{"id":21612,"date":"2016-07-26T22:00:00","date_gmt":"2016-07-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/07\/26\/lgt-emerging-markets-streben-die-neuen-maerkte-wieder-nach-hoeherem\/"},"modified":"2016-07-26T22:00:00","modified_gmt":"2016-07-26T22:00:00","slug":"lgt-emerging-markets-streben-die-neuen-maerkte-wieder-nach-hoeherem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-emerging-markets-streben-die-neuen-maerkte-wieder-nach-hoeherem\/","title":{"rendered":"LGT: Emerging Markets: Streben die neuen M\u00e4rkte wieder nach H\u00f6herem?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Fr&uuml;hjahr haben sich Aktien aus den Emerging Markets &uuml;berraschend stark entwickelt. Damit k&ouml;nnte auch die f&uuml;nfj&auml;hrige Schw&auml;chephase, in denen EM-Aktien gegen&uuml;ber den entwickelten L&auml;ndern bis zu 40% verloren, ein Ende genommen haben. Dass die Schwellenl&auml;nder jedoch wieder &uuml;ber l&auml;ngere Zeit eine &Uuml;berrendite erzielen, m&uuml;sste deren realwirtschaftlicher Wachstumsvorsprung gegen&uuml;ber dem Westen wieder anwachsen&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit den Mai-Tiefs werden die aufstrebenden M&auml;rkte ihrem Namen wieder gerecht: Der Leitindex MSCI Emerging Markets US$ erzielte seither eine Rendite von 12.5%, w&auml;hrend sich der MSCI World US$ mit 5.3% zufrieden geben muss. Der breite Schwellenl&auml;nder-Index profitierte von starken Erholungsrallys in einzelnen zuvor arg gebeutelten L&auml;ndern wie Russland oder Brasilien, von der Stabilisierung bei den Rohstoffpreisen sowie auch von der Verz&ouml;gerungstaktik der amerikanischen Notenbank Fed bez&uuml;glich Leitzinserh&ouml;hung. Der Aufschwung scheint robust genug, um auch politische Extremereignisse wie die BREXIT-Annahme oder den versuchten Milit&auml;rputsch in der T&uuml;rkei zu absorbieren. Doch positive Nachrichten bez&uuml;glich Rohstoffpreis-Stabilisierung oder das ewige Zur&uuml;ckrudern der US-Fed verm&ouml;gen nur kurzfristig zu stimulieren. Eine nachhaltige Trendwende bei den EM-Aktien bedarf mehr realwirtschaftlicher Dynamik. Schon in der Vergangenheit gl&auml;nzten die Schwellenl&auml;nder-Aktien ausschliesslich in Perioden, als der Realwachstumsvorsprung gegen&uuml;ber den Industriel&auml;ndern zunahm. Seit 2010 schmolz dieser Vorsprung jedoch stetig, weshalb die schwache Aktienmarktrendite im R&uuml;ckblick nicht &uuml;berrascht . Dass die Wachstumsraten in den Schwellenl&auml;ndern trotzdem noch immer h&ouml;her als im Westen sind, spielt eine untergeordnete Rolle. Ein unterentwickelteres Land hat einen h&ouml;heren Investitionsbedarf, weshalb ein geringerer Anteil der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf Unternehmensgewinne entf&auml;llt.<\/p>\n<p><strong> Zahlungsbilanz-Probleme vielerorts &uuml;berwunden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wirtschaftliche Abschwung in den Emerging Markets war in vielen L&auml;ndern verbunden mit Zahlungsbilanz-Problemen. Nach der globalen Finanzkrise und einem zehnj&auml;hrigen Rohstoff-Boom sahen sich die Emerging Markets mit (zu) teuren W&auml;hrungen konfrontiert, welche die Wettbewerbsf&auml;higkeit ihrer Exportsektoren massiv beeintr&auml;chtigten. Der Aussenhandel der meisten L&auml;nder verschlechterte sich signifikant. Hinzu kam, dass der Niedergang der Rohstoffpreise, politische Krisen und die Aussicht auf steigende US-Zinsen zu grossen Kapitalabfl&uuml;ssen aus der aufstrebenden Welt f&uuml;hrten. Als Folge entstand Abwertungsdruck auf EM-W&auml;hrungen, welchem die Zentralbanken zum Wohle der Finanzmarktstabilit&auml;t entgegentreten mussten. Der Preis daf&uuml;r war jedoch hoch: Die Zentralbanken waren nicht mehr in der Lage, die Wirtschaftsabschw&auml;chungen mit Zinssenkungen abzufedern, da tiefere Zinsen den Kapitalabfluss noch akzentuiert h&auml;tten. Die Kombination aus nachlassender Dynamik und hohen Zinsen war Gift f&uuml;r die Konjunktur und die Aktienm&auml;rkte.