{"id":21638,"date":"2016-10-25T22:00:00","date_gmt":"2016-10-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/10\/25\/lgt-das-szenario-eines-klassischen-aktienbooms-bleibt-realistisch\/"},"modified":"2016-10-25T22:00:00","modified_gmt":"2016-10-25T22:00:00","slug":"lgt-das-szenario-eines-klassischen-aktienbooms-bleibt-realistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-das-szenario-eines-klassischen-aktienbooms-bleibt-realistisch\/","title":{"rendered":"LGT: Das Szenario eines klassischen Aktienbooms bleibt realistisch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der S&amp;P 500 begann 2014 an Schwung zu verlieren und sich als zunehmend anf&auml;llig f&uuml;r Turbulenzen zu erweisen. Darum f&uuml;hlt sich die Hausse nicht wie ein richtiger Boom an, obwohl der Index kaum 2.5% unter seinem j&uuml;ngsten Allzeithoch notiert&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor zu viel Vorsicht sei dennoch gewarnt: Historisch folgten auf solche lange, trendlose Marktphasen typischerweise gr&ouml;ssere Bullm&auml;rkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juli, als der S&amp;P 500 auf ein neues Hoch ausbrach, wiesen wir an diese Stelle auf einige aussergew&ouml;hnliche Entwicklungen hin, die darauf hindeuten, dass wir in den kommenden Jahren einen Aktienboom wie jenen in der zweiten H&auml;lfte der 1990er Jahre erleben k&ouml;nnten. Heute aktualisieren wir diese Analyse mit weiteren Beobachtungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun&auml;chst wiederholen wir die wichtigsten Punkte vom Juli: Die aktuelle, seit M&auml;rz 2009 anhaltende Hausse geh&ouml;rt zu den unbeliebtesten der Geschichte, wie die ungew&ouml;hnlich niedrige Investorenpartizipation zeigt. Zudem verlor der S&amp;P 500 in den vergangenen Jahren an Dynamik und bewegte sich in einer zunehmend engen Bandbreite innerhalb dessen es zu h&auml;ufigen kurzlebigen Volatilit&auml;tsausbr&uuml;chen kam. Die Anleger hegen also keine klaren &Uuml;berzeugungen. Konkret fiel der zweij&auml;hrige rollierende Abstand zwischen Hoch und Tief im Juli auf den niedrigsten Stand seit Mitte 1994 &#8211; d.h. bis wenige Monate vor dem Beginn des intensivsten Aktienbooms des vergangenen Jahrhunderts, welcher sp&auml;ter als Dotcom-Blase bekannt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historisch wurden Seitw&auml;rtsphasen immer von grossen Bullenm&auml;rkte abgel&ouml;st<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute gehen wir einen Schritt weiter und betrachten die vergleichbaren Marktphasen aus noch fr&uuml;heren Jahrzehnten. Phasen, in denen sich der US-Index mindestens sechs Monate lang in einem &auml;hnlichem Muster bewegte, kamen zwischen 1927 und 1994 nur zwei weitere Male vor, n&auml;mlich von August 1953 bis M&auml;rz 1954 und von Januar bis Juli 1979. Nach dem Ausbruch aus der jeweiligen Range legte der S&amp;P 500 nochmal um rund 80% bzw. 220% zu, auch wenn der Bullmarkt der 1980er zwischendurch auch schwierige Subphasen erlebte (siehe Grafik 1, Seite 2). Intuitiv ausgedr&uuml;ckt entstehen solche Haussen dann, wenn langj&auml;hrige Skeptiker zunehmend ihre Zweifel aufgeben und in den Markt einsteigen, und so einen erneuten mehrj&auml;hrigen Schub nach oben verursachen. Die aktuelle Situation k&ouml;nnte am Ende als eine weitere Zwischenphase des Zweifels erweisen, wie in den 1950er, 1970er und 1990er Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das lange realwirtschaftliche Stimmungsbild zeigt:<\/strong> Das Glas ist erst halb voll&nbsp;&nbsp; Doch auch die langfristigen Konjunkturdaten widersprechen der M&ouml;glichkeit eines Booms nicht. Die amerikanische Konsumenten- und Unternehmensstimmung hat sich zwar von den Tiefen der Rezession von 2008\/2009 deutlich erholt. Doch das langfristige Bild offenbart sofort, dass wir uns praktisch immer noch nur auf etwa halbem Weg zu einem historisch normalen zyklischen Aufschwung befinden. Grunds&auml;tzlich passen die &ouml;konomischen Indikatoren zu den beschriebenen B&ouml;rsensignalen .