{"id":21643,"date":"2016-11-08T23:00:00","date_gmt":"2016-11-08T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/11\/08\/lgt-wir-bleiben-bei-unserer-konstruktiven-markteinschaetzung\/"},"modified":"2016-11-08T23:00:00","modified_gmt":"2016-11-08T23:00:00","slug":"lgt-wir-bleiben-bei-unserer-konstruktiven-markteinschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-wir-bleiben-bei-unserer-konstruktiven-markteinschaetzung\/","title":{"rendered":"LGT: Wir bleiben bei unserer konstruktiven Markteinsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der US-Wahlkampf hatte bereits im Vorfeld des gestrigen Wahltags die M&auml;rkte recht deutlich belastet, obwohl sich die Konjunkturdaten grunds&auml;tzlich weiter aufgehellt hatten. Das vorl&auml;ufige Wahlergebnis kam somit nicht ganz &uuml;berraschend. Der erste B&ouml;rsenschock k&ouml;nnte sich daher bald wieder legen. Wir bleiben vorerst grosso modo bei unserer relativ freundlichen Markteinsch&auml;tzung&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rund zwei Wochen vor den US-Wahlen begannen viele Umfragen zugunsten des republikanischen Kandidaten Donald Trump zu drehen und den bis dahin favorisierten Wahlsieg der Demokratin Hillary Clinton in Frage zu stellen. Damit begann auch die Marktvolatilit&auml;t deutlich zu steigen. Der US-Aktienvolatilit&auml;tsindex VIX erreichte schon am vergangenen Freitag ann&auml;hernd das Niveau, das kurz nach dem Brexit-Votum vom Juni markiert wurde. Der breite US-Aktienindex S&amp;P 500 verbuchte an neun Handelstagen hintereinander Verluste, was zuletzt 1980 stattfand. Der Markt begann also einen Trump-Sieg einzupreisen.<br \/> &nbsp;<br \/> Mit dem Sieg Trumps ist dieser Prozess zumindest teilweise abgeschlossen. Der Markt d&uuml;rfte sich damit bald wieder auf die weiterhin insgesamt konstruktiven &ouml;konomischen Fundamentaldaten und marktinternen Entwicklungen konzentrieren. Wir sehen jedenfalls derzeit noch keinen Anlass, unsere darauf basierende taktische Asset-Allokation (TAA) f&uuml;r die kommenden Monate ad-hoc zu &auml;ndern. Eine unver&auml;nderte TAA-Meinung impliziert, dass Turbulenzen grunds&auml;tzlich f&uuml;r K&auml;ufe genutzt werden sollten, ebenso, wie sich starke Kursgewinne f&uuml;r Verk&auml;ufe anbieten (Portfolio-Rebalancing).<br \/> &nbsp;<br \/> Trotz des schrillen Wahlkampfes gilt f&uuml;r uns, dass sich die zugrundeliegenden Kernpositionen beider Kandidaten grunds&auml;tzlich nicht extrem von jenen fr&uuml;herer Parteigenossen unterscheiden. In vielen Demokratien weisen die politischen Trends zudem schon seit Jahren auf zunehmend gespaltene, zum Protektionismus neigende und radikalisierte W&auml;hlerpr&auml;ferenzen hin. Zu guter Letzt sollten l&auml;ngerfristig ausgerichtete Portfolioentscheidungen prinzipiell nicht ad-hoc auf schwer voraussehbaren Ereignissen basieren.<br \/> &nbsp;<br \/><strong> Unterschiedliche Ebenen der Anlageallokation<\/strong> <br \/> Das bedeutet keinesfalls, dass politische Entwicklungen generell irrelevant sind. Nur sollten Anleger die unterschiedlichen Ebenen und Zeithorizonte von Allokationsentscheidungen unterscheiden. Unterhalb der TAA-Ebene gibt es die im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements (PM) laufend notwendigen Adjustierungen (&laquo;PM-Overlay&raquo;). Hier k&ouml;nnen Ereignisse wie Wahlen nat&uuml;rlich eine Rolle spielen und unsere PM-Teams haben im Vorfeld der Wahlen selbstverst&auml;ndlich Aktionen gesetzt, um von kurzfristigen Kursschwankungen zu profitieren bzw. sich dagegen abzusichern.<br \/> &nbsp;<br \/> Die &uuml;bergeordnete strategische Allokationsebene (SAA) hat einen langfristigen Horizont und wird selbstverst&auml;ndlich nicht ad-hoc entschieden. Die aktuellen politischen Entwicklungen in den meisten Industriel&auml;ndern basieren schliesslich weitgehend auf Trends, die schon seit Jahren zu beobachten sind und mit der schwachen wirtschaftlichen Erholung von der US-Finanzkrise von 2007\/2008 und deren Nachfolgeproblemen zus&auml;tzlich akzentuiert wurden. Die sich daraus ergebenden wichtigsten Konsequenzen (dauerhaft sehr tiefe Zinsniveaus, erh&ouml;hte Fragilit&auml;t und Volatilit&auml;t der Konjunktur und der M&auml;rkte, reduzierte langfristige Ertragserwartungen, etc.) wurden in unserer SAA bereits weitgehend ber&uuml;cksichtigt. Auch hier bietet das US-Wahlergebnis keine neuen Erkenntnisse.