins leicht von nahe Null, obwohl einige Beobachter bef&uuml;rchteten, dass selbst dieser Schritt den US-Dollar weiter &uuml;berm&auml;ssig st&auml;rken und die Energie- und Rohstoffpreise sowie die in USD-verschuldeten Schwellenl&auml;nder belasten w&uuml;rde. In Kombination mit der rohstoffbaissebedingten Ertragsflaute der US-Unternehmen k&ouml;nnte dies sogar eine US-Rezessionen verursachen, hiess es.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun&auml;chst schienen die Pessimisten Recht zu bekommen: Prompt nach dem US-Zinsschritt erlebte China den zweiten B&ouml;rsencrash in weniger als sieben Monaten. Die nachfolgende globale Marktpanik sorgte f&uuml;r einen im historischen Vergleich sehr schlechten Jahresstart. Es folgten ausserordentliche Rallyes im japanischen Yen sowie bei Rohstoffen und Edelmetallen, die Einf&uuml;hrung bzw. Vertiefung der Negativzinspolitik in Japan und Europa und schliesslich das Votum des Vereinigten K&ouml;nigreichs f&uuml;r den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union, welches einen weiteren globalen Ausverkauf ausl&ouml;ste. Vor dieser L&auml;rmkulisse ist es leicht, die gutartigen Entwicklungen aus dieser Zeit zu &uuml;bersehen. Aus Anlass der gerade er&ouml;ffneten US-Ertragssaison beleuchten wir diese positiven Faktoren insbesondere aus US-Perspektive.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">USA: Haussierende Aktienm&auml;rkte und robuste Konjunkturdaten&nbsp;&nbsp; Die aktuelle S&amp;P 500-Rallye wurde von binnenwirtschaftlich orientierten Firmen aus zyklischen Sektoren vorweggenommen (vgl. LGT Beacon vom 1.6.2016). Wie im Mai 2013, als die Fed das Auslaufen ihres quantitativen Lockerungsprogramms angek&uuml;ndigt hatte, reagierte das Segment im Dezember zun&auml;chst sehr negativ auf die US-Zinserh&ouml;hung. Doch schon Ende Januar begann eine scharfe Erholung &#8211; lange bevor es offensichtlich war, dass die US-Wirtschaft auch diese geldpolitische Wende unbeschadet verkraften w&uuml;rde.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letzteres erweist sich erneut als wahr: Die am letzten Freitag publizierten Daten zeigten, dass der langfristige US-Arbeitsmarkttrend stabil positiv geblieben ist. Die vorauslaufenden Einkaufsmanagerumfragen haben zuletzt zudem wieder begonnen, nach oben zu zeigen (vgl. Seite 2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausschlaggebend ist aber, dass die Fed jetzt trotzdem von weiteren Zinserh&ouml;hungen in zumindest in diesem Jahr absehen d&uuml;rfte. Das ist eine Konsequenz des Brexit-Votums, welches neue politische Risiken in die Welt gesetzt hat. Geld- und gegebenenfalls sogar fiskalpolitische Lockerungsschritte sind damit auch in Europa wahrscheinlicher geworden. Neue konjunkturpolitische Massnahmen stehen auch in Japan an, wo die Regierung bei den Oberhauswahlen am letzten Sonntag den dritten klaren Sieg seit 2012 davongetragen hat.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Faktoren k&ouml;nnten die Sommerhausse auf Trab halten. Die Ergebnisse der US-Ertragssaison d&uuml;rften die tiefen Erwartungen erneut &uuml;bertreffen, w&auml;hrend der gelockerte geldpolitische Ausblick die &#8211; dank der Rohstoffmarktstabilisierung &#8211; bereits leicht steigenden Ertragsprognosen zus&auml;tzlich untermauern sollte (vgl. S. 2). Das Brexit-Referendum scheint sich also als ein weiterer falscher &laquo;B&auml;renalarm&raquo; herauszustellen. Die aktuelle Aufhellung ist uns nat&uuml;rlich willkommen, zumal wir in den traditionellen Aktienm&auml;rkten eine leicht &uuml;bergewichtete taktische Positionierung fahren. Wir davon abraten, prozyklisch den steigenden Kursen nachzulaufen. Stattdessen erinnern wir an unsere Grunderwartung f&uuml;r 2016 und dar&uuml;ber hinaus. Angesichts des insgesamt immer noch global bescheidenen Wachstumsumfelds d&uuml;rften die Finanzm&auml;rkte mittel- bis langfristig weiterhin anf&auml;llig f&uuml;r