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Risiko unangenehmer &Uuml;berraschungen hat sich verringert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sofern externe Schocks oder grosse wirtschaftspolitische Fehler in n&auml;chster Zeit vermieden werden, gibt es unseres Erachtens keinen Grund, warum der Bullenmarkt nicht noch eine Weile l&auml;nger anhalten sollte. Dar&uuml;ber hinaus haben sich die Zinspl&auml;ne der USNotenbank Federal Reserve im Laufe der letzten Monaten weitgehend an die deutlich weniger strengen Erwartungen der Markteilnehmer angen&auml;hert. Damit ist auch der Spielraum f&uuml;r unangenehme geldpolitische &Uuml;berraschungen deutlich gesunken. Und eine flexible und marktnahe Notenbankpolitik kann helfen, exogene Schocks rasch zu &uuml;berwinden, wie wir j&uuml;ngst im Nachzug auf das &uuml;berraschende Brexit-Votum beobachten konnten. Abschliessend ist anzumerken, dass die strategische Anlageallokation der MultiAsset-Portfolios der LGT Capital Partners auch solche gutartigen Makroszenarien ber&uuml;cksichtigt hat .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf lange, kraftlose Seitw&auml;rtsphasen folgten grosse Bullm&auml;rkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nachstehende Tabelle zeigt die Phasen, in denen der rollierende zweij&auml;hrige Abstand zwischen dem jeweiligen Hoch und Tief im S&amp;P 500 wie in j&uuml;ngster Zeit sehr lange auf tiefem Niveau blieb. Konkret markieren wir Perioden, in denen dieser Messwert im untersten f&uuml;nften Perzentil lag. In allen F&auml;llen folgten bedeutende Aktienhaussen, die mindestens zweieinhalb Jahre dauerten. Die Hausse der 1980er hatte war einige schwierige Zwischenphasen. Wir haben sie hier dennoch inkludiert, weil sie letztlich als eine grossen historischen Haussen gilt, selbst wir ihn mit der kurzen Einbruch von 1987 enden lassen. Die nachfolgend angegebenen Kurssteigerungen messen die Gewinne nachdem der Index aus der jeweiligen Seitw&auml;rtsphase ausbrach.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4612\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/1e347f1931f16ac9b1c6da4d5de0c5b7.png\" alt=\"26 10 16 1LGT\" width=\"485\" height=\"207\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>USA: Zyklen Verbraucher- und Gesch&auml;ftsstimmung seit 1967<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Conference Board-Verbrauchererwartungsindex hat sich seit Anfang 2009 erholt, liegt aber weiter deutlich unter dem 50j&auml;hrigen Medianwert, was Raum f&uuml;r signifikantes Aufw&auml;rtspotenzial zul&auml;sst. Auch der Einkaufsmanagerindex des Instituts f&uuml;r Supply Managements notiert unter dem langfristigen Median. Nat&uuml;rlich ist es immer m&ouml;glich, ein Glas als halb leer anzusehen, statt als halb voll. Angesichts der eingangs beschriebenen langfristigen Marktbeobachtungen w&uuml;rd es uns jedoch nicht &uuml;berraschen, wenn sich auch die reale Konjunkturstimmung in den kommenden Jahren in Richtung eines klassischen Aufschwungs entwickelt sollte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4613\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/53cf60fbc1c91287074a8c6b9ed6cf35.png\" alt=\"26 10 16 2LGT\" width=\"470\" height=\"351\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der S&amp;P 500 begann 2014 an Schwung zu verlieren und sich als zunehmend anf&auml;llig f&uuml;r Turbulenzen zu erweisen. 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