<br \/> &nbsp;<br \/> Das Fazit f&uuml;r heute: Die US-Wahlen scheinen nun ausgefochten. Was bleibt, ist ein relativ gutes Makroumfeld und konjunkturpolitisch freundliche Notenbanken und Regierungen. Der Sieg der Republikaner k&ouml;nnte zudem eine wirtschaftsfreundliche Politik bringen, auch wenn diese m&ouml;glicherweise durch protektionistische Elemente ausgeglichen werden k&ouml;nnten. Sobald sich der Staub des ersten politischen Schocks legt, steht einer Kursstabilisierung in den n&auml;chsten Tagen aber grunds&auml;tzlich wenig im Wege und wir werden die Situation nat&uuml;rlich entsprechend beobachten.<br \/> &nbsp;<br \/><strong>Tendenziell freundlicher Wirtschaftsdatenkranz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaftsdaten der gr&ouml;ssten Volkswirtschaften haben sich im Laufe der letzten Wochen unter dem Strich aufgehellt. In den USA hat sich das reale Wirtschaftswachstum im dritten Quartal beispielsweise deutlich st&auml;rker als vom Konsens prognostiziert erholt (es betrug 2.9%, annualisierte Ver&auml;nderungsrate gegen&uuml;ber Vorquartal, nach 1.4% im Q2 und nur 0.8% im Q1). Im Euroraum, der zweitgr&ouml;ssten Volkswirtschaft, blieb es zwar zuletzt wie erwartet insgesamt stabil aus, es gab aber Mitte bis Ende Oktober im Bereich der Stimmungsindikatoren positive &Uuml;berraschungen (z.B. ZEW- und IFO-Gesch&auml;ftsumfragen f&uuml;r Deutschland). Auch die britische Wirtschaft h&auml;lt sich sehr gut, ebenso wie China, die zweitgr&ouml;sste nationalstaatliche &Ouml;konomie.<br \/> &nbsp;<br \/> Diese fundamentalen Datentrends wurden zudem in den letzten Wochen teilweise auch von sehr marktnahen indirekten Wachstumsindikationen best&auml;tigt. So sind langfristige Marktzinsen weltweit in st&auml;rkerem Ausmass gestiegen, als im kurzfristigen Bereich &ndash; d.h. die Zinskurven sind global steiler geworden. Steilere Zinskurven signalisieren typischerweise, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer von einem verbesserten Wachstums- und Inflationsausblick ausgeht. Dass die Inflationserwartungen wieder zu steigen begonnen haben, l&auml;sst sich aktuell im Handel mit inflationsgekoppelten Finanzinstrumenten ablesen (Inflationstermingesch&auml;fte, inflationsgekoppelte Anleihen, etc.)<br \/> &nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4622\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/0c483ff8d1e3e3d65916b02dc58c1241.png\" alt=\"09 11 16 1LGT\" width=\"600\" height=\"221\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zyklische Fr&uuml;hindikatoren bleiben weltweit auf Erholungskurs<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich der vorausschauenden Konjunkturbarometer ist der aggregierte globale Markit-Einkaufsmanagerindex im Oktober nicht nur im Wachstumsbereich geblieben, sondern hat sich sogar deutlich erholt, von 51.7 auf 53.3 Z&auml;hler. Dieser Fr&uuml;hindikator hellt sich seit einem zyklischen Tief im Februar stetig auf. Im Oktober fiel der Ausschlag allerdings besonders deutlich aus. Der entsprechende Index f&uuml;r die Schwellenl&auml;nder ist ebenfalls gestiegen: Seit Mitte dieses Jahres notiert auch der EM-PMI ganz klar oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4623\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/0fe1947ad5a59b6c0b418b0ed17e6201.png\" alt=\"09 11 16 2LGT\" width=\"600\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-Wahlkampf hatte bereits im Vorfeld des gestrigen Wahltags die M&auml;rkte recht deutlich belastet, obwohl sich die Konjunkturdaten grunds&auml;tzlich weiter aufgehellt hatten. Das vorl&auml;ufige Wahlergebnis kam somit nicht ganz &uuml;berraschend. Der erste B&ouml;rsenschock k&ouml;nnte sich daher bald wieder legen. 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