gr&ouml;bere Volatilit&auml;tsanf&auml;lle bleiben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4515\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/80cccf69ddf3f373922e2b8b264831fe.png\" alt=\"13 07 16 1LGT\" width=\"600\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Aktien bewegen sich seit Jahren generell im Einklang mit der Ertragsentwicklung, was uns vor extremen Bewertungsverzerrungen bewahrt hat. Seit Anfang 2015 bewegen sie sich seitw&auml;rts, ebenfalls im Einklang mit einer (insgesamt milden) Ertragsrezession, die im Energie- und Rohstoffpreiskollaps von 2014 ihren Anfang genommen hatte. In der Zwischenzeit haben die Gewinnerwartungen f&uuml;r n&auml;chstes Jahr jedoch wieder begonnen, etwas st&auml;rker anzusteigen, wie die erste Grafik oben links zeigt (blaue Linie, sechsmonatiger gleitender Durchschnitt w&ouml;chentlich angepasster Gewinnsch&auml;tzungen).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grafik oben rechts zeigt einen gleichgewichteten Index aus 51 Aktien von b&ouml;rsennotierten US-Firmen aus konjunktursensitiven Branchen, die mindestens 95% ihres Umsatzes im Heimatmarkt USA erwirtschaften und eine Mindestmarktkapitalisierung von 500 Millionen USD haben. Dieses Segment l&auml;uft seit Jahren den breiteren US-Indizes voraus &#8211; die diversen geldpolitischen Entzugsphasen haben dessen St&auml;rke nur tempor&auml;r unterbrochen. Die US-Binnenkonjunktur hat die geldpolitischen Wenden letztlich gut verkraftet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4516\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/827d95fbc9b8a8898d788f941bc3020d.png\" alt=\"13 07 16 2LGT\" width=\"600\" height=\"247\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Wirtschaftsdaten schwankten zuletzt etwas st&auml;rker und hatten sich vor allem in den k&auml;lteren Wintermonaten abgeschw&auml;cht. Inzwischen ist aber wieder ersichtlich geworden, dass die amerikanische Binnennachfrage stabil geblieben ist. Die Grafik oben links zeigt die monatlich geschaffenen nicht-landwirtschaftlichen Arbeitspl&auml;tze. Zuletzt wurde mit 287&rsquo;000 Jobs die Konsensprognose um gut 120&lsquo;000 Stellen &uuml;bertroffen, was nach dem Einbruch im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r Erleichterung sorgte. Im grossen Trendbild zeigt sich aber schon l&auml;nger, wie stabil der amerikanische Arbeitsmarkt ist. Seit fast sieben Jahren kommen monatlich im Schnitt 200&rsquo;000 Arbeitspl&auml;tze hinzu. Die Pausen und Unsicherheiten im Hinblick auf die Fortsetzung der verschiedenen QE-Programme, der moderate Sparkurs nach Ablauf des Konjunkturpaketes von 2009, der R&uuml;ckzug von QE und die nachfolgende verbale Normalisierung der Geldpolitik haben keinen dauerhaften Abschwung verursacht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grafik oben rechts zeigt die Ergebnisse der Gesch&auml;ftsumfragen des Institute for Supply Management. In der verarbeitenden Industrie ging es 2015 weitgehend als Folge des Rohstoffpreiskollapses von 2014 stetig bergab. Gegen Winter wurde sogar die 50Marke unterschritten. Seit der Zinserh&ouml;hung vom Dezember geht es jedoch wieder bergauf. Der volkswirtschaftlich viel gr&ouml;ssere Dienstleistungsbereich blieb stets oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 und hat zuletzt ebenfalls wieder nach oben gedreht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben Monate nach der einst gef&uuml;rchteten ersten Zinserh&ouml;hung haben US-Aktien ein Allzeithoch erreicht. Amerikas Konjunktur zeigt wieder St&auml;rke, die Rohstoffpreise haben sich etwas erholt und die j&uuml;ngsten politischen Ereignisse d&uuml;rften einige Notenbanken zu weiteren Lockerungsschritten bewegen. Die Federal Reserve k&ouml;nnte zudem auf Sicht von weiteren Zinserh&ouml;hungen absehen.&nbsp;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21604\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}