<\/p>\n<p><strong> Konjunktureller Silberstreifen am Horizont<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun scheint sich die Situation aber allm&auml;hlich zu lichten. Viele Schwellenl&auml;nder-W&auml;hrungen sind mittlerweile deutlich unterbewertet, was dem Exportsektor zu Gute kommt. Die langfristigen Zinsen sind im internationalen Vergleich sehr hoch, was wieder zu Kapitalzufl&uuml;ssen f&uuml;hren d&uuml;rfte. Der abnehmende Abwertungsdruck auf die W&auml;hrungen bedeutet auch, dass die Zentralbanken mittlerweile wieder Raum f&uuml;r monet&auml;re Stimulationsmassnahmen haben. Die Chancen sind damit intakt, dass der Wachstumsvorsprung zumindest nicht weiter schrumpft und damit auch an den Aktienm&auml;rkten ein Bodenbildungsprozess eingesetzt haben k&ouml;nnte. Die verbesserte Lage spiegelt sich in den konjunkturellen Fr&uuml;hindikatoren, die vielerorts wieder deutlich anziehen. Damit der Aufschwung aber selbsttragend und nachhaltig wird, m&uuml;sste eine sich selbstverst&auml;rkende Spirale aus steigendem Verm&ouml;gen, Konsumausgaben, Besch&auml;ftigung und Einkommen entstehen. Die ersten Datenpunkte diesbez&uuml;glich sind ermunternd. Das Exporteinkommen steigt dank wettbewerbsf&auml;higeren W&auml;hrungen und den wieder etwas h&ouml;heren Rohstoffpreisen. Die seit &uuml;ber f&uuml;nf Jahren sinkenden Erwartungen an die Unternehmensgewinne d&uuml;rften wieder anziehen, was die wichtigste Bedingung f&uuml;r eine &uuml;berdurchschnittliche EM-Aktienrendite sein wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4529\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/1bb7ff1c78dd3ea81e7682e7f8a27014.png\" alt=\"27 07 16 1lgt\" width=\"600\" height=\"245\" \/><\/p>\n<p> Die Grafik links oben&nbsp; zeigt die Entwicklung des MSCI Emerging Markets relativ zum MSCI World. Sie verdeutlicht, dass eine &uuml;berdurchschnittliche Schwellenl&auml;nder-Aktienrendite nur &uuml;ber l&auml;ngere Zeit aufrecht erhalten werden kann, wenn sich auch deren realwirtschaftlicher Wachstumsvorsprung gegen&uuml;ber dem Westen vergr&ouml;ssert. Da Rechtssicherheit und politische Stabilit&auml;t in den aufstrebenden M&auml;rkten als deutlich unberechenbarer gelten als in der entwickelten Welt, verlangen Investoren h&ouml;here Wachstumsraten. Nicht selten wird deshalb f&uuml;r ausl&auml;ndische Schwellenl&auml;nder-Investoren auch der Begriff &bdquo;Wachstumstouristen&ldquo; verwendet. Dass die Wachstumsraten in den Schwellenl&auml;ndern trotzdem noch immer h&ouml;her als im Westen sind, spielt eine untergeordnete Rolle. Ein unterentwickelteres Land hat einen h&ouml;heren Investitionsbedarf, weshalb ein geringerer Anteil der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf Unternehmensgewinne entf&auml;llt.<\/p>\n<p> Mit sinkendem Realwachstumsvorsprung sanken in den vergangenen Jahren auch die Erwartungen an zuk&uuml;nftige Unternehmensgewinne. Diese haben sich in den Emerging Markets deutlich schlechter entwickelt als in der entwickelten Welt. Es gibt aber erste Anzeichen, dass sich dieser Trend reversieren k&ouml;nnte. Viele EM-W&auml;hrungen sind mittlerweile unterbewertet . Der daraus resultierende komparative Kostenvorteil gegen&uuml;ber dem Westen d&uuml;rfte den EM-Unternehmen &uuml;ber die n&auml;chsten Quartale zu Gute kommen. Zus&auml;tzlich d&uuml;rften sich auch die geldpolitischen Rahmenbedingungen deutlich verbessern. Wegen Zahlungsbilanz-Schwierigkeiten mussten viele Zentralbanken in den letzten Jahren einen restriktiven Kurs fahren. Dank verbesserten Leistungs- und Kapitalbilanzen d&uuml;rfen die Unternehmen nun wieder mit Zinssenkungen rechnen. Auch konjunkturell sind bereits positive Signale zu registrieren. Wie die Grafik unten rechts zeigt, haben die j&uuml;ngsten Makrodaten die Erwartungen in der Tendenz &uuml;bertroffen. Die Erwartungen an zuk&uuml;nftige Wirtschaftsdaten und damit auch an Unternehmensgewinne k&ouml;nnten folglich bald wieder nach oben angepasst werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4530\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/09dec82e647091dfbbd01e73c3cd313d.png\" alt=\"27 07 16 2lgt\" width=\"600\" height=\"241\" \/>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Fr&uuml;hjahr haben sich Aktien aus den Emerging Markets &uuml;berraschend stark entwickelt. Damit k&ouml;nnte auch die f&uuml;nfj&auml;hrige Schw&auml;chephase, in denen EM-Aktien gegen&uuml;ber den entwickelten L&auml;ndern bis zu 40% verloren, ein Ende genommen haben. Dass die Schwellenl&auml;nder jedoch wieder &uuml;ber l&auml;ngere Zeit eine &Uuml;berrendite erzielen, m&uuml;sste deren realwirtschaftlicher Wachstumsvorsprung gegen&uuml;ber dem Westen wieder anwachsen&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21612","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21612"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21